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Bist du überzeugt, die Wahrheit zu haben?Der Wachtturm (Studienausgabe) 2021 | Oktober
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WIR LEHNEN GÖTZENDIENST AB
5. Was erfahren wir von Jesus über die wahre Anbetung, und was bedeutet das für uns?
5 Weil Jesus Gott liebte, betete er nur ihn an – sowohl im Himmel als auch während seines Lebens auf der Erde (Luk. 4:8). Dazu forderte er auch seine Jünger auf. Weder er noch sie gebrauchten bei ihrer Anbetung jemals Götzenbilder. Da Gott ein Geist ist, kann nichts von Menschen Geschaffenes auch nur ansatzweise an seine Herrlichkeit heranreichen (Jes. 46:5). Aber wie steht es mit der Herstellung und Verehrung von Heiligenbildern? Das zweite der Zehn Gebote lautet: „Du sollst dir kein Götzenbild machen noch eine Darstellung von irgendetwas, was oben im Himmel, unten auf der Erde oder im Wasser ... ist. Du sollst dich nicht vor ihnen verbeugen“ (2. Mo. 20:4, 5). Wer Gott gefallen möchte, für den ist diese Aussage eindeutig.
6. Welchem Muster folgen Jehovas Zeugen?
6 Wie Historiker bestätigen, beteten die Urchristen ausschließlich Gott an. In dem Werk History of the Christian Church heißt es dazu: „Die ersten Christen wären schon bei dem bloßen Gedanken, Bilder in die Kirchen aufzunehmen, erschrocken.“ Jehovas Zeugen folgen diesem urchristlichen Muster. Wir beten weder zu sogenannten Heiligen noch zu Engeln, nicht einmal zu Jesus. Und wir verehren keine Staatssymbole. Was auch immer passiert, wir sind entschlossen, uns an Jesu Worte zu halten: „Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten“ (Mat. 4:10).
7. Worin unterscheiden sich Jehovas Zeugen von anderen Religionsgemeinschaften?
7 Heute bewundern viele Menschen charismatische Prediger und Kirchenführer. Manchmal grenzt das schon an Anbetung. Sie strömen in ihre Kirchen, kaufen ihre Bücher und lassen sich von ihren Spendenaufrufen mitreißen. Sie hängen förmlich an ihren Lippen. Man könnte fast meinen, Jesus persönlich würde vor ihnen stehen. Bei wahren Anbetern Jehovas dagegen gibt es keine Geistlichkeit. Wir respektieren zwar diejenigen, die die Führung übernehmen, halten uns aber an Jesu klare Aussage: „Ihr seid alle Brüder“ (Mat. 23:8-10). Wir vergöttern keine Menschen, auch keine religiösen oder politischen Führer. Außerdem unterstützen wir nicht ihre Ziele. Wir bleiben neutral und halten uns von der Welt getrennt. Damit unterscheiden wir uns von den vielen anderen Religionsgemeinschaften, die sich als christlich bezeichnen (Joh. 18:36).
WIR EHREN JEHOVAS NAMEN
Echte Christen erzählen anderen voller Stolz von Jehova (Siehe Absatz 8-10)d
8. Woher wissen wir, dass Jehova möchte, dass sein Name verherrlicht und bekannt gemacht wird?
8 Jesus betete einmal: „Vater, verherrliche deinen Namen.“ Jehova reagierte darauf mit einer donnernden Stimme vom Himmel und versprach, genau das zu tun (Joh. 12:28). Jesus hat den Namen seines Vaters während seines gesamten Dienstes verherrlicht (Joh. 17:26). Demnach müssten auch echte Christen den Namen Gottes voller Stolz gebrauchen und anderen bekannt machen.
9. Woran sieht man, dass die ersten Christen Gottes Namen ehrten?
9 Kurz nach Gründung der Christenversammlung im 1. Jahrhundert wandte Jehova seine Aufmerksamkeit den anderen Völkern zu, „um aus ihnen ein Volk für seinen Namen herauszunehmen“ (Apg. 15:14). Voller Stolz gebrauchten diese ersten Christen Gottes Namen und machten ihn bekannt. Er nahm in ihrem Dienst und in ihren Schriften einen wichtigen Platz ein.b So erwiesen sie sich als ein Volk für Gottes Namen (Apg. 2:14, 21).
10. Was beweist, dass Jehovas Zeugen ein Volk für Jehovas Namen sind?
10 Sind Jehovas Zeugen ein Volk für Jehovas Namen? Was sagen die Fakten? Heute setzen viele Geistliche alles daran zu verschleiern, dass Gott einen Eigennamen hat. Sie haben ihn aus ihren Bibelübersetzungen entfernt und mitunter sogar verboten, ihn in Gottesdiensten zu gebrauchen.c Besteht irgendein Zweifel, dass Jehovas Zeugen als Einzige dem Namen Gottes die Achtung und Ehre erweisen, die er verdient? Keine andere Glaubensgemeinschaft macht den Namen Gottes in vergleichbarem Ausmaß bekannt. Jehovas Zeugen tun ihr Bestes, ihrem Namen gerecht zu werden (Jes. 43:10-12). Wir haben über 240 Millionen Exemplare der Neuen-Welt-Übersetzung hergestellt. Sie gebraucht den Namen Gottes an Stellen, wo ihn andere Bibelübersetzer weggelassen haben. Außerdem veröffentlichen wir in über 1 000 Sprachen Publikationen, die Jehovas Namen bekannt machen.
WIR LIEBEN DIE WAHRHEIT
11. Wie stellten die ersten Christen ihre Liebe zur Wahrheit unter Beweis?
11 Jesus liebte die Wahrheit – die Wahrheit über Gott und sein Vorhaben. Er lebte nach dieser Wahrheit und machte sie anderen bekannt (Joh. 18:37). Auch seine Nachfolger zeichneten sich durch diese Liebe aus (Joh. 4:23, 24). Der Apostel Petrus bezeichnete das Christentum als „den Weg der Wahrheit“ (2. Pet. 2:2). Wegen ihrer starken Liebe zur Wahrheit lehnten die ersten Christen religiöse Vorstellungen, kulturelle Traditionen und persönliche Ansichten ab, die nicht mit der Wahrheit übereinstimmten (Kol. 2:8). Auch heute wollen echte Christen „auf dem Weg der Wahrheit bleiben“ und halten sich deshalb in ihren Glaubenslehren und ihrer Lebensführung eng an Gottes Wort (3. Joh. 3, 4).
12. Wie reagieren die verantwortlichen Brüder, wenn sie merken, dass unser Verständnis berichtigt werden muss, und warum?
12 Jehovas Zeugen behaupten nicht, ein vollkommenes Verständnis der Wahrheit zu haben. Manchmal haben sie in Fragen der Lehre und der Organisation falschgelegen. Das sollte einen jedoch nicht überraschen. Die Bibel macht deutlich, dass genaue Erkenntnis mit der Zeit zunimmt (Kol. 1:9, 10). Jehova offenbart die Wahrheit Stück für Stück, und wir müssen geduldig darauf warten, dass das Licht der Wahrheit heller wird (Spr. 4:18). Wenn den verantwortlichen Brüdern bewusst wird, dass unser Verständnis in einem bestimmten Punkt berichtigt werden muss, zögern sie nicht, das zu tun. Viele Kirchen nehmen Änderungen vor, um ihren Anhängern entgegenzukommen oder sich der Welt anzunähern (Jak. 4:4). Wenn dagegen Jehovas Organisation etwas ändert, dann mit dem Ziel, Gott näherzukommen und sich dem Muster, das Jesus für die wahre Anbetung hinterlassen hat, anzugleichen. Den Anstoß geben nicht irgendwelche Trends oder gesellschaftlichen Forderungen, sondern ein klareres Verständnis der Bibel. Wir lieben die Wahrheit! (1. Thes. 2:3, 4).
WIR LIEBEN EINANDER
13. Was ist für echte Christen die wichtigste Eigenschaft, und wie zeigt sie sich unter Jehovas Zeugen?
13 Unter den Eigenschaften, durch die sich die Christenversammlung des 1. Jahrhunderts auszeichnete, sticht eine besonders heraus: die Liebe. Jesus sagte: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr Liebe zueinander habt“ (Joh. 13:34, 35). Heute sind Jehovas Zeugen auf der ganzen Welt durch Liebe vereint. Wie keine andere Organisation überwinden wir nationale, ethnische und soziale Schranken. Bei unseren Zusammenkünften und auf unseren Kongressen spürt man echte Liebe. Das bestärkt uns in der Überzeugung, dass wir Jehova so anbeten, wie er es möchte.
14. Wie können wir einander gemäß Kolosser 3:12-14 Liebe zeigen?
14 Die Bibel fordert uns auf: „Habt tiefe Liebe zueinander“ (1. Pet. 4:8). Dazu müssen wir einander vergeben und die Fehler anderer ertragen. Wir suchen nach Gelegenheiten, zu allen in der Versammlung großzügig und gastfreundlich zu sein – selbst zu denen, die uns vielleicht verletzt haben. (Lies Kolosser 3:12-14.) Eine solche Liebe ist das deutlichste Erkennungsmerkmal echter Christen.
„EIN EINZIGER GLAUBE“
15. Auf welchen anderen Gebieten orientieren wir uns an den ersten Christen?
15 Auch auf anderen Gebieten orientieren wir uns an den ersten Christen. Unsere organisatorische Struktur beispielsweise – mit reisenden Aufsehern, Ältesten und Dienstamtgehilfen – entspricht dem, was die Apostel im 1. Jahrhundert eingeführt haben (Phil. 1:1; Tit. 1:5). Das urchristliche Muster bestimmt auch unseren Standpunkt zu Sexualität und Ehe, unsere Achtung vor der Heiligkeit des Blutes und unser Bemühen, die Versammlung vor reuelosen Sündern zu schützen (Apg. 15:28, 29; 1. Kor. 5:11-13; 6:9, 10; Heb. 13:4).
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