-
Göttlicher Frieden in einer unruhigen WeltErwachet! 1986 | 22. Dezember
-
-
Stadionverbesserer
Jehovas Zeugen sind ganz bestimmt keine „Stadionzerstörer“, sondern haben den Ruf erlangt, Stadionverbesserer zu sein. Zum Beispiel war die Verwaltung des Neptun-Stadions in Cork (Irland) begeistert, 60 Freiwillige — Männer und Frauen — dabei zu beobachten, wie sie die Grünanlagen des Stadions in Ordnung brachten. Ein Verantwortlicher lobte sie: „Was Sie am Samstag getan haben, ist unglaublich. Alle reden davon. Sie haben uns beschämt. ... Sie sind hergekommen und haben einfach angefangen. ... Es ist phantastisch.“
Einer der 15 Kongresse in Großbritannien wurde im Fußballstadion in Manchester abgehalten. Dort bemerkte ein Angestellter: „Es ist schön, Sie wieder hier zu haben, dann wird alles wieder einmal gründlich gereinigt. Ich hoffe, daß all die gute Arbeit nächste Woche beim Rockkonzert nicht von der Menge zunichte gemacht wird.“
In Valencia (Spanien) sagte ein Angestellter begeistert: „Ihre Reinlichkeit ist unglaublich! Wenn wir nicht so sehr in Geldnot wären, würden wir Ihnen das Stadion kostenlos überlassen.“
„Wenn ein Kongreß zu Ende ist“, hieß es in einem Leitartikel der norwegischen Zeitung Troms Folkeblad, „übergeben die Zeugen das Gelände den Besitzern in einem fast noch besseren Zustand wie zuvor. Und die ganze Arbeit, die sie bei solchen Gelegenheiten leisten, basiert auf dem sogenannten ‚Freiwilligendienst‘. Es ist wirklich eindrucksvoll.“
Da Jehovas Zeugen einen Ruf als friedliche, ordentliche Kongreßbesucher haben, sind sie vielerorts, wo man zuvor aus religiösen oder anderen Gründen Vorurteile gegen sie hatte, gern gesehen. Zum Beispiel sagte in Tomar (Portugal) ein Stadtrat zu einem der Verantwortlichen des dortigen Kongresses „Göttlicher Frieden“: „Sie können alle Einrichtungen des Stadions benutzen. Wir wissen, daß Sie alles in gutem Zustand zurücklassen werden. Es ist uns ein Vergnügen, Sie in unserer Mitte zu haben, und wir schätzen Sie als vorbildliche, gesetzestreue Bürger.“
Frieden und Ordnung
Man bemerkt allgemein den Gegensatz zwischen den Kongressen der Zeugen Jehovas und den Veranstaltungen anderer. „Dort gibt es weder Spirituosen, Drogen, Zigaretten noch Rockmusik“, schrieb die News Tribune, die in Tacoma (Washington) erscheint.
In dem Bericht über den dortigen Kongreß „Göttlicher Frieden“ hieß es in der Zeitung weiter: „Bei den jährlichen Kongressen, die weltweit stattfinden, wohnen Kinder gemeinsam mit ihren Eltern dem Programm bei, das von morgens bis spätnachmittags dauert. Die Behörden sagen, sie hätten kaum Probleme, für Ordnung zu sorgen, da die Kinder gelehrt würden, ihre Eltern zu achten und sich anständig zu benehmen.“
Wo immer Jehovas Zeugen einen Kongreß abhalten, bemühen sie sich auch, mit den Behörden und den Einwohnern zusammenzuarbeiten. In Leeds (Nordengland) machten sich zum Beispiel die Zeugen Sorgen, die An- und Abfahrt der Delegierten könnte den Arbeitern einer in der Nähe des Fußballstadions gelegenen Fabrik Unannehmlichkeiten bereiten. So schrieb das Kongreßbüro an die Verwaltung und setzte sie von den Kongreßdaten und dem Programmablauf in Kenntnis.
Nach dem Kongreß antwortete der Verwaltungsdirektor der Firma (Pullmax) Jehovas Zeugen: „Wir möchten Ihnen, Ihren Mitarbeitern und den Delegierten wegen des ordentlichen Benehmens gratulieren. Unseres Wissens gab es kaum Störungen oder Unannehmlichkeiten während der Kongreßzeit, was beweist, daß sich, wenn Regeln beachtet werden und man sich gut benimmt, eine große Anzahl von Menschen versammeln kann, ohne daß ein Chaos entsteht.“
Was veranlaßt Jehovas Zeugen, so kooperativ zu sein? Ein Journalist, der über den Kongreß „Göttlicher Frieden“ in Marseille (Frankreich) berichtete, gab in der Zeitung Le Provençal folgende Antwort: „Das Leben eines Zeugen Jehovas schließt ein, bestimmte Grundsätze zu akzeptieren, ob auf dem Gebiet der Erziehung, des Familienlebens oder in der Ehe, und diese Grundsätze sind der Bibel entnommen. ... Das Wort Gottes bestimmt ihr ganzes Leben.“
Daß sich Jehovas Zeugen in ihrem Leben von biblischen Grundsätzen leiten lassen, zeitigt friedliche Früchte, wie dies die Tageszeitung Stampa Sera in ihrem Bericht über den Kongreß „Göttlicher Frieden“ in Turin (Italien) erwähnte. „Die große Menge im Stadion“, hieß es in dem Blatt, „war wie immer diszipliniert, respektvoll und routiniert, betete gemeinsam und hieß jeden herzlich willkommen.“
Ein friedliches Verhältnis zu anderen
In einem der Psalmen heißt es: „Überströmender Frieden gehört denen, die dein Gesetz lieben, und für sie gibt es keine Ursache des Strauchelns“ (Psalm 119:165). Ein Beispiel dafür, wie die Anwendung des Gesetzes Gottes Unruhen entgegenwirken kann, war beim Kongreß in Dortmund zu beobachten. Dort mußten rund 24 000 Zeugen bei starkem Regen und Wind zum Mittagessen anstehen. Haben sie sich beklagt?
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung schrieb: „Tausende von Regenschirmen bildeten fast ein geschlossenes Dach über ihren Köpfen. Getreu dem Motto des Kongresses ‚Göttlicher Frieden‘ gab es kein Gemecker und keine Unruhe.“
Das friedliche Verhältnis, das Jehovas Zeugen zu anderen haben, ist auch an dem Vertrauen zu erkennen, das man ihnen schenkt. In Dänemark beispielsweise gab man den Zeugen die Schlüssel zu allen Räumen im Stadion von Århus. „Das gesamte Personal erhielt Urlaub“, berichtete das Kongreßkomitee. „So sehr vertraute man Jehovas Zeugen.“
In der Schweiz wurde einer der Kongresse „Göttlicher Frieden“ im Züricher Hallenstadion abgehalten. Am ersten Morgen kamen die Parkwächter zu spät, um die Parkgebühren zu kassieren. Viele Zeugen hatten ihr Auto bereits abgestellt und waren, ohne zu bezahlen, in das Stadion gegangen. Über Lautsprecher wurde eine entsprechende Bekanntmachung gegeben. Das, was am nächsten Tag geschah, war für einige unglaublich.
„Das gibt es doch gar nicht! Das gibt es doch gar nicht!“ rief ein Parkwächter aus. „In meinem Leben habe ich das noch nie erlebt. Das gibt es gar nicht, daß Leute gestern parkiert haben und heute zahlen. Wenn das in der ganzen Welt so wäre, dann gäbe es keine Probleme.“
-
-
Göttlicher Frieden in einer unruhigen WeltErwachet! 1986 | 22. Dezember
-
-
In Finnland fand einer der Kongresse in der Eishalle von Helsinki statt. Dem Hausmeister gefielen die Lieder, die zum Lobpreis Jehovas gesungen wurden, sehr. Er bemerkte: „Ihre Musik ist wunderschön, und der Text Ihrer Lieder ist positiv und sinnvoll.“
In Schweden war eine Professorin sehr beeindruckt von den glücklichen Gesichtern und der Harmonie auf dem Kongreß „Göttlicher Frieden“ in Norrköping. Sie sagte: „Ich bin es gewohnt, mehrtägigen Konferenzen beizuwohnen. Die Art der Bildung, die auf diesem Kongreß vermittelt wurde, übersteigt alles, was ich bisher erlebt habe. Ich bin begeistert von dem Dargebotenen, den Lehrmethoden, ja von dem anspruchsvollen Programm überhaupt.“
-