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Der größte Mensch, der je lebteDer Wachtturm 1992 | 15. Februar
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Gottes Liebe offenbart sich in Jesus
20. Woher wußte der Apostel Johannes, daß „Gott Liebe ist“?
20 Was lernen wir in erster Linie aus einem tiefschürfenden, sorgfältigen Studium des Lebens und Wirkens Jesu? Der Apostel Johannes räumte ein, daß „kein Mensch ... GOTT jemals gesehen“ hat (Johannes 1:18). Dennoch konnte er gemäß 1. Johannes 4:8 voller Überzeugung schreiben, daß „Gott Liebe ist“. Johannes konnte dies sagen, weil er durch das, was er bei Jesus gesehen hatte, Gottes Liebe kennengelernt hatte.
21. Was machte Jesus zum größten Menschen, der je lebte?
21 Jesus war wie sein Vater mitfühlend, gütig, demütig und zugänglich. Die Schwachen und Unterdrückten fühlten sich bei ihm wohl, ja Menschen von allen Arten — Männer, Frauen, Kinder, Reiche, Arme, Mächtige und selbst Sünder. Was Jesus vor allem zum größten Menschen machte, der je lebte, war sein überragendes Beispiel der Liebe in Nachahmung seines Vaters. Napoleon Bonaparte soll gesagt haben: „Alexander, Cäsar, Karl der Große und ich haben Weltreiche gegründet; aber wodurch schufen wir unseren Genius? Durch Gewalt. Allein Jesus Christus gründete sein Königreich auf Liebe, und noch heute würden Millionen Menschen für ihn sterben.“
22. Was war an Jesu Lehren revolutionär?
22 Jesu Lehren waren revolutionär. „Widersteht nicht dem, der böse ist“, gebot Jesus, „sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu.“ „Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen.“ „Was ihr wollt, daß euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun“ (Matthäus 5:39, 44; 7:12). Wie anders wäre die Welt, wenn jeder diese erhabenen Lehren beachten würde!
23. Wie erreichte Jesus das Herz der Menschen, und wie veranlaßte er sie, Gutes zu tun?
23 Die Parabeln oder Gleichnisse Jesu gingen zu Herzen, veranlaßten Menschen, Gutes zu tun und Schlechtes zu meiden. Wahrscheinlich kennst du die bekannte Geschichte von dem verachteten Samariter, der einem verletzten Mann von einem anderen Volk half, während fromme Männer vom Volk des Verletzten dies unterließen. Oder das Gleichnis von dem mitfühlenden, zum Vergeben bereiten Vater und seinem verlorenen Sohn. Und nicht zu vergessen die Geschichte von dem König, der einem Sklaven eine Schuld von 60 Millionen Denaren erließ, wohingegen dieser Sklave einen Mitsklaven ins Gefängnis brachte, der eine Schuld von nur 100 Denaren nicht bezahlen konnte. Durch einfache Veranschaulichungen zeigte Jesus, wie abstoßend Taten der Selbstsucht und der Habgier sind, wie anziehend dagegen Taten der Liebe und der Barmherzigkeit (Matthäus 18:23-35; Lukas 10:30-37; 15:11-32).
24. Wieso können wir sagen, daß Jesus ohne Zweifel der größte Mensch war, der je lebte?
24 Aber was die Menschen vor allem zu Jesus hinzog und zum Guten beeinflußte, war die Tatsache, daß sein Leben vollkommen mit dem übereinstimmte, was er lehrte. Er praktizierte, was er predigte. Geduldig ertrug er die Fehler anderer. Als sich seine Jünger darüber stritten, wer größer sei, wies er sie gütig zurecht, statt sie scharf zu rügen. Er diente demütig ihren Bedürfnissen, ja wusch ihnen sogar die Füße (Markus 9:30-37; 10:35-45; Lukas 22:24-27; Johannes 13:5). Und schließlich erlitt er bereitwillig einen qualvollen Tod, nicht nur zu ihren Gunsten, sondern zugunsten der gesamten Menschheit. Jesus war ohne Zweifel der größte Mensch, der je lebte.
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Erwiderst du Jesu Liebe?Der Wachtturm 1992 | 15. Februar
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Erwiderst du Jesu Liebe?
„Die Liebe, die der Christus hat, drängt uns“ (2. KORINTHER 5:14).
1. Wie läßt sich Jesu Liebe beschreiben?
WIE wunderbar die Liebe Jesu doch ist! Es erfüllt uns mit tiefer Dankbarkeit, wenn wir daran denken, welch unbeschreibliche Leiden er auf sich nahm, als er das Lösegeld erbrachte, durch das allein wir ewiges Leben erlangen können. Jehova Gott und Jesus ergriffen die Initiative. Sie liebten uns zuerst, während wir noch Sünder waren (Römer 5:6-8; 1. Johannes 4:9-11). „Die Liebe des Christus zu erkennen“, schrieb der Apostel Paulus, „[übersteigt] die Erkenntnis“ (Epheser 3:19). Ja, Jesu Liebe übersteigt bei weitem akademisches Kopfwissen. Sie geht über alles hinaus, was Menschen jemals gesehen oder erlebt haben.
2. Was kann Jesus nicht davon abhalten, uns zu lieben?
2 In seinem Brief an die Christen in Rom fragte Paulus: „Wer wird uns von der Liebe des Christus trennen? Etwa Drangsal oder Bedrängnis oder Verfolgung oder Hunger oder Nacktheit oder Gefahr oder das Schwert?“ Nichts dergleichen kann Jesus davon abhalten, uns zu lieben. „Ich bin überzeugt“, schrieb Paulus weiter, „daß weder Tod noch Leben, noch Engel, noch Regierungen, noch Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch Mächte, noch Höhe, noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung imstande sein wird, uns von Gottes Liebe zu trennen, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Römer 8:35-39).
3. Was nur kann Jesus und seinen Vater veranlassen, uns zu verlassen?
3 Die Liebe Jehovas und Jesu Christi zu uns ist so machtvoll. Es gibt nur eines, was sie veranlassen könnte, uns nicht mehr zu lieben: wenn wir ihre Liebe vorsätzlich zurückweisen und uns weigern, ihren Geboten nachzukommen. Ein Prophet Gottes erklärte einem judäischen König einmal: „Jehova ist mit euch, solange es sich erweist, daß ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen, doch wenn ihr ihn verlaßt, wird er euch verlassen“ (2. Chronika 15:2). Wer von uns möchte je solch wundervollen, mitfühlenden Freunden wie Jehova Gott und seinem Sohn, Jesus Christus, den Rücken kehren?
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