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Geheimhaltung im Namen des HerrnDer Wachtturm 1997 | 1. Juni
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Jehovas Zeugen sind eifrige Erforscher der Bibel, die ihren Glauben ernst nehmen und sich ganz offen bemühen, danach zu leben. Sie sind weltweit als Religionsgemeinschaft bekannt, die ‘Frieden sucht und ihm nachjagt’ (1. Petrus 3:11). In ihrem Buch Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes heißt es richtigerweise: „Jehovas Zeugen sind keineswegs ein Geheimbund. Ihre biblisch begründeten Glaubensansichten werden in ihren Publikationen, die jedem zugänglich sind, ausführlich erklärt. Außerdem bemühen sie sich besonders darum, Außenstehende zu ihren Zusammenkünften einzuladen, damit sie selbst hören und sehen, was dort vor sich geht.“
Die wahre Religion praktiziert keine Geheimhaltung. Anbeter des wahren Gottes sind nicht angehalten, ein Geheimnis daraus zu machen, wer sie sind und welche Ziele sie als Zeugen Jehovas verfolgen. Die ersten Jünger Jesu erfüllten Jerusalem mit ihrer Lehre. Sie waren in der Öffentlichkeit tätig und verbreiteten offen ihre Glaubensansichten. Dasselbe trifft heute auf Jehovas Zeugen zu. Wenn ein diktatorisches Regime die Religionsfreiheit zu Unrecht einschränkt, müssen Christen ihre Tätigkeit verständlicherweise vorsichtig und zugleich mutig fortsetzen, wobei sie „Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5:27-29; 8:1; 12:1-14; Matthäus 10:16, 26, 27).
Falls jemandem schon einmal der Gedanke gekommen ist, Jehovas Zeugen könnten ein Geheimkult oder eine geheime Sekte sein, dann lag es sehr wahrscheinlich daran, daß er zuwenig über sie wußte. Das muß auch im ersten Jahrhundert bei vielen der Fall gewesen sein.
In Apostelgeschichte, Kapitel 28 ist davon die Rede, daß der Apostel Paulus in Rom mit den „Ersten der Juden“ zusammenkam. Sie sagten zu ihm: „Wir denken ..., daß es angebracht ist, von dir zu hören, was deine Gedanken sind, denn in der Tat, was diese Sekte betrifft, ist uns bekannt, daß ihr überall widersprochen wird“ (Apostelgeschichte 28:16-22). Paulus „erklärte ihnen die Sache, indem er von dem Königreich Gottes gründlich Zeugnis ablegte“, und „einige begannen ... zu glauben“ (Apostelgeschichte 28:23, 24). Bestimmt brachte es ihnen nachhaltige Vorteile, die Tatsachen über das wahre Christentum kennengelernt zu haben.
Da sich Jehovas Zeugen dem öffentlichen Dienst für Gott verschrieben haben, legen sie ihre Tätigkeit und ihre Glaubensansichten gern jedem offen dar, der sich für die Fakten interessiert. Warum der Sache nicht einmal nachgehen, um sich korrekte Informationen über ihren Glauben einzuholen?
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Jehova — ein Gott, der Geheimnisse offenbartDer Wachtturm 1997 | 1. Juni
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1, 2. (a) Worin unterscheidet sich Jehova von seinem großen Widersacher? (b) Wie zeigt sich dieser Gegensatz auch unter den Menschen?
JEHOVA, der erhabene, liebevolle Gott des Universums, der einzige Schöpfer, ist ein Gott der Weisheit und der Gerechtigkeit. Er muß weder seine Identität noch seine Werke, noch seine Vorsätze geheimhalten. Zu der von ihm bestimmten Zeit und nach seinem Ermessen offenbart er sich. Ganz anders dagegen sein Widersacher, Satan, der Teufel, der seine wahre Identität und seine Absichten zu verbergen sucht.
2 Der gleiche Gegensatz wie zwischen Jehova und Satan besteht auch zwischen ihren Anbetern. Diejenigen, die der Führung Satans folgen, zeichnen sich durch Doppelzüngigkeit und Betrug aus. Sie sind bemüht, sich in einem guten Licht darzustellen, während sie Werke tun, die zur Finsternis gehören. Schon die Christen in Korinth sollten sich darüber nicht wundern, denn ihnen wurde gesagt: „Solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an“ (2. Korinther 11:13, 14). Christen betrachten dagegen Christus als ihren Führer. Auf der Erde war er der vollkommene Widerschein der Persönlichkeit seines Vaters, Jehova Gott (Hebräer 1:1-3). Als Nachfolger Christi ahmen Christen daher Jehova, den Gott der Wahrheit, der Offenheit und des Lichts, nach. Auch sie haben keinen Grund, ihre Identität, ihre Werke und ihre Absichten geheimzuhalten (Epheser 4:17-19; 5:1, 2).
3. Wie können wir die Anschuldigung widerlegen, Menschen, die Zeugen Jehovas werden, würden gezwungen, sich einer „Geheimsekte“ anzuschließen?
3 Zu den Zeiten, von denen Jehova weiß, daß sie am besten dafür geeignet sind, enthüllt er Einzelheiten in bezug auf seine Vorsätze und die Zukunft, die den Menschen bis dahin unbekannt waren. In dieser Hinsicht ist er ein Gott, der Geheimnisse offenbart. Daher werden Menschen, die ihm dienen möchten, eingeladen — ja aufgefordert —, diesen offenbarten Aufschluß kennenzulernen. Wie 1994 eine Umfrage in einem europäischen Land unter über 145 000 Zeugen Jehovas ergab, hat sich jeder von ihnen im Durchschnitt drei Jahre lang persönlich mit den von Jehovas Zeugen vertretenen Lehren befaßt, ehe er sich dazu entschied, ein Zeuge zu werden. Jeder einzelne traf diese Entscheidung aus freiem Willen, ohne jeden Zwang. Und jedem ist weiterhin Willens- und Handlungsfreiheit gewährt. Einige wenige entschieden sich beispielsweise später, keine Zeugen Jehovas mehr zu sein, weil sie sich nicht an die hohen Sittenmaßstäbe halten wollten, die für Christen gelten. Interessanterweise haben allerdings in den letzten fünf Jahren ziemlich viele dieser ehemaligen Zeugen Jehovas Schritte unternommen, um wieder in die Gemeinschaft der tätigen Zeugen aufgenommen zu werden.
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