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Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1986
w86 1. 11. S. 15

Eine Würdigung – Aber warum wurde sie widerrufen?

IM November des letzten Jahres startete die katholische Kirche während einer Tagung italienischer Bischöfe in Bologna einen Angriff gegen Jehovas Zeugen. Auf dem Kongreß, der unter dem Motto „Christus, unser Gott und unsere Hoffnung: Christen und die Zeugen Jehovas“ stand, behauptete der Priester Giovanni Marinelli, die Zeugen seien „eine Gefahr für die Religion und die Gesellschaft“. Wegen ihrer raschen Zunahme aus den Reihen der Katholiken bezichtigte er sie, wie ein Virus diejenigen anzustecken, die ihnen am meisten ausgesetzt seien.

Die katholischen Diözesen und Gemeinden in ganz Italien wurden angewiesen, Front gegen die Zeugen zu machen. Wie? In jeder Stadt sollten Gruppen gebildet werden, die sich für die Tätigkeit der Zeugen „interessieren“ würden, um „unseren Gläubigen die Augen zu öffnen“.

War diese Mobilisierung gegen Jehovas Zeugen von Erfolg gekrönt? Ein Priester schrieb in einem Brief, der im Gemeindeblatt von Piario veröffentlicht wurde, folgendes: „Ich mag Jehovas Zeugen; das gebe ich ganz offen zu. Es steht jedem frei, anders zu denken und mich vielleicht sogar zu exkommunizieren. ... Diejenigen, die ich kenne, benehmen sich tadellos, sie sind freundlich ... [und] klingen sehr überzeugend. Wann werden wir begreifen, daß man die Wahrheit auf ansprechende Weise darbieten muß und daß diejenigen, die sie verkündigen, weder halbherzig noch übelriechend, noch ungepflegt und schlampig sein dürfen?

Jehovas Zeugen besuchen dich zu Hause. Dort, in deinen eigenen vier Wänden, bist du im Vorteil. ... Du kannst deine Bibel ... vom Regal nehmen und nachprüfen, ob ein Vers richtig zitiert wird, den richtigen Sinn erfassen usw.

Mich berührt es auch zutiefst, daß sich Jehovas Zeugen für den Dienst am Wort persönlich ‚berufen‘ fühlen ... Diese Aufgabe ist bei uns schon lange in Vergessenheit geraten, was unserer Evangelisation in nicht abzusehendem Maße geschadet hat. ‚Wie werden sie hören, ohne daß jemand verkündigt?‘ Jehovas Zeugen scheinen mir ‚vollkommen‘ zu sein; nicht nur, was ihr Zuhause, ihre Arbeit und die Entspannung betrifft, sondern auch im Hinblick auf das persönliche Studium ihrer Glaubensansichten und wie sie anderen helfen, diese zu verstehen. Was mich jedoch ‚umwirft‘, ist die Art und Weise, wie Jehovas Zeugen Begräbnisse durchführen. Sie lassen sich überhaupt nicht mit unseren katholischen Beerdigungen vergleichen, bei denen einzig und allein der Verstorbene die Ruhe bewahrt und wo niemand eine Bibel in der Hand hat, um die gemeinsame Lesung zu verfolgen. ... Welch ein Licht! Welche Gebete! Welch ein Glauben! Welche Ruhe! Wer weiß, ob ich der Versuchung widerstehen kann, folgenden Zusatz zu meinem Testament zu machen: ‚Ich möchte wie ein Zeuge Jehovas beerdigt werden.‘? Wer weiß!

Ihre Einleitungen sind sehr passend. Wahrscheinlich kann ich ihre offenen Anklagen deshalb so gut verstehen, weil ich ebenfalls unzufrieden und unbefriedigt bin. Sie sagen: ‚Die Welt, in der wir leben, ist voller Gewalttat und Unmoral.‘ Wollten Sie den Versuch unternehmen, ihnen das Gegenteil zu beweisen? Ich jedenfalls nicht. ... ‚Die katholische Kirche, die eine der am weitesten verbreiteten und ältesten Religionsgemeinschaften ist, trägt die Hauptschuld an dieser Entartung.‘ Würden Sie Ihre Stimme erheben, weil Sie anderer Meinung sind? Ich nicht. Nette Leute, wohlerzogen, ... Gott hingegeben. Der Mut der Zeugen Jehovas entspringt der Logik. Sie schließen mit den Worten: ‚Verlassen Sie Ihre Kirche, und kommen Sie zu uns.‘

Mir ist zwar klar, daß es Gefühle verletzen würde, wenn ich den Glauben verließe, den ich seit frühesten Kindertagen kenne, um mich einem anderen anzuschließen. Doch warum sollte man sich nicht zu diesem Schritt entschließen, wenn er berechtigt ist? Bei genauer Betrachtung ist es überhaupt nicht demütigend, seinen Glauben zu wechseln. ... Demütigend wäre es nur, einen Glauben zu verlassen und dann ein Gefühl der Leere vorzufinden; wenn man das Ankertau kappt, um ziellos dahinzutreiben. Was wäre aber, wenn ich glaubte, meine Wäsche sei weiß, nur weil ich Ihre nicht gesehen hätte? Vernünftigerweise würde ich ein besseres Waschmittel wählen, eines, das noch weißer als weiß wäscht. Missionare haben nur ein Ziel: die Menschen dazu zu bringen, ihre Religion zu wechseln ... Warum sollte ich meinen Glauben nicht wechseln, wenn mir das mein Gewissen sagt? Wenn der Verkündiger mich überzeugt? Wenn es vernünftig ist, das zu tun? Wenn der Glaube der Zeugen Jehovas richtiger ist ..., dann ... werde ich zu Jehovas Zeugen gehen. ... Ich möchte wissen, ob Jehovas Zeugen recht haben.“

Am Schluß seines Briefes betonte der Priester, daß es für ihn „kein Grund ist, die starke Zuneigung zu den Zeugen zu verlieren“, weil sie den göttlichen Namen Jehova und nicht Jahwe aussprechen. Warum? „Schließlich sind sie Gottes Zeugen, und das zählt.“

PS: Der Brief des Priesters verursachte offensichtlich Aufruhr in den höheren Kreisen des Klerus. In einer späteren Ausgabe der Kirchenzeitung widerrief er seine Äußerungen über Jehovas Zeugen.

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