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  • Hingabe und Willensfreiheit
    Der Wachtturm 1998 | 15. März
    • 12, 13. Inwiefern ist Timotheus ein Beispiel für die richtige Unterweisung von Kindern, und wozu hat sein Vorbild viele junge Leute veranlaßt?

      12 Jehovas Zeugen, die dieses Erfordernis uneingeschränkt anerkennen, treten dafür ein, sich Gott hinzugeben, aber sie zwingen niemand zu einer solchen Hingabe, nicht einmal ihre eigenen Kinder. Im Gegensatz zu vielen Kirchen lassen Jehovas Zeugen ihre Kinder nicht im Säuglingsalter taufen, als ob es möglich wäre, sie ohne Gewährung der persönlichen Wahl zu einer Hingabe zu zwingen. Das biblische Muster, an das man sich halten muß, wurde von einem jungen Mann namens Timotheus vorgegeben. Als Erwachsener wurde er von dem Apostel Paulus aufgefordert: „Bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus“ (2. Timotheus 3:14, 15).

      13 Es ist beachtenswert, daß Timotheus die heiligen Schriften deshalb kannte, weil sie ihm von frühester Kindheit an gelehrt worden waren. Er war von seiner Mutter und seiner Großmutter überzeugt — nicht gezwungen — worden, den christlichen Lehren zu glauben (2. Timotheus 1:5). Daher erkannte Timotheus, wie weise es war, ein Nachfolger Christi zu werden, und entschied sich persönlich für die christliche Hingabe. In der Neuzeit haben Zehntausende von jungen Männern und Frauen, deren Eltern Zeugen Jehovas sind, sein Beispiel nachgeahmt (Psalm 110:⁠3). Andere haben das nicht getan. Es ist eine Sache der persönlichen Wahl.

      Wessen Sklave möchte man sein?

      14. Was erfahren wir aus Römer 6:16 über vollkommene Freiheit?

      14 Kein Mensch ist völlig frei. Jeder ist in seiner Freiheit durch Naturgesetze eingeschränkt wie das Gesetz der Schwerkraft, das nicht ohne Folgen außer acht gelassen werden kann. Auch in geistiger Hinsicht ist niemand vollkommen frei. Paulus erklärte: „Wißt ihr nicht, daß ihr, wenn ihr euch fortgesetzt jemandem als Sklaven darstellt, um ihm zu gehorchen, dessen Sklaven seid, weil ihr ihm gehorcht, entweder der Sünde, die zum Tod führt, oder des Gehorsams, der zur Gerechtigkeit führt?“ (Römer 6:16).

      15. (a) Wie denken Menschen darüber, jemandes Sklave zu sein, aber was tun die meisten letztlich? (b) Welche Fragen könnten wir uns angebrachterweise stellen?

      15 Die Vorstellung, jemandes Sklave zu sein, wird die meisten Menschen unangenehm berühren. Doch in der heutigen Welt ist es eine Realität, daß sich Menschen häufig auf so subtile Weise manipulieren und beeinflussen lassen, daß sie schließlich unabsichtlich das tun, was andere wollen. Die Werbebranche und die Unterhaltungsindustrie bemühen sich, die Menschen in eine bestimmte Form zu pressen, indem sie Maßstäbe festlegen, an die man sich halten soll. Politische und religiöse Organisationen veranlassen Menschen dazu, ihre Ideale und Ziele zu unterstützen, und das nicht immer durch überzeugende Argumente, sondern oft dadurch, daß sie an einen Geist der Solidarität oder Loyalität appellieren. Da wir, wie Paulus feststellte, ‘Sklaven derer sind, denen wir gehorchen’, tut jeder von uns gut, sich folgendes zu fragen: „Wessen Sklave bin ich? Wer übt den größten Einfluß auf meine Entscheidungen und meine Lebensweise aus? Sind es Geistliche, Politiker, Finanzmagnaten oder Unterhaltungskünstler? Wem gehorche ich — Gott oder Menschen?“

      16. Inwiefern sind Christen Sklaven Gottes, und wie muß man diese Sklaverei richtigerweise betrachten?

      16 Christen betrachten den Gehorsam gegenüber Gott nicht als unberechtigten Eingriff in ihre persönliche Freiheit. Sie nutzen ihre Freiheit bereitwillig in der gleichen Weise wie ihr Vorbild, Jesus Christus, indem sie persönliche Wünsche und das, was für sie Priorität hat, mit Gottes Willen in Einklang bringen (Johannes 5:30; 6:38). Sie entwickeln „Christi Sinn“ und unterwerfen sich Christus als Haupt der Versammlung (1. Korinther 2:14-16; Kolosser 1:15-18). Das läßt sich im Prinzip damit vergleichen, daß eine Frau, die heiratet, freiwillig mit dem Mann zusammenarbeitet, den sie liebt. Tatsächlich werden die gesalbten Christen in ihrer Gesamtheit als eine keusche Jungfrau beschrieben, die dem Christus zur Ehe versprochen ist (2. Korinther 11:2; Epheser 5:23, 24; Offenbarung 19:7, 8).

      17. Welche Entscheidung hat jeder Zeuge Jehovas getroffen?

      17 Jeder Zeuge Jehovas, ganz gleich, ob er die himmlische oder die irdische Hoffnung hat, hat sich persönlich Gott hingegeben, um seinen Willen zu tun und ihm als Herrscher zu gehorchen. Für jeden Zeugen Jehovas bedeutet die Hingabe die persönliche Wahl, ein Sklave Gottes zu werden, statt ein Sklave von Menschen zu bleiben. Das ist im Einklang mit dem Rat des Apostels Paulus: „Ihr seid um einen Preis erkauft worden; werdet nicht mehr Sklaven der Menschen“ (1. Korinther 7:23).

      Zu unserem eigenen Nutzen lernen

      18. Wann erfüllt jemand die Voraussetzungen, damit er sich als ein Zeuge Jehovas taufen lassen kann?

      18 Bevor jemand ein Zeuge Jehovas werden kann, muß er biblischen Erfordernissen entsprechen. Älteste vergewissern sich sorgfältig, ob ein voraussichtlicher Zeuge Jehovas wirklich den tiefen Sinn der christlichen Hingabe versteht. Möchte er tatsächlich ein Zeuge Jehovas sein? Ist er bereit, dementsprechend zu leben? Andernfalls kann er sich nicht taufen lassen.

      19. Warum gibt es keinen Grund, jemandes Entscheidung zu kritisieren, sich Gott hinzugeben, um ihm zu dienen?

      19 Erfüllt eine Person allerdings alle Erfordernisse, warum sollte sie dann kritisiert werden, wenn sie freiwillig die persönliche Entscheidung trifft, sich von Gott und seinem inspirierten Wort beeinflussen zu lassen? Ist es weniger annehmbar, sich von Gott beeinflussen zu lassen als von Menschen? Oder ist das etwa von geringerem Nutzen? Jehovas Zeugen denken nicht so. Sie stimmen rückhaltlos den Worten Gottes zu, die Jesaja aufzeichnete: „Ich, Jehova, bin dein Gott, der dir zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest“ (Jesaja 48:17).

      20. In welcher Hinsicht werden Menschen durch die biblische Wahrheit befreit?

      20 Die biblische Wahrheit befreit Menschen davon, an religiöse Irrlehren zu glauben, wie zum Beispiel an die ewige Qual in einer Feuerhölle (Prediger 9:5, 10). Sie erfüllt statt dessen ihr Herz mit Dankbarkeit für die wahre Hoffnung, die Toten in Aussicht steht: die Auferstehung, die auf der Grundlage des Loskaufsopfers Jesu Christi möglich wurde (Matthäus 20:28; Apostelgeschichte 24:15; Römer 6:23). Die biblische Wahrheit befreit Menschen von der Enttäuschung darüber, daß politische Versprechen, auf die man sich verläßt, doch nie erfüllt werden. Die biblische Wahrheit läßt dagegen ihr Herz vor Freude höher schlagen, denn sie wissen, daß Jehovas Königreich bereits im Himmel herrscht und daß es bald über die ganze Erde regieren wird. Die biblische Wahrheit hält die Menschen von Handlungsweisen ab, die zwar dem gefallenen Fleisch zusagen, aber Gott entehren und einen schweren Tribut in Form von gescheiterten Beziehungen, Krankheiten und vorzeitigem Tod fordern. Kurz gesagt, ist es von weit größerem Vorteil, ein Sklave Gottes zu sein als ein Sklave von Menschen. Tatsächlich wird die Hingabe an Gott bereits „in dieser Zeitperiode“ von Nutzen sein, und sie verspricht uns „in dem kommenden System der Dinge ewiges Leben“ (Markus 10:29, 30).

      21. Als was betrachten Jehovas Zeugen die Hingabe an Gott, und was wünschen sie sich?

      21 Die heutigen Zeugen Jehovas werden nicht wie die Israeliten in alter Zeit durch Geburt Teil einer Gott hingegebenen Nation. Die Zeugen sind Teil einer Versammlung von Gott hingegebenen Christen. Jeder getaufte Zeuge Jehovas ist dadurch ein solcher geworden, daß er als einzelner von seiner Willensfreiheit Gebrauch gemacht und sich Gott hingegeben hat. Für Jehovas Zeugen bringt die Hingabe ein inniges persönliches Verhältnis zu Gott mit sich, das sich durch bereitwilligen Dienst für ihn auszeichnet. Sie möchten dieses innige Verhältnis von ganzem Herzen bewahren und für immer an der Freiheit, für die Jesus Christus sie frei gemacht hat, festhalten.

  • Der christlichen Hingabe gemäß in Freiheit leben
    Der Wachtturm 1998 | 15. März
    • 1. Wem haben sich Zeugen Jehovas hingegeben, und warum bedienen sie sich gesetzlicher Körperschaften?

      JEHOVAS ZEUGEN glauben, daß ihre Religion für immer bleiben wird. Sie erwarten somit, Gott in alle Ewigkeit „mit Geist und Wahrheit“ zu dienen (Johannes 4:23, 24). Als Geschöpfe mit einem freien Willen haben sich diese Christen Jehova Gott rückhaltlos hingegeben, und sie sind entschlossen, ihrer Hingabe gemäß zu leben. Deshalb vertrauen sie auf Gottes Wort und auf seinen heiligen Geist. Jehovas Zeugen leben mit ungeteiltem Herzen ihre christliche Hingabe im Rahmen der von Gott erhaltenen Freiheit aus, gleichzeitig bekunden sie aber auch gebührende Achtung vor der Rolle der herrschenden „obrigkeitlichen Gewalten“ und machen in geeigneter Weise Gebrauch von gesetzlichen Mitteln und Möglichkeiten (Römer 13:1; Jakobus 1:25). Jehovas Zeugen benutzen beispielsweise die Watch Tower Society als gesetzliche Körperschaft — eine von vielen in verschiedenen Ländern —, um ihr Werk durchführen zu können, das dazu dient, ihren Mitmenschen vor allem in geistiger Hinsicht zu helfen. Hingegeben sind Zeugen Jehovas jedoch Gott, nicht irgendeiner gesetzlichen Körperschaft, und ihre Hingabe an Jehova hat für immer Bestand.

      2. Warum werden die Watch Tower Society und ähnliche gesetzliche Körperschaften von Jehovas Zeugen sehr geschätzt?

      2 Als Gott hingegebene Diener sind Zeugen Jehovas verpflichtet, die Anweisung Jesu zu befolgen: „Macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie“ (Matthäus 28:19, 20). Dieses Werk wird bis zum Ende des Systems der Dinge fortgesetzt werden, denn Jesus sagte auch: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:3, 14). Jahr für Jahr stellen die Druckereien der Watch Tower Society und vergleichbarer gesetzlicher Körperschaften Zeugen Jehovas Millionen von Bibeln, Büchern, Broschüren und Zeitschriften für die weltweite Predigttätigkeit zur Verfügung. Diese Körperschaften sind daher von großem Wert, um ergebenen Dienern Gottes zu helfen, ihrer Hingabe gemäß zu leben.

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