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Öffentlich und von Haus zu Haus predigenJehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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Jeder befähigt, seinen Glauben zu begründen
Ein außergewöhnliches Bildungsprogramm wurde im Jahre 1942 in Angriff genommen. Es begann in der Weltzentrale der Zeugen Jehovas, und vom darauffolgenden Jahr an wurde es weltweit in den Versammlungen der Zeugen eingeführt. Im Vertrauen darauf, daß Gottes Geist auf seinen Zeugen ruhte und Gott sein Wort in ihren Mund gelegt hatte, waren sie entschlossen, dieses Wort zu predigen — selbst wenn Verfolger ihnen die Wachtturm-Publikationen oder die Bibel wegnehmen würden (Jes. 59:21). Es gab bereits Länder, zum Beispiel Nigeria, wo die Zeugen nur die Bibel beim Predigen verwendeten, weil die Regierung alle Wachtturm-Publikationen verboten hatte; selbst Publikationen, die viele Brüder in ihrer Privatbibliothek aufbewahrt hatten, waren beschlagnahmt worden.
Am 16. Februar 1942 führte Bruder Knorr im Bethelheim in Brooklyn (New York) einen „Fortbildungskurs im theokratischen Dienstamt“ ein. Die Unterweisung erstreckte sich auf Gebiete wie Nachforschungsarbeit, klare und deutliche Ausdrucksweise, Ausarbeiten eines Redeplans, wirkungsvolles Halten von Ansprachen, überzeugende Darlegung von Gedanken und taktvolles Verhalten. Sowohl Brüder als auch Schwestern waren bei dem Kurs willkommen, doch nur Brüder wurden eingeladen, sich eintragen zu lassen und Ansprachen zu halten, für die sie dann Rat erhielten. Der Nutzen zeigte sich bald, und zwar nicht nur in den Ansprachen auf der Bühne, sondern auch im wirkungsvolleren Predigen von Haus zu Haus.
Im Jahr darauf wurde damit begonnen, diesen Kurs in den Ortsversammlungen der Zeugen Jehovas weltweit einzuführen, und zwar zunächst in Englisch und später auch in anderen Sprachen. Das erklärte Ziel der Schule bestand darin, jedem Zeugen Jehovas zu helfen, Menschen im Haus-zu-Haus-Dienst zu belehren, Rückbesuche zu machen und Bibelstudien durchzuführen. Jedem Zeugen sollte geholfen werden, ein befähigter Diener Gottes zu werden (2. Tim. 2:2). Ab 1959 erhielten auch Schwestern die Gelegenheit, sich in die Schule eintragen zu lassen. Sie wählten für ihre Aufgaben Situationen aus dem Predigtdienst, das heißt, sie wandten sich nicht an die gesamte Zuhörerschaft, sondern an den Partner, der die Rolle des Wohnungsinhabers übernahm. Das war aber noch nicht alles.
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Öffentlich und von Haus zu Haus predigenJehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
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[Bild auf Seite 569]
Ab 1943 erhielten die Brüder in den Versammlungen Unterweisung im öffentlichen Sprechen
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