Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • w91 1. 4. S. 3-4
  • Es war später, als sie dachten

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Es war später, als sie dachten
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1991
  • Ähnliches Material
  • Jeremia, ein unbeliebter Verkündiger der Urteilssprüche Gottes
    Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1988
  • 24. Bibelbuch — Jeremia
    „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
  • Kannst du ausharren wie Jeremia?
    Der Wachtturm verkündet Jehovas Königreich 1969
  • Höhepunkte aus dem Buch Jeremia
    Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 2007
Hier mehr
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1991
w91 1. 4. S. 3-4

Es war später, als sie dachten

DAS Jahr: 609 v. u. Z. Der Ort: Jerusalem. Der Sprecher: Jeremia, der Prophet. Er sagt die Zerstörung seiner geliebten heiligen Stadt, Jerusalem, voraus, die bevorsteht, weil sich die Juden von Jehova abgewandt haben und sich der Anbetung falscher Götter hingeben. Sie nehmen an obszönen Geschlechtskulten auf den Höhen teil, bringen heidnischen Göttern Trankopfer dar, beten die Sonne, den Mond und die Sterne an, verbrennen Räucherwerk für Baal und opfern ihre Kinder dem Molech (1. Könige 14:23, 24; Jeremia 6:15; 7:31; 8:2; 32:29, 34, 35; Hesekiel 8:7-17).

In ihren Augen ist Jeremia ein Unglücksprophet, ein Fanatiker, einer, der mit allem und jedem unzufrieden ist. Schon 38 Jahre lang läßt Jeremia die Warnung an die Bewohner Jerusalems ergehen, und 38 Jahre lang spotten sie über ihn. Zu jener Zeit haben die Menschen Jehova verlassen und sagen, er sei keine Macht, derentwegen man sich Gedanken machen müsse. Sie meinen: „Jehova wird nicht Gutes tun, und er wird nicht Böses tun“ und: „Jehova hat das Land verlassen, und Jehova sieht nicht“ (Zephanja 1:12; Hesekiel 9:9).

Die Propheten Jeremia und Hesekiel kündigen zwar die Zerstörung Jerusalems an, aber bisher ist nichts geschehen. Daher halten es die Israeliten für ausgeschlossen, daß sich irgendwelche Visionen in ihren Tagen erfüllen werden, und sagen: „Die Tage ziehen sich in die Länge, und jede Vision ist entschwunden.“ Doch Jehova antwortet darauf: „Die Tage sind nahe herbeigekommen ... Denn ich selbst, Jehova, werde das Wort reden, das ich reden werde, und es wird getan werden. Es wird keinen Aufschub mehr geben, denn in euren Tagen, o rebellisches Haus, werde ich ein Wort reden und es bestimmt tun“ (Hesekiel 12:22-25).

Im Jahre 609 v. u. Z. ist für Jehova die Zeit gekommen, sein Wort in Erfüllung gehen zu lassen. Fast vier Jahrzehnte ließ Jeremia die Warnung erschallen, und nun wird Jerusalem von babylonischen Heeren belagert. Nach achtzehn Monaten werden die Mauern durchbrochen, der Tempel geht in Flammen auf, und die meisten Menschen führt man nach Babylon ins Exil. Wie vorausgesagt, ist das Ende der Stadt durch das Schwert, durch Hungersnot und durch die Pest besiegelt worden (2. Könige 25:7-17; 2. Chronika 36:17-20; Jeremia 32:36; 52:12-20).

Jeremia hatte recht, die Israeliten dagegen unrecht. Es war später gewesen, als sie gedacht hatten. Die Vision war nicht für viel spätere Zeiten bestimmt, sondern für ihre Zeit.

Das ist nicht einfach nur Geschichte. Was Jerusalem widerfuhr, hatte prophetische Bedeutung. Es schattete etwas Zukünftiges vor. Die heutige Christenheit schmückt sich mit dem Namen Christi und behauptet, mit Gott in einem Bundesverhältnis zu stehen; sie wandelt jedoch in den Fußstapfen der Bewohner des alten Jerusalem. Im großen und ganzen lehren die Kirchen der Christenheit heidnisches Gedankengut, sind von Unmoral durchdrungen, treten für politische Pläne ein, unterstützen die Kriege der Welt, erkennen die Evolution als Tatsache an — wodurch sie Gott als Schöpfer verwerfen —, verschließen die Augen vor der Opferung von Millionen von Ungeborenen auf dem Altar der Bequemlichkeit, übernehmen im allgemeinen menschliche Philosophien und behaupten, die Bibel enthalte Märchen oder Legenden.

Wie die Bewohner Jerusalems Jeremia verspotteten, so spottet die Christenheit heute über Jehovas Zeugen. Die Warnung der Zeugen vor der kommenden Vernichtung in Harmagedon wird als bedeutungslos abgetan. „Gott hat kein Interesse an der Erde“, sagt die Christenheit. „Soll er sich um den Himmel kümmern; wir kümmern uns um die Erde. Und falls Harmagedon doch kommt, dann nicht in unserer Generation. Die Geschichte kennen wir schon. Darauf fallen wir nicht herein.“

Wird sich die Geschichte wiederholen? Werden tatsächlich noch einmal Millionen feststellen müssen, daß es später war, als sie dachten?

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen