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„Ich setze meine Hoffnung auf Gott“Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | Dezember
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Warum? Der Apostel Paulus erklärte: „Wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden.“ Angenommen, Christus wäre nicht auferweckt worden. Dann wäre er nicht unser regierender König und unser Predigen wäre umsonst. (Lies 1. Korinther 15:12-19.) Wir sind überzeugt, dass Jesus auferweckt wurde. Das unterscheidet uns von den Sadduzäern, die die Auferstehung entschieden ablehnten. Auch wenn man uns verspottet, glauben wir weiter an die Auferstehung (Mar. 12:18; Apg. 4:2, 3; 17:32; 23:6-8).
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„Ich setze meine Hoffnung auf Gott“Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | Dezember
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6. Welche Rolle spielte Jesus bei der Erfüllung von Psalm 118?
6 Sehen wir uns zu der lange im Voraus angekündigten Auferstehung Psalm 118 an, der wohl von David verfasst wurde. Dort finden wir die flehentliche Bitte: „Jehova, bitte rette doch! . . . Gesegnet sei, der im Namen Jehovas kommt.“ Diese Worte, die prophetisch auf den Messias hinwiesen, wurden Jesus am 9. Nisan zugerufen, als er wenige Tage vor seinem Tod in Jerusalem einritt (Ps. 118:25, 26; Mat. 21:7-9). Aber wieso deutete Psalm 118 auf eine weit in der Zukunft liegende Auferstehung hin? Sehen wir uns dazu an, was in diesem prophetischen Psalm noch gesagt wird: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Haupt der Ecke geworden“ (Ps. 118:22).
Der Messias wurde von den „Bauleuten“ verworfen (Siehe Absatz 7)
7. Wie weit ging die Abneigung der Juden Jesus gegenüber?
7 „Die Bauleute“ waren jüdische Führer, die den Messias ablehnten. Sie wandten sich nicht nur von ihm ab oder weigerten sich, ihn als Christus anzuerkennen. Viele Juden gingen so weit, lauthals seinen Tod zu fordern (Luk. 23:18-23). Sie machten sich an Jesu Ermordung mitschuldig.
Jesus wurde auferweckt und als Haupteckstein eingesetzt (Siehe Absatz 8, 9)
8. Wie konnte Jesus der Haupteckstein werden?
8 Jesus wurde abgelehnt und getötet. Wie konnte er dann der Haupteckstein werden? Dazu müsste er auferweckt werden. Das verdeutlichte Jesus durch eine Veranschaulichung: Der Eigentümer eines Weingartens sendet Sklaven zu seinen Weinbauern. Die Weinbauern misshandeln die Sklaven — genauso wie die Israeliten die Propheten Gottes misshandelt hatten. Schließlich schickt der Eigentümer seinen geliebten Sohn und Erben. Wird er respektiert? Nein. Er wird von den Weinbauern sogar getötet. Anschließend zitierte Jesus die prophetischen Worte aus Psalm 118:22 (Luk. 20:9-17). Der Apostel Petrus bezog sich auf denselben Vers, als er in Jerusalem zu einer Gruppe von Vorstehern, Ältesten und Schriftgelehrten redete. Er sprach von „Jesus Christus, dem Nazarener, den . . . [sie] an den Pfahl gebracht haben, den Gott aber von den Toten auferweckt hat“. Dann sagte er unmissverständlich: „Dieser ist ‚der Stein, der von euch Bauleuten verächtlich behandelt wurde, der das Haupt der Ecke geworden ist‘ “ (Apg. 3:15; 4:5-11; 1. Pet. 2:5-7).
9. Auf welches außergewöhnliche Ereignis wies Psalm 118:22 hin?
9 Psalm 118:22 wies also Jahrhunderte im Voraus prophetisch auf eine Auferstehung hin: Der Messias würde verworfen und getötet, dann aber auferweckt und als Haupteckstein eingesetzt werden. Der auferweckte Sohn Gottes wurde dadurch zu demjenigen, durch dessen Namen „wir gerettet werden sollen“ (Apg. 4:12; Eph. 1:20).
10. (a) Was wird in Psalm 16:10 vorausgesagt? (b) Warum kann sich Psalm 16:10 nicht auf David beziehen?
10 Beleuchten wir noch eine andere Bibelstelle. Sie weist auf eine Auferstehung hin, die über 1 000 Jahre später stattfand. Das stärkt unseren Glauben, dass eine Auferstehung auch dann möglich ist, wenn sie lange im Vorhinein vorausgesagt wurde. Psalm 16 wird David zugeschrieben. Wir lesen: „Du wirst . . . [mich] nicht im Scheol lassen. Du wirst nicht zulassen, dass dein Loyalgesinnter die Grube sieht“ (Ps. 16:10). Meinte David, er selbst würde nicht sterben oder ins Grab kommen? Nein. Wie Gottes Wort unmissverständlich zeigt, wurde David alt und starb. Nach seinem Tod legte man ihn „zu seinen Vorvätern und [er] wurde in der Stadt Davids begraben“ (1. Kö. 2:1, 10). Wer ist in Psalm 16:10 dann gemeint?
11. Wann nahm Petrus auf Psalm 16:10 Bezug?
11 Wir werden nicht im Ungewissen gelassen. Über 1 000 Jahre nachdem der Psalm verfasst worden war und Wochen nachdem Jesus gestorben und auferweckt worden war, sprach Petrus zu Tausenden von Juden und Proselyten über Psalm 16:10. (Lies Apostelgeschichte 2:29-32.) Er erwähnte, dass David wirklich gestorben und begraben worden war. Die Zuhörer wussten das. Und offensichtlich zweifelte niemand an der Erklärung von Petrus, dass David „vorausschauend von der Auferstehung“ des Messias geredet hatte.
12. Wie hat sich Psalm 16:10 erfüllt, und was können wir daraus ableiten?
12 Petrus bekräftigte seine Aussage anhand der Schriften und zitierte Davids Worte aus Psalm 110:1. (Lies Apostelgeschichte 2:33-36.) Das überzeugte die vielen Zuhörer, dass Jesus sowohl „Herr als auch . . . Christus“ war. Genauer gesagt erkannten sie, dass sich Psalm 16:10 durch die Auferweckung Jesu erfüllt hatte. Als später der Apostel Paulus zu Juden in Antiochia in Pisidien redete, gebrauchte er dieselbe schlüssige Argumentation. Seine Zuhörer waren beeindruckt und wollten mehr erfahren. (Lies Apostelgeschichte 13:32-37, 42.) Beeindruckt es auch uns, dass diese Prophezeiungen verlässlich waren, zumal zwischen der Voraussage und dem Wunder Jahrhunderte lagen?
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„Ich setze meine Hoffnung auf Gott“Der Wachtturm (Studienausgabe) 2017 | Dezember
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14. Wie unterscheidet sich Jesu Auferstehung von früheren Auferstehungen?
14 Überlegen wir zunächst, welche Auferstehungen in der Bibel vorausgesagt wurden. Die wichtigste war natürlich die Auferstehung von Jesus. Wäre Jesus nicht auferweckt worden, könnte niemand von uns darauf hoffen, liebe Verstorbene wiederzusehen. Wer vor der Zeit Jesu auferweckt wurde — beispielsweise von Elia oder Elisa —, starb wieder und sein Körper verweste. Jesus hingegen ist „von den Toten auferweckt worden“ und stirbt nicht mehr; „der Tod ist nicht mehr Herr über ihn“. Er lebt „für immer und ewig“ im Himmel (Röm. 6:9; Offb. 1:5, 18; Kol. 1:18; 1. Pet. 3:18).
15. Warum wird Jesus „Erstling“ genannt?
15 Die Auferstehung Jesu war die erste und wichtigste ihrer Art (Apg. 26:23).
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