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„Dein Ende ist jetzt da“Die reine Anbetung Jehovas – endlich wiederhergestellt!
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„Seht, der Tag! Seht, er kommt!“
13. Warum sollte Hesekiel auf seiner linken und später auf seiner rechten Seite liegen?
13 Aus Hesekiels gespielter Szene ließ sich aber nicht nur ableiten, wie Jerusalem zerstört werden sollte, sondern auch wann. Jehova wies Hesekiel an, 390 Tage auf seiner linken und 40 Tage auf seiner rechten Seite zu liegen. Jeder Tag stand für ein Jahr (lies Hesekiel 4:4-6; 4. Mo. 14:34). Diese Szene, die Hesekiel offensichtlich immer nur eine begrenzte Zeit pro Tag darstellte, wies genau auf das Jahr der Zerstörung Jerusalems hin. Die 390 Jahre der Schuld Israels müssen 997 v. u. Z. begonnen haben, dem Jahr, in dem das Zwölfstämmereich geteilt wurde (1. Kö. 12:12-20). Die 40 Jahre der Schuld Judas begannen wahrscheinlich 647 v. u. Z., als Jeremia zum Propheten gemacht wurde. Er warnte das Königreich Juda eindringlich vor der drohenden Vernichtung (Jer. 1:1, 2, 17-19; 19:3, 4). Damit endeten beide Zeiträume 607 v. u. Z. – genau in dem Jahr, wo Jerusalem wie angekündigt zerstört wurde.b
Wie wies Hesekiel genau auf das Jahr hin, in dem Jerusalem zerstört wurde? (Siehe Absatz 13)
14. (a) Wie zeigte sich Hesekiels Vertrauen darauf, dass Jehova seinen Zeitplan genau einhalten würde? (b) Was sollte der Zerstörung Jerusalems vorausgehen?
14 Mit der Prophezeiung von den 390 und den 40 Tagen konnte Hesekiel wohl nicht das genaue Jahr von Jerusalems Ende ermitteln. Doch in all den Jahren vor der Zerstörung warnte er immer wieder vor Jehovas Urteilsvollstreckung. „Dein Ende ist jetzt da“, verkündete er. (Lies Hesekiel 7:3, 5-10.) Hesekiel vertraute voll darauf, dass Jehova seinen Zeitplan genau einhalten würde (Jes. 46:10). Der Prophet kündigte auch an, was der Zerstörung Jerusalems vorausgehen würde: „Ein Unglück nach dem anderen wird kommen.“ Am Ende sollte es zu einem völligen Zusammenbruch der sozialen, religiösen und politischen Strukturen kommen (Hes. 7:11-13, 25-27).
Das belagerte Jerusalem war wie ein Kochtopf auf dem Feuer (Siehe Absatz 15)
15. Welche Einzelheiten der Prophezeiung Hesekiels erfüllten sich ab 609 v. u. Z.?
15 Wenige Jahre nachdem Hesekiel Jerusalems Untergang angekündigt hatte, begann sich die Prophezeiung zu erfüllen. 609 v. u. Z. erfuhr Hesekiel, dass der Angriff auf Jerusalem begonnen hatte. Die Trompeten bliesen zwar zur Verteidigung der Stadt, aber Hesekiel hatte bereits vorausgesagt: „Keiner zieht in den Kampf“ (Hes. 7:14). Es gab keinen geschlossenen Widerstand gegen die Eindringlinge aus Babylon. Einige Juden dachten womöglich, Jehova würde sie retten. Immerhin hatte ein Engel Jehovas den Großteil des assyrischen Heeres vernichtet, als es Jerusalem einnehmen wollte (2. Kö. 19:32). Doch dieses Mal kam ihnen kein Engel zu Hilfe. Es dauerte nicht lange und die belagerte Stadt war wie ein „Kochtopf“ auf dem Feuer und die Einwohner waren darin gefangen wie „Fleischstücke“ (Hes. 24:1-10). Nach 18 entsetzlichen Monaten der Belagerung wurde Jerusalem zerstört.
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