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Ausgezeichnete Alternativen zur TransfusionWie kann Blut dein Leben retten?
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Chirurgen haben beobachtet, daß eine gute Einstellung ein weiterer Faktor bei Zeugen Jehovas ist. „Die Einstellung dieser Patienten ist vorbildlich“, schrieb Dr. Cooley im Oktober 1989. „Sie fürchten sich nicht vor Komplikationen oder vor dem Tod wie die meisten anderen Patienten. Sie sind von ihrer Religion fest überzeugt und haben einen tiefen, unerschütterlichen Glauben an ihren Gott.“
Das bedeutet nicht, daß sie ein „Recht auf den Tod“ beanspruchen. Sie bemühen sich um eine kunstgerechte Behandlung, weil sie gesund werden wollen. Sie sind überzeugt, daß es weise ist, Gottes Gesetz über das Blut zu halten, was sich auf die blutlose Chirurgie positiv auswirkt.
Professor Dr. V. Schlosser von der Chirurgischen Universitätsklinik Freiburg (Bundesrepublik Deutschland) bemerkte: „Die Blutungshäufigkeit ist in diesem Krankengut in der perioperativen Phase nicht höher, die Komplikationsdichte eher gering, wobei eine besondere, der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas eigene Einstellung zur Krankheit im perioperativen Verlauf einen eher günstigen Einfluß hat“ (Herz/Kreislauf, August 1987).
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Der Patient hat das Recht zu entscheidenWie kann Blut dein Leben retten?
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Ja, Zeugen Jehovas sind zur Zusammenarbeit bereit und geben die rechtliche Zusicherung, daß einem Arzt oder einem Krankenhaus keine Haftung daraus erwächst, daß die gewünschte blutlose Behandlungsform angewendet wird. Gemäß der Empfehlung medizinischer Fachleute trägt jeder Zeuge Jehovas eine als „Dokument zur ärztlichen Versorgung“ bezeichnete Karte bei sich. Dieses Dokument wird von der Person unterschrieben und von Zeugen bestätigt. Es wird in passenden Zeiträumen erneuert oder durch erneute Unterschrift bestätigt.
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Der Patient hat das Recht zu entscheidenWie kann Blut dein Leben retten?
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Zeugen Jehovas sind auch bereit, im Krankenhaus eine Einverständniserklärung zu unterschreiben. Auf einem Formular, das ein Krankenhaus in Freiburg verwendet, kann der Arzt beschreiben, worüber er den Patienten in Verbindung mit der Behandlung aufgeklärt hat. Oberhalb der Unterschriften des Arztes und des Patienten heißt es auf dem Formular: „Als Angehöriger der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas lehne ich die Verwendung von Fremdblut sowie Fremdblutteilen grundsätzlich bei meiner Operation ab. Mir ist bekannt, daß der geplante, notwendige Eingriff hierdurch mit einem höheren Behandlungsrisiko durch Blutungskomplikationen belastet ist. Nach eingehender besonders darauf gerichteter Aufklärung bitte ich, die bei mir notwendige Operation ohne Verwendung von Fremdblut oder Teilen davon durchzuführen“ (Herz/Kreislauf, August 1987).
In Wirklichkeit kann die blutlose Behandlung geringere Risiken haben als eine Behandlung mit Blut. Aber hier geht es darum, daß Patienten, die Zeugen Jehovas sind, gern alle unnötigen Bedenken ausräumen möchten, damit Ärzte ungehindert das tun können, was sie als ihre Pflicht ansehen, nämlich den Menschen zu helfen, gesund zu werden.
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