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Blutfrage macht in Japan SchlagzeilenErwachet! 1986 | 8. Januar
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Blutfrage macht in Japan Schlagzeilen
‘ENTHALTET euch des Blutes.’ Diese klare Anweisung wird in der Bibel in Apostelgeschichte 15:29 gegeben. Sie ist Teil einer Entscheidung, die im ersten Jahrhundert von der leitenden Körperschaft der Christenversammlung gefällt wurde, und ist in Gottes inspiriertem Wort aufgezeichnet worden, das Christen bis heute zur Unterweisung dient.
Dieser göttliche Erlaß war jedoch im ersten Jahrhundert nichts Neues. Das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, war vor 3 500 Jahren in das mosaische Gesetz aufgenommen worden, wie in 3. Mose 17:10-16 nachzulesen ist. In der Tat hatte Noah, der Vorfahr aller heute auf der Erde lebenden Menschen, vor mehr als 4 300 Jahren ein ähnliches Gebot erhalten. Gemäß 1. Mose 9:4 lautet es: „Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen.“
Für Personen, die ihr Leben nach der Bibel ausrichten, geht aus den genannten Schriftstellen deutlich hervor, daß Blut in Gottes Augen kostbar ist. Als Schöpfer des Menschen und als Quell dieser lebenerhaltenden Flüssigkeit steht es allein ihm zu, Anweisungen über die Verwendung von Blut zu geben. Wenn es zur Erhaltung des Lebens nicht durch den Mund aufgenommen werden darf, dann darf es zur Erhaltung des Lebens logischerweise auch nicht intravenös dem Körper zugeführt werden, wie zum Beispiel bei der künstlichen Ernährung oder bei Transfusionen. Anbeter des Gottes der Bibel sind darauf bedacht, seinen Anforderungen zu entsprechen. Und wie aus Apostelgeschichte 15:28, 29 deutlich hervorgeht, ist es — von Gottes Standpunkt aus betrachtet — ebenso wichtig, sich des Blutes zu enthalten wie des Götzendienstes und der Hurerei.
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Blutfrage macht in Japan SchlagzeilenErwachet! 1986 | 8. Januar
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Somit befolgten die liebevollen, gottesfürchtigen Eltern das biblische Gebot: ‘Enthaltet euch des Blutes’ (Apostelgeschichte 15:20, 29; 21:25). Die Tatsache, daß das Gebot, sich des Blutes zu enthalten, in der Apostelgeschichte in drei verschiedenen Versen angeführt und mit der Warnung vor Götzendienst und Hurerei in Zusammenhang gebracht wird, zeigt, wie ernst der Schöpfer die Sache ansieht.
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Blutfrage macht in Japan SchlagzeilenErwachet! 1986 | 8. Januar
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Für Jehovas Zeugen ist die Frage rein religiöser Natur. Natürlich könnte auch angeführt werden, daß es oft ein geringeres Risiko ist, eine Bluttransfusion zu verweigern, als sie zu akzeptieren, da der Betreffende nicht Gefahr läuft, sich ernste, durch Bluttransfusionen übertragbare Krankheiten wie AIDS oder Hepatitis zuzuziehen. Doch für den Christen, der sich an Gottes Wort hält, ist das zweitrangig; sein Hauptanliegen ist es, Gott zu gehorchen und in seiner Gunst, der Gunst des Lebengebers, zu bleiben, der sogar ewiges Leben verleihen kann (Psalm 36:9; Römer 2:6, 7).
Gelegentlich erfordert es für einen loyalen Christen ein Opfer, dem Gebot der Bibel zu folgen, sich des Blutes zu enthalten. Selbstaufopferung ist jedoch eine Tugend, die in vielen Gesellschaften geschätzt wird, und selbstaufopfernder Gehorsam gegenüber dem Schöpfer wird gewiß seine Anerkennung finden (Lukas 9:23, 24).
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