-
Die Herstellung biblischer Literatur für das PredigtwerkJehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
-
-
Ausdehnung nach dem Zweiten Weltkrieg
Nachdem der Krieg vorüber war, trafen sich Jehovas Zeugen 1946 auf dem internationalen Kongreß in Cleveland (Ohio). Dort sprach Nathan H. Knorr, der damalige Präsident der Watch Tower Society, über Wiederaufbau und Ausdehnung. Seit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges hatte die Zahl der Zeugen um 157 Prozent zugenommen, und die Missionare erschlossen schnell neue Gebiete für das Werk. Bruder Knorr umriß Pläne zur Erweiterung der Einrichtungen in der Weltzentrale, die durch die weltweite Nachfrage nach biblischer Literatur notwendig geworden war. Nach der beabsichtigten Erweiterung würde in der Druckerei mehr als doppelt soviel Platz sein wie in dem 1927 erstellten Gebäude, und für die freiwilligen Mitarbeiter sollte ein beträchtlich vergrößertes Bethelheim zur Verfügung stehen. Diese zusätzlichen Gebäude wurden Anfang 1950 fertiggestellt und bezogen.
Seit 1950 mußten die Druckerei und die Büros der Weltzentrale in Brooklyn immer wieder erweitert werden. 1992 entsprach die Fläche ungefähr acht Häuserblocks und umfaßte 230 071 Quadratmeter Bodenfläche. Es sind nicht bloß Gebäude zur Herstellung von Büchern. Sie sind Jehova übergeben worden und werden zur Produktion von Literatur benutzt, die dazu bestimmt ist, Menschen über seine Anforderungen zur Erlangung des Lebens zu unterweisen.
In manchen Gebieten war es nach dem Zweiten Weltkrieg schwierig, die Drucktätigkeit der Gesellschaft wieder in Gang zu bringen. Magdeburg, wo die Gesellschaft einen Druckerei- und Bürokomplex besaß, gehörte zur kommunistisch beherrschten Zone. Die deutschen Zeugen waren wieder in die Gebäude eingezogen, konnten aber nur kurze Zeit darin arbeiten, denn sie wurden erneut beschlagnahmt. Um den Bedürfnissen im westlichen Teil Deutschlands zu entsprechen, mußte dort eine Druckerei errichtet werden. Als Folge der Bombardements war von den Städten nur noch Schutt übriggeblieben. Den Zeugen wurde jedoch eine kleine Druckerei in Karlsruhe, die den Nationalsozialisten gehört hatte, zur Benutzung überlassen. 1948 hatten sie in einem Gebäude in Wiesbaden, das ihnen zur Verfügung gestellt worden war, zwei Flachformpressen stehen, die Tag und Nacht liefen. Im Jahr darauf vergrößerten sie ihre Einrichtungen und vervierfachten die Zahl ihrer Druckmaschinen, um den Bedürfnissen der schnell wachsenden Zahl der Königreichsverkündiger in diesem Teil des weltweiten Predigtgebietes gerecht zu werden.
Als die Gesellschaft 1946 in Griechenland wieder ungehindert drucken konnte, war die Elektrizitätsversorgung alles andere als zuverlässig. Manchmal war stundenlang kein Strom da. 1977 hatten die Brüder in Nigeria das gleiche Problem. Bis der nigerianische Zweig seinen Generator bekam, nahmen die Brüder in der Druckerei zu jeder Tages- und Nachtzeit, sobald der Strom da war, die Arbeit wieder auf. Mit dieser Einstellung ließen sie keine Ausgabe des Wachtturms ausfallen.
Nachdem Bruder Knorr 1948 Südafrika besucht hatte, wurde in Elandsfontein Land gekauft; und Anfang 1952 bezog der Zweig die neue Druckerei — die erste, die in Südafrika von der Gesellschaft gebaut worden war. Auf einer neuen Flachformpresse begannen die Brüder, Zeitschriften in acht Sprachen zu drucken, die in Afrika gesprochen werden. 1954 wurde der schwedische Zweig so ausgerüstet, daß Zeitschriften auf einer Flachformpresse gedruckt werden konnten, und 1957 auch der dänische Zweig.
Als die Nachfrage nach Literatur stieg, wurden für einen Zweig nach dem anderen schnelle Hochdruckrotationsmaschinen bereitgestellt. Kanada erhielt seine erste 1958, 1959 bekam England seine erste. Im Jahre 1975 hatte die Watch Tower Society in ihren Druckereien weltweit 70 große Rotationspressen laufen.
-
-
Die Herstellung biblischer Literatur für das PredigtwerkJehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes
-
-
[Bilder auf Seite 590, 591]
Elandsfontein (Südafrika), 1972
[Bild auf Seite 590]
Numasu (Japan), 1972
[Bild auf Seite 590]
Strathfield (Australien), 1972
[Bild auf Seite 590]
São Paulo (Brasilien), 1973
[Bild auf Seite 591]
Lagos (Nigeria), 1974
[Bild auf Seite 591]
Wiesbaden (Deutschland), 1975
[Bild auf Seite 591]
Toronto (Kanada), 1975
-