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  • „Gute Botschaft von etwas Besserem“ bringen
    Der Wachtturm 2005 | 1. Juli
    • „Gute Botschaft von etwas Besserem“ bringen

      „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, . . . der gute Botschaft von etwas Besserem bringt“ (JESAJA 52:7).

      1, 2. (a) Was geschieht heute täglich an Schrecklichem? (b) Wie reagieren viele, wenn sie ständig schlechte Nachrichten hören?

      DIE ganze Welt scheint heute in einer Flut schlechter Nachrichten zu ertrinken. Im Radio hört man erschreckende Meldungen über die Ausbreitung tödlicher Krankheiten. Das Fernsehen bringt bedrückende Bilder von hungernden, Hilfe suchenden Kindern. In Zeitungen liest man von Bombenanschlägen, bei denen Gebäude zerstört und Dutzende unschuldige Menschen in den Tod gerissen wurden.

      2 Jeden Tag geschieht Schreckliches. Die Szene der Welt wechselt eindeutig vom Schlechten zum Schlimmeren (1. Korinther 7:31). Wie ein westeuropäisches Nachrichtenmagazin schrieb, hat es mitunter den Anschein, als gehe die ganze Welt bald in Flammen auf. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen sehr bedrückt sind! Jemand in den USA, der nach seiner Meinung über die Fernsehnachrichten gefragt wurde, sprach sicherlich Millionen aus dem Herzen, als er sagte, er sei nach den Nachrichten immer völlig niedergeschlagen. Man höre nur Schlechtes. Es sei einfach zu viel.

      Eine Nachricht, die jeder hören sollte

      3. (a) Von welcher guten Nachricht ist in der Bibel die Rede? (b) Warum schätzen wir die gute Botschaft vom Königreich?

      3 Gibt es in der heutigen Welt, die auf Menschen so deprimierend wirkt, überhaupt noch eine gute Nachricht? Aber gewiss! Wie tröstlich ist es doch, dass die Bibel von etwas Gutem berichtet! Es ist die Botschaft, dass durch Gottes Königreich Krankheiten, Hunger, Verbrechen, Kriege und jegliche Unterdrückung ein Ende finden werden (Psalm 46:9; 72:12). Sollte diese Nachricht nicht jeder zu hören bekommen? Davon sind Jehovas Zeugen überzeugt. Sie sind deshalb auch überall für ihre unermüdlichen Bemühungen bekannt, Menschen aller Nationen die gute Botschaft vom Königreich Gottes zu übermitteln (Matthäus 24:14).

      4. Welche Aspekte unseres Predigtdienstes betrachten wir in diesem und im nächsten Artikel?

      4 Wie können wir weiterhin einen befriedigenden und sinnvollen Anteil am Predigen dieser guten Botschaft haben — selbst in Gebieten mit wenig Widerhall? (Lukas 8:15). Drei Aspekte, die in unserem Predigtwerk eine Rolle spielen, sind uns bestimmt eine Hilfe dabei. Sehen wir sie uns kurz einmal an. Es sind 1. unser Beweggrund (oder warum wir predigen), 2. unsere Botschaft (oder was wir predigen) und 3. unsere Methoden (oder wie wir predigen). Wenn wir aus einem reinen Beweggrund unsere Botschaft deutlich und mit wirkungsvollen Methoden übermitteln, können wir den unterschiedlichsten Menschen die Gelegenheit geben, die beste Botschaft zu hören, die es gibt: die gute Botschaft von Gottes Königreich.a

      Warum wir uns am Predigen der guten Botschaft beteiligen

      5. (a) Was motiviert uns vor allem, uns am Predigtdienst zu beteiligen? (b) Wieso kann man sagen, unser Gehorsam gegenüber dem biblischen Gebot, zu predigen, sei ein Ausdruck unserer Liebe zu Gott?

      5 Sehen wir uns den ersten Aspekt an: unseren Beweggrund. Warum predigen wir die gute Botschaft? Aus demselben Grund wie Jesus. Er sagte: „Ich [liebe] den Vater“ (Johannes 14:31; Psalm 40:8). In erster Linie motiviert uns also unsere Liebe zu Gott (Matthäus 22:37, 38). Die Bibel stellt einen Zusammenhang zwischen der Liebe zu Gott und dem Predigtdienst her, denn sie sagt: „Darin besteht die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten“ (1. Johannes 5:3; Johannes 14:21). Zählt zu den Geboten Gottes auch das Gebot, ‘hinzugehen und Jünger zu machen’? (Matthäus 28:19). Aber ja. Diese Worte wurden zwar von Jesus geäußert, doch letzten Endes stammen sie von Jehova. Wieso können wir das sagen? Weil Jesus erklärte: „Ich [tue] nichts aus eigenem Antrieb . . .; sondern so, wie der Vater mich gelehrt hat, rede ich diese Dinge“ (Johannes 8:28; Matthäus 17:5). Unsere Liebe zu Jehova äußert sich somit darin, dass wir den Predigtauftrag erfüllen.

      6. Welche weiteren Gründe für das Predigen liefert uns die Liebe zu Gott?

      6 Aus Liebe zu Jehova wollen wir auch die Lügen widerlegen, die Satan über Jehova verbreitet, und das tun wir im Predigtdienst (2. Korinther 4:4). Satan hat die Rechtmäßigkeit der Herrschaft Gottes in Zweifel gezogen (1. Mose 3:1-5). Als Zeugen Jehovas wünschen wir sehnlichst, Satans Verleumdung aufzudecken und Gottes Namen vor den Menschen zu heiligen (Jesaja 43:10-12). Ferner machen wir uns auf, weil wir Jehovas Eigenschaften und Wege kennen gelernt haben. Wir fühlen uns Gott nah und haben den innigen Wunsch, anderen von unserem Gott zu erzählen. Jehovas Güte und seine gerechten Wege stimmen uns so froh, dass wir einfach nicht aufhören können von ihm zu reden (Psalm 145:7-12). Wir fühlen uns gedrängt, seinen Lobpreis zu verkünden und von seinen „Vorzüglichkeiten“ allen zu erzählen, die uns ihr Ohr leihen (1. Petrus 2:9; Jesaja 43:21).

      7. Aus welchem anderen wichtigen Grund außer Liebe zu Gott beteiligen wir uns am Predigtwerk?

      7 Es gibt noch einen anderen wichtigen Grund, uns weiterhin am Predigtdienst zu beteiligen: Wir möchten gern all den Menschen Erleichterung bringen, die sich von der Flut schlechter Nachrichten erdrückt fühlen, und auch denen, die aus dem einen oder anderen Grund leiden. Dabei nehmen wir uns Jesus zum Vorbild. Sehen wir uns beispielsweise an, was in Markus, Kapitel 6 berichtet wird.

      8. Wie geht aus Markus, Kapitel 6 hervor, dass Jesus Mitgefühl hatte?

      8 Die Apostel kehren aus dem Predigtdienst zurück und erzählen Jesus alles, was sie getan und gelehrt haben. Jesus bemerkt, dass die Apostel müde sind, und er sagt ihnen, sie sollten mitkommen und ‘ein wenig ausruhen’. Sie steigen daher in ein Boot und fahren an einen ruhigeren Ort. Die Leute laufen am Ufer entlang und holen sie schon bald ein. Was tut Jesus jetzt? Der Bericht sagt: „Er [sah] eine große Volksmenge, doch ergriff ihn Mitleid mit ihnen, denn sie waren wie Schafe ohne einen Hirten. Und er fing an, sie viele Dinge zu lehren“ (Markus 6:31-34). Von Mitleid bewegt verkündigt Jesus trotz seiner Müdigkeit weiterhin die gute Botschaft. Ja, ihm liegen diese Menschen am Herzen. Er fühlt mit ihnen.

      9. Was lernen wir aus dem Bericht in Markus, Kapitel 6 über die richtigen Beweggründe für den Predigtdienst?

      9 Was lernen wir aus diesem Bericht? Als Christen fühlen wir uns verpflichtet, die gute Botschaft zu predigen und Jünger zu machen. Wir erkennen unsere Verantwortung, den Menschen die gute Botschaft zu verkündigen, denn es ist Gottes Wille, dass „alle Arten von Menschen gerettet werden“ (1. Timotheus 2:4). Aber wir predigen nicht nur aus reinem Pflichtgefühl, sondern auch aus Mitgefühl. Wenn wir für die Menschen ebenso empfinden wie Jesus, fühlen wir uns innerlich gedrängt, alles daranzusetzen, ihnen auch weiterhin die gute Botschaft zu übermitteln (Matthäus 22:39). Ja, diese edlen Beweggründe veranlassen uns dazu, unentwegt die gute Botschaft zu predigen.

      Was wir predigen: die gute Botschaft von Gottes Königreich

      10, 11. (a) Wie beschreibt Jesaja die Botschaft, die wir predigen? (b) Wie überbrachte Jesus die „gute Botschaft von etwas Besserem“, und wie ahmen Gottes Diener in unserer Zeit sein Beispiel nach?

      10 Wie steht es mit dem zweiten Aspekt unseres Predigtdienstes — unserer Botschaft? Was predigen wir? Der Prophet Jesaja beschreibt in folgenden schönen Worten die Botschaft, die wir verkündigen: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft von etwas Besserem bringt, der Rettung verkündigt, der zu Zion spricht: ‚Dein Gott ist König geworden!‘ “ (Jesaja 52:7).

      11 Die Schlüsselworte in diesem Bibeltext — „Dein Gott ist König geworden“ — deuten auf die Botschaft hin, die es bekannt zu machen gilt: die gute Botschaft von Gottes Königreich (Markus 13:10). Beachten wir, dass dieser Vers den positiven Tenor unserer Botschaft erkennen lässt. Jesaja gebraucht Ausdrücke wie „Rettung“, „gute Botschaft“, „Frieden“ und „etwas Besseres“. Im 1. Jahrhundert u. Z., Hunderte von Jahren nach Jesaja, erfüllte sich diese Prophezeiung in herausragender Weise, als Jesus voller Eifer die Botschaft von etwas Besserem verkündigte — von Gottes künftigem Königreich (Lukas 4:43). In unserer Zeit, besonders ab 1919, ahmen Jehovas Zeugen Jesu Beispiel nach. Eifrig verkündigen sie die gute Botschaft von Gottes aufgerichtetem Königreich und den damit verbundenen Segnungen.

      12. Wie wirkt sich die gute Botschaft vom Königreich auf diejenigen aus, die sie annehmen?

      12 Wie wirkt sich diese Botschaft vom Königreich auf alle aus, die sie annehmen? Auch heute verleiht sie wie in den Tagen Jesu Hoffnung und Trost (Römer 12:12; 15:4). Aufrichtigen vermittelt sie Hoffnung, weil sie ihnen untrügliche Beweise dafür liefert, dass bessere Zeiten bevorstehen (Matthäus 6:9, 10; 2. Petrus 3:13). Aufgrund dieser Hoffnung haben Gottesfürchtige eine herrliche Zukunftsperspektive. Wie der Psalmist sagt, werden sie sich „auch vor schlechter Nachricht nicht fürchten“ (Psalm 112:1, 7).

      Eine Botschaft, die ‘gebrochene Herzen verbindet’

      13. Wie beschreibt der Prophet Jesaja die Segnungen, die diejenigen unmittelbar verspüren, die die gute Botschaft annehmen?

      13 Wer die gute Botschaft annimmt, verspürt außerdem unmittelbar Linderung und weitere gute Auswirkungen. Welche? Einige davon werden vom Propheten Jesaja mit folgenden Worten vorausgesagt: „Der Geist des Souveränen Herrn Jehova ist auf mir, darum, dass Jehova mich gesalbt hat, um den Sanftmütigen gute Botschaft kundzutun. Er hat mich gesandt, um die zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freiheit auszurufen den Gefangengenommenen und das weite Öffnen der Augen selbst den Gefangenen; um auszurufen das Jahr des Wohlwollens seitens Jehovas und den Tag der Rache seitens unseres Gottes; um zu trösten alle Trauernden“ (Jesaja 61:1, 2; Lukas 4:16-21).

      14. (a) Auf welche Rolle der Königreichsbotschaft deutet der Auftrag hin, „die zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind“? (b) Worin zeigt sich Jehovas Interesse an den Menschen, die gebrochenen Herzens sind?

      14 Gemäß dieser Prophezeiung würde Jesus durch das Predigen der guten Botschaft diejenigen „verbinden, die gebrochenen Herzens sind“. Was für ein ausdrucksstarkes Wortbild Jesaja doch gebraucht! Das mit „verbinden“ wiedergegebene hebräische Wort bezeichnet gemäß einem biblischen Wörterbuch oft das Anlegen einer Bandage bei einem Verletzten und somit seine medizinische Versorgung und Heilbehandlung. Eine Krankenschwester kann zum Beispiel zum Stützen eines verletzten Körperteils eine Bandage oder Kompresse anlegen. Eine vergleichbare Hilfe bieten Verkündiger durch das Predigen der Königreichsbotschaft allen empfänglichen Menschen, die in irgendeiner Hinsicht leiden. Darin zeigt sich Jehovas Interesse an diesen Bedürftigen (Hesekiel 34:15, 16). Der Psalmist sagt über Gott: „Er heilt, die gebrochenen Herzens sind, und verbindet ihre schmerzhaften Stellen“ (Psalm 147:3).

      Was die Königreichsbotschaft alles bewirkt

      15, 16. Welche aus dem Leben gegriffenen Beispiele zeigen, dass die Königreichsbotschaft Menschen in einer betrüblichen Lage stützt und stärkt?

      15 Zahlreiche aus dem Leben gegriffene Beispiele zeigen, wie die Königreichsbotschaft Menschen, die gebrochenen Herzens sind, wirklich stützen und stärken kann. Nehmen wir Oreanna, eine ältere Frau in Südamerika. Sie hatte keinen Lebenswillen mehr. Eine Zeugin Jehovas besuchte sie wiederholt und las ihr aus der Bibel und dem Buch Mein Buch mit biblischen Geschichtenb vor. Anfangs lag diese deprimierte Frau dabei mit geschlossenen Augen im Bett und seufzte hin und wieder tief. Aber schon bald versuchte sie, sich im Bett aufzusetzen, wenn die Zeugin vorlas. Etwas später saß sie in einem Sessel im Wohnzimmer und wartete auf ihre Bibellehrerin. Dann besuchte die Frau die Zusammenkünfte im Königreichssaal. Durch das, was sie dort lernte, wurde sie so sehr ermuntert, dass sie anfing, allen, die an ihrem Haus vorübergingen, biblische Schriften anzubieten. Im Alter von 93 Jahren ließ sich Oreanna schließlich als Zeugin Jehovas taufen. Die Königreichsbotschaft hatte ihren Lebenswillen wieder entfacht (Sprüche 15:30; 16:24).

      16 Die Königreichsbotschaft bietet selbst schwer kranken Menschen, die wissen, dass sie nicht mehr lange zu leben haben, die nötige Stütze. Nehmen wir beispielsweise Maria aus einem westeuropäischen Land. Sie war unheilbar krank und hatte alle Hoffnung aufgegeben. Als Zeugen Jehovas sie antrafen, war sie sehr deprimiert. Doch als sie erfuhr, was Gott alles vorhat, bekam ihr Leben wieder einen Sinn. Sie ließ sich taufen und war im Predigtwerk sehr eifrig tätig. In ihren beiden letzten Lebensjahren strahlten ihre Augen vor Freude. Sie starb in der festen Hoffnung auf die Auferstehung (Römer 8:38, 39).

      17. (a) Was bewirkt die Königreichsbotschaft bei Menschen, die sie annehmen? (b) Hast du selbst schon erlebt, dass Jehova ‘Niedergebeugte aufrichtet’?

      17 Solche Berichte zeigen, was die Königreichsbotschaft bei Menschen, die die biblischen Wahrheiten begierig aufnehmen, alles bewirken kann. Wer zum Beispiel um einen geliebten Menschen trauert, kann mit neuer Kraft erfüllt werden, wenn er die Auferstehungshoffnung kennen lernt (1. Thessalonicher 4:13). Menschen, die in Armut leben und sich abmühen, ihre Familie zu ernähren, erlangen wieder ein Gefühl der Würde und schöpfen neuen Mut, wenn sie erfahren, dass Jehova treue Menschen nie im Stich lässt (Psalm 37:28). Viele, die an Depressionen leiden, bringen mit der Hilfe Jehovas nach und nach die nötige innere Stärke auf, damit umzugehen. Und einigen ist es sogar gelungen, diese Krankheit zu überwinden (Psalm 40:1, 2). Durch die Kraft aus seinem Wort richtet Jehova heute tatsächlich alle Niedergebeugten auf (Psalm 145:14). Sooft wir in unserem Gebiet und in der Christenversammlung beobachten, wie die gute Botschaft vom Königreich Menschen tröstet, die gebrochenen Herzens sind, werden wir daran erinnert, dass wir die beste Nachricht haben, die es heute gibt (Psalm 51:17).

      „Mein Flehen zu Gott für sie“

      18. Wie berührte es Paulus, dass die Juden die gute Botschaft ablehnten, und warum?

      18 Obwohl unsere Botschaft die beste Nachricht ist, wird sie von vielen abgelehnt. Wie könnte uns das berühren? Ebenso, wie Ablehnung den Apostel Paulus berührte. Oftmals predigte er Juden, doch die meisten wollten nichts von der Botschaft der Rettung wissen. Ihre ablehnende Haltung traf ihn tief. Er gestand: „Ich [habe] großen Kummer und unaufhörlichen Schmerz in meinem Herzen“ (Römer 9:2). Paulus hatte Mitleid mit den Juden, denen er predigte. Dass sie die gute Botschaft ablehnten, stimmte ihn traurig.

      19. (a) Warum sind wir verständlicherweise manchmal entmutigt? (b) Was half Paulus, weiter zu predigen?

      19 Auch wir predigen die gute Botschaft aus Mitleid mit den Menschen. Daher kann es sein, dass wir entmutigt sind, wenn viele die Königreichsbotschaft ablehnen. Eine solche Reaktion zeigt, dass wir aufrichtig am geistigen Wohl derjenigen interessiert sind, denen wir predigen. Wir sollten jedoch daran denken, welches Beispiel der Apostel Paulus gab. Was half ihm, mit dem Predigen fortzufahren? Obwohl er wegen der ablehnenden Haltung der Juden Kummer und Schmerz empfand, gab er sie nicht gänzlich auf, als seien sie ein hoffnungsloser Fall. Er hoffte, dass es immer noch einige gab, die Christus annehmen würden. Darüber, wie er zu den einzelnen Juden eingestellt war, schrieb er: „Der gute Wille meines Herzens und mein Flehen zu Gott für sie gilt tatsächlich ihrer Rettung“ (Römer 10:1).

      20, 21. (a) Wie können wir uns im Predigtdienst Paulus zum Beispiel nehmen? (b) Mit welchem Aspekt unseres Predigtdienstes befasst sich der nächste Artikel?

      20 Beachten wir, dass Paulus zweierlei hervorhob: Er wünschte sich von Herzen, dass noch einige gerettet würden, und er flehte deswegen zu Gott. Wir nehmen uns heute an Paulus ein Beispiel. Von Herzen wünschen auch wir, jeden zu finden, der zur guten Botschaft richtig eingestellt ist. Wir beten weiterhin zu Jehova, damit wir solche Personen finden und ihnen helfen können, den Weg einzuschlagen, der zu ihrer Rettung führt (Sprüche 11:30; Hesekiel 33:11; Johannes 6:44).

      21 Damit wir jedoch möglichst viele Menschen mit der Königreichsbotschaft erreichen, müssen wir nicht nur darauf achten, warum und was wir predigen, sondern auch wie wir predigen. Auf dieses Thema geht der folgende Artikel ein.

      [Fußnoten]

      a In diesem Artikel werden die ersten beiden Aspekte betrachtet. Der nächste Artikel geht auf den dritten Aspekt ein.

      b Herausgegeben von Jehovas Zeugen.

  • Eine gute Botschaft für Menschen aller Nationen
    Der Wachtturm 2005 | 1. Juli
    • Eine gute Botschaft für Menschen aller Nationen

      „Ihr werdet Zeugen von mir sein . . . bis zum entferntesten Teil der Erde“ (APOSTELGESCHICHTE 1:8).

      1. Worauf achten wir als Bibellehrer, und warum?

      BEFÄHIGTE Lehrer achten nicht nur darauf, was sie ihren Schülern beibringen, sondern auch darauf, wie sie dabei vorgehen. Als Lehrer biblischer Wahrheiten tun wir dasselbe. Wir achten sowohl auf die Botschaft, die wir predigen, als auch auf die Methoden. Unsere Botschaft, die gute Botschaft von Gottes Königreich, ändert sich nicht, aber wir passen unsere Methoden entsprechend an. Warum? Weil wir möglichst viele Menschen erreichen möchten.

      2. An wem nehmen wir uns ein Beispiel, wenn wir uns beim Predigen auf unsere Gesprächspartner einstellen?

      2 Wenn wir unsere Predigtmethoden entsprechend anpassen, nehmen wir uns an Dienern Gottes der alten Zeit ein Beispiel. Ziehen wir einmal Paulus heran. Er sagte: „Ich [bin] den Juden wie ein Jude geworden . . . Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden . . . Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin Menschen von allen Arten alles geworden, damit ich auf jeden Fall einige rette“ (1. Korinther 9:19-23). Dass Paulus seine Art zu lehren den Zuhörern anpasste, wirkte sich günstig aus. Auch bei uns wird es zu guten Ergebnissen führen, wenn wir rücksichtsvoll sind und uns auf unsere Gesprächspartner einstellen.

      Bis an die „Enden der Erde“

      3. (a) Welche Herausforderung stellt das Predigtwerk für uns dar? (b) Wie erfüllen sich heute die Worte aus Jesaja 45:22?

      3 Eine große Herausforderung für die Verkündiger der guten Botschaft stellt die Größe des Gebiets dar, denn es soll „auf der ganzen bewohnten Erde“ gepredigt werden (Matthäus 24:14). Im vergangenen Jahrhundert sind viele Diener Jehovas bemüht gewesen, die gute Botschaft in immer mehr Ländern bekannt zu machen. Mit welchem Ergebnis? Das Predigtwerk hat sich auf erstaunliche Weise weltweit ausgedehnt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde nur aus ein paar Ländern über die Tätigkeit berichtet, doch gegenwärtig sind Jehovas Zeugen in 235 Ländern und Territorien aktiv. Ja, die gute Botschaft vom Königreich wird bis an die „Enden der Erde“ verkündigt (Jesaja 45:22).

      4, 5. (a) Wer hat an der Verkündigung der guten Botschaft einen bedeutenden Anteil? (b) Was sagen einige Zweigbüros über diejenigen, die aus dem Ausland gekommen sind und im Gebiet ihres Zweiges tätig sind?

      4 Worauf ist dieser Fortschritt zurückzuführen? Verschiedenes spielt dabei eine Rolle. Sehr viel dazu beigetragen haben Missionare, die in der Wachtturm-Bibelschule Gilead ausgebildet wurden, und in jüngster Zeit mehr als 20 000 Absolventen der Schule zur dienstamtlichen Weiterbildung. Desgleichen auch die vielen Zeugen, die auf eigene Kosten in Länder gezogen sind, wo mehr Königreichsverkündiger benötigt werden. Diese opferbereiten Christen — Männer und Frauen, jüngere und ältere, ledige und verheiratete — haben einen bedeutenden Anteil an der Verkündigung der Königreichsbotschaft auf der ganzen Erde (Psalm 110:3; Römer 10:18). Sie werden sehr geschätzt. Das geht aus Berichten von Zweigbüros hervor, in deren Gebiet solche Verkündiger tätig sind.

      5 „Diese liebenswerten Zeugen gehen in abgelegenen Gebieten beim Predigen führend voran, helfen bei der Gründung neuer Versammlungen mit und tragen zum geistigen Wachstum der einheimischen Brüder und Schwestern bei“ (Ecuador). „Wenn die Hunderte von ausländischen Zeugen, die hier tätig sind, weggingen, würde die Stabilität der Versammlungen sehr leiden. Sie sind für uns ein wahrer Segen“ (Dominikanische Republik). „Viele unserer Versammlungen bestehen zum großen Teil aus Schwestern, manchmal bis zu 70 Prozent (Psalm 68:11). Die meisten sind neu in der Wahrheit. Aber ledige Pionierinnen aus anderen Ländern leisten unschätzbare Hilfe, indem sie solche Neuen schulen. Die Schwestern aus dem Ausland sind ein echtes Geschenk für uns!“ (ein osteuropäisches Land). Hast du schon einmal daran gedacht, in einem anderen Land tätig zu sein?a (Apostelgeschichte 16:9, 10).

      „Zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen“

      6. Wie macht Sacharja 8:23 auf die sprachlichen Herausforderungen unserer Predigttätigkeit aufmerksam?

      6 Eine weitere große Herausforderung sind die vielen Sprachen. Gottes Wort hat Folgendes vorausgesagt: „Es wird in jenen Tagen sein, dass zehn Männer aus allen Sprachen der Nationen ergreifen, ja sie werden tatsächlich den Rocksaum eines Mannes ergreifen, der ein Jude ist, indem sie sagen: ‚Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist‘ “ (Sacharja 8:23). In der heutigen Erfüllung dieser Prophezeiung stellen die zehn Männer die große Volksmenge dar, von der in Offenbarung 7:9 zu lesen ist. Beachten wir jedoch, dass die „zehn Männer“ gemäß der Prophezeiung Sacharjas nicht nur aus allen Nationen kommen, sondern dass es auch Menschen „aus allen Sprachen der Nationen“ sind. Sehen wir, dass sich diese wichtige Einzelheit der Prophezeiung erfüllt? Aber gewiss!

      7. Was lässt erkennen, dass Menschen „aus allen Sprachen“ mit der guten Botschaft erreicht werden?

      7 Berücksichtigen wir Folgendes: Vor 50 Jahren wurden unsere Schriften in 90 Sprachen herausgegeben. Heute sind sie in über 400 Sprachen erhältlich. Der „treue und verständige Sklave“ hat keine Mühe gescheut, selbst in den Sprachen für Literatur zu sorgen, die nur von relativ wenigen Menschen gesprochen werden (Matthäus 24:45). Heute steht beispielsweise Literatur in Grönländisch (47 000 Sprecher), Palau (15 000 Sprecher) und Yap (weniger als 7 000 Sprecher) zur Verfügung.

      „Eine große Tür“ hat sich aufgetan

      8, 9. Durch welche Entwicklung hat sich uns „eine große Tür“ aufgetan, und wie haben Tausende Zeugen darauf reagiert?

      8 Heutzutage brauchen wir nicht unbedingt ins Ausland zu gehen, um die gute Botschaft den verschiedensten Sprachgruppen zu übermitteln. In Industrieländern sind in jüngster Zeit durch Millionen Zuwanderer und Flüchtlinge zahlreiche fremdsprachige Bevölkerungsgruppen entstanden. In Paris werden zum Beispiel etwa 100 verschiedene Sprachen gesprochen. In Toronto (Kanada) sind es 125 und in London werden über 300 Fremdsprachen gesprochen. Da es im Gebiet vieler Versammlungen immer mehr Menschen aus anderen Ländern gibt, hat sich für viele von uns „eine große Tür“ aufgetan. Wir haben damit neue Möglichkeiten, den unterschiedlichsten Nationalitäten die gute Botschaft zu verkündigen (1. Korinther 16:9).

      9 Tausende von Zeugen Jehovas haben die Herausforderung angenommen und lernen eine Fremdsprache. Den meisten fällt das nicht leicht, doch die Mühe wird mehr als ausgeglichen durch die Freude, Zuwanderern und Flüchtlingen die Wahrheit aus Gottes Wort näher zu bringen. In einem der letzten Jahre stellten in einem westeuropäischen Land Personen, die aus dem Ausland stammen, fast 40 Prozent aller Täuflinge auf den Bezirkskongressen.

      10. Wie hast du die Broschüre Eine gute Botschaft für Menschen aller Nationen schon gebraucht? (Siehe den Kasten „Aufbau der Broschüre Eine gute Botschaft für Menschen aller Nationen“ auf Seite 26.)

      10 Natürlich sind die meisten von uns nicht in der Lage, eine Fremdsprache zu lernen. Dennoch können wir uns daran beteiligen, Zuwanderern die nötige Hilfe zu bieten, wenn wir guten Gebrauch von der neu veröffentlichten Broschüre Eine gute Botschaft für Menschen aller Nationenb machen. Diese Broschüre enthält eine ansprechende biblische Botschaft in mehreren Sprachen (Johannes 4:37). Gebrauchst du sie im Predigtdienst?

      Wenn die Menschen unempfänglich sind

      11. Welche zusätzliche Herausforderung besteht in manchen Gebieten?

      11 Je mehr Satans Einfluss auf der Erde zunimmt, umso häufiger stehen wir vor einer weiteren Herausforderung: Gebiete mit geringem Widerhall. Das überrascht uns selbstverständlich nicht, denn Jesus hat es vorausgesagt. Über unsere Zeit sagte er: „Die Liebe der meisten [wird] erkalten“ (Matthäus 24:12). Tatsächlich ist bei vielen der Glaube an Gott und die Achtung vor der Bibel geschwunden (2. Petrus 3:3, 4). So kommt es, dass in einigen Gegenden verhältnismäßig wenige Menschen Jünger Christi werden. Das bedeutet aber nicht, dass die Bemühungen unserer lieben Brüder und Schwestern in Gebieten, wo sie keinen allzu großen Widerhall finden, umsonst sind (Hebräer 6:10). Wieso nicht? Berücksichtigen wir Folgendes.

      12. Welche beiden Ziele verfolgen wir bei unserer Predigttätigkeit?

      12 Das Matthäusevangelium betont zwei wichtige Ziele unseres Predigens. Zum einen sollen „Jünger aus Menschen aller Nationen“ gemacht werden (Matthäus 28:19). Zum anderen soll die Königreichsbotschaft als ein „Zeugnis“ dienen (Matthäus 24:14). Beide Ziele sind wichtig, doch letzteres ist besonders bedeutsam. Warum?

      13, 14. (a) Was ist ein herausragender Bestandteil des Zeichens der Gegenwart Christi? (b) Was sollten wir nicht vergessen, besonders wenn wir beim Predigen nur geringen Widerhall finden?

      13 Der Bibelschreiber Matthäus berichtet, dass die Apostel Jesus fragten: „Was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ (Matthäus 24:3). In seiner Antwort erwähnte Jesus einen herausragenden Bestandteil dieses Zeichens: ein weltweites Predigtwerk. Sprach er vom Jüngermachen? Nein. Er sagte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14). Wie Jesus zeigte, ist das Predigen des Königreiches an sich schon ein wichtiger Bestandteil des Zeichens.

      14 Wenn es uns also beim Predigen der guten Botschaft vom Königreich nicht immer gelingt, Jünger zu machen, geben wir doch auf alle Fälle ein „Zeugnis“. Ganz gleich, wie die Menschen reagieren, sie wissen, was wir tun. So sind wir daran beteiligt, Jesu Prophezeiung zu erfüllen (Jesaja 52:7; Offenbarung 14:6, 7). Jordy, ein junger Zeuge in Westeuropa, bemerkte: „Zu wissen, dass ich von Jehova gebraucht werde, bei der Erfüllung von Matthäus 24:14 mitzuhelfen, macht mich sehr glücklich“ (2. Korinther 2:15-17). Bestimmt denken wir genauso.

      Wenn unsere Botschaft auf Widerstand stößt

      15. (a) Worauf wies Jesus seine Nachfolger warnend hin? (b) Was befähigt uns, trotz Widerstand zu predigen?

      15 Widerstand stellt bei der Verkündigung der Königreichsbotschaft eine weitere Herausforderung dar. Jesus sagte zu seinen Nachfolgern warnend: „Ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Nationen sein“ (Matthäus 24:9). Wie den ersten Christen widersteht man auch Jesu heutigen Nachfolgern und verfolgt und hasst sie (Apostelgeschichte 5:17, 18, 40; 2. Timotheus 3:12; Offenbarung 12:12, 17). In einigen Ländern ist das Werk gegenwärtig verboten. Dennoch gehorchen wahre Christen Gott und predigen in solchen Ländern weiterhin die gute Botschaft vom Königreich (Amos 3:8; Apostelgeschichte 5:29; 1. Petrus 2:21). Was befähigt sie und alle anderen Zeugen auf der ganzen Erde dazu? Jehova gibt ihnen seinen heiligen Geist (Sacharja 4:6; Epheser 3:16; 2. Timotheus 4:17).

      16. Wie machte Jesus auf die Verbindung zwischen dem Predigtwerk und Gottes Geist aufmerksam?

      16 Jesus unterstrich die enge Verbindung zwischen Gottes Geist und dem Predigtwerk, als er seinen Nachfolgern sagte: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein . . . bis zum entferntesten Teil der Erde“ (Apostelgeschichte 1:8; Offenbarung 22:17). Bedeutsam an diesem Bibeltext ist die Reihenfolge. Zuerst empfingen die Jünger den heiligen Geist und dann machten sie sich an das weltweite Predigtwerk. Nur mit der Unterstützung des Geistes Gottes würden sie die Kraft zum Predigen haben — „allen Nationen zu einem Zeugnis“ (Matthäus 24:13, 14; Jesaja 61:1, 2). Passenderweise bezeichnet Jesus daher den heiligen Geist als „Helfer“ (Johannes 15:26). Er sagte, Gottes Geist würde seine Jünger lehren und leiten (Johannes 14:16, 26; 16:13).

      17. Wie hilft uns der heilige Geist bei heftigem Widerstand?

      17 In welcher Hinsicht hilft uns Gottes Geist heute bei heftigem Widerstand gegen das Predigen der guten Botschaft? Gottes Geist stärkt uns und er widersteht unseren Verfolgern. Das soll eine Begebenheit aus dem Leben König Sauls veranschaulichen.

      Gottes Geist widerstand ihm

      18. (a) Welche drastische Veränderung zum Schlechten ging bei Saul vor sich? (b) Auf welche Weise verfolgte Saul David?

      18 Saul fing als erster König Israels gut an, doch später war er Jehova gegenüber ungehorsam (1. Samuel 10:1, 24; 11:14, 15; 15:17-23). Deshalb wurde er nicht mehr von Gottes Geist unterstützt. Auf David, der als nächster König gesalbt worden war und von da an die Unterstützung des Geistes Gottes hatte, wurde Saul wütend und ihm gegenüber sogar gewalttätig (1. Samuel 16:1, 13, 14). David schien ein leichtes Opfer zu sein. Schließlich hielt er nur eine Harfe in der Hand, Saul dagegen einen Speer. Als David eines Tages auf der Harfe spielte, „schleuderte [Saul] dann den Speer und sprach: ‚Ich will David ja an die Wand spießen!‘, doch David wich vor ihm aus, zweimal“ (1. Samuel 18:10, 11). Hinterher hörte Saul auf seinen Sohn Jonathan, den Freund Davids, und schwor: „So wahr Jehova lebt, [David] . . . wird nicht zu Tode gebracht werden.“ Doch dann suchte Saul erneut „David mit dem Speer an die Wand zu spießen, er aber wich vor Saul aus, sodass er den Speer in die Wand stieß“. David floh und Saul verfolgte ihn. Gottes Geist widerstand damals Saul. Auf welche Weise? (1. Samuel 19:6, 10).

      19. Wie wurde David durch den Geist Gottes beschützt?

      19 David floh zum Propheten Samuel und Saul sandte seine Männer hin, um David festzunehmen. Als sie bei Davids Versteck eintrafen, „kam der Geist Gottes über Sauls Boten, und sie begannen sich wie Propheten zu benehmen“. Sie waren von Gottes Geist so überwältigt, dass sie völlig den Zweck ihrer Mission vergaßen. Noch zwei weitere Male sandte Saul Männer aus, die David zurückbringen sollten. Aber ihnen erging es jedes Mal ebenso. Schließlich machte sich Saul selbst auf den Weg, doch auch er konnte sich Gottes Geist nicht widersetzen. Ja, der heilige Geist wirkte lähmend auf ihn „jenen ganzen Tag und die ganze Nacht“, sodass David genügend Zeit zur Flucht blieb (1. Samuel 19:20-24).

      20. Welche Lehre enthält der Bericht über David und Saul?

      20 Dieser Bericht über Saul und David enthält eine glaubensstärkende Lehre: Verfolger von Dienern Gottes haben kein Gelingen, wenn ihnen Gottes Geist widersteht (Psalm 46:11; 125:2). Jehova hatte vor, David als König über Israel einzusetzen. Niemand konnte daran etwas ändern. Für die heutige Zeit hat Jehova vorgesehen, dass die „gute Botschaft vom Königreich . . . gepredigt“ wird. Niemand kann das verhindern (Apostelgeschichte 5:40, 42).

      21. (a) Wie handeln einige Gegner heute? (b) Wovon sind wir überzeugt?

      21 Um uns Hindernisse in den Weg zu legen, greifen einige Religionsvertreter und führende Politiker zu Lügen und zu Gewalt. Aber genauso wie Jehova David geistig schützte, schützt er sein Volk auch heute (Maleachi 3:6). Daher sagen wir wie David vertrauensvoll: „Auf Gott habe ich mein Vertrauen gesetzt, ich werde mich nicht fürchten. Was kann der Erdenmensch mir antun?“ (Psalm 56:11; 121:1-8; Römer 8:31). Stellen wir uns also mit der Hilfe Jehovas allen Herausforderungen, während wir den von Gott empfangenen Auftrag ausführen, die gute Botschaft vom Königreich Menschen aller Nationen zu predigen.

      [Fußnoten]

      a Siehe den Kasten „Tiefe Befriedigung“ auf Seite 22.

      b Herausgegeben von Jehovas Zeugen.

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