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Zusammenkünfte per VideokonferenzWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Zusammenkünfte per Videokonferenz
26. JUNI 2020
Viele Regierungen rund um die Welt haben Abstandsregeln aufgestellt und öffentliche Versammlungen untersagt. Jehovas Zeugen sind entschlossen, sich an diese Anweisungen zu halten. Andererseits möchten sie sich weiter versammeln und dabei die Sicherheit der Einzelnen gewährleisten. Zu diesem Zweck nutzen die Versammlungen Apps wie Zoom, um ihre Zusammenkünfte via Videokonferenz abzuhalten.
Damit die Zusammenkünfte in einem sicheren Rahmen regelmäßig stattfinden können, hat die leitende Körperschaft genehmigt, dass Spendengelder genutzt werden, um für Versammlungen Zoom-Konten zu erwerben. Das ist für Versammlungen, die sich die üblichen Kosten von 15 bis 20 Dollar oder mehr nicht leisten können, eine große Hilfe. Bis dahin mussten sie auf kostenlose Apps zurückgreifen, bei denen allerdings die Teilnehmerzahl begrenzt ist und die nicht genügend Sicherheit bieten. Die Versammlungen, die kostenpflichtige Zoom-Konten verwenden, schätzen die benutzerfreundlichen Sicherheitseinstellungen und die Möglichkeit einer großen Teilnehmerzahl. Aktuell werden diese Konten von über 65 000 Versammlungen in mehr als 170 Ländern genutzt.
Die Versammlung Kairagi in Manado (Nordsulawesi, Indonesien) wechselte von einer kostenlosen App zu dem kostenpflichtigen Zoom-Konto. Bruder Hadi Santoso berichtet: „Auch Brüder und Schwestern, die sich mit elektronischen Geräten schwertun, können die Zusammenkünfte jetzt entspannt verfolgen, vor allem weil sie sich nicht mehr während einer Zusammenkunft mehrmals einwählen müssen.“
Lester Jijón, ein Ältester der Versammlung Guayacanes Oeste in Guayaquil (Ecuador), erzählt: „Wegen der wirtschaftlichen Situation vieler Brüder und Schwestern wäre es für manche Versammlungen einfach nicht möglich gewesen, eine Zoom-Lizenz zu kaufen, damit alle an den Zusammenkünften teilnehmen könnten. Durch die größere Teilnehmerzahl, die jetzt möglich ist, können wir auch andere zu den Zusammenkünften einladen, ohne Angst haben zu müssen, dass das Teilnehmerlimit überschritten wird.“
Johnson Mwanza, ein Ältester der Versammlung Ngwerere North in Lusaka (Sambia), schreibt: „Viele Brüder und Schwestern haben wiederholt gesagt, dass sie sich durch die jetzigen Zoom-Konferenzen nicht nur ihren Brüdern und Schwestern viel näher fühlen, sondern auch die Liebe und Fürsorge Jehovas spüren.“
Diese Zoom-Konten werden mit Spendengeldern erworben, die für Katastrophenhilfe vorgesehen sind. Die Gelder stammen aus freiwilligen Spenden für das weltweite Werk und gehen zu einem großen Teil über donate.jw.org ein. Wir bedanken uns für die großzügigen Spenden, die auch anderen Hilfsmaßnahmen auf der ganzen Welt zugutekommen (2. Korinther 8:14).
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Übersetzungsarbeiten für den regionalen Kongress 2020: „Freut euch immer“Wie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Übersetzungsarbeiten für den regionalen Kongress 2020: „Freut euch immer“
10. JULI 2020
Im Juli und August 2020 werden Jehovas Zeugen auf der ganzen Welt erstmals im gleichen Zeitraum das gleiche Kongressprogramm sehen. Dazu musste der ganze Kongress „Freut euch immer“ aufgezeichnet und in über 500 Sprachen übersetzt werden. Normalerweise würde es gut ein Jahr dauern, so ein Projekt zu planen und abzuschließen. Doch den Übersetzern, die an dem regionalen Kongress für 2020 arbeiteten, standen weniger als vier Monate zur Verfügung. Hintergrund für das Ganze ist die Covid-19-Pandemie.
Die Abteilungen Übersetzungshilfe und Weltweiter Einkauf in der Weltzentrale von Jehovas Zeugen unterstützten dieses Mammutprojekt. Die Abteilung Übersetzungshilfe meldete, dass die Übersetzerteams mehr Equipment brauchten, insbesondere gute Mikrofone. Daraufhin organisierte die Abteilung Weltweiter Einkauf die Bestellung von 1 000 Mikrofonen und die Auslieferung an fast 200 Standorte.
Um Geld zu sparen, wurde eine Großbestellung aufgegeben. Die Mikrofone wurden an eine zentrale Stelle geliefert, neu verpackt und Übersetzern auf der ganzen Welt zugeschickt. Durch die Großbestellung kostete jedes Mikrofon etwa 170 Dollar, einschließlich Versandkosten. Das entspricht einer Einsparung von über 20 Prozent.
Die Einkäufe und der Versand wurden in den Monaten April und Mai 2020 getätigt, in einer Zeit, als Firmen wegen der Pandemie ihren Betrieb einschränken mussten. Trotzdem war die Ausrüstung Ende Mai fast überall angekommen – in Zweigbüros, Übersetzungsbüros und an anderen Standorten.
„Die Abteilungen im Bethel und die externen Anbieter haben durchweg gut zusammengearbeitet“, sagt Jay Swinney, der für die Abteilung Weltweiter Einkauf verantwortlich ist. „Nur durch Jehovas Geist ist es möglich, mit vereinten Kräften so schnell und kostengünstig einen Bedarf in Gottes Organisation zu decken.“
Nicholas Ahladis von der Abteilung Übersetzungshilfe erklärt: „Die Übersetzer unterlagen zu dieser Zeit Kontaktbeschränkungen und haben sich deshalb sehr über die Ausrüstung gefreut. Trotz der räumlichen Trennung konnten die Teams relativ gut zusammenarbeiten, um die Vorträge, gespielten Szenen und Lieder in über 500 Sprachen zu übersetzen und aufzunehmen.“
Die Anschaffung der Mikrofone ist eins von vielen Projekten, die den Kongress „Freut euch immer“ für ein weltweites Publikum möglich gemacht haben. Dieser Großeinkauf konnte durch die großzügigen Spenden finanziert werden, die uns über donate.jw.org oder auf anderen Wegen erreicht haben.
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Videoproduktion für den regionalen Kongress 2020: „Freut euch immer“Wie Spenden verwendet werden
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Für das Bibeldrama wurden über 27 500 Kilogramm Splitt in das Mount-Ebo-Studio gebracht
WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Videoproduktion für den regionalen Kongress 2020: „Freut euch immer“
10. AUGUST 2020
Die Videos auf unseren regionalen Kongressen berühren unser Herz und helfen uns, biblische Wahrheiten noch besser zu verstehen. Der diesjährige Kongress „Freut euch immer“ enthält 114 Videos, darunter 43 Vorträge, die von Mitgliedern der leitenden Körperschaft und ihren Helfern gehalten werden. Wie viel Aufwand steckt hinter solchen Videoproduktionen? Und welche Kosten entstehen dabei?
Fast 900 Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt haben sich freiwillig zur Verfügung gestellt und über einen Zeitraum von zwei Jahren knapp 100 000 Stunden eingesetzt – davon allein 70 000 Stunden für das 76-minütige Bibeldrama Nehemia: „Jehova schenkt euch Freude, die euch stark macht“.
Mit so einem Projekt sind enorme Kosten verbunden: das Equipment, die technische Infrastruktur, die Sets sowie Unterkunft und Verpflegung für die vielen freiwilligen Helfer.
„Das Lehrkomitee der leitenden Körperschaft legt Wert darauf, ein breites Spektrum an Kulturen und Orten in den Videos abzubilden, um den internationalen Charakter unserer Bruderschaft hervorzuheben“, erklärt Jared Gossman aus der Audio- und Videoabteilung. „Damit das gelingt, waren 24 Teams in 11 verschiedenen Ländern an den Projekten beteiligt. So eine internationale Zusammenarbeit erfordert natürlich einiges an Budget, Planung und Koordination.“
Für viele Videos sind besonderes Equipment und spezielle Sets erforderlich. Die Sets für die Nehemia-Verfilmung beispielsweise wurden im Mount-Ebo-Studio in Patterson (New York) aufgebaut. Um Spendengelder zu sparen und trotzdem historisch genau zu sein, haben die Brüder für die Mauern Jerusalems sechs Meter hohe Leichtbaukulissen aus Holz gefertigt, mit Schaumstoff verkleidet und dem Ganzen eine Steinoptik verliehen. Diese „Mauern“ waren flexibel einsetzbar und konnten für verschiedene Szenen genutzt werden, sodass insgesamt weniger Sets benötigt wurden. Trotzdem hat allein der Setaufbau des Bibeldramas circa 80 000 Euro gekostet.a
Diese Hintergrundinformationen vertiefen bestimmt unsere Dankbarkeit für das diesjährige Kongressprogramm. Wir sind sicher, dass die Anstrengungen in Verbindung mit der Produktion der Videos zum Lobpreis Jehovas auf der ganzen Welt beitragen. Vielen Dank für eure großzügigen Spenden für das weltweite Werk, die über donate.jw.org oder andere Wege eingegangen sind.
a Der Setaufbau für Nehemia: „Jehova schenkt euch Freude, die euch stark macht“ wurde vor der Covid-19-Pandemie fertiggestellt. Abstandsregeln galten zu dieser Zeit noch nicht.
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Humanitäre Hilfe in einer Welt voller „Kriege und Kriegsberichte“Wie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Humanitäre Hilfe in einer Welt voller „Kriege und Kriegsberichte“
27. MAI 2022
Da wir in den letzten Tagen leben, sind wir darauf gefasst, von „Kriegen und Kriegsberichten [zu] hören“ (Matthäus 24:6). Geraten unsere Brüder dadurch in Schwierigkeiten, erhalten sie die nötige Hilfe. Im Aktuellen Lagebericht der Leitenden Körperschaft, Nr. 3 (2022) haben wir zu Herzen gehende Informationen über die laufenden Hilfsmaßnahmen für die Leidtragenden des Ukraine-Kriegs erhalten. Wie gelangen die Hilfsgüter inmitten des Kriegsgeschehens zu unseren Brüdern und Schwestern in der Ukraine? Wie haben sich die Hilfsmaßnahmen auf sie ausgewirkt?
Was wird benötigt? Wie wird es ausgeliefert?
Am 24. Februar 2022, dem Tag des Kriegsausbruchs, genehmigte das Koordinatorenkomitee ein Budget zur Unterstützung unserer Glaubensbrüder in der Ukraine. Das ukrainische Zweigbüro fing sofort an, Hilfsgüter vor Ort einzukaufen und diese mithilfe der 27 eingesetzten Katastrophenhilfskomitees (KHKs) zu verteilen.
Zusätzlich dazu prüften die Brüder in der Weltzentrale der Zeugen Jehovas sofort, welche weitere praktische Unterstützung geleistet werden könnte. Das Koordinatorenkomitee und das Verlagskomitee der Leitenden Körperschaft baten die Abteilung Weltweiter Einkauf, gemeinsam mit Vertretern der Zweigkomitees in Polen und der Ukraine einen Aktionsplan für Hilfsmaßnahmen auszuarbeiten. Brüder aus der Einkaufs-, der Versand- und der Rechtsabteilung der jeweiligen Zweigbüros, ein Mitglied des ukrainischen Zweigkomitees und Mitglieder der Abteilung Weltweiter Einkauf besprachen täglich das weitere Vorgehen.
Hilfspakete mit Nahrungsmitteln, Hygieneprodukten und handgeschriebenen, ermunternden Briefen
Jay Swinney von der Abteilung Weltweiter Einkauf erklärt: „Zunächst einmal mussten wir herausfinden, was benötigt wird. Wir wollten Lebensmittel und Hygieneartikel besorgen, an die die Brüder vor Ort gewöhnt sind. Aber zu entscheiden, was beschafft werden sollte, war nur ein Teil des Problems. Wir mussten auch überlegen, wie wir diese Güter dann am sichersten und schnellsten während des Kriegs in die Ukraine bringen.“
Am 9. März stand fest, welche Waren benötigt wurden. Die Kartons sollten Grundnahrungsmittel, wie Fleisch- und Fischkonserven, Getreide, Reis und Bohnen, sowie Hygieneartikel, zum Beispiel Seife und Toilettenpapier, enthalten. Die Kosten für einen vierwöchigen Vorrat wurden zu diesem Zeitpunkt auf 65 US-Dollar (ungefähr 60 Euro) pro Person geschätzt. Da mit Tausenden von Hilfsbedürftigen zu rechnen war, plante das Koordinatorenkomitee ein entsprechend großes Budget ein. Aber wie sollte die Auslieferung der Hilfsgüter erfolgen, ohne die beteiligten Brüder unnötig in Gefahr zu bringen?
Am 13. März brachten zwei Brüder aus Polen testweise eine Lieferung vom polnischen Zweigbüro zu einem Lagerhaus in der Nähe von Lwiw (Ukraine). Zuvor hatten Brüder aus dem polnischen und dem ukrainischen Bethel den beiden Freiwilligen bei den Vorbereitungen geholfen. Sie sorgten für die zur Grenzüberquerung benötigten Dokumente, kennzeichneten die Fahrzeuge eindeutig als Transporter für humanitäre Hilfe und stimmten sich mit ortskundigen Brüdern in der Ukraine ab, welche Route ab der Grenze am schnellsten wäre. Dank dieser guten Vorbereitung und Jehovas Segen kamen die Hilfsgüter innerhalb von 24 Stunden nach Auslieferung in Lwiw bei den KHKs an und unsere Brüder kehrten sicher nach Polen zurück.
Die erste Lieferung war erfolgreich, umfasste aber nur knapp eine Tonne an Hilfsgütern. Es wurden jedoch schätzungsweise weitere 200 Tonnen benötigt! Wie sollte diese riesige Menge so schnell wie möglich transportiert und verteilt werden?
„Dein Volk wird sich bereitwillig zur Verfügung stellen“
Nach den Berichten auf jw.org über die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf unsere Brüder boten Einzelpersonen aus der ganzen Welt ihre Hilfe an. Viele von denen, die weit entfernt leben, spendeten für das weltweite Werk von Jehovas Zeugen im Wissen, dass die Gelder bestmöglich verwendet werden. Andere, die in Nachbarländern wohnen, stellten Zeit, Kraft und persönliche Mittel zur Verfügung. Was haben sie zum Beispiel getan?
In Polen stellten Freiwillige Zehntausende von Hilfspaketen zusammen und Kinder bemalten dazu von Hand Karten. Bartosz Kościelniak, ein Mitglied der Abteilung Einkauf des polnischen Zweigbüros, sagt: „Ich habe den Text aus Psalm 110:3 schon oft gelesen, wo es heißt, dass sich Jehovas Volk ‚bereitwillig zur Verfügung stellen‘ wird. Aber diese überwältigende Unterstützung mit eigenen Augen zu sehen, Hunderte Freiwillige, die spontan bereit sind mitzuhelfen, das hat mir gezeigt, wie wahr diese Worte sind.“
Ein Zeuge Jehovas, dem ein internationales Speditionsunternehmen gehört, stellte Lastwagen und Treibstoff zur Verfügung. Er sagt: „Für mich ist das eine schöne Möglichkeit, meinen Brüdern und Jehova meine Liebe zu zeigen. Ich bin so froh, dass ich meine Hilfe angeboten habe.“ Schätzungsweise wurden mehr als 7700 Liter Treibstoff gespendet. Freiwillige setzten ihre Kraft und Zeit ein und legten fast 48 000 Kilometer zurück, um Hilfsgüter zu liefern.
Es ist der bereitwilligen und liebevollen Hilfe unserer Brüder und Schwestern zu verdanken, dass bis zum 28. März – also nur 15 Tage nach der Testlieferung – 100 Tonnen Lebensmittel, Hygieneartikel und medizinische Hilfsgüter in die Ukraine gebracht werden konnten! Und dank großzügiger Sachspenden von Brüdern und Lieferanten reduzierten sich die für die Hilfspakete veranschlagten Ausgaben erheblich. Nach derzeitigem Stand haben Jehovas Zeugen über 190 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine geschickt. Was haben diese Lieferungen bei unseren Brüdern dort bewirkt?
„Da steckt auch eure Liebe drin!“
Sobald diese Lieferungen in Lwiw ankamen, wurden sie über die KHKs im ganzen Land verteilt. Hilfspakete wurden in die einzelnen Städte geschickt, teilweise mehr als 1300 Kilometer weit von Lwiw entfernt. Das wurde zwar so effizient wie möglich durchgeführt, nahm aber dennoch Zeit in Anspruch.a
Markus Reinhardt, der im ukrainischen Zweigkomitee dient, erklärt: „In dieser schlimmen Zeit haben viele Brüder unmittelbar Jehovas Liebe gespürt und erlebt, wie gut es ist, sich eng an die Anleitung seiner Organisation zu halten – noch bevor es zu einem Katastrophenfall kommt. Zum Beispiel werden alle angehalten, einen persönlichen Vorrat an Lebensmitteln und Wasser für einige Wochen anzulegen. Ein Ältester aus Kiew namens Anton hat über diese Empfehlung gesagt: ‚Jehovas Organisation hat uns auf schwierige Situationen vorbereitet. Dafür sind wir sehr dankbar. Einen Vorrat an Nahrung und Wasser sowie ein Radio zu haben, hat buchstäblich Leben gerettet.‘ Wir sind so froh, dass sich die Brüder diesen Rat zu Herzen genommen haben. Dadurch hatte das Zweigbüro genug Zeit, die notwendigen Hilfsmaßnahmen zu organisieren.“
Wie haben sich unsere Brüder und Schwestern gefühlt, als die Hilfspakete bei ihnen ankamen? Mikola und Sinaida, die in Charkiw leben, bringen ihre Gefühle so zum Ausdruck: „Eure Fürsorge geht uns sehr zu Herzen. Vielen Dank für die Nahrungsmittel und die Medikamente. Wir sehen darin ganz deutlich die Hand Jehovas.“ Walentyna kommt aus derselben Gegend. Sie sagt: „Nach Kriegsbeginn gab es lange Schlangen vor den Geschäften. Man hat nicht immer das bekommen, was man brauchte. Aber Jehova hat das Problem gesehen. Er hat dafür gesorgt, dass Brüder Hilfsgüter zu uns nach Hause bringen, und in diesen Paketen war genau das, was wir brauchten! Unter so schwierigen Umständen, wenn die Situation ausweglos erscheint, verspürt man die Liebe Jehovas und seiner Organisation auf ganz besondere Weise. … Es tut so gut, diese dringend benötigte Hilfe und Unterstützung genau im richtigen Moment zu bekommen.“
Jewhen und Iryna sind aus Mariupol geflohen und sagen: „Wir sind euch sehr dankbar für die Hilfe und Unterstützung unserer Familie. Ihr könnt uns glauben, sie kam genau zur richtigen Zeit. Wisst ihr, am Anfang haben wir gedacht, die Pakete enthalten nur Hilfsgüter, aber als wir sie aufgemacht haben, haben wir gemerkt, da steckt auch eure Liebe drin!“
Zweifellos waren Jehovas Geist und seine Anleitung ganz stark daran beteiligt, für diese liebevolle Hilfe in Zeiten von „Kriegen und Kriegsberichten“ zu sorgen. All das war vor allem durch die großzügigen Spenden für das weltweite Werk möglich. Viele davon sind über donate.jw.org eingegangen. Wir sind sehr dankbar für eure Großzügigkeit.
So schnell und sicher wie möglich helfen
24. Februar 2022: Das Koordinatorenkomitee genehmigt ein Budget zur Unterstützung unserer Glaubensbrüder. Dadurch kann das Zweigbüro in der Ukraine sofort mit Hilfsmaßnahmen beginnen
24. Februar – 8. März 2022: Das ukrainische Zweigbüro kauft Hilfsgüter vor Ort und beginnt sie über die KHKs zu verteilen. Außerdem werden der Empfang und die Verteilung von Gütern aus Polen vorbereitet
9. März 2022: Das Koordinatorenkomitee genehmigt die Lieferung humanitärer Hilfsgüter in die Ukraine
10.–12. März 2022: Die testweise Lieferung von Nahrungsmitteln und weiteren Artikeln von Polen nach Lwiw (Ukraine) wird geplant
13. März 2022: Die Testlieferung wird von Polen nach Lwiw geschickt
14.–16. März 2022: In einem Kongresssaal in der Nähe von Poznań (Polen) beginnen freiwillige Helfer der Lokalen Planungs- und Bauabteilung damit, Hilfspakete mit Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln zusammenzustellen
17. März 2022: Vier Tage nach der erfolgreichen Testlieferung beginnt der Transport von 13 Tonnen Hilfspaketen über die ukrainische Grenze
21.–27. März 2022: Die übrigen Hilfspakete werden auf dieselbe Weise in Polen zusammengestellt, in die Ukraine geschickt und dort innerhalb von 24 Stunden in die Krisengebiete weitergeleitet
28. März 2022: Nur 20 Tage nach der Genehmigung durch das Koordinatorenkomitee sind 100 Tonnen an Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln und medizinischen Hilfsgütern in der Ukraine angekommen
Bislang haben Jehovas Zeugen mehr als 190 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine geliefert.
a Der Artikel „Ukraine: Mutige Brüder bringen Hilfsgüter und retten Menschen aus Kriegsgebieten“ enthält weitere Informationen zum Transport der Hilfsgüter.
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Geistige Nahrung in einer kleinen BoxWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Geistige Nahrung in einer kleinen Box
1. SEPTEMBER 2020
Jehovas Zeugen erhalten mehr geistige Nahrung in digitaler Form als jemals zuvor. Allerdings können sich unsere Brüder in vielen Ländern den Zugang zum Internet kaum leisten. In anderen Gegenden gibt es oft Stromausfall, sehr langsames oder sogar überhaupt kein Internet.
Trotzdem können jetzt viele unserer Brüder und Schwestern die digitalen Publikationen herunterladen, auch ohne eigenes Internet. Wie ist das möglich?
Die JW Box ist ein kleines Gerät, das Versammlungen zur Verfügung gestellt wird, die kaum Zugriff auf das Internet haben. Die Box besteht aus einem gekauften Router und enthält Software, die von der Computerabteilung im Bethel entwickelt wurde, sowie digitale Publikationen und Videos von jw.org. Der Preis liegt bei etwa 60 Euro.
Im Königreichssaal können unsere Brüder und Schwestern die Publikationen und Videos über eine drahtlose Verbindung mit der JW Box auf ihre mobilen Geräte herunterladen. Das funktioniert auch mit älteren und einfachen Geräten. Wie aber bleiben Versammlungen ohne Internetverbindung auf dem neuesten Stand? Sie bekommen vom Zweigbüro in regelmäßigen Abständen USB-Sticks mit den neuesten Inhalten von jw.org, die sie dann auf die JW Box überspielen können. Diese USB-Sticks kosten etwa 3 Euro.
Wie hat die JW Box unseren Brüdern geholfen? Nathan Adruandra, ein Vater in der Demokratischen Republik Kongo, erklärt: „Ich wollte schon lange die Videos ‚O Jehova ... auf dich vertraue ich‘ und Denk an Lots Frau herunterladen. Das hat aber nie geklappt und ich war echt enttäuscht. Jetzt kann ich diese Videos auf mein Handy herunterladen. So können wir unseren Kindern biblische Lehren besser vermitteln.“
Ein Bruder, der Versammlungen in Nigeria hilft, die JW Box einzurichten, sagt: „Für die Brüder ist die JW Box ein besonderes Geschenk von Jehova. Sie sind begeistert, dass sie jetzt ganz einfach die Publikationen und Videos der Toolbox herunterladen können.“
Über 1 700 Geräte wurden bereits an unsere Brüder in Afrika, Ozeanien und Südamerika geschickt. Es sollen noch viele weitere folgen. Wie werden die Kosten dafür bestritten? Durch Spenden für das weltweite Werk. Oft werden diese über donate.jw.org getätigt. Vielen Dank für eure großzügige Unterstützung.
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Überfluss gleicht einen Mangel ausWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Überfluss gleicht einen Mangel aus
1. OKTOBER 2020
Durch ihre religiösen und humanitären Aktivitäten helfen Jehovas Zeugen Menschen in über 200 Ländern. Allerdings reichen in nur etwa 35 dieser Länder die eingehenden Spenden aus, um die entstehenden Kosten zu decken. Was ist mit den Ländern, denen nicht genug Gelder zur Verfügung stehen?
Die leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas analysiert regelmäßig, was die Brüder weltweit benötigen, um Jehova anbeten und predigen zu können. Es wird ein Budget aufgestellt und darauf geachtet, dass die gespendeten Gelder entsprechend verwendet werden. Wenn in einem Zweiggebiet mehr Spendengelder zur Verfügung stehen, als dort benötigt werden, dann wird mit diesem Überschuss anderen Ländern geholfen. Diese Vorgehensweise entspricht dem Vorbild der ersten Christen, die einander „durch einen Ausgleich“ halfen (2. Korinther 8:14). Sie nutzten ihren Überfluss, um bedürftige Brüder zu unterstützen, und glichen dadurch einen Mangel aus.
Wie empfinden unsere Brüder, denen mit Spendengeldern eines anderen Zweigs geholfen wurde? Ein Beispiel: In Tansania, wo über die Hälfte der Bevölkerung mit weniger als zwei Euro am Tag auskommen muss, konnte der Königreichssaal der Versammlung Mafinga durch die finanzielle Unterstützung renoviert werden. Die Versammlung schrieb anschließend: „Seit der Renovierung kommen viel mehr Menschen zu unseren Zusammenkünften. Wir sind Jehovas Organisation und der weltweiten Bruderschaft äußerst dankbar. Ihre Großzügigkeit hat diesen schönen Ort der Anbetung möglich gemacht.“
Durch die Covid-19-Pandemie ist es in Sri Lanka zu einer Lebensmittelknappheit gekommen, von der auch einige unserer Brüder betroffen sind. Dazu gehören Imara Fernando und ihr kleiner Sohn Enosh. Dank der Spenden aus anderen Ländern erhielten sie die dringend benötigte Hilfe. Sie bedankten sich mit einer selbst gemachten Karte und schrieben: „Wir danken den Brüdern, die uns in diesen schweren Zeiten ihre Liebe bewiesen haben. Wir sind sehr glücklich, zu dieser Familie zu gehören, und wir beten weiter darum, dass Jehova allen unseren Brüdern in diesen letzten Tagen hilft.“
Imara und Enosh Fernando
Wo auch immer unsere Brüder leben, sie möchten gern mit anderen teilen, was sie haben. Enosh zum Beispiel hat sich selbst einen kleinen Spendenkasten gebastelt, damit er etwas für Familien in Not geben kann. Auch Guadalupe Álvarez ist sehr großzügig. Sie lebt in einem Teil Mexikos, wo nur wenige das Mindesteinkommen oder überhaupt ein regelmäßiges Einkommen haben. Trotzdem gibt sie, was sie kann. Sie schreibt: „Ich bin Jehova für seine Güte und loyale Liebe dankbar. Ich weiß, dass meine Spende zusammen mit dem, was andere geben, meinen Brüdern helfen wird.“
Zweigbüros freuen sich darüber, wenn sie andere Länder finanziell unterstützen können. „Viele Jahre lang waren wir auf die Unterstützung anderer Länder angewiesen“, sagt Anthony Carvalho, der im brasilianischen Zweigkomitee dient. „Durch diese Hilfe kam es zu einem gewaltigen Wachstum. Jetzt hat sich unsere finanzielle Situation verbessert und wir können anderen helfen. Unsere Brüder sehen das große Ganze, was das Predigtwerk betrifft, und tun, was sie können, um selbstlos zu helfen.“
Wie können Zeugen Jehovas am besten ihre bedürftigen Brüder und Schwestern unterstützen? Nicht durch direkte Spenden an das Zweigbüro eines anderen Landes, sondern durch Spenden für das weltweite Werk: entweder über den entsprechenden Spendenkasten im Königreichssaal oder über donate.jw.org. Diese Großzügigkeit wird sehr geschätzt.
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Zahlreiche Bauprojekte vor der Pandemie erfolgreich abgeschlossenWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Zahlreiche Bauprojekte vor der Pandemie erfolgreich abgeschlossen
1. NOVEMBER 2020
Da sich jedes Jahr Hunderttausende taufen lassen, werden immer mehr Gebäude zur Förderung der Anbetung Jehovas benötigt. Deshalb hatten die lokalen Planungs- und Bauabteilungen auf der ganzen Welt für das Dienstjahr 2020 über 2 700 Bau- und Renovierungsprojekte geplant.a
Leider wurde die Umsetzung dieser Pläne durch die Covid-19-Pandemie behindert. Im Einklang mit gesetzlichen Bestimmungen und zum Schutz unserer Brüder und Schwestern hat das Verlagskomitee der leitenden Körperschaft daher weltweit die meisten Bauprojekte vorerst gestoppt. Jedoch konnten im Dienstjahr 2020 noch vor dem Ausbruch der Pandemie mehr als 1 700 Anbetungsstätten gebaut oder renoviert werden. Zudem wurden über 100 größere Projekte fertiggestellt. Sehen wir uns an, wie zwei dieser abgeschlossenen Projekte unseren Brüdern zugutekommen.
Zweigbüro Kamerun. Das ehemalige Zweigbüro in Douala war zu klein geworden und hätte umfangreich modernisiert werden müssen. Das Verlagskomitee dachte über eine Renovierung nach, doch die Kosten dafür hätten den Gesamtwert der Gebäude überstiegen. Ebenso wurde die Möglichkeit in Betracht gezogen, auf einem neuen Grundstück zu bauen oder ein bestehendes Objekt zu erwerben und zu renovieren, doch auch diese beiden Optionen wurden verworfen.
In der Zwischenzeit erfuhren die Brüder, dass nördlich von Douala der Bau einer Straße entlang eines unserer Kongresssäle in Planung war. Dadurch wurde ein besserer Zugang zum Grundstück möglich sowie ein Anschluss für Versorgungsleitungen – genau das, was für ein neues Zweigbüro benötigt wurde. Die leitende Körperschaft stimmte daher dem Bau auf einem Abschnitt des Kongressgeländes zu.
Brüder und Schwestern helfen beim Bau des neuen Zweigbüros in Kamerun
Freiwillige Helfer und Fremdfirmen arbeiteten bei diesem Projekt zusammen; das sparte Zeit und Geld. Der Bau kostete schließlich über zwei Millionen US-Dollar (ungefähr 1,7 Millionen Euro) weniger als ursprünglich erwartet. Die Bethelfamilie konnte kurz vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie in die neuen Gebäude einziehen.
Der Bau des neuen Zweigbüros in Kamerun wurde vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie abgeschlossen
Für die Brüder und Schwestern im Bethel in Kamerun haben sich die Lebensumstände deutlich verbessert und sie betrachten das neue Zweigbüro als Geschenk von Jehova. Ein Ehepaar sagt: „Jetzt wollen wir uns erst recht anstrengen und dieses Geschenk nicht für selbstverständlich nehmen.“
Brüder und Schwestern in den neuen Büros vor der Covid-19-Pandemie
Übersetzungsbüro (RTO) für Tojolabal (Mexiko). Viele Jahre war das Übersetzerteam für Tojolabal im zentralamerikanischen Zweigbüro in der Nähe von Mexiko-Stadt. Tojolabal wird jedoch hauptsächlich in Altamirano und Las Margaritas gesprochen – etwa 1 000 Kilometer vom Zweigbüro entfernt. Daher war es für die Übersetzer schwierig, ihre Sprachkenntnisse auf dem Laufenden zu halten. Das Zweigbüro hatte auch Mühe, in der Nähe Brüder und Schwestern zu finden, die beim Übersetzen in diese Sprache und auch bei den Audioaufnahmen helfen konnten.
Brüder und Schwestern helfen beim RTO-Projekt
Deshalb wollte das Schreibkomitee der leitenden Körperschaft das Übersetzungsbüro in eine Gegend verlegen, in der Tojolabal gesprochen wird. Das Zweigbüro beschloss, zu diesem Zweck ein Gebäude zu erwerben und zu renovieren, was kostengünstiger war, als ein neues Gebäude zu bauen oder Büros zu mieten.
Einer der Übersetzer beschreibt, wie er davon profitiert hat: „In den zehn Jahren als Übersetzer im Zweigbüro habe ich keine einzige Familie in der Nähe getroffen, die meine Sprache gesprochen hat. Jetzt liegt unser Büro mitten in dem Gebiet, wo Tojolabal gesprochen wird. Ich habe jeden Tag mit Muttersprachlern zu tun. Dadurch ist mein Wortschatz größer geworden und die Qualität meiner Arbeit hat sich verbessert.“
Das Übersetzungsbüro für Tojolabal vor und nach der Renovierung
Für das Dienstjahr 2021 geplante Projekte
Für das Dienstjahr 2021 sind Bauprojekte für 75 Übersetzungsbüros und Bibelschuleinrichtungen geplant – sofern die Umstände es zulassen. Die Arbeiten an acht größeren Zweigeinrichtungen werden fortgesetzt, darunter das neue Projekt der Weltzentrale für Ramapo (New York) sowie die Verlegung der Zweigbüros in Argentinien und Italien. Außerdem werden mehr als 1 000 neue Königreichssäle gebraucht, für über 6 000 Zusammenkunftsstätten in einem inakzeptablen Zustand wird ein Ersatz benötigt und weitere 4 000 Königreichssäle müssen renoviert werden.
Wie werden all diese Bau- und Renovierungsprojekte finanziert? Bruder Lázaro González, ein Mitglied des zentralamerikanischen Zweigkomitees, beantwortete diese Frage in einem Gespräch über das RTO-Projekt für Tojolabal wie folgt: „In unserem Zweiggebiet verfügen wir nur über begrenzte Mittel. Ohne die Unterstützung der weltweiten Bruderschaft wären Übersetzungsbüros für unsere Brüder und Schwestern, die solchen indigenen Sprachgruppen angehören, gar nicht möglich. Mithilfe der Spenden unserer Brüder auf der ganzen Welt können wir die Übersetzer in die Nähe der Menschen bringen, die ihre Sprache sprechen. Wir danken der weltweiten Bruderschaft von ganzem Herzen für ihre großzügige Unterstützung.“ Dank aller Spenden für das weltweite Werk – oft online über donate.jw.org – sind diese Bauprojekte möglich.
a Lokale Planungs- und Bauabteilungen sind für die Planung und Durchführung von Königreichssaalbauprojekten in ihrem Zweiggebiet verantwortlich. Bauprojekte rund um den Globus werden von der weltweiten Planungs- und Bauabteilung in der Weltzentrale priorisiert und koordiniert.
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Die Gileadschule – Unterricht mit globaler ReichweiteWie Spenden verwendet werden
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Eine Gileadklasse 2017 beim Unterricht
WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Die Gileadschule – Unterricht mit globaler Reichweite
1. DEZEMBER 2020
Jedes Jahr werden einige Sondervollzeitdiener, die von überall auf der Welt kommen, zur Wachtturm-Bibelschule Gileada in Patterson (New York) eingeladen. Dort lernen sie, wie sie sich den verschiedensten Aufgaben in Jehovas Organisation noch besser widmen können – mit dem Ziel, Versammlungen und Zweige weltweit zu stärken.
Die Gileadschule ist wirklich international: In der 147. Klasse zum Beispiel, die 2019 abgehalten wurde, kamen die 56 Studenten aus 29 verschiedenen Ländern. Wer zur Gileadschule eingeladen wird, ist bereits ein Sondervollzeitdiener, entweder Betheldiener, Kreisaufseher, Missionar oder Sonderpionier.
Die Vorbereitungen für die Schule laufen schon auf Hochtouren, lange bevor die Studenten das erste Mal den Klassenraum betreten. So bucht zum Beispiel die Abteilung für Reiseplanung in der Weltzentrale (WHQ Travel) Flüge für alle Studenten. Bei den Studenten der 147. Klasse kostete der Hin- und Rückflug durchschnittlich 1 075 US-Dollar. Um von den Salomonen anreisen zu können, mussten die Studenten auf dem Hinflug drei Mal und auf dem Rückflug zwei Mal umsteigen. Insgesamt sind sie 35 400 Kilometer geflogen! Ein Flugticket kostete 2 300 US-Dollar. Die Abteilung für Reiseplanung nutzt ein Buchungssystem, das preisgünstige Flüge sucht. Und selbst nach einer Flugbuchung sucht das System Wochen oder sogar Monate weiter, um noch bessere Konditionen zu finden. Auch gespendete Bonusmeilen werden für die Ticketbuchung verwendet.
Viele der Studenten benötigen für die Einreise in die Vereinigten Staaten ein Visum. Dabei unterstützt sie die Rechtsabteilung der Weltzentrale. Im Durchschnitt liegen die Visumgebühren pro Student bei 510 US-Dollar.
Aber nicht nur die Studenten profitieren von der Schulung. Hendra Gunawan, ein Ältester in Südostasien, berichtet von einem Ehepaar aus seiner Versammlung, das die Gileadschule besucht hat. Er sagt: „Früher gab es in unserer Versammlung keine allgemeinen Pioniere. Dann ist das Ehepaar von der Gileadschule zu uns gekommen. Ihr Eifer und ihre Freude sind auf andere übergeschwappt, die dann mit dem Pionierdienst angefangen haben. Eine Schwester hat später sogar die Schule für Königreichsverkündiger besucht.“
Sergio Panjaitan arbeitet mit Absolventen der Gileadschule in einem Bethel in Südostasien zusammen. Er erzählt: „Die Schulung war nicht nur ein Segen für die Absolventen, sondern auch für uns. Sie haben so viel gelernt, fühlen sich deshalb aber nicht überlegen, sondern teilen ihr Wissen mit uns. So profitieren noch viele weitere von der Belehrung, die sie erhalten haben, und werden im Glauben gestärkt.“
Wie werden die Kosten für die Gileadschule gedeckt? Durch Spenden für das weltweite Werk. Unterschiedliche Möglichkeiten, wie man spenden kann, werden auf donate.jw.org erklärt. Vielen Dank für die großzügigen Spenden, die es Studenten auf der ganzen Welt ermöglichen, die Gileadschule zu besuchen!
a Der Lehrplan wird von der Abteilung für theokratische Schulen entwickelt und aktualisiert. Sie untersteht dem Lehrkomitee der Leitenden Körperschaft von Jehovas Zeugen. Die Lehrer kommen nicht nur aus der Abteilung für theokratische Schulen, sondern auch aus anderen Abteilungen. Manchmal unterrichten auch Brüder der Leitenden Körperschaft.
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Die Herstellung des wichtigsten BuchesWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Die Herstellung des wichtigsten Buches
1. JANUAR 2021
„Darauf habe ich 19 lange Jahre gewartet!“ Worauf hat unser Bruder gewartet? Auf die Neue-Welt-Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften in seiner Sprache, Bengali. Viele reagieren so, wenn die Neue-Welt-Übersetzung in ihrer Sprache veröffentlicht wird. Aber wie werden diese Bibeln eigentlich übersetzt und hergestellt?
Zunächst wird unter der Anleitung des Schreibkomitees der Leitenden Körperschaft ein Übersetzerteam zusammengestellt. Wie lange braucht so ein Team für die Übersetzung der Bibel? Dazu Nicholas Ahladis aus der Abteilung Übersetzungshilfe in Warwick (New York): „Das hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel davon, wie viele Übersetzer für das Projekt zur Verfügung stehen, wie komplex die Sprache ist und wie gut ihre Leser mit der biblischen Kultur vertraut sind. Wichtig ist auch, wie sehr sich die Sprache von Region zu Region unterscheidet. Im Durchschnitt benötigt ein Team allein für die Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften ein bis drei Jahre. Und normalerweise mindestens vier weitere Jahre, um die gesamte Bibel zu übersetzen. Für Gebärdensprachen wird sogar noch mehr Zeit benötigt.“
An der Übersetzung ist aber nicht nur das Team von Übersetzern beteiligt. Eine Gruppe von unterschiedlichen Testlesern, manchmal sogar aus verschiedenen Ländern, prüft die Übersetzung – ohne dafür Geld zu verlangen. Ihre Anmerkungen helfen den Übersetzern, die Bibel genau, verständlich und aussagekräftig zu übersetzen. Ein Trainer für Bibelübersetzung aus Südafrika merkt an: „Übersetzer empfinden eine enorme Verantwortung gegenüber Jehova und den Lesern seines Wortes.“
Wenn die Übersetzung fertig ist, muss die Bibel gedruckt und gebunden werden. Dafür benötigen Druckereien mindestens zehn „Zutaten“: Papier, Druckfarbe, Einbandmaterial, Leim, Shirting, Silberschnittfolie, Lesebändchen, Kapitalband, Rückeneinlage aus Schrenzkarton und Buchleinen, das benötigt wird, um Bibeln zu binden. Im Jahr 2019 betrugen die Materialkosten für die Bibelherstellung über 16 000 000 Euro. Und unsere Brüder in den Druckereien haben in diesem Jahr mehr als 300 000 Stunden aufgewendet, um Bibeln herzustellen und zu versenden.
„Die Bibel ist die wichtigste Veröffentlichung, die wir herstellen“
Warum wird so viel Zeit und Geld in die Bibelproduktion investiert? „Die Bibel ist die wichtigste Veröffentlichung, die wir herstellen“, sagt Joel Blue vom International Printing Department. „Ihr Aussehen soll den Gott, den wir anbeten, und die Botschaft, die wir predigen, ehren.“
Neben den Standardausgaben der Neuen-Welt-Übersetzung werden auch Ausgaben für Leser mit besonderen Bedürfnissen hergestellt. Zum Beispiel gibt es die Neue-Welt-Übersetzung in zehn verschiedenen Sprachen in Blindenschrift. Eine vollständige Bibel in Brailleschrift zu prägen kann bis zu acht Stunden dauern und ihre vielen Bände benötigen mindestens 2,3 Meter Regalfläche. Es gibt auch eine besondere Ausgabe der Bibel für Häftlinge in Gefängnissen, in denen nur Bücher mit einem Papiereinband erlaubt sind.
Die Neue-Welt-Übersetzung hat einen großen Einfluss auf das Leben ihrer Leser. Da ist zum Beispiel eine Versammlung in dem Ort Tombe in der Demokratischen Republik Kongo, über 1 700 Straßenkilometer entfernt von der Hauptstadt. Dort wird eine Sprache namens Luba gesprochen. Die Brüder in Tombe besaßen buchstäblich nur eine einzige Bibel, und die war in einem altertümlichen Luba geschrieben. Zur Vorbereitung auf Programmpunkte in den Zusammenkünften wurde diese eine Bibel von Bruder zu Bruder weitergegeben. Aber seit August 2018 gibt es eine vollständige Ausgabe der Neuen-Welt-Übersetzung in modernem Luba, und jeder in der Versammlung hat sein eigenes Exemplar.
Eine Schwester, die Deutsch spricht, sagt über die revidierte Neue-Welt-Übersetzung in ihrer Sprache: „Jetzt sage ich nicht mehr: ‚Ich muss heute noch die Bibel lesen‘, sondern: ‚Wann kann ich noch mehr lesen?‘“ Ein Häftling in einem Gefängnis schrieb: „Ich habe eine Ausgabe der Neuen-Welt-Übersetzung bekommen und sie hat mein Leben verändert. Ich habe Gottes Wort noch nie so gut verstanden wie beim Lesen dieser Übersetzung. Ich möchte mehr über Jehovas Zeugen erfahren und ich möchte wissen, wie ich selbst einer werden kann.“
Alle Leser der Neuen-Welt-Übersetzung sind dankbar für die Spenden, die ihre Herstellung möglich machen. Wie man mit Spenden das weltweite Werk unterstützen kann, erfährt man auf donate.jw.org. Vielen Dank für die großzügigen Spenden!
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Hilfe für KatastrophenopferWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Hilfe für Katastrophenopfer
1. FEBRUAR 2021
Im Jahr 2020 gab es eine Reihe von Naturkatastrophen. Außerdem brach die weltweite Covid-19-Pandemie aus. Wie haben Jehovas Zeugen Betroffenen Hilfe geleistet?
Im Laufe des Dienstjahres 2020a hat das Koordinatorenkomitee der Leitenden Körperschaft genehmigt, 28 Millionen Dollarb (ungefähr 23 Millionen Euro) für die Katastrophenhilfe auszugeben. So konnte man Opfern von über 200 verschiedenen Katastrophen helfen, wie beispielsweise der Covid-19-Pandemie, mehreren tropischen Wirbelstürmen, Überschwemmungen in Afrika, Lebensmittelknappheit in Venezuela und Dürre in Simbabwe. Durch die Spenden konnte sowohl für Nahrung, Wasser, Unterkünfte, Kleidung und medizinische Versorgung als auch für nötiges Reinigungs-, Reparatur- und Baumaterial gesorgt werden. Hier einige Beispiele dafür, wie geholfen wurde:
Covid-19. Überall auf der Welt sind unsere Brüder und Schwestern von den körperlichen, emotionalen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie betroffen. Um im Blick zu behalten, was die Brüder gerade am dringendsten benötigen, wurden weltweit über 800 Katastrophenhilfskomitees (KHKs) eingesetzt. Auf Grundlage ihrer Berichte konnte das Koordinatorenkomitee die Hilfsmaßnahmen bestmöglich steuern.
Im Laufe des Jahres konnten die KHKs vielen helfen, Nahrung, Wasser, Hygieneprodukte und notwendige Medikamente zu erhalten. In einigen Gegenden unterstützten die KHKs zusammen mit Ältesten vor Ort die Brüder auch dabei, staatliche Hilfen in Anspruch nehmen zu können.
Unsere Hilfseinsätze blieben von Außenstehenden nicht unbemerkt. Field Simwinga, der Bezirksbeauftragte von Nakonde (Sambia), sagte zum Beispiel zu den Brüdern: „Wir sind Ihnen zu großem Dank verpflichtet für Ihre schnelle und dringend benötigte Hilfe, die Sie betroffenen Familien zukommen lassen.“
Lebensmittelknappheit in Angola. Die Covid-19-Pandemie führte in Angola dazu, dass weniger Lebensmittel zur Verfügung standen und die Preise dafür stark stiegen. Für viele unserer Brüder und Schwestern wurde es immer schwieriger, Lebensmittel zu kaufen.
Lebensmittelpakete werden von Brasilien nach Angola verschickt
Das brasilianische Zweigbüro wurde gebeten, den Brüdern in Angola Lebensmittelpakete zu schicken. Um die dafür vorgesehenen Spendengelder optimal zu nutzen, wurden verschiedene Einkaufs- und Versandmöglichkeiten genau analysiert und die Lebensmittel wurden in großen Mengen gekauft. So kostete jedes Paket am Ende einschließlich Versand nur durchschnittlich 22 Dollar (ungefähr 18 Euro) – und das, obwohl darin fast 20 Kilogramm Lebensmittel wie Reis, Bohnen und Öl zum Kochen enthalten waren. Bis jetzt konnten 33 544 dieser Pakete mit einem Gesamtgewicht von 654 Tonnen verschickt werden. In Kombination mit vor Ort verfügbaren Lebensmitteln konnten dadurch bereits über 50 000 Personen mit Nahrung versorgt werden.
Wie empfinden unsere Brüder diese Hilfe? Alexandre, der in einer abgelegenen Gegend in Angola lebt, sagt: „Für mich ist das ein Beweis dafür, dass Jehova mich liebt und dass ich nicht alleine bin. Jehovas Organisation vergisst mich nicht!“ Mariza, eine alleinerziehende Mutter, sagt: „Jehova hat meinen Hilferuf gehört. Ich danke ihm und seiner Organisation!“
Brüder in Angola sind dankbar für die erhaltenen Hilfsgüter
Dürre in Simbabwe. Während des Dienstjahres 2020 gab es in Simbabwe eine heftige Dürre, durch die Millionen von Menschen vom Hungertod bedroht waren. Tausende unserer Brüder und Schwestern dort hatten nicht genug zu essen.
Um unsere Brüder mit Nahrung zu versorgen, wurden fünf KHKs eingesetzt. Hunderte von Verkündigern halfen beim Verpacken und Verladen der Hilfsgüter oder stellten ihre Fahrzeuge zur Verfügung.c Im Dienstjahr 2020 wurden 691 561 Dollar (ungefähr 570 000 Euro) eingesetzt, um mehr als 22 700 Personen mit Nahrung zu versorgen.
Brüder in Simbabwe erhalten Lebensmittel (vor der Pandemie)
In manchen Fällen hatten die Brüder ihre kompletten Lebensmittelvorräte aufgebraucht, als die Hilfsgüter bei ihnen ankamen. Als sie die Lieferung erhielten, dankten sie Jehova. Manche sangen sogar Königreichslieder.
In einer Gegend gingen zwei verwitwete Schwestern zu einem Gemeindetreffen, bei dem über Hilfsgüter von einer Nichtregierungsorganisation (NGO) gesprochen werden sollte. Das Treffen wurde aber mehr und mehr politisch und die Schwestern beschlossen, dass sie die Hilfsgüter unter den gestellten Bedingungen nicht annehmen könnten. Als sie das Treffen verließen, wurden sie verspottet. Man sagte ihnen: „Kommt bloß nicht auf die Idee, uns um etwas zu essen zu bitten!“ Nur zwei Wochen später kamen unsere Brüder in die Gegend und versorgten die Schwestern mit Lebensmitteln – lange bevor die Hilfsgüter der NGO ankamen.
„Jehova hat seine Diener noch nie im Stich gelassen“ (Prisca)
Durch die Katastrophenhilfe in Simbabwe konnte auch ein gutes Zeugnis gegeben werden. Das wird unter anderem am Beispiel von Prisca deutlich. Sie lebt in einem kleinen Dorf. Obwohl auch sie durch die Dürre mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, verbrachte sie jeden Mittwoch und Freitag im Predigtdienst – auch zu der Zeit im Jahr, als die Felder gepflügt werden mussten. Andere Dorfbewohner machten sich über sie lustig und sagten: „Wenn du so weitermachst, wird deine Familie noch verhungern wegen deinem Predigen.“ Prisca antwortete ihnen: „Jehova hat seine Diener noch nie im Stich gelassen.“ Kurze Zeit später erhielt sie Hilfsgüter von unserer Organisation. Das hat einige ihrer Nachbarn beeindruckt. Sie sagten zu ihr: „Gott lässt dich nie im Stich. Wir wollen ihn jetzt auch besser kennenlernen.“ Sieben ihrer Nachbarn hören sich jetzt die Zusammenkünfte an, die im Radio übertragen werden.
Während das Ende näher rückt, müssen wir immer wieder mit Naturkatastrophen rechnen (Matthäus 24:3, 7). Vielen Dank für eure großzügigen Spenden, die über die unterschiedlichen auf donate.jw.org beschriebenen Wege bei uns eingegangen sind! Dadurch können wir schnelle und wirksame Hilfe leisten.
a Das Dienstjahr 2020 umfasst den Zeitraum von September 2019 bis August 2020.
b Bei allen im Artikel angegebenen Dollarbeträgen handelt es sich um US-Dollar.
c Aufgrund von Einschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie mussten die Brüder Genehmigungen einholen, um Lebensmittel liefern zu dürfen. Sie ergriffen auch Vorsichtsmaßnahmen, um sich selbst vor dem Virus zu schützen.
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Übersetzungsbüros, die Millionen Menschen zugutekommenWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Übersetzungsbüros, die Millionen Menschen zugutekommen
1. MÄRZ 2021
Mehr als 60 Prozent unserer Übersetzerteams, die Vollzeit arbeiten, sind nicht in einem Zweigbüro, sondern in Übersetzungsbüros (RTOs) tätig. Welche Vorteile hat das? Welche Ausrüstung brauchen Übersetzer in RTOs, um effektiv arbeiten zu können? Und wie wirkt sich der Standort auf die Qualität der Übersetzung aus?
Übersetzer im RTO leben dort, wo die jeweilige Sprache von vielen Menschen gesprochen wird. Karin, die ins Plautdietsche übersetzt, erklärt: „Seit unserem Umzug ins RTO in Cuauhtémoc (Chihuahua, Mexiko) sprechen wir ständig Plautdietsch – sowohl miteinander als auch im Predigtdienst oder beim Einkaufen. Wir leben richtig in der Sprache. Wir hören Redewendungen, die wir lange nicht gehört haben, und bleiben auf dem Laufenden mit dem gängigen Wortschatz der Leute.“
James, der im Übersetzerteam für die Sprache Frafra in Ghana mithilft, räumt ein, dass ihm die Gemeinschaft mit der Bethelfamilie im Zweigbüro hin und wieder fehlt. Aber er fügt hinzu: „Ich bin sehr gern im RTO. Wenn ich in der Sprache der Einheimischen predige und dann sehe, wie sie auf die gute Botschaft reagieren, berührt mich das total.“
Wie wird der Standort für ein RTO ausgewählt? „Eine Herausforderung ist, dass in manchen Gegenden die Strom- und Wasserversorgung ab und zu ausfällt oder die Internetverbindung nicht ausreicht, um an die Texte zu kommen, die übersetzt werden sollen“, sagt Joseph, der in der Weltweiten Planungs- und Bauabteilung in Warwick (New York, USA) tätig ist. „Es kann also sein, dass wir bei der Planung eines RTO mehrere mögliche Standorte einbeziehen, an denen die Sprache gesprochen wird.“
Die schnellste und kostengünstigste Lösung ist in der Regel die Einrichtung des RTO in einem Kongresssaal, Königreichssaal oder Missionarheim, zu dem die Übersetzer pendeln können. Stehen diese Gebäude nicht zur Verfügung, erhalten die Brüder mitunter die Genehmigung, Wohnungen und Büroflächen zu erwerben, in denen die Übersetzer leben und arbeiten können. Wenn die Räumlichkeiten nicht mehr benötigt werden, lassen sie sich leicht wiederverkaufen, sodass die Mittel da eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Wie die Arbeit dank guter Ausrüstung weitergeht
Im Dienstjahr 2020 beliefen sich die Betriebskosten für RTOs auf 13 Millionen US-Dollar. Die Übersetzerteams benötigen Computer, spezielle Software, technische Ausrüstung für Tonaufnahmen, Internetzugang und sonstige Grundausstattung. Es kostet im Schnitt rund 750 US-Dollar, einen Computer für einen Benutzer einzurichten. Neben kommerzieller Software wird das Watchtower Translation System installiert, ein Programm, das Übersetzer bei ihrer Arbeit und beim Nachforschen unterstützt.
Den Übersetzern wird auch ein Aufnahmeset für Tonaufnahmen im Büro zur Verfügung gestellt. Das erwies sich beim Ausbruch der Covid-19-Pandemie als äußerst wertvoll, da viele Übersetzer diese Sets nach Hause mitnehmen und so die Aufnahme übersetzter Texte und Videos fortführen konnten.
Freiwillige Helfer aus der Umgebung unterstützen die Teams oft, indem sie die übersetzten Texte Korrektur lesen oder sich um die Instandhaltung der Gebäude kümmern. „Viele Verkündiger und Pioniere können hier ihre Fähigkeiten einbringen“, sagt Cirstin aus dem Übersetzungsbüro für Afrikaans in Kapstadt (Südafrika).
Die Helfer schätzen ihre Aufgabe sehr. Eine Schwester sagt, dass die Arbeit im RTO für sie „wie frischer Wind“ ist. Einige Brüder und Schwestern vor Ort stellen sich für Tonaufnahmen zur Verfügung. Juana, die als Übersetzerin für die Sprache Totonakisch im Bundesstaat Veracruz (Mexiko) tätig ist, sagt: „Jetzt, wo wir in der Nähe der Städte sind, in denen unsere Zielsprache gesprochen wird, können die Brüder und Schwestern uns leichter bei Audio- und Videoaufnahmen unterstützen.“
Hat sich durch die Einrichtung von RTOs die Qualität der Übersetzung verbessert? Millionen Leser unserer Publikationen bejahen das. Cédric, ein Mitarbeiter im Übersetzerteam für die Sprache Kongo in der Demokratischen Republik Kongo, erzählt: „Früher haben die Brüder und Schwestern unsere Ausdrucksweise oft ‚Wachtturm-Kongo‘ genannt, weil sie nicht wirklich dem gebräuchlichen Kongo entsprach. Aber jetzt empfinden sie die Übersetzungen als modernes Kongo, wie es auch im Alltag gesprochen wird.“
Andile, ein Übersetzer für die Sprache Xhosa, berichtet über ähnliche Reaktionen in Südafrika. „Viele sagen, sie hätten eine Veränderung bei den Übersetzungen bemerkt“, erzählt er. „Sogar Kinder, die früher den Wachtturm in Englisch gelesen haben, lesen ihn jetzt in Xhosa. Ihnen gefällt besonders, wie natürlich die Sprache der revidierten Neuen-Welt-Übersetzung ist.“
Die Kosten für die Einrichtung und den Unterhalt von RTOs werden aus Spenden für das weltweite Werk bestritten, die unter anderem über donate.jw.org eingehen.
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Der JW Satellitenkanal erreicht Gebiete, wo das Internet versagtWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Der JW Satellitenkanal erreicht Gebiete, wo das Internet versagt
1. APRIL 2021
Jeden Monat freuen wir uns über die neuen Beiträge auf JW Broadcasting. Viele unserer afrikanischen Brüder können sich das Programm allerdings nicht über Internet anschauen. Woran liegt das?
In großen Teilen Afrikas ist der Zugang zum Internet begrenzt. Und dort, wo das Internet verfügbar ist, ist es oft langsam oder sehr teuer. Zum Beispiel musste ein Kreisaufseher in Madagaskar umgerechnet etwa 14 Euro in einem Internetcafé bezahlen, um eine einzelne Monatssendung herunterzuladen – das ist mehr, als einige dort in einer Woche verdienen!
Trotz dieser schwierigen Bedingungen können Millionen von Menschen in Afrika jetzt auch ohne Internetzugang JW Broadcasting ansehen. Wie ist das möglich?
Seit 2017 kann JW Broadcasting in den Ländern südlich der Sahara über Satellitenfernsehen empfangen werden. Der Fernsehkanal steht kostenfrei in 16 Sprachen zur Verfügung – jeden Tag und rund um die Uhr.
Brüder in Mosambik stellen eine Satellitenanlage an einem Königreichssaal ein (2018)
Um das möglich zu machen, haben Jehovas Zeugen einen Satellitenbetreiber beauftragt, die Inhalte auszustrahlen. 35 Länder im subsaharischen Afrika können auf diese Weise den Sender empfangen. Die monatlichen Kosten dafür liegen bei über 10 000 Euro. Weitere Kosten entstehen, wenn besondere Zusammenkünfte auf einem zusätzlichen Kanal live übertragen werden. So können Tausende das Programm von Kongressen und Zweigbesuchen verfolgen.
Eine Gruppe von Bauhelfern in Malawi schaut sich einen Beitrag auf dem Satellitenkanal an (2018)
Viele Zuschauer, nicht nur Zeugen Jehovas, empfangen den Satellitenkanal auf ihren Fernsehern zu Hause. Doch einige unserer Brüder können sich die dafür erforderliche Technik nicht leisten. Aus diesem Grund wurden über 3 670 Königreichssäle mit einer Satellitenanlage ausgestattet. So können sich die Brüder und Schwestern die monatliche Sendung dort ansehen. Wenn im Königreichssaal bereits ein Fernseher oder ein Beamer vorhanden ist, belaufen sich die Kosten für die Anlage und den Versand auf etwa 60 Euro. Ansonsten kostet die notwendige Ausstattung bis zu 450 Euro.
Unsere Brüder und Schwestern sind sehr dankbar für diesen Broadcasting-Kanal. Ein Ältester aus Kamerun sagt: „Für unsere Familie ist es wie Manna mitten in der Wüste.“ Odebode, ein Bruder aus Nigeria, berichtet: „Unsere Familie schaut sich dreimal die Woche Sendungen aus diesem Kanal an. Meine Kinder freuen sich schon immer darauf. Auch an anderen Tagen fragen sie, ob wir nicht auf den Broadcasting-Kanal umschalten können.“ Rose, ebenfalls aus Nigeria, sagt: „Früher liefen bei mir den ganzen Tag über nur Nachrichtensendungen. Mein Blutdruck ging oft nach oben, weil ich mich so über die Meldungen geärgert habe. Dank des Satellitenkanals hat sich das geändert; er ist mein Lieblingssender geworden. Die Beiträge wirken beruhigend und bauen mich auf – ein echter Segen von Jehova.“
Eine Familie in Malawi schaut sich ein Kindervideo auf unserem Satellitenkanal an
Ein Kreisaufseher in Mosambik berichtet, dass die Königreichssäle in seinem Kreis mit Empfangsgeräten ausgestattet wurden. Die Brüder kommen über eine Stunde früher zur Zusammenkunft, um sich vorher die Beiträge von JW Broadcasting anzuschauen.
Brüder und Schwestern einer Versammlung in Äthiopien freuen sich auf die Monatssendung, die sie über unseren Satellitenkanal empfangen (2018)
2019 fand in Johannesburg (Südafrika) ein internationaler Kongress statt. Hier wurde der Satellitenkanal eingesetzt, um Teile des Programms an 9 Standorte zu übertragen, darunter auch Vorträge von einem Mitglied der Leitenden Körperschaft. Sphumelele aus der Lokalen Broadcasting-Abteilung im südafrikanischen Zweigbüro sagt: „Früher haben wir die Ansprachen per Internet übertragen, aber auch das kostete Geld und erforderte zudem eine stabile Internetverbindung. Die Satellitenübertragung ist günstiger und zuverlässiger.“
Viele unserer Brüder und Schwestern in Afrika können sich jetzt JW Broadcasting ansehen. Wir sind sehr dankbar für die großzügigen Spenden, die das möglich gemacht haben. Auf donate.jw.org wird beschrieben, wie man das weltweite Werk unterstützen kann.
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Verteidigung der Religionsfreiheit in indigenen GemeinschaftenWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Verteidigung der Religionsfreiheit in indigenen Gemeinschaften
1. MAI 2021
Zu den vielen Millionen Bewohnern Lateinamerikas gehören auch Millionen Menschen, die indigene Sprachen sprechen und eigene Bräuche pflegen. Viele dieser Menschen sind unsere Brüder und Schwestern, die ihr kulturelles Erbe schätzen. Um Menschen zu helfen, die Bibel besser kennenzulernen, übersetzen sie Literatur von Jehovas Zeugen in über 130 indigene Sprachen Lateinamerikas.a Dennoch haben einige von ihnen mit Gegnerschaft zu kämpfen, weil sie sich entschieden haben, Jehova zu dienen und nicht an unbiblischen Bräuchen teilzunehmen, die in ihrer Gegend üblich sind. Wie wurden Spenden verwendet, um ihnen zu helfen?
Sie konnten wieder nach Hause
In Mexiko, in den Bergen des Bundesstaates Jalisco, lehnten unsere Brüder und Schwestern aus einer huicholsprachigen Gemeinschaft respektvoll ab, sich an religiösen Riten zu beteiligen, die sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten.b Das verärgerte einige aus dem Ort. Am 4. Dezember 2017 griff eine wütende Menschenmenge eine Gruppe von Zeugen Jehovas und ihre Begleiter an. Der Mob jagte sie aus dem Ort, zerstörte ihren Besitz und drohte damit, jeden umzubringen, der versuchen würde zurückzukommen.
Zeugen Jehovas aus benachbarten Städten kümmerten sich um die lebensnotwendigen Bedürfnisse unserer Brüder und Schwestern. Aber wie sollten sie wieder nach Hause zurückkehren? „Wir konnten uns keinen Anwalt leisten“, erklärt ein Bruder namens Agustín, „und wir wussten nicht, wen wir um rechtlichen Beistand bitten können.“
Da das Recht unserer Brüder auf freie Religionsausübung angegriffen wurde, schaltete sich umgehend das Zweigbüro Mittelamerika ein. Zuerst baten sie die Behörden vor Ort, die Verbrechen zu untersuchen. Als Nächstes erhielten sie vom Koordinatorenkomitee der Leitenden Körperschaft von Jehovas Zeugen die Genehmigung, in Zusammenarbeit mit der Rechtsabteilung der Weltzentrale im Namen unserer huicholsprachigen Brüder Klage einzureichen. Der Fall ging schließlich bis zum Obersten Gerichtshof – dem höchsten Gericht Mexikos.
Ein internationales Team aus Anwälten erklärte in einer logischen Ausführung: Genauso wie andere verpflichtet sind, die Kultur indigener Gemeinden zu respektieren, müssen auch diese Gemeinden die Freiheit all ihrer Gemeindemitglieder respektieren und schützen. Menschenrechte kennen keine Grenzen.
Am 8. Juli 2020 entschied der Oberste Gerichtshof einstimmig zugunsten von Jehovas Zeugen. Er ordnete an, dass allen Vertriebenen wieder erlaubt wird, in ihre Gemeinden zurückzukehren. Agustín, der vorher schon zu Wort kam, bringt seine Wertschätzung und die der anderen so zum Ausdruck: „Wir sind so dankbar für das, was die Brüder für uns getan haben. Ohne ihre Hilfe hätten wir gar nichts machen können.“
„So viel für so wenige“
Unsere Brüder in San Juan de Ilumán, einem Dorf in Ecuador, in dem viele Ureinwohner des Otavalo-Tals leben, mussten mit ähnlichen Schwierigkeiten fertigwerden. Nachdem sie alle notwendigen Genehmigungen eingeholt hatten, begannen sie 2014 mit dem Bau eines Königreichssaals. Eine wütende Menschenmenge von über 100 Personen, angeführt von einem Priester, zwang sie jedoch, mit den Bauarbeiten aufzuhören. Später befahl die Gemeinde den Zeugen Jehovas, sich nicht mehr zum Gottesdienst zu versammeln.
Die Rechtsabteilungen des Zweigbüros in Ecuador und der Weltzentrale arbeiteten eng zusammen, um das Recht der Versammlung auf freie Religionsausübung zu verteidigen. Unsere Brüder brachten den Fall vor Gericht. Das führte dazu, dass die Gemeinde ihren Widerstand aufgab und der Versammlung erlaubte, ihre Zusammenkünfte abzuhalten und den Bau des Königreichssaals zu beenden. Um aber die Rechte unserer Brüder auch zukünftig zu schützen, baten unsere Rechtsvertreter die höheren Gerichte um die Entscheidung in einer grundlegenden Frage: Müssen indigene Gemeinden internationale Menschenrechte respektieren?
Am 16. Juli 2020 kam der Fall vor das Verfassungsgericht in Ecuador, das höchste Gericht des Landes. Die Versammlung wurde von Brüdern vertreten, die in Ecuador als Anwälte arbeiten. Vier weitere Brüder, die viel Erfahrung als Anwälte für internationales Recht haben, wandten sich ebenfalls an das Gericht. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen wegen der Covid-19-Pandemie waren sie aus verschiedenen Ländern über Videokonferenz zugeschaltet. Das ist das erste Mal, dass ein Gericht einem Team aus Rechtsexperten, die Jehovas Zeugen weltweit vertreten, erlaubt, ihren Fall auf diese Art vorzubringen.c Das Team führte internationale Gerichte an, um zu zeigen, dass Ureinwohner nicht ihre persönlichen Menschenrechte aufgeben, nur weil sie zu einer indigenen Gemeinschaft gehören.
Ein Team aus Anwälten verteidigt die Rechte unserer Brüder per Videokonferenz
Unsere Brüder in Otavalo warten gespannt auf die Entscheidung des Verfassungsgerichts. Schon jetzt sind sie sehr dankbar für die Hilfe, die sie erhalten haben. César, der als Ältester in der Versammlung Ilumán Quichua dient, sagt: „Nur Jehova macht durch seine Organisation so viel für so wenige.“
Die Anwälte, die an diesen Fällen beteiligt sind, sind alle Zeugen Jehovas und stellen ihr Fachwissen gern kostenlos zur Verfügung. Die Klagen einzureichen, sich auf die Fälle vorzubereiten und diese dann vor Gericht zu verhandeln, kostet dennoch Zeit und Geld. Unsere Anwälte und andere Brüder haben über 380 Stunden damit verbracht, die Verhandlungen vorzubereiten, und weitere 240 Stunden mit der Übersetzung von Dokumenten für die Verhandlung in Mexiko. Fast 40 Anwälte aus der ganzen Welt haben Hunderte von Stunden an dem Fall in Ecuador gearbeitet. Wie war es möglich, die Ausgaben zu decken, die zur Verteidigung unserer Brüder nötig waren? Dank der großzügigen Spenden, die wir immer wieder erhalten. Vielen Dank allen, die die unterschiedlichen auf donate.jw.org erklärten Methoden zum Spenden nutzen!
a Jehovas Zeugen übersetzen noch in viele weitere Sprachen, die in Lateinamerika gesprochen werden. Dazu gehören Sprachen mit indoeuropäischem Einfluss und mehrere Gebärdensprachen, die nur dort gesprochen werden.
b Die Huicholen werden auch oft als Wixáritari bezeichnet und ihre Sprache als Wixárika.
c Obwohl unsere weltweite Organisation nicht als Prozessbeteiligter auftrat, erlaubten die Richter unseren Brüdern als „Amicus Curiae“ („Freund des Gerichts“) vor Gericht zu erscheinen.
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Missionare gehen „bis zum entferntesten Teil der Erde“Wie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Missionare gehen „bis zum entferntesten Teil der Erde“
1. JUNI 2021
Jesus sagte zu seinen Jüngern: „Ihr werdet Zeugen von mir sein ... bis zum entferntesten Teil der Erde“ (Apostelgeschichte 1:8). Jehovas Zeugen kommen heute diesem Auftrag voller Begeisterung nach. Allerdings gibt es noch Gegenden, selbst in dicht besiedelten Regionen, in denen noch nicht gründlich gepredigt wurde. Und in anderen Gegenden gibt es relativ wenig Zeugen Jehovas (Matthäus 9:37, 38). Was wird getan, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen?
Um Jesu Auftrag nachzukommen, sendet das Dienstkomitee der Leitenden Körperschaft Missionare in Gebiete rund um den Globus, in denen größerer Bedarf an Verkündigern besteht. Weltweit gibt es zurzeit 3 090 Missionare.a Die meisten von ihnen haben eine Bibelschule besucht, wie zum Beispiel die Schule für Königreichsverkündiger. Missionare sind bereit, ihr Zuhause zu verlassen und in ein fremdes Land zu ziehen. Dank ihrer christlichen Reife, ihrer Schulung und Erfahrung haben diese Glaubensmenschen dazu beigetragen, die gute Botschaft zu verbreiten, und sie geben Neuen ein gutes Beispiel.
Missionare predigen die gute Botschaft in Gebieten, wo ein großer Bedarf an Verkündigern besteht
Missionare unterstützen, anderen zu helfen
In jedem Zweigbüro arbeitet der Bereich Auswärtige Sondervollzeitdiener der Dienstabteilung mit dem Zweigkomitee zusammen, um für die Bedürfnisse der Missionare zu sorgen. Dazu gehören eine geeignete Unterkunft, medizinische Versorgung und eine kleine Zuwendung, um nötige Ausgaben für den Lebensunterhalt zu decken. Im Dienstjahr 2020 haben Jehovas Zeugen fast 27 Millionen US-Dollar (über 22 Millionen Euro) dafür eingesetzt. Durch diese Unterstützung können sich die Missionare voll und ganz auf ihren Dienst konzentrieren und sich mit ganzer Kraft in ihrer Ortsversammlung einbringen.
Missionare stärken die Versammlungen
Was haben Missionare im Predigtwerk Gutes bewirkt? Frank Madsen, der zum Zweigkomitee in Malawi gehört, sagt: „Durch ihren Mut und ihr Geschick haben Missionare den Versammlungen geholfen, auch Gebiete mit besonderen Herausforderungen zu bearbeiten, wie zum Beispiel geschlossene Wohnanlagen oder fremdsprachiges Gebiet. Ihre Anstrengungen in Verbindung mit dem Lernen einer neuen Sprache und dem Leben in einer neuen Kultur geben anderen wertvolle Impulse, und sie haben einen guten Einfluss auf junge Leute, wenn es darum geht, den Vollzeitdienst aufzunehmen. Wir sind Jehova so dankbar für die Missionare.“
Ein Mitglied des Zweigkomitees eines anderen Landes sagt: „Missionare sind der lebende Beweis, dass Jehovas Volk weltweit vereint ist. Sogar Außenstehende können deutlich sehen, dass Kulturen uns nicht trennen, sondern dass wir dank der Anleitung der Bibel eine weltweite Familie sind.“
Wie haben Missionare Verkündigern vor Ort geholfen? Paulo wohnt in Timor-Leste und ist sehr dankbar für die Missionare in seiner Versammlung. Er sagt: „Bei uns ist es extrem heiß. Auch wenn die Missionare aus einer kälteren Gegend kommen, hat sie das Wetter nie vom Predigen abgehalten. Wenn morgens Zusammenkünfte für den Predigtdienst geplant sind, sind sie immer da. Oft sehe ich sie in der Mittagshitze ihre Rückbesuche machen, genauso wie abends. Sie haben vielen geholfen, die Wahrheit kennenzulernen, auch mir. Ihr ganzes Leben dreht sich darum, Jehova zu dienen. Mit ihrem Eifer und ihrer Begeisterung stecken sie die ganze Versammlung an.“
Ketti, eine Pionierin in Malawi, erinnert sich, wie ein Missionarehepaar ihrer Familie geholfen hat: „Als die beiden in unsere Versammlung kamen, war ich die einzige Zeugin Jehovas in meiner Familie. Sie haben mir sehr geholfen und sie sind uns als Familie ans Herz gewachsen. Meine Kinder konnten durch ihr tolles Beispiel sehen, wie glücklich und zufrieden es macht, Jehova zu dienen. Der gute Einfluss der Missionare war der Auslöser dafür, dass meine drei Töchter im Pionierdienst sind und mein Mann jetzt die Zusammenkünfte besucht.“
Wie werden die Kosten für die Unterstützung der Missionare gedeckt? Durch Spenden für das weltweite Werk. Unterschiedliche Möglichkeiten, wie man spenden kann, werden auf donate.jw.org erklärt. Diese Großzügigkeit wird sehr geschätzt.
a Diese Missionare sind Versammlungen zugeteilt, die Hilfe im Predigtwerk benötigen. Weitere 1 001 Missionare sind im Kreisdienst tätig.
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Weltweite Hilfe in einer weltweiten PandemieWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Weltweite Hilfe in einer weltweiten Pandemie
1. JULI 2021
Als im März 2020 die Weltgesundheitsorganisation den Covid-19-Ausbruch zur Pandemie erklärte, konnte sich kaum jemand vorstellen, dass dieses Virus die Welt ein Jahr später immer noch im Griff haben würde. Millionen von Menschen, darunter nicht wenige Zeugen Jehovas, leiden körperlich, emotional und finanziell unter den Folgen der Pandemie. Was haben Jehovas Zeugen getan, um Notleidenden zu helfen?
Hilfe für Hilfsbedürftige
Unter der Leitung des Koordinatorenkomitees der Leitenden Körperschaft wurden weltweit über 950 Katastrophenhilfskomitees (KHKs) eingesetzt. In vielen Fällen erhielten unsere Brüder und Schwestern Hilfe von staatlicher Seite, in anderen Fällen haben die KHKs für Hilfe vor Ort gesorgt und umfangreiche Hilfsmaßnahmen organisiert.
Über die Situation in Paraguay beispielsweise berichtete eine Zeitung, dass aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie „viele Paraguayer hungrig nach Hause gehen“. Doch das KHK in Paraguay hatte früh damit begonnen, Hilfspakete mit einem Vorrat für zwei Wochen zu verteilen. Darin befanden sich genügend Nahrung, Hygieneartikel und Reinigungsmittel für eine vierköpfige Familie. Jedes Hilfspaket hatte einen Wert von etwa 25 Euro.
Wie schützen die Helfer sich und andere vor einer Infektion mit dem Coronavirus? Sie tragen Masken und achten auf den nötigen Sicherheitsabstand. Sie stellen sicher, dass Lebensmittellieferanten auf Sauberkeit und Hygiene achten und sich eng an die Sicherheitsbestimmungen halten. Auch stellen sie sicher, dass die Pakete nur auf desinfizierten Oberflächen gelagert werden und dass alle, die mit den Paketen zu tun haben, angewiesen werden, persönliche Schutzkleidung zu tragen und ihre Fahrzeuge zu säubern und zu desinfizieren. Diejenigen, die die Pakete ausliefern, werden angehalten, sich an die Abstandsregeln zu halten.
Verantwortungsvoller Umgang mit Spenden
Bis Januar 2021 genehmigte das Koordinatorenkomitee eine Summe von mehr als 25 Millionen US-Dollar (mehr als 20 Millionen Euro) für Hilfen während der Corona-Pandemie. Die Zweigbüros und KHKs verwenden diese Gelder gewissenhaft und setzen alles daran, gute Preise auszuhandeln. In Chile zum Beispiel wollten die Brüder 750 Kilogramm Linsen kaufen. Allerdings hatte sich der Preis für Linsen in nur einem Monat verdoppelt. Zwei Stunden nachdem die Brüder dem höheren Preis zugestimmt hatten, meldete sich ein Händler und informierte sie, dass ein anderer Käufer gerade von seinem Kauf zurückgetreten war. Statt den höheren Preis zu verlangen, verkaufte der Händler unseren Brüdern die zurückgegebenen Linsen jetzt zum günstigeren Preis vom vorherigen Monat.
Doch als die Brüder die Linsen abholen wollten, versuchte der Händler die Abmachung rückgängig zu machen. Er beschuldigte sie, Lebensmittel ungerecht zu verteilen, wie es bei anderen Organisationen der Fall war. Nach einem kurzen stillen Gebet wandte sich einer unserer Brüder an den Händler und erklärte ihm, jede Versammlung sei im Voraus gebeten worden festzustellen, wer wirklich Hilfe benötigt. Die Brüder erzählten ihm, dass die Empfänger aus verschiedenen Kulturen kommen und deshalb für jede Familie ein individuelles Hilfspaket zusammengestellt wird, um ihnen auf bestmögliche Weise zu helfen. Wie sie dem Händler zum Schluss versicherten, erfolgen bei Jehovas Zeugen alle Spenden und jeglicher Einsatz auf freiwilliger Basis. Weil der Händler davon so beeindruckt war, war er nicht nur mit dem reduzierten Preis einverstanden, sondern er selbst spendete bei der nächsten Bestellung der Brüder sogar 400 Kilogramm Linsen.
„Ein Beweis echter Liebe“
Lusu, eine ältere Witwe aus Liberia, wohnt mit ihrer Tochter, ihrem Schwiegersohn und deren drei Kindern zusammen. Als sie eines Morgens zusammen frühstückten und den Tagestext lasen, fiel dem 7-jährigen Enkel von Lusu auf, dass keine Lebensmittel mehr im Haus waren. Er fragte: „Was werden wir essen?“ Lusu sagte ihm, sie habe schon zu Jehova um Hilfe gebetet und sei sich sicher, Jehova werde für sie sorgen. Noch am selben Nachmittag erhielt Lusu einen Anruf von den Ältesten ihrer Versammlung, die ihr mitteilten, sie könne sich Lebensmittel abholen. Sie erzählt: „Mein Enkel ist jetzt davon überzeugt, dass Jehova zuhört, wenn wir beten, und uns antwortet, weil er mein Gebet erhört hat.“
Kinder in der Demokratischen Republik Kongo haben als Dankeschön Bilder für Brüder gemalt, die ihnen Lebensmittel gebracht haben
Eine Frau in der Demokratischen Republik Kongo hat Zeugen Jehovas als Nachbarn. Sie hat beobachtet, wie diese Familie von ihren Glaubensbrüdern mit Lebensmitteln versorgt wurde. Anschließend sagte sie: „Wenn die Pandemie vorbei ist, werden wir auch Zeugen Jehovas. Die kümmern sich nämlich um ihre Brüder und Schwestern in dieser schweren Zeit.“ Daraufhin fragte ihr Mann: „Für einen Sack Reis willst du eine Zeugin Jehovas werden?“ Sie antwortete: „Natürlich nicht. Aber dieser Sack Reis ist ein Beweis echter Liebe.“
Wir schätzen die großzügigen Spenden, durch die unseren Brüdern und Schwestern in der Pandemie schnell geholfen werden konnte. Herzlichen Dank allen, die eine der auf donate.jw.org beschriebenen Möglichkeiten zum Spenden nutzen.
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Kongressprogramm im Radio und Fernsehen ausgestrahltWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Kongressprogramm im Radio und Fernsehen ausgestrahlt
1. AUGUST 2021
Der regionale Kongress 2020 war ein historisches Ereignis – unser erster weltweiter Kongress, der aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht wurde! In Malawi und Mosambik war es den meisten unserer Brüder und Schwestern jedoch nicht möglich, das Programm über Internet anzusehen. Was hat man für sie organisiert?
Das Koordinatoren- und das Lehrkomitee der Leitenden Körperschaft genehmigten ausnahmsweise für Malawi und Mosambik die Radio- und Fernsehübertragung des Kongressprogramms. Warum wurde diese Ausnahme gemacht? Malawi gehört zu den Ländern mit den höchsten Kosten für Datenverbindungen und nur wenige Zeugen Jehovas können sich dort einen Internetzugang leisten. William Chumbi, ein Mitglied des Zweigkomitees in Malawi, erklärte: „Die einzige Möglichkeit, den Brüdern und Schwestern die geistige Nahrung zur Verfügung zu stellen, war die Ausstrahlung über Fernsehen und Radio.“ Luka Sibeko, der ebenfalls zum Zweigkomitee in Malawi gehört, fügt hinzu: „Ohne die TV- und Radioübertragung hätten nur wenige Brüder in unserem Zweiggebiet etwas vom Kongressprogramm gehabt.“ Auch in Mosambik hätten sich viele Brüder kein geeignetes elektronisches Gerät und erst recht keine Internetverbindung leisten können.
Kongressvorbereitungen
Wegen der Covid-19-Pandemie wurden die wöchentlichen Zusammenkünfte bereits von einigen Fernseh- und Radiosendern ausgestrahlt.a Unsere Brüder baten diese Rundfunkanstalten um zusätzliche Sendezeit für die Kongressübertragung.
In Malawi standen die Brüder vor einer besonderen Herausforderung. Fernseh- und Radiobeiträge sind dort normalerweise auf eine Stunde begrenzt, weil man befürchtet, das Publikum könnte bei längeren Sendungen das Interesse verlieren. Unsere Brüder erklärten jedoch, dass unser Werk zum Gemeinwohl beiträgt. Auch während des Lockdowns machen wir der Öffentlichkeit die tröstliche biblische Botschaft zugänglich, die Menschen hilft, gute Bürger zu sein und ein glückliches Familienleben zu führen. Als die Verantwortlichen der Rundfunkanstalten das hörten, genehmigten sie unseren Brüdern die zusätzliche Sendezeit.
In Malawi wurde der Kongress von einem Fernseh- und einem Radiosender ausgestrahlt, die beide landesweit von Millionen Menschen empfangen werden können. In Mosambik wurde das Programm von einem Fernsehsender und 85 Radiosendern übertragen.
Die Kosten in beiden Ländern beliefen sich auf insgesamt 28 227 US-Dollar für die Fernsehübertragung und annähernd 20 000 US-Dollar für die Radioübertragung. Bei den Radiostationen lagen die Einzelkosten zwischen 15 US-Dollar für einen lokalen Sender und 2 777 US-Dollar für einen landesweiten Sender.
Unsere Brüder unternahmen alles, um die Spendengelder auf bestmögliche Weise zu verwenden. In Malawi konnten sie beispielsweise Rabatte aushandeln, die in einem Fall bei 30 Prozent lagen. Insgesamt wurden so 1 711 US-Dollar eingespart. In Mosambik waren einige Sender bereit, die Gebühren für uns zu senken, weil wir für zuverlässige und pünktliche Zahlung bekannt sind.
Dankesworte
Unsere Brüder schätzten es sehr, das Kongressprogramm per Rundfunk sehen oder hören zu können. Patrick, ein Ältester aus Malawi, sagt: „Wir danken den Brüdern der Leitenden Körperschaft für alles, was sie während der Pandemie extra für uns getan haben.“ Isaac, der auch aus Malawi ist, berichtet: „Wir haben keine anderen elektronischen Geräte; deshalb waren wir sehr dankbar, dass Jehovas Organisation es uns möglich gemacht hat, den Kongress im Radio mitzuverfolgen. Dadurch ist das Programm meiner ganzen Familie zugutegekommen. Für uns ist das ein Beweis für Jehovas Liebe zu seinen Dienern.“
Für einen Verkündiger in Mosambik war es sein erster Kongress. Er erzählt: „Die Möglichkeit, den Kongress im Fernsehen anzuschauen, führte mir wieder vor Augen, dass Jehova der allmächtige Gott ist. Die Pandemie hat ihn nicht daran gehindert, uns mit geistiger Nahrung zu versorgen – sogar direkt im eigenen Wohnzimmer. Ich habe Beweise für die Liebe unter Jehovas Dienern gesehen. Für mich steht fest, dass dies die wahre Religion ist.“
Ein Ältester namens Wyson sagt: „Ich möchte meinen Dank dafür ausdrücken, wie der treue Sklave während der Pandemie für uns gesorgt hat. Dass der Kongress im Radio und im Fernsehen ausgestrahlt wurde, hat es vielen von uns in diesem eher armen Teil der Erde ermöglicht, von dem Programm zu profitieren, obwohl wir nur sehr wenige Mittel haben.“
Für den regionalen Kongress 2021 haben das Koordinatoren- und das Lehrkomitee noch einmal ausnahmsweise genehmigt, dass das Programm in bestimmten Regionen im Fernsehen oder Radio ausgestrahlt wird. Wie werden die Kosten dafür gedeckt? Durch Spenden für das weltweite Werk. Verschiedene Möglichkeiten zu spenden werden auf donate.jw.org erklärt. Vielen Dank für eure großzügige Unterstützung!
a Das Koordinatorenkomitee hatte bereits früher im Jahr 2020 genehmigt, die wöchentlichen Zusammenkünfte während der Covid-19-Pandemie in bestimmten Regionen per Fernsehen und Radio auszustrahlen. Davon profitieren alle, die keinen Zugang zu den örtlichen Zusammenkünften oder JW Stream haben, weil sie in Gegenden mit schlechter oder unerschwinglicher Internet- und Mobilfunkverbindung leben. Die Radio- und Fernsehübertragung ist jedoch nicht für Regionen vorgesehen, in denen man sich in die Zusammenkünfte der Ortsversammlung einwählen kann.
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Eine handliche BibliothekWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Eine handliche Bibliothek
1. SEPTEMBER 2021
„Noch vor Kurzem hätten wir uns gar nicht vorstellen können, geistige Nahrung in digitaler Form zu erhalten.“ Geht uns das auch so? Diese Aussage war Teil eines ermunternden Vortrags von Geoffrey Jackson im Aktuellen Lagebericht der Leitenden Körperschaft, Nr. 6 (2020). Weiter sagte er: „Aber jetzt fragen wir uns wahrscheinlich, wie wir während dieser Pandemie zurechtkommen würden ohne so etwas wie die JW Library. Jehova bereitet uns seit Jahren vor, damit wir für so eine Situation gerüstet sind.“
Wie hat Jehova uns vorbereitet? Was war nötig, um die JW Library-App zu entwickeln, und was wird getan, um sie zu pflegen und zu verbessern?
Die erste ihrer Art
Die Leitende Körperschaft beauftragte im Mai 2013 MEPS Programming, eine Abteilung der Weltzentrale, eine App zu entwickeln, in der man die revidierte Neue-Welt-Übersetzung lesen kann. „Bis dahin hatten wir noch nie eine App in irgendeinem App-Store veröffentlicht“, sagt Paul Willies aus der Abteilung MEPS Programming. „Wir haben ein Team zusammengestellt, einige Projekte verschoben und mit anderen Abteilungen zusammengearbeitet, um die App und ihren Inhalt zu entwerfen und zu programmieren. Wir haben viel gebetet und mit Jehovas Hilfe konnte die App nur fünf Monate später auf der Jahresversammlung veröffentlicht werden.“
Die nächste Herausforderung bestand darin, aus der App eine richtige Bibliothek zu machen – mit mehr Publikationen und in mehr Sprachen. Im Januar 2015 standen in der App die meisten aktuellen Veröffentlichungen in Englisch zur Verfügung, und nur sechs Monate später war es möglich, Publikationen in Hunderten von Sprachen herunterzuladen.
Seitdem haben unsere Brüder die App in vielfacher Hinsicht erweitert. Es wurden Videos hinzugefügt, und unter einem Menüpunkt wurden alle Veröffentlichungen und Medien, die man für die Zusammenkünfte braucht, zusammengefasst. Außerdem wurde der Studienleitfaden mit der Bibel verknüpft.
Die Pflege der Bibliothek
JW Library wird täglich auf 8 Millionen Geräten geöffnet und monatlich auf über 15 Millionen! Was wird getan, damit die App auf den verschiedenen Geräten reibungslos funktioniert? Bruder Willies erklärt: „Eine App ist eigentlich nie fertig. Wir arbeiten ständig daran, neue Funktionen hinzuzufügen und die App noch benutzerfreundlicher zu machen. Für Betriebssysteme von technischen Geräten gibt es ständig Updates. Deswegen müssen wir dafür sorgen, dass die App mit diesen Betriebssystemen kompatibel bleibt. Auch achten wir darauf, unsere eigene Software zu aktualisieren, da die Zahl der verfügbaren Veröffentlichungen und Aufnahmen in der JW Library-App kontinuierlich steigt.“ Nimmt man alle Sprachen zusammen, kommt man in der JW Library-App auf etwa 200 000 Publikationen und über 600 000 Audio- und Videoaufnahmen!
Um eine App zu betreiben, braucht man mehr als nur Computer-Hardware. Verschiedene Software-Lizenzen müssen erworben werden. Eine dieser Lizenzen kostet im Jahr etwa 1 500 US-Dollar (etwa 1 300 Euro). Zusätzlich gibt die Abteilung MEPS Programming jährlich etwa 10 000 US-Dollar (etwa 8 500 Euro) für Technik von verschiedenen Herstellern aus, um sicherzustellen, dass die App auf den neuesten Computern und mobilen Geräten gut funktioniert.
Durch Downloads Kosten einsparen
JW Library hat maßgeblich dazu beigetragen, Kosten, die für den Druck, das Binden und den Transport von Literatur anfallen, zu reduzieren. Das lässt sich am Beispiel der Broschüre Täglich in den Schriften forschen verdeutlichen. Es wurden etwa 12 Millionen Exemplare der Broschüre Täglich in den Schriften forschen – 2013 gedruckt. Aber die Ausgabe für das Jahr 2020 wurde nur etwa 5 Millionen Mal gedruckt, und das, obwohl es weltweit etwa 700 000 Verkündiger mehr gab. Warum? Viele Brüder und Schwestern lesen den Tagestext jetzt in der JW Library-App.a
„Diese App ist einfach unbezahlbar.“
JW Library ist in vielerlei Hinsicht ein Gewinn. Für Geneviève aus Kanada ist die App eine Hilfe, regelmäßiger zu studieren. „Offen gesagt, wenn ich jedes Mal einen Stapel Bücher aus dem Regal nehmen müsste, glaube ich nicht, dass ich jeden Morgen studieren würde“, erzählt sie. „Aber dank der App nehme ich mir einfach mein Tablet und habe alles, was ich brauche. Dieses regelmäßige Studium hat meinen Glauben gefestigt und ich bin Jehova noch nähergekommen.“
Geneviève
Besonders während der Covid-19-Pandemie hat sich die App bewährt. Charlyn aus den Vereinigten Staaten erzählt: „Durch die Pandemie habe ich seit über einem Jahr keine unserer neu erschienenen Publikationen in gedruckter Form erhalten. Aber durch die JW Library-App bekommen wir alles, was wir brauchen, um unseren Glauben stark zu erhalten. Ich bin Jehova dankbar, dass er sich so liebevoll um uns kümmert.“
Viele empfinden wie Faye, die auf den Philippinen lebt. „Diese einzigartige App hilft mir, Jehova nahe zu bleiben“, sagt sie. „Sie begleitet mich eigentlich den ganzen Tag. Ich öffne sie gleich am Morgen und lese etwas. Bei meiner Hausarbeit höre ich mir etwas an. Ich nutze sie, um mich auf die Zusammenkünfte und meine Bibelstudien vorzubereiten. In meiner Freizeit sehe ich mir Videos an, und wenn ich irgendwo warten muss, kann ich die Bibel oder einen Artikel lesen. Diese App ist einfach unbezahlbar.“
Die App ist auch im Dienst von unschätzbarem Wert. Beispielsweise wollte eine Schwester in Kamerun im Predigtdienst einen Bibeltext vorlesen, den eine andere Schwester einige Wochen zuvor verwendet hatte. Allerdings konnte sie sich nicht mehr daran erinnern, wo der Vers steht. Sie erzählt: „Glücklicherweise konnte ich mich an eine Formulierung daraus erinnern. Ich öffnete die Bibel in der App und gab die Formulierung als Suchbegriff ein. Sofort hatte ich den Vers gefunden. Mithilfe der App kann ich Verse finden, die ich hin und wieder vergesse.“
Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt schätzen die JW Library-App, die durch Spendengelder entwickelt, gepflegt und verbessert wird. Unterschiedliche Methoden, wie man spenden kann, werden auf donate.jw.org erklärt. Herzlichen Dank für die Großzügigkeit.
Meilensteine von JW Library
Oktober 2013: Veröffentlichung der App, Inhalt: englische revidierte Neue-Welt-Übersetzung
Januar 2015: Weitere Veröffentlichungen in Englisch, Hunderte von anderen Sprachen folgen
November 2015: Textmarkierungen möglich
Mai 2016: Neuer Menüpunkt „Zusammenkünfte“
Mai 2017: Notizfunktion hinzugefügt
Dezember 2017: Englische Studienbibel verfügbar
März 2019: Audioaufnahmen als Download und Videos als Stream verfügbar, Verknüpfung mit Studienleitfaden
Januar 2021: Verbesserte Funktionen der Publikation Glücklich – für immer
a Jeder Download von JW Library verursacht Kosten. So wurden im vergangenen Jahr über 1,5 Millionen US-Dollar (etwa 1,3 Millionen Euro) aufgewendet, um Streaming und Downloads von jw.org und der JW Library-App zu ermöglichen. Doch Publikationen digital zur Verfügung zu stellen ist günstiger als die Produktion und der Transport von Literatur, CDs und DVDs.
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Punkte, die Leben verändernWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Punkte, die Leben verändern
1. OKTOBER 2021
„Höchstwahrscheinlich kennen viele unserer Leser Menschen, die blind sind“, hieß es in der englischen Wachtturm-Ausgabe vom 1. Juni 1912. „Sie können kostenfreien Lesestoff erhalten ... In dieser Literatur werden erhabene Schriftzeichen verwendet, die von Blinden gelesen werden können.“ Der Wachtturm fügte noch hinzu: „Viele Blinde sind von Herzen dankbar für die Botschaft über die herrlichen Segnungen, die vor uns liegen.“
Als dieser Wachtturm veröffentlicht wurde, gab es im englischen Sprachraum noch kein einheitliches Schriftsystem für Brailleschrift (Blindenschrift). Das hielt Jehovas Zeugen jedoch nicht davon ab, die biblische Wahrheit auch in „erhabenen Schriftzeichen“ zugänglich zu machen. Bis heute veröffentlichen wir Literatur in Brailleschrift, und das mittlerweile in über 50 Sprachen. Wie genau läuft die Produktion ab?
Kombinationen aus bis zu sechs Punkten stellen verschiedene Schriftzeichen dar. Die erhabenen Punkte sind in Rastern angeordnet, die aus jeweils sechs Zellen bestehen
Transkription und Prägung
Bei der Braille-Produktion wird der Text zunächst in Braille-Zeichen transkribiert. „In der Vergangenheit haben wir kommerzielle Software für die Braille-Transkription genutzt. Aber sie hat nicht alle Sprachen abgedeckt, die wir brauchten“, erklärt Michael Millen, der in der dafür zuständigen Abteilung (Text Processing Services) in Patterson (New York) tätig ist. „Jetzt verwenden wir das Programm ‚Watchtower Translation System‘. Es ermöglicht die Transkription in die meisten Braille-Schriftsysteme weltweit. Ich glaube, so ein Programm gibt es kein zweites Mal.“
Literatur in Brailleschrift enthält nicht nur den Text der Publikation, sondern auch Bildbeschreibungen. Das Titelbild der Braille-Ausgabe von Glücklich – für immer beispielsweise wird wie folgt beschrieben: „Ein Mann begibt sich auf einen Weg, der sich durch eine wunderschöne hügelige Landschaft schlängelt.“ Jamshed, ein blinder Dienstamtgehilfe und Pionier, sagt: „Für mich sind diese Bildbeschreibungen unbezahlbar.“
Nach der Transkription gehen die Dateien an Zweigbüros, die Prägungen von Braille-Literatur durchführen. Bei der Produktion kommt widerstandsfähiges Papier zum Einsatz. Dadurch entstehen bei der Prägung keine Löcher und die fertige Publikation eignet sich für den häufigen Gebrauch. Dann werden die Seiten zusammengefügt, gebunden, der regulären Literaturlieferung für die Versammlung hinzugefügt oder als portofreie Blindensendung verschickt, sofern die Möglichkeit besteht. Wenn nötig, organisieren Zweige sogar einen Expressversand, damit blinden und sehbehinderten Brüdern die Publikationen für die Zusammenkünfte rechtzeitig zur Verfügung stehen.
All das ist zeitaufwändig und kostenintensiv. In der Zeit, in der unsere Druckerei in Wallkill (New York) 50 000 Bibeln im Standardformat produziert, können nur zwei Braille-Bibeln geprägt werden. Jede Braille-Bibel in englischer Kurzschrift (Grade 2) umfasst 25 Bände.a Und die Materialkosten sind 123-mal so hoch wie bei einer Standardbibel. Allein die Buchdeckel für die 25 Bände kosten insgesamt etwa 130 Euro.
Die englische Neue-Welt-Übersetzung in Braille-Kurzschrift (Grade 2) besteht aus 25 Bänden
Wie empfinden diejenigen, die bei der Braille-Produktion mithelfen? Nadia, die im südafrikanischen Zweig tätig ist, sagt: „Unsere Brüder und Schwestern, die blind oder sehbehindert sind, haben es nicht leicht. Etwas für sie tun zu können, ist für mich ein Geschenk. Es ist offensichtlich, dass Jehova sie sehr liebt.“
Brailleschrift lesen lernen
Doch was ist, wenn jemand, der blind ist, Brailleschrift nicht lesen kann? Vor einigen Jahren wurde auf Englisch das Arbeitsheft Learn to Read Braille veröffentlicht, das sowohl Blindenschrift als auch gedruckten Text enthält. Damit kann eine sehende Person einer blinden Person die Brailleschrift näherbringen. Das Arbeitsheft ist Teil eines Sets, zu dem auch eine Punktschrifttafel und ein Griffel oder Stift gehört. Mit diesen Hilfsmitteln kann der Braille-Schüler Schriftzeichen selbst prägen. Er lernt, die Zeichen zu erfühlen, und merkt sie sich besser.
„Ich kann gar nicht genug davon bekommen“
Wie haben unsere blinden und sehbehinderten Brüder und Schwestern von diesen Publikationen profitiert? Ernst aus Haiti besuchte zwar die Zusammenkünfte, hatte aber keine Literatur in Brailleschrift. Um bei Schulungsaufgaben mitmachen zu können und Kommentare zu geben, war er daher sehr auf sein Gedächtnis angewiesen. „Aber jetzt“, sagt er, „kann ich mich jederzeit melden. Ich gehöre dazu – das kann ich deutlich spüren. Wir bekommen alle dieselbe geistige Nahrung.”
„Unsere Publikationen sind besser strukturiert als andere Braille-Literatur, die ich gelesen habe“, erzählt Jan, ein sehbehinderter Ältester aus Österreich, der das Wachtturm- und das Versammlungsbibelstudium leitet. „Wir haben zum Beispiel Seitenzahlen, präzise Bildbeschreibungen und die Fußnoten sind leicht zu finden.“
Seon-ok, eine Pionierin aus Südkorea, ist taubblind. In der Vergangenheit war sie bei den Zusammenkünften auf taktile Gebärden angewiesen. Doch dank der Braille-Produktion kann sie die Studienhilfsmittel jetzt selbst lesen. „Anderer Lesestoff in Blindenschrift ist manchmal schwer zu lesen, weil Punkte fehlen, die Zeilen schief sind oder das Papier zu dünn ist“, berichtet sie. „Jehovas Zeugen dagegen verwenden hochwertiges Papier und die Punkte sind leicht zu ertasten. Das erleichtert mir das Lesen. Früher konnte ich biblische Publikationen nur mit der Hilfe anderer studieren. Jetzt kann ich es selbst. Mich auf die wöchentlichen Zusammenkünfte vorbereiten zu können und einen vollen Anteil daran zu haben, das fühlt sich wirklich gut an. Ich lese alle unsere Braille-Veröffentlichungen. Man könnte sagen, ich kann gar nicht genug davon bekommen.“
Wie in unserer gedruckten Literatur findet man auch in unseren Braille-Publikationen folgende Erklärung: „Diese Publikation ist nicht zum Verkauf bestimmt. Unser gottesdienstliches Werk wird weltweit durch freiwillige Spenden finanziert.“ Wir sind sehr dankbar für die großzügigen Spenden, die über die auf donate.jw.org angegebenen Wege getätigt werden. Dadurch kann geistige Nahrung allen zugänglich gemacht werden – auch blinden und sehbehinderten Personen.
a In einigen Braille-Schriftsystemen werden Wörter abgekürzt, um Platz zu sparen. In der Kurzschrift (Grade 2), zum Beispiel, werden für gängige Wörter und Buchstabenkombinationen Kurzformen gebraucht. Deshalb ist das gleiche Buch in Kurzschrift kleiner als in Vollschrift (Grade 1).
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Lieder, die uns Jehova näherbringenWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Lieder, die uns Jehova näherbringen
1. NOVEMBER 2021
Musik ist ein wunderbares Geschenk von Jehova. Sie hat Einfluss auf unsere Gedanken und unsere Stimmungslage und sie kann uns motivieren. Das trifft zweifellos auch auf unsere besonderen Lieder zu. Doch diese Lieder können noch mehr: Sie bringen uns Jehova näher.
Seit 2014 wurden über 70 besondere Lieder produziert. Und in mehr als 500 Sprachen ist mindestens ein besonderes Lied verfügbar. Aber wer arbeitet an diesen Liedern? Und wie werden sie produziert?
Ein Blick hinter die Kulissen
Die besonderen Lieder werden vom Musikteam der Audio- und Videoabteilung produziert, welches eng mit dem Lehrkomitee der Leitenden Körperschaft zusammenarbeitet. Das Musikteam besteht aus 13 Brüdern und Schwestern, die sich um Komposition, Tontechnik, Planung und Produktion kümmern. Außerdem werden ihnen vom Lehrkomitee auswärtige Helfer von überall aus der Welt zur Seite gestellt, darunter Komponisten, Musiker und Sänger. Diese Brüder und Schwestern stellen ihr Talent zur Verfügung, ohne sich dabei selbst in den Vordergrund zu rücken.
Wie entsteht ein besonderes Lied? Das Lehrkomitee entscheidet zunächst über die biblische Grundlage für das Lied und darüber, welches Gefühl vermittelt werden soll. Das Musikteam beauftragt anschließend Brüder und Schwestern damit, die Musik zu komponieren und die Liedtexte zu schreiben. Dann wird eine vorläufige Version aufgenommen. Das Lehrkomitee hört sich die Aufnahme an und gibt weitere Hinweise. Nachdem das Musikteam die letzten Anpassungen vorgenommen hat, wird die finale Version aufgenommen. Das kann an ganz unterschiedlichen Orten stattfinden, zum Beispiel in einem Zweiggebäude oder bei Brüdern zu Hause.
Für die Komposition und die Aufnahme werden unter anderem Programme für die Audiobearbeitung, Klangarchive und Notensatzprogramme verwendet. Zum Equipment gehören außerdem Musikinstrumente, Mischpulte, Verstärker, Lautsprecher und Mikrofone. Die Preisspanne für ein Mikrofon liegt zwischen 80 Euro und 800 Euro. 2020 wurden etwa 100 000 Euro für Musikequipment ausgegeben.
Wie wird im Bereich Musikproduktion verantwortungsvoll mit Spendengeldern umgegangen? Das Kernteam im Bethel wird klein gehalten und von auswärtigen Helfern unterstützt. Außerdem wird oft auf große Orchesteraufnahmen verzichtet; stattdessen werden digitale Möglichkeiten genutzt.
„Ein Rettungsanker“
Unsere Brüder und Schwestern lieben die besonderen Lieder. Tara aus Deutschland sagt: „Die Lieder helfen mir, innere Ruhe zu finden, wenn ich mir Sorgen mache. Ich höre sie in meiner Muttersprache – das ist wie eine Umarmung von Jehova.“ Dmitri aus Kasachstan erzählt: „Bei den besonderen Liedern brauche ich mir keine Gedanken darüber zu machen, ob sie Jehova gefallen oder nicht. Und sie helfen mir, im Glauben stark zu bleiben.“
Auch auf Delia aus Südafrika haben die besonderen Lieder einen sehr positiven Einfluss: „Sie sind für mich zu einem Rettungsanker geworden. Wenn es mir schlecht geht oder ich vor Herausforderungen stehe, gibt es immer ein Lied, das genau zu meiner Situation passt. Oft muss ich nur die Melodie hören und es geht mir schon besser.“
Viele haben auch schon Lieblingslieder. Lerato, die ebenfalls in Südafrika lebt, sagt: „Die Lieder Zum Greifen nahe und In Gottes neuer Welt versetzen mich in die Zeit, in der ich meine Mutter wiedersehen werde. Wenn ich die Lieder höre, sehe ich meine Mutter vor mir, wie sie mit offenen Armen auf mich zuläuft.“
Einer Jugendlichen aus Sri Lanka hat ein Lied ganz besonders weitergeholfen: „Im Naturkundeunterricht hat mich meine Lehrerin vor der ganzen Klasse bloßgestellt, weil ich eine Zeugin Jehovas bin. Ich war total nervös und wusste nicht, was ich sagen sollte. Als ich nach Hause kam, hat mir meine Mutter gesagt, dass ich mir das Lied Studium macht dich stark anhören soll. Dadurch habe ich erkannt, wie wichtig es ist, nachzuforschen und sich vorzubereiten. Am nächsten Tag habe ich dann noch mal mit meiner Lehrerin gesprochen. Sie hat mir zugehört und dann gesagt, dass sie jetzt besser nachvollziehen kann, was Jehovas Zeugen glauben. Ich bin Jehovas Organisation so dankbar für diese motivierenden Lieder.“
Wie werden die Kosten für die Produktion dieser Lieder gedeckt? Durch freiwillige Spenden für das weltweite Werk. Viele nutzen dazu eine der auf donate.jw.org angegebenen Möglichkeiten. Wir sind sehr dankbar für die großzügige Unterstützung.
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Zuverlässige und glaubensstärkende NachrichtenWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Zuverlässige und glaubensstärkende Nachrichten
1. DEZEMBER 2021
Jehovas Zeugen interessieren sich sehr für ihre Glaubensbrüder und -schwestern (1. Petrus 2:17). Viele empfinden genauso wie Tannis, eine Schwester aus Kenia: „Ich möchte gern wissen, was bei meinen lieben Brüdern und Schwestern auf der ganzen Welt los ist.“ Wie halten sich Tannis und Millionen anderer Zeugen Jehovas auf dem Laufenden? Dafür steht seit 2013 auf jw.org die Rubrik „Nachrichten“ zur Verfügung.
Diese Rubrik berichtet aus erster Hand über die Tätigkeit von Jehovas Zeugen, zum Beispiel in Verbindung mit der Veröffentlichung von Bibeln, der Katastrophenhilfe, Bauprojekten und anderen besonderen Ereignissen. Wir erhalten auch Informationen über Brüder und Schwestern, die wegen ihres Glaubens im Gefängnis sind. Die Nachrichtenrubrik enthält auch begeisternde Erfahrungen, die im Zusammenhang mit Predigtaktionen und der Gedenkfeier zum Tod Jesu gemacht wurden. Wer recherchiert diese Nachrichtenbeiträge und welche Vorbereitungen stecken dahinter?
Nachrichtenbeiträge – wie entstehen sie?
Die Nachrichtenrubrik wird vom Office of Public Information (OPI) verwaltet. Diese Abteilung befindet sich in der Weltzentrale und steht unter der Leitung des Koordinatorenkomitees der Leitenden Körperschaft. Für das OPI sind mehr als 100 Brüder und Schwestern tätig; viele von ihnen sind auswärtige Helfer. Sie verfassen die Texte, recherchieren, übersetzen und sorgen für die visuelle Gestaltung. Andere halten den Kontakt zu Regierungsvertretern, Universitäten und Schulen sowie Nachrichtenagenturen. Das OPI wird von den über 80 Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit (PID) in Zweigbüros rund um die Welt unterstützt.
Bei der Vorbereitung eines Nachrichtenbeitrages arbeitet das OPI eng mit den PIDs zusammen. Sobald unsere Brüder auf ein interessantes Thema stoßen, stellen sie weitere Nachforschungen an und sammeln verlässliche Informationen. Dazu gehören Interviews und Gespräche mit Experten. Haben sie alle Fakten zusammengetragen, wird der Artikel geschrieben, überarbeitet, Korrektur gelesen und es werden Bilder hinzugefügt. Dann geht er an das Koordinatorenkomitee zur Genehmigung.
Worte der Wertschätzung
Was sagen unsere Glaubensbrüder und -schwestern über die Nachrichtenrubrik? Cheryl, eine Schwester von den Philippinen, erzählt: „Am liebsten starte ich meinen Tag mit Neuigkeiten über Jehovas Organisation und sein Volk.“
Viele Leser sehen einen Unterschied zwischen den Nachrichten auf jw.org und anderen Nachrichten. Tatjana aus Kasachstan berichtet: „Ich schätze sehr, dass ich den Nachrichten auf jw.org vertrauen kann. Sie sind zuverlässig und objektiv.“ Eine Schwester aus Mexiko namens Alma sagt: „Verglichen mit den beunruhigenden Nachrichten aus den üblichen Medien ist die Nachrichtenrubrik sehr ermunternd.“
Die Nachrichtenrubrik ist nicht nur zuverlässig, sondern auch glaubensstärkend. Bernard aus Kenia sagt: „Die Nachrichten haben mir geholfen, meine Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt als meine Familie zu betrachten, ganz egal, wo sie sind. So kann ich ihre Namen und ihre individuellen Umstände in meinen Gebeten erwähnen.“ Eine Schwester namens Bybron, die auch in Kenia lebt, äußert sich so: „Ich freue mich immer total, wenn ich lese, dass die Bibel in einer anderen Sprache veröffentlicht wurde! Diese Artikel erinnern mich daran, dass Jehova nicht parteiisch ist.“
Durch die Nachrichtenbeiträge können wir konkret für unsere Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt beten, die mit Schwierigkeiten fertigwerden müssen
Auch Berichte von Brüdern, die verfolgt werden, können sich positiv auf uns auswirken. „Über ihren Mut nachzudenken, hat wirklich meinen Glauben gestärkt,“ sagt Jackline aus Kenia. „Ich achte besonders darauf, was ihnen geholfen hat durchzuhalten. Dabei habe ich gelernt, was für eine große Rolle so einfache Dinge spielen wie Gebet, Bibellesen und sogar das Singen, damit unsere Brüder stark bleiben können.“
Eine Schwester aus Costa Rica namens Beatriz schätzt die Nachrichtenbeiträge über Naturkatastrophen: „Dadurch sehe ich, wie schnell, effizient und liebevoll sich unsere Organisation um die Bedürfnisse unserer Brüder kümmert. Das beweist mir, dass das wirklich Jehovas Organisation ist.“
Wir sind dankbar für aktuelle Nachrichten über unsere weltweite Bruderschaft. Das ist nur durch die freiwilligen Spenden für das weltweite Werk möglich, von denen viele über donate.jw.org eingegangen sind. Wir sind sehr dankbar für die großzügige Unterstützung.
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Katastrophenhilfe 2021: Unsere Brüder und Schwestern werden nicht im Stich gelassenWie Spenden verwendet werden
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Katastrophenhilfe 2021: Unsere Brüder und Schwestern werden nicht im Stich gelassen
1. JANUAR 2022
Auch im Dienstjahr 2021a hatte die Covid-19-Pandemie die Welt fest im Griff. In dem Artikel „Weltweite Hilfe in einer weltweiten Pandemie“ wurde berichtet, dass über 950 Katastrophenhilfskomitees eingesetzt und Millionen Dollarb für Pandemiehilfsleistungen ausgegeben wurden.
Unsere Brüder und Schwestern weltweit waren aber nicht nur von den Pandemiefolgen betroffen, sondern auch von Katastrophen, die entweder durch Menschen oder die Natur verursacht wurden. Als Reaktion auf 200 solcher Ereignisse genehmigte das Koordinatorenkomitee der Leitenden Körperschaft 8 Millionen Dollar (mehr als 7 Millionen Euro) zusätzlich zu den Hilfen, die bereits während der Pandemie bereitgestellt worden waren. Wie wurden diese Spendengelder verwendet, um betroffenen Brüdern und Schwestern zu helfen? Hier zwei Beispiele.
Vulkanausbruch im Kongo
Am 22. Mai 2021 brach der Vulkan Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo aus. Der Lavastrom zerstörte Häuser, Schulen und ein Wasserreservoir. Aber nicht nur vom Lavastrom ging Gefahr aus: Auch Tage nach dem Ausbruch regnete es giftige Vulkanasche auf die Stadt Goma. Außerdem ereigneten sich Dutzende weitere Erschütterungen. Mehr als die Hälfte der Einwohner von Goma musste evakuiert werden. Hunderttausende Menschen flohen, einige von ihnen bis über die Grenze nach Ruanda.
Auf einem Königreichssaalgelände sorgt ein Katastrophenhilfskomitee dafür, dass Haferbrei ausgeteilt wird
Unter den evakuierten Bewohnern waren auch etwa 5000 Zeugen Jehovas. Einige von ihnen verloren ihr Hab und Gut durch den Vulkanausbruch, andere durch Plünderungen, während sie auf der Flucht waren. Sowohl in Ruanda als auch in der Demokratischen Republik Kongo wurden Katastrophenhilfskomitees eingesetzt. Das Zweigbüro in Kongo (Kinshasa) berichtet: „Der Evakuierungsbefehl war noch nicht gegeben und die Situation in der Stadt war chaotisch. Trotzdem begann das Katastrophenhilfskomitee bereits damit, Essen, Wasser, Decken und Kleidung zu verteilen.“ In einer Stadt sammelten sich über 2000 unserer Brüder und Schwestern. Ein Hilfskomitee vor Ort stellte Zelte auf und händigte Masken aus. Außerdem wurde darüber informiert, wie das Ansteckungsrisiko von Covid und Cholera reduziert werden kann.
Lebensmittel werden zuerst abgewogen, bevor sie an Glaubensbrüder ausgeteilt werden, die obdachlos geworden sind
Innerhalb von drei Monaten nach dem Vulkanausbruch hatten unsere Brüder über 6 Tonnen Reis und Maismehl sowie über 16 000 Liter Speiseöl und Wasser verteilt. Anstatt teure Lebensmittel zu importieren, kaufte das Zweigbüro die Nahrungsmittel günstig vor Ort und in großen Mengen.
Eine Schwester, deren neues Zuhause bei dem Vulkanausbruch zerstört wurde, erzählt: „Wir waren so entmutigt und so traurig!“ Die Brüder versorgten sie und ihre Familie mit Hilfsgütern, standen ihnen aber auch emotional und geistig bei. Sie sagt weiter: „Dank Jehovas Hilfe haben wir immer noch das, was wir brauchen. Wir haben erlebt, wie Jehova unsere Lasten trägt. Und das macht es uns leichter, die Situation zu ertragen.“
Die schwere Wirtschaftskrise in Venezuela
Das Land steckt schon seit vielen Jahren in einer tiefen Wirtschaftskrise. Unsere Brüder und Schwestern müssen weiter unter sehr schweren Lebensbedingungen ausharren, wie zum Beispiel Lebensmittelknappheit und steigende Kriminalität. Aber auch dort lässt Jehovas Organisation unsere Brüder und Schwestern nicht im Stich.
In Venezuela werden Reissäcke verladen, um sie in andere Landesteile zu transportieren
Im letzten Dienstjahr wurden 1,5 Millionen Dollar (mehr als 1,3 Millionen Euro) ausgegeben, um Lebensmittel und Seife an bedürftige Haushalte zu verteilen. Das Zweigbüro in Venezuela berichtet: „Es ist eine echte Herausforderung, Monat für Monat 130 Tonnen Lebensmittel im gesamten Land zu verteilen und es den Brüdern zukommen zu lassen, die es am dringendsten brauchen.“ Um sicherzustellen, dass die Nahrungsmittel während des Transports nicht verderben, kaufen die Brüder gerne Lebensmittel ein, die lange haltbar sind. Das Zweigbüro berichtet weiter: „Wir kaufen die Lebensmittel ein, wenn sie besonders günstig sind und dann auch gleich in großen Mengen. Beim Transportweg achten wir genauso auf die Kosten.“
Da ein großer Mangel an Fahrzeugen und Treibstoff herrscht, legen junge Brüder eine Strecke von insgesamt 18 Kilometern mit dem Fahrrad zurück, um Nahrungsmittel zu ihrer Versammlung zu bringen
Leonel, ein Mitglied des Katastrophenhilfskomitees in Venezuela, macht seine Arbeit sehr gerne. Er sagt: „Hilfseinsätze sind immer etwas ganz Besonderes! Nachdem meine liebe Frau an Covid-19 gestorben war, hat mir diese wertvolle Aufgabe dabei geholfen, wieder nach vorne zu schauen. Ich bleibe beschäftigt. Und ich fühle mich einfach gut, wenn ich für meine Brüder in Not da sein darf. Ich habe aus erster Hand erfahren, wie Jehova sein Versprechen hält, sein Volk nicht im Stich zu lassen.“
Ein Bruder, der früher Katastrophenhilfe geleistet hatte, brauchte nun selbst Hilfe. Er erzählt: „Jetzt war ich derjenige, der Hilfe bekam. Meine Frau und ich brauchten nicht nur materielle Unterstützung – die Brüder halfen uns auch dabei, Ruhe zu bewahren. Sie kümmerten sich um uns, trösteten uns und sprachen uns Mut zu.“
Manche Naturkatastrophen ereignen sich ohne Vorwarnung. Auch in solchen Fällen gelingt es Jehovas Organisation, schnell für Hilfe zu sorgen. All das wird durch Spenden für das weltweite Werk möglich gemacht. Wie man dieses Werk unterstützen kann, erfährt man auf donate.jw.org. Herzlichen Dank für die Großzügigkeit!
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Ein ganz besonderes Buch für BibelkurseWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Ein ganz besonderes Buch für Bibelkurse
1. APRIL 2022
Im Januar 2021 kündigte die Leitende Körperschaft die Veröffentlichung des neuen Buchs Glücklich – für immera an. Wie hat dich diese Bekanntmachung berührt? Matthew aus Kanada sagt: „Ich war begeistert! Und als ich in den Vorträgen und Videos erfahren habe, wie die Idee zu dem Buch entstanden ist und wie es vorab getestet wurde, war ich sogar noch mehr begeistert. Ich konnte es kaum erwarten, das Buch endlich in den Händen zu halten und damit zu arbeiten.“
Mit dem Buch Glücklich – für immer wurde eine ganz neue Methode eingeführt, wie wir Bibelkurse gestalten. Doch es unterscheidet sich auch noch auf andere Weise von früheren Kursbüchern. Wenn du ein gedrucktes Exemplar verwendest, hast du vielleicht schon gemerkt, dass es sich auch anders anfühlt. Ein genauerer Blick auf die Herstellung des Buchs verrät uns den Grund dafür.
Ein fühlbarer Unterschied
Dickeres Papier. Glücklich – für immer enthält über 600 farbige Bilder, beinahe zehnmal mehr als das Buch Was lehrt uns die Bibel?. Außerdem gibt es in dem neuen Buch mehr weiße Flächen ohne Text und Illustrationen. Dadurch entsteht ein Problem: Bei der Verwendung von dünnem Papier würden Bilder von der Rückseite durchscheinen. Um das zu vermeiden, testeten die Brüder des International Printing Department (IPD) in Wallkill (New York) vier Papiersorten, die wir derzeit in unseren Druckereien verwenden. Das Schreibkomitee der Leitenden Körperschaft prüfte die Muster und entschied sich dann für das am wenigsten transparente Papier. Es kostet zwar etwa 16 Prozent mehr als das Papier, das wir für die meisten unserer Publikationen verwenden, aber so können Bibelschüler jede Seite des Buchs lesen, ohne von den Bildern auf der Rückseite abgelenkt zu werden.
Auf der rechten Seite sieht man das im Buch Glücklich – für immer verwendete Papier
Andere Umschlagfolie. Das neue Buch fühlt sich anders an, als wir es sonst von unseren Büchern gewohnt sind. Das liegt daran, dass der Umschlag mit einer anderen Schutzfolie beschichtet ist. Anstelle der üblichen Glanzfolie hat das neue Buch eine matte Oberfläche. Auf diese Weise kommt das Titelbild besonders zur Geltung. Die Folie schützt das Buch auch vor Gebrauchsspuren, die durch häufige Verwendung entstehen. Matte Folie kann jedoch bis zu fünfmal teurer sein als Glanzfolie. Deshalb haben sich mehrere Zweigbüros zusammengetan, um die matte Folie zu einem günstigeren Preis einzukaufen.
Auf die Druckbögen wird eine Folie aufgebracht
Warum wurden diese teureren Materialien ausgewählt? Ein Bruder vom IPD erklärt den Grund: „Wir gehen davon aus, dass dieses Buch immer wieder verwendet wird, und wir möchten natürlich, dass es auch bei ständigem Gebrauch ansehnlich bleibt.“ Eduardo, der in der Druckerei des brasilianischen Zweigbüros tätig ist, sagt dazu: „Es ist schön zu sehen, wie weise Jehovas Organisation Spendengelder nutzt und gleichzeitig auf hochwertige Materialien Wert legt. Dieses Buch ist sowohl ansprechend als auch strapazierfähig und es fühlt sich gut an.“
Drucken während der Covid-19-Pandemie
Der Druck des Buchs Glücklich – für immer begann im März 2021, also mitten in der Pandemie. Das brachte große Herausforderungen mit sich, denn während des Lockdowns im Bethel konnten in der Druckerei keine Tagespendler eingesetzt werden. Es war auch nicht möglich, neue Brüder ins Bethel einzuladen. Das führte dazu, dass einige Druckereien unterbesetzt waren und andere aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ihre Tätigkeit zeitweise komplett einstellen mussten.
Wie konnten diese Schwierigkeiten gemeistert werden? Sofern es möglich war, eine Druckerei zu nutzen, wurden Brüder und Schwestern aus anderen Abteilungen im Bethel vorübergehend dort zugeteilt. Joel vom IPD äußert sich so: „Ohne ihre aufopferungsvolle Einstellung und Lernbereitschaft hätten wir diese Aufgabe nicht bewältigen können.“
Trotz aller Herausforderungen wurden schon Millionen von Exemplaren des neuen Buchs gedruckt. Für ihre Herstellung wird eine Vielzahl von Materialien benötigt, wie Druckplatten, Laminierfolie, Papier, Druckfarbe und Klebstoffe. Bereits in den ersten fünf Monaten wurden allein für Material über 2,1 Millionen Euro ausgegeben. Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, wird sehr darauf geachtet, nur so viele Bücher zu drucken, wie in den Versammlungen tatsächlich gebraucht werden.
„Es ist ein echtes Kunstwerk“
Wie denken Bibellehrer und Bibelschüler über das neue Kursmaterial? Ein Bruder aus Australien namens Paul berichtet: „Es macht so viel Spaß, mit dem Buch Glücklich – für immer zu arbeiten, dass ich mich total darauf freue, Bibelkurse durchzuführen. Die Aufmachung von dem Buch ist ansprechend und es ist wirklich interaktiv. Es ist genau die richtige Mischung aus leicht verständlichen Informationen, Videos, Bildern, Grafiken, Zielen für den Bibelschüler und Fragen, die das Herz berühren. Es ist ein echtes Kunstwerk, das mich motiviert, ein besserer Lehrer zu werden.“
Ein Bibelschüler aus den Vereinigten Staaten bemerkt: „Mir gefällt das neue Buch sehr. Durch die Bilder kann ich Hauptpunkte besser verstehen. Die Videos gehen mir zu Herzen und helfen mir, das Gelernte in die Tat umzusetzen.“ Er studiert zweimal die Woche und besucht regelmäßig die Zusammenkünfte.
Es ist geplant, noch Millionen von Exemplaren des Buchs Glücklich – für immer in vielen weiteren Sprachen zu drucken. Bisher hat die Leitende Körperschaft die Veröffentlichung in 710 Sprachen genehmigt – das sind 340 mehr als für das Buch Was lehrt uns die Bibel?.
Wie werden die Kosten für den Druck gedeckt? Durch freiwillige Spenden für das weltweite Werk, die unter anderem über donate.jw.org eingehen. Wir schätzen eure Großzügigkeit sehr. Sie ermöglicht die Herstellung von Publikationen, um all denen zu helfen, die Jehova kennenlernen und „für immer leben“ wollen (Psalm 22:26).
a Es wurde in Verbindung mit der Jahresversammlung veröffentlicht, die in einer JW-Broadcasting-Sendung ausgestrahlt wurde.
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Gehörlose werden nicht vergessenWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Gehörlose werden nicht vergessen
1. JULI 2022
Jehova wünscht sich, dass alle Menschen ihn und sein Königreich kennenlernen, egal welche Lebensumstände sie haben (1. Timotheus 2:3, 4). Deshalb stellen Jehovas Zeugen Bibeln und Bibelstudienhilfsmittel für so viele Menschen wie möglich her, auch für Gehörlose. Unsere Organisation hat bereits Tausende Publikationen für Hörende auch als Videosa in mehr als 100 Gebärdensprachen veröffentlicht. Wie werden sie produziert und verbreitet? Und welche Verbesserungen gab es dabei im Lauf der Zeit?
Wie werden Videos in Gebärdensprache produziert?
Publikationen in Gebärdensprache werden von Übersetzerteams auf der ganzen Welt hergestellt. Jeder im Team analysiert zunächst sorgfältig die zu übersetzende Veröffentlichung. Dann wird entschieden, wie der Inhalt am besten in Gebärdensprache wiedergegeben werden kann. Anschließend erfolgt die Videoaufnahme. Zurzeit gibt es 60 Gebärdensprachteams, die regelmäßig Bibelstudienhilfsmittel in Gebärdensprache übersetzen, und 40 weitere, die zeitweise eingesetzt werden.
Früher war die Produktion von Gebärdensprachvideos sehr kostspielig. Videokameras und sonstige Ausrüstung waren viel teurer als heutzutage. Zudem fanden die Aufnahmen in Studios statt, die wir selbst aufbauen mussten. Manchmal war dafür die Renovierung eines Gebäudes erforderlich. Ein Übersetzerteam mit allem Notwendigen auszustatten, kostete über 30 000 US-Dollar (ungefähr 28 000 Euro).
Um Spendengelder bestmöglich einzusetzen, hat unsere Organisation nach Lösungen gesucht, den Übersetzungsprozess zu verbessern und zu vereinfachen. Dabei wurde moderne Ausrüstung eingesetzt, die nicht nur praktisch, sondern auch kostengünstig ist. Übersetzerteams können einfach eine grüne Leinwand als Hintergrund aufbauen und so Videos in ihrem Büro statt in einem Studio aufnehmen. Werden mehrere Sprecher benötigt, können die Brüder und Schwestern ihren Teil der Aufnahme vom Büro oder von zu Hause aus fertigstellen und müssen dafür nicht mehr ins Studio gehen.
Um die Arbeit der Teams zu erleichtern, wurde spezielle Software entwickelt. Durch die Umstellungen hat sich die Produktionszeit für Videos in Gebärdensprache halbiert. Unsere Brüder schätzen diese Verbesserungen sehr. Alexander sagt: „Jetzt werden viel mehr Videos in Gebärdensprache veröffentlicht als früher. Darüber freue ich mich sehr. Ich sehe mir die Videos jeden Tag an.“
Heute kostet es weniger als 5000 US-Dollar (ungefähr 4700 Euro), ein Übersetzerteam auszustatten. Dadurch können wir solche Videos in viel mehr Sprachen produzieren.
Wie werden Videos in Gebärdensprache verbreitet?
Sobald ein Team mit der Aufnahme fertig ist, muss das Video der Zielgruppe zur Verfügung gestellt werden. Früher haben wir Videokassetten und DVDs hergestellt; das war jedoch teuer und kostete viel Zeit und Mühe. Die Aufnahmen mussten zur Vervielfältigung an externe Firmen weitergeleitet werden. Schließlich wurden die Videokassetten und DVDs an die Versammlungen verschickt. Allein im Jahr 2013 haben wir über 2 Millionen US-Dollar (ungefähr 1,8 Millionen Euro) für die Produktion von DVDs in Gebärdensprache ausgegeben.
Gehörlose Personen waren für diese Publikationen sehr dankbar. Es war allerdings nicht immer leicht, die Videos zu benutzen, besonders als es immer mehr Kassetten und DVDs gab. Manchmal brauchte man für ein Bibelbuch mehrere DVDs. Gilnei, ein Bruder aus Brasilien, erinnert sich: „Immer wenn wir einen Bibeltext lesen wollten, mussten wir erst die richtige Kassette und dann die richtige Stelle im Video finden. Das war sehr schwierig.“ Eine Schwester namens Rafayane, die früher DVDs in Gebärdensprache verwendet hat, sagt: „Das persönliche Studium war sehr mühsam. Es kostete viel Zeit, Bibeltexte oder Quellen zu finden.“ Unsere Brüder und Schwestern nahmen DVDs oder Videokassetten oft in den Predigtdienst mit, um sie bei interessierten Personen auf deren Fernsehgerät abzuspielen. Manche Brüder hatten sogar ihren eigenen DVD-Player dabei. Später kamen dann tragbare DVD-Player mit Bildschirm auf den Markt und viele Brüder benutzten diese. Bobby, der in den Vereinigten Staaten lebt, sagt: „Wenn man mehr als einen Bibeltext vorlesen wollte, musste man oft die DVD wechseln. Das hat lange gedauert und dadurch war es kompliziert, die Bibel in Gesprächen zu gebrauchen.“
2013 veröffentlichte Jehovas Organisation die JW Library Sign Language-App, mit der Brüder und Schwestern Videos in Gebärdensprache nun auf ihre Smartphones oder Tablets herunterladen und dort abspielen können. Zunächst gab es die App nur für Amerikanische Gebärdensprache; 2017 wurde sie jedoch aktualisiert und steht seitdem auch für alle anderen Gebärdensprachen zur Verfügung. Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt waren überglücklich. Juscelino, ein Bruder aus Brasilien, sagt: „Ich konnte es nicht glauben! Es hat mich so beeindruckt, wie die Leitende Körperschaft ihre Liebe zu uns Gehörlosen zeigt und möchte, dass wir genauso wie unsere hörenden Brüder und Schwestern im Glauben wachsen. Ich war total begeistert. Die App hat mich noch mehr zum Bibelstudium motiviert.“
Die JW Library Sign Language-App im Gebrauch
Heute werden unsere Videos in Gebärdensprache digital produziert und auf unserer Website sowie in der JW Library Sign Language-App zur Verfügung gestellt. Dadurch braucht man nur noch einige Tage – statt Monate oder Jahre –, um Publikationen in Gebärdensprache zu übersetzen, aufzunehmen und zu veröffentlichen. In vielen Gebärdensprachen sind Publikationen jetzt sogar zeitgleich mit gesprochenen Sprachen verfügbar.
Wie haben sich einige unserer gehörlosen Brüder und Schwestern dazu geäußert? Eine Schwester namens Klízia sagt zum Beispiel: „Welcher anderen Organisation sind Gehörlose so wichtig, dass sie bereit ist, ihnen geistige Nahrung ganz leicht zugänglich zu machen? Was Jehovas Organisation für uns tut, gibt es sonst nirgendwo.“ Wladimir meint: „Die Videos zeigen mir deutlich, dass gehörlose Menschen Jehova genauso am Herzen liegen wie hörende Menschen.“
Unsere Videos in Gebärdensprache enthalten oft folgenden Hinweis: „Dieses Video wird im Rahmen eines weltweit durchgeführten gottesdienstlichen Werkes herausgegeben, das durch freiwillige Spenden finanziert wird.“ Wir sind für eure Spenden, von denen viele über donate.jw.org eingehen, wirklich dankbar. Mit diesen Spenden können Bibeln und Bibelstudienhilfsmittel für alle Menschen bereitgestellt werden, auch für Personen, die Gebärdensprache sprechen.
a In Gebärdensprache werden Gedanken visuell durch Gestik und Mimik ausgedrückt. Deshalb werden Publikationen in Gebärdensprache nicht gedruckt, sondern als Videos herausgegeben.
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Sichere Nutzung von Königreichssälen in der Corona-PandemieWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Sichere Nutzung von Königreichssälen in der Corona-Pandemie
1. OKTOBER 2022
„Die Leitende Körperschaft hat beschlossen, alle Versammlungen zu ermuntern, ab der Woche vom 1. April wieder Zusammenkünfte in Präsenz abzuhalten, sofern es keine behördlichen Einschränkungen gibt.“ Diese Bekanntmachung auf jw.org Anfang März 2022 sorgte unter Zeugen Jehovas auf der ganzen Welt für Begeisterung. Doch die Corona-Pandemie war noch nicht vorbei.a Was musste alles angepasst und angeschafft werden, um die Anwesenden vor dem Virus zu schützen? Wären unsere Königreichssäle nach über zwei Jahren ohne Präsenzzusammenkünfte wieder einsatzbereit?
Tatsächlich liefen die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme von Zusammenkünften in Königreichssälen schon seit vielen Monaten.
Unterschiedliche Bedürfnisse, unterschiedliche Lösungen
Nur einen Monat nachdem 2020 Präsenzzusammenkünfte ausgesetzt wurden, begann die Weltweite Planungs- und Bauabteilung (WDC) in Warwick (New York) mit ihrer Analyse. Es ging darum, wie Covid-19 die Nutzung unserer Königreichssäle beeinflussen würde und welche Maßnahmen ergriffen werden müssten, um Zusammenkünfte sicher abhalten zu können.
Die Bedürfnisse in den verschiedenen Teilen der Welt waren mitunter völlig unterschiedlich. Matthew De Sanctis aus dem WDC erklärt: „In einigen Ländern war das Problem, dass es nicht ausreichend Möglichkeiten gab, sich die Hände zu waschen. Wenn ein Königreichssaal kein fließendes Wasser hat, muss Wasser eingekauft oder von einem Fluss oder einem Brunnen herangeschafft werden. In anderen Ländern gab es neue gesetzliche Vorgaben zur Nutzung von Klimaanlagen, zum Lüften und zur Beschilderung rund um Gesundheit und Hygiene.“
Was haben die Brüder unternommen? Für viele Königreichssäle „stellten sich einfache, kostengünstige Lösungen als sehr effektiv heraus“, sagt Matthew. In Papua-Neuguinea zum Beispiel wurden 20-Liter-Eimer mit Hahn als einfache Handwaschstationen aufgestellt. So konnten typisch ländliche Königreichssäle für nur 40 US-Dollar aufgerüstet werden. Für Königreichssäle in Afrika wurden über 6000 hochwertige Handwaschstationen von einem Lieferanten in Asien bezogen.
Eltern geben ihren Kindern in Sachen Hygiene ein gutes Beispiel
Andernorts mussten Ventilatoren oder Lüftungsanlagen installiert beziehungsweise modifiziert werden, um den Luftaustausch im Saal zu verbessern. Viele Versammlungen kauften Mikrofonstangen, sodass die Mikrofone nicht von einem zum anderen weitergereicht werden mussten. Es wurde einiges unternommen, um Kontaktflächen wie Türgriffe und Armaturen, über die Viren übertragen werden können, zu reduzieren beziehungsweise regelmäßig zu reinigen. Verschiedene Versammlungen installierten Sensor-Wasserhähne für kontaktloses Händewaschen. In Chile betrugen die Aufrüstungskosten pro Königreichssaal durchschnittlich 1400 US-Dollar.
Mikrofone werden nicht von einem zum anderen weitergereicht
Die Sicherheit in den Königreichssälen war zwar das Hauptanliegen, aber man achtete auch auf einen sorgsamen Umgang mit den Spendengeldern. In manchen Ländern machte man beispielsweise Gebrauch von Steuererlässen auf Mikrofonstangen und Handwaschstationen. Zweige gaben gemeinsame Bestellungen auf, um durch größere Einkaufsmengen Gelder zu sparen. Außerdem kauften die Zweige und die weltweite Einkaufsabteilung oft direkt beim Hersteller ein, wodurch nicht nur der Preis, sondern auch die Lieferzeit reduziert werden konnte.
Ein Desinfektionsspender
„Das Gefühl der Sicherheit, das ich gebraucht habe“
Die Maßnahmen, die getroffen wurden, um Königreichssäle sicherer zu machen, beruhigten und schützten die Zusammenkunftsbesucher. Dulcine aus Peru gibt zu, dass ihr der Gedanke, wieder in den Königreichssaal zu gehen, „ein bisschen Angst gemacht hat“. „Ich hab kurz nach Ausbruch der Pandemie Corona bekommen“, erzählt sie. „Deshalb war mir nicht ganz wohl bei der Vorstellung, wieder in den Königreichssaal zu gehen, weil ich mich dort ja wieder mit dem Virus anstecken konnte. Aber als ich dort ankam, stellte ich fest, dass die Ältesten viele Sicherheitsvorkehrungen getroffen hatten. Es gab Desinfektionsspender und Mikrofonstangen sowie ein Hygienekonzept, nach dem der Saal vor und nach jeder Zusammenkunft desinfiziert wurde. All das gab mir das Gefühl der Sicherheit, das ich gebraucht habe.“b
Beim Desinfizieren im Saal
Sara aus Sambia stand vor einer ganz anderen Herausforderung. Sie erklärt: „Vor einigen Monaten ist mein Mann an Corona gestorben. Ich hatte Angst davor, wie es sein würde, das erste Mal ohne ihn wieder in den Saal zu gehen.“ Was kann sie rückblickend sagen? „Die Präsenzzusammenkünfte haben mir deutlich gezeigt, dass Jehova in diesen letzten Tagen bei uns ist. Wie nie zuvor bekomme ich den Zuspruch, die Liebe und die Unterstützung, die ich brauche – von den Ältesten und von all meinen anderen Brüdern und Schwestern.“
Alle sind glücklich, sich wieder persönlich zu treffen
Überall auf der Welt freuen sich unsere lieben Brüder und Schwestern, dass sie sich wieder im Königreichssaal versammeln können. Vielen Dank für eure Spenden, von denen viele über donate.jw.org getätigt wurden. Eure Spenden haben dazu beigetragen, dass man sich in unseren Anbetungsstätten nicht nur wohl, sondern auch sicher fühlt.
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Katastrophenhilfe 2022: Liebe in AktionWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Katastrophenhilfe 2022: Liebe in Aktion
1. JANUAR 2023
Wie in der Bibel vorausgesagt, ist unsere Zeit durch Kriege, Erdbeben, Seuchen und andere „erschreckende Anblicke“ gekennzeichnet (Lukas 21:10, 11). Das alles ist auch im Dienstjahr 2022 eingetroffen.a So hielt zum Beispiel der Konflikt in der Ukraine unvermindert an und wirkte sich auf das Leben vieler Millionen Menschen aus. Außerdem waren in vielen Teilen der Welt immer noch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu spüren. Und unzählige Menschen sahen sich mit Naturkatastrophen konfrontiert, darunter Erdbeben in Haiti sowie schwere Stürme in Mittelamerika, auf den Philippinen und in Südostafrika. Wie haben Jehovas Zeugen Betroffenen geholfen?
Während des Dienstjahres 2022 hat unsere Organisation Unterstützung für die Opfer von mehr als 200 Katastrophen geleistet. Insgesamt haben wir dafür fast 12 Millionen Dollar ausgegeben. Sehen wir uns einmal an, wie Spendengelder genutzt wurden, um den Betroffenen von zwei Naturkatastrophen zu helfen.
Erdbeben in Haiti
Am 14. August 2021 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 den Süden Haitis. Traurigerweise fanden dabei zwei Schwestern und ein Bruder den Tod. Die Überlebenden mussten mit den körperlichen und emotionalen Folgen des Bebens zurechtkommen. Ein Bruder namens Stephane sagt: „In der ganzen Stadt starben so viele Menschen, dass jede Woche mehrere Beerdigungen stattfanden – und das über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten.“ Und Éliézer erzählt: „Viele Brüder hatten kein Dach mehr über dem Kopf, keine Kleider, keine Schuhe und es fehlte ihnen am Nötigsten. Wegen der ständigen Nachbeben lebten viele monatelang in Angst.“
Unsere Organisation leistete schnell Hilfe. Das Zweigbüro in Haiti stellte über 53 Tonnen Lebensmittel zur Verfügung sowie Zelte, Planen, Matratzen und Solarladegeräte für Mobiltelefone. Außerdem wurden während des Dienstjahres 2022 über 100 Häuser wiederaufgebaut oder instand gesetzt. Für diese Hilfsmaßnahmen wurden mehr als eine Million Dollar ausgegeben.
Lebensmittellieferung in Haiti
Unsere Brüder und Schwestern sind sehr dankbar für alles, was getan wird. Lorette berichtet: „Durch das Erdbeben wurden unser Haus und unser Geschäft völlig zerstört. Wir hatten nichts zu essen. Aber Jehovas Organisation war für uns da und versorgte uns mit allem, was wir brauchten.“ Micheline sagt: „Die Hütte, in der ich mit meinen beiden Söhnen lebte, wurde durch das Erdbeben beschädigt. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, und betete um Hilfe. Durch seine Organisation hat Jehova mich erhört. Jetzt wohnen wir in einem stabilen Haus. Ich möchte unbedingt alles mir Mögliche tun, um Jehova meine Dankbarkeit zu zeigen.“
Unsere Hilfsmaßnahmen entgingen auch den Behörden vor Ort nicht. Der Leiter der Stadtverwaltung von L’Asile äußerte sich folgendermaßen: „Ich finde es bemerkenswert, wie schnell Sie da waren, um zu helfen. Und ihr respektvoller Umgang mit den Behörden ist sehr zu loben. Es ist so schön zu sehen, dass es Ihnen nicht um Geld geht, sondern darum, Menschen zu helfen. Sie handeln wirklich aus Liebe.“
Tropensturm Ana trifft auf Malawi und Mosambik
Am 24. Januar 2022 traf der Tropensturm Ana auf Mosambik und zog dann Richtung Westen nach Malawi. Es kam zu starken Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Durch den Sturm wurden Strommasten umgeknickt, Brücken weggespült und schwere Überschwemmungen verursacht.
Von dem Sturm waren über 30 000 Brüder und Schwestern in Malawi und Mosambik betroffen. Charles, der an den Hilfsmaßnahmen beteiligt war, sagt: „Es war herzzerreißend zu sehen, was die Brüder alles durchmachen mussten und wie viel sie verloren haben. Ich habe mich richtig hilflos gefühlt.“ Zu allem Unglück wurden auch noch ihre ohnehin dürftigen Vorräte und ihre Ernte fortgespült. Viele verloren ihr Zuhause. Tragischerweise ertranken die Frau und die beiden kleinen Töchter eines Bruders, als ihr Rettungsboot kenterte.
Das beschädigte Haus von Zeugen Jehovas in Mosambik
Das neue Haus
Der Sturm war furchterregend. Um 1:00 Uhr morgens hörte die Familie Sengeredo in Nchalo (Malawi) das donnernde Rauschen von Wassermassen. Zwei Flüsse waren über die Ufer getreten. Bruder Sengeredo entschied, dass sie das Haus verlassen sollten, was sich als weise herausstellte, denn kurz darauf brachten die Fluten das Haus zum Einsturz. Ihre Habseligkeiten wurden entweder beschädigt oder fortgespült. Die Familie machte sich auf den Weg zum Königreichssaal, der normalerweise zu Fuß in 30 Minuten zu erreichen ist. Doch diesmal dauerte es zwei Stunden. Als sie ankamen, waren sie völlig durchnässt und erschöpft, aber in Sicherheit.
Die Zweigbüros von Malawi und Mosambik leiteten sofort Hilfsmaßnahmen ein. Kreisaufseher und Älteste sollten die Bedürfnisse der betroffenen Brüder ermitteln sowie emotionalen Beistand leisten und Trost aus der Bibel vermitteln. Etliche Katastrophenhilfskomitees (KHKs) wurden eingesetzt, um die Hilfsmaßnahmen zu beaufsichtigen, und sie versorgten die Brüder unverzüglich mit Nahrungsmitteln und anderen notwendigen Dingen. Es wurden 33 000 Dollar für humanitäre Hilfe aufgewendet und über 300 000 Dollar für die Instandsetzung oder den Wiederaufbau von Gebäuden.
Die KHKs setzten die zur Verfügung stehenden Gelder bestmöglich ein. Das war bei der hohen Inflation besonders wichtig, denn zum Beispiel stieg der Preis für Maismehl, ein Grundnahrungsmittel in Malawi, in den ersten sieben Monaten des Einsatzes um 70 Prozent. Auch die Kosten für Treibstoff gingen in die Höhe. Um Kosten zu sparen, kauften die Brüder Nahrungsmittel und Baustoffe vor Ort und in großen Mengen ein. Dadurch konnten sie Rabatte nutzen und hohe Transportkosten vermeiden.
Die Brüder und Schwestern waren von den Hilfsmaßnahmen tief berührt. Felisberto aus Mosambik sagt: „Ich habe noch nie eine Organisation gesehen, von der man so viel bekommt: Baumaterialien, Transportmöglichkeiten, Bauhelfer, Lebensmittel und liebevolle Unterstützung. Die Hilfsmaßnahmen sind ein herausragendes Beispiel für die brüderliche Liebe, die Jesus in Johannes 13:34, 35 beschrieben hat.“ Ester, eine Witwe in Malawi, deren Haus zerstört wurde, erzählt: „Ich war völlig verzweifelt, weil ich nicht genug Geld hatte, um mir ein neues Haus zu bauen. Als dann die Brüder kamen und eins für mich gebaut haben, habe ich mich gefühlt, als wäre ich schon im Paradies.“
Während die neue Welt immer näher kommt, rechnen wir damit, dass es noch mehr Naturkatastrophen geben wird (Matthäus 24:7, 8). Dank eurer großzügigen Spenden sind wir aber davon überzeugt, dass Jehovas Volk immer die Unterstützung bekommt, die es braucht. Wie man etwas spenden kann, wird auf donate.jw.org erklärt. Vielen Dank für eure Freigebigkeit.
a Das Dienstjahr 2022 begann am 1. September 2021 und endete am 31. August 2022.
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Trolleys „als Zeugnis für alle Völker“Wie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Trolleys „als Zeugnis für alle Völker“
1. APRIL 2023
Seit mehr als 10 Jahren sind unsere Trolleys beim öffentlichen Zeugnisgeben ein Blickfang. Man kennt sie auf der ganzen Welt. Sie sind nicht nur ansprechend, sondern auch praktisch. Asenata, eine Schwester aus Polen, sagt treffend: „Die Trolleys haben ein einfaches, schlichtes Design, sehen aber trotzdem gut aus. Sie lassen sich leicht aufbauen und bewegen.“
Wie wurden unsere Trolleys eigentlich entworfen und hergestellt?
Funktionales Design
Ab dem Jahr 2001 testeten unsere Brüder und Schwestern in Frankreich mit Genehmigung der Leitenden Körperschaft verschiedene Methoden des öffentlichen Zeugnisgebens, bei denen auch Trolleys in diversen Ausführungen zum Einsatz kamen. Beispielsweise wurden Rollkoffer und Einkaufstrolleys so umfunktioniert, dass man sie zum Aufbewahren und Präsentieren von Literatur verwenden konnte. Schließlich entschied sich das französische Zweigbüro für ein Standarddesign, das die Verkündiger viele Jahre nutzten.
Einer der ersten Trolleys in Frankreich (2005)
Die Brüder in Frankreich waren von den Ergebnissen dieser Testphase begeistert. Daher genehmigte die Leitende Körperschaft im Jahr 2011 ein Pilotprojekt für das öffentliche Zeugnisgeben mit Trolleys und Literaturständen in New York City (USA). Die teilnehmenden Pioniere erkannten schon bald die Vorteile der Trolleys, wie zum Beispiel ihre Beweglichkeit. Sie brachten auch Vorschläge ein, wie das Design der Trolleys verbessert werden könnte. Die ersten handgefertigten Trolleys waren aus Holz und hatten ein beachtliches Gewicht; daher konnte man mit ihnen nur schwer Stufen überwinden. Sie wurden deshalb so umgestaltet, dass sie leichter waren, aber dennoch bei Wind nicht umkippten. Zum neuen Design gehörten auch größere Räder, die außerdem Stöße – besonders auf unebenem Boden – besser abdämpften. Zudem erhielten sie ein Extrafach zur Aufbewahrung von zusätzlicher Literatur.
Das Pilotprojekt war ein voller Erfolg. Deshalb genehmigte die Leitende Körperschaft 2012 den weltweiten Einsatz von Trolleys im Predigtdienst. Mit einem Hersteller wurden Vereinbarungen für eine Massenproduktion aus leichten und gleichzeitig strapazierfähigen Materialien getroffen.
Im Lauf der Jahre gab es weitere kleine Verbesserungen. Zum Beispiel erhielten die Trolleys 2015 eine Regenhülle mit durchsichtiger Vorderseite. Dina, die in Georgien lebt, gefällt dieses Zubehör besonders. Sie sagt: „Der Trolley hat jetzt einen eigenen ‚Regenmantel‘, der die Literatur schützt.“ Im Jahr 2017 wurden dann in einigen Sprachen magnetische Poster zur Verfügung gestellt. Tomasz, ein Bruder aus Polen, meint: „Die selbstklebenden Poster auszutauschen war immer sehr mühsam. Mit den magnetischen Postern haben wir jetzt eine geniale Lösung.“ 2019 wurden die Materialien und der Herstellungsprozess noch weiter verbessert, um die Lebensdauer der Trolleys zu verlängern.
Die Herstellung der Trolleys
Unsere Trolleys werden von einem einzigen Hersteller produziert und weltweit versandt. Zurzeit kostet ein Trolley 43 US-Dollar (etwa 40 Euro) zuzüglich Versand- und weiterer Kosten. Bis heute wurden über 16 Millionen US-Dollar (etwa 15 Millionen Euro) für Trolleys ausgegeben und mehr als 420 000 Stück wurden an Versammlungen in aller Welt verschickt.
Um Spenden bestmöglich zu verwenden, werden die Trolleys in großen Mengen bestellt. Außerdem können die Versammlungen jetzt Ersatzteile anfordern und defekte Trolleys reparieren, statt sie gegen neue auszutauschen.
Mit Trolleys im Dienst
Verkündiger auf der ganzen Erde sind vom Trolley-Dienst begeistert. Martina, eine Schwester aus Ghana, sagt: „In den meisten Dienstzweigen gehen wir auf die Leute zu. Beim Trolley-Dienst kommen die Leute auf uns zu – das gefällt mir. Selbst im Vorbeigehen kann jemand ein Zeugnis bekommen.“
In einem anderen afrikanischen Land nahm sich ein Mann am Trolley Literatur in seiner Sprache mit. Eine Woche später kam er wieder und sagte: „Ich habe alles gelesen. Was darin steht, ist sehr wichtig. Ich werde das auch an meine Familie im Dorf weitergeben.“ Sein Zuhause war immerhin 500 Kilometer entfernt. Nach zwei Monaten kehrte er zurück und erzählte: „Die Leute in meinem Dorf haben alle Veröffentlichungen gelesen. Was da stand, hat ihnen sehr gefallen. Sie wollen Zeugen Jehovas werden. Aber sie haben Fragen. Zum Beispiel haben sie verstanden, dass man im Wasser untergetaucht werden muss, wenn man sich taufen lässt. Es gibt allerdings keinen Fluss in der Nähe. Müssen wir hierherkommen, um getauft zu werden?“ Die Verkündiger stellten den Kontakt zu einem Pionier her, der die Sprache des Mannes spricht. Seitdem unterhalten sich die beiden regelmäßig über die Bibel.
Es ist begeisternd, wie durch den Predigtdienst mit Trolleys „auf der ganzen bewohnten Erde“ ein „Zeugnis für alle Völker“ abgelegt wird (Matthäus 24:14). Die Herstellungskosten werden durch Spenden für das weltweite Werk gedeckt, von denen viele über donate.jw.org eingehen. Vielen Dank für eure Großzügigkeit!
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Gebäude zur Ehre unseres Großen LehrersWie Spenden verwendet werden
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WIE SPENDEN VERWENDET WERDEN
Gebäude zur Ehre unseres Großen Lehrers
1. JULI 2023
Jehova liegt es sehr am Herzen, seine Diener zu schulen. Aus diesem Grund hat seine Organisation mehrere Schulen ins Leben gerufen, in denen die Teilnehmer auf ihre Zuteilungen vorbereitet werden. Dazu gehört die Schule für Königreichsverkündiger (SKE). Seit einigen Jahren liegt das Augenmerk nicht nur auf dem Lehrplan, sondern auch auf den Räumlichkeiten, in denen der Unterricht stattfindet. Eines der Hauptziele ist, die Lernumgebung für Schüler und Lehrer zu verbessern. Welche Rolle spielen Spenden dabei?
Ein verbessertes Umfeld für mehr Schüler
Viele Jahre lang wurden theokratische Schulen in Königreichssälen und Kongresssälen abgehalten. In jüngster Zeit war es allerdings nötig, eine Reihe zusätzlicher Gebäude zu bauen oder zu renovieren, die ausschließlich für theokratische Schulen genutzt werden. Hier drei Gründe dafür.
Größerer Bedarf. „Verschiedene Zweigbüros haben uns berichtet, dass in ihrem Zweiggebiet ein großer Bedarf an Unterstützung besteht“, erklärt Christopher Mavor, ein Helfer des Dienstkomitees der Leitenden Körperschaft. „Im Jahr 2019 gab der brasilianische Zweig zum Beispiel an, dass schätzungsweise 7600 zusätzliche SKE-Absolventen benötigt werden, die sich um die Bedürfnisse im Zweiggebiet kümmern können.“ Das Zweigbüro in den USA berichtet von einem großen Bedarf an befähigten Pionieren, die andere für das besondere öffentliche Zeugnisgeben in Ballungszentren, für den Hafendienst und das Predigen in Gefängnissen schulen. Außerdem werden Brüder für die Lokale Planungs- und Bauabteilung und die Krankenhaus-Verbindungskomitees benötigt. SKE-Absolventen können dazu beitragen, diese Lücken zu schließen.
Mehr Teilnehmer. In vielen Zweiggebieten gibt es mehr Bewerber, als momentan aufgenommen werden können. In Brasilien gingen beispielsweise in nur einem Jahr etwa 2500 Bewerbungen für die SKE ein. Da für die Schule jedoch nicht genügend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, konnten nur 950 Schüler angenommen werden.
Geeignete Unterkünfte. Findet die Schule in einem Kongress- oder Königreichssaal statt, werden die Schüler normalerweise bei Brüdern vor Ort untergebracht. Dort, wo die Schulen nur wenige Male im Jahr durchgeführt werden, funktioniert das gut. In manchen Gegenden gibt es jedoch mehrere Klassen im Jahr und den Verkündigern ist es oft nicht möglich, über viele Monate jemand bei sich aufzunehmen. Deshalb werden dann spezielle Unterkünfte für Schüler in der Nähe der Unterrichtsstätte zur Verfügung gestellt.
Je nach Ort und weiteren Gegebenheiten kann ein Schulungszentrum mit Klassenraum, Unterkünften für Lehrer und circa 30 Schüler sowie weiteren dazugehörigen Räumlichkeiten mehrere Millionen US-Dollar kosten.
Merkmale eines Schulungszentrums
Als Standort wird in der Regel eine ruhige Gegend außerhalb von größeren Städten gewählt, die gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Optimal sind Orte mit einer großen Zahl von Verkündigern, die den Schulbetrieb sowie die Instandhaltung der Gebäude und der Ausstattung unterstützen können.
Zur Ausstattung gehören Bibliotheken, Bereiche für das Studium, Computer, Drucker und weiteres Zubehör. Häufig ist auch ein Speisesaal vorhanden, in dem Schüler und Lehrer gemeinsam essen können. Angemessene Räumlichkeiten für Sport und Entspannung stehen ebenfalls zur Verfügung.
Besonders sorgfältig wird die Gestaltung des Klassenraums geplant. „Die Abteilung für theokratische Schulen hat uns dabei beraten, wie wir die Unterrichtsräume so entwerfen können, dass eine ideale Lernumgebung geschaffen wird“, berichtet Troy, der für die Weltweite Planungs- und Bauabteilung (WDC) in Warwick (New York) tätig ist. „Die Brüder haben uns Richtlinien für die Größe und Gestaltung der Räume sowie für die Beleuchtung und die Audio- und Videoausstattung an die Hand gegeben.“ Zur Einrichtung der Audiotechnik erklärt Zoltán, ein SKE-Lehrer in Ungarn: „Früher hatten wir keine Mikrofone und mussten die Schüler oft bitten, lauter zu sprechen. Aber jetzt steht auf jedem Tisch ein Mikrofon und das Problem ist gelöst.“
„Besondere Gäste von Jehova“
Wie hat sich die Optimierung der Räumlichkeiten auf Lehrer und Schüler ausgewirkt? Angela, die die SKE in Palm Coast (Florida, USA) besucht hat, sagt: „Es ist eine sehr friedliche Umgebung. Alles, einschließlich des Klassenraums und unserer Zimmer, ist gut durchdacht, sodass wir uns aufs Studieren und Lernen konzentrieren können.“ Csaba, ein Lehrer in Ungarn, schätzt besonders die Möglichkeit, mit den Schülern gemeinsam zu essen. Bei diesen Gelegenheiten „öffnen sich die Schüler häufig und erzählen uns, was sie erlebt haben“, berichtet er. „Dadurch lernen wir sie besser kennen und können den Stoff noch wirkungsvoller auf ihre Situation anwenden.“
Schüler und Lehrer betrachten die verbesserten Schulungszentren als Segen von unserem „Großen Lehrer“ Jehova (Jesaja 30:20, 21). Eine Schwester aus den Philippinen besuchte die SKE in einem Gebäude, das zum Schulungszentrum umgestaltet worden war, und drückt es so aus: „Das ganze Umfeld erinnerte uns daran, dass wir nicht bloß Schüler waren, sondern besondere Gäste von Jehova. Er möchte, dass wir die Zeit genießen, in der wir sein Wort gründlich studieren.“
Der Bau, die Renovierung und die Instandhaltung von Schulungszentren werden durch Spenden ermöglicht. Viele davon gehen über donate.jw.org ein. Vielen Dank für eure großzügige Unterstützung.
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