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  • Tut dies „zur Erinnerung an mich“
    Der Wachtturm 2013 | 15. Dezember
    • DIE SYMBOLE

      5. Welche Vorbereitungen ließ Jesus für das letzte Passah mit den Aposteln treffen?

      5 Als Jesus seine Apostel beauftragte, einen Raum für das Passahmahl vorzubereiten, sagte er nichts von aufwendiger Dekoration. Wahrscheinlich dachte er einfach an einen passenden, sauberen Raum, in dem die Eingeladenen genug Platz hätten. (Lies Markus 14:12-16.) Die Apostel hatten für das Mahl Verschiedenes zu besorgen, darunter ungesäuertes Brot und Rotwein. Auf diese beiden Symbole lenkte Jesus nach dem Passahmahl die Aufmerksamkeit.

      6. (a) Was sagte Jesus nach dem Passahmahl über das Brot? (b) Was für ein Brot wird beim Gedächtnismahl verwendet?

      6 Wie der Apostel Matthäus, ein Augenzeuge, später schrieb, „nahm Jesus ein Brot, und nachdem er einen Segen gesprochen hatte, brach er es, gab es den Jüngern und sagte: ‚Nehmt, esst!‘ “ (Mat. 26:26). Das „Brot“ war, wie beim Passah üblich, ungesäuert (2. Mo. 12:8; 5. Mo. 16:3). Es bestand aus Weizenmehl und Wasser und wurde ohne Sauerteig oder Gewürze wie zum Beispiel Salz gebacken. Da es kein Treibmittel enthielt, ging es nicht auf. Es war einfaches, trockenes Brot, das sich leicht in Stücke brechen ließ, ähnlich wie Knäckebrot. Vor dem Gedächtnismahl bitten die Ältesten vielleicht jemanden, solches Brot selbst herzustellen. Dazu bereitet man einen Teig aus Weizenmehl und Wasser zu und backt ihn auf einem leicht eingeölten Blech. (Wo kein Weizenmehl erhältlich ist, kann man auch Reis-, Gersten-, Maismehl oder Ähnliches verwenden.) Oder man nimmt jüdischen Matzen, sofern er ohne Zusätze wie Malz, Eier oder Zwiebeln hergestellt wurde.

      7. Was für einen Wein benutzte Jesus, und welche Art Wein kann heute beim Gedächtnismahl verwendet werden?

      7 Matthäus berichtet weiter: „Auch nahm er [Jesus] einen Becher, und nachdem er Dank gesagt hatte, gab er ihnen diesen und sprach: ‚Trinkt daraus, ihr alle‘ “ (Mat. 26:27, 28). In dem Becher war Rotwein. (Traubensaft konnte es nicht gewesen sein, da die Traubenernte längst vorbei war.) Bei der ursprünglichen Feier in Ägypten benutzte man zwar keinen Wein, aber Jesus wendete nichts dagegen ein, dass beim Passah Wein getrunken wurde. Er gebrauchte ja sogar beim Abendmahl etwas davon. Deshalb gehört auch bei uns heute Wein zum Gedächtnismahl. Da allerdings der Wert des Blutes Jesu nicht irgendwie erhöht oder verstärkt werden musste, darf auch der Wein nicht mit Weinbrand oder Gewürzen verstärkt sein. Es sollte ein Rotwein sein — entweder ein hausgemachter oder ein handelsüblicher Wein wie Beaujolais, Burgunder oder Chianti.

      SYMBOLE MIT TIEFER BEDEUTUNG

      8. Warum interessieren wir uns für die Bedeutung des Brotes und des Weins?

      8 Paulus machte klar, dass nicht nur die Apostel, sondern auch andere Christen das Abendmahl feiern sollten. An seine Glaubensbrüder in Korinth schrieb er: „Ich habe das vom Herrn empfangen, was ich euch auch übermittelt habe, dass der Herr Jesus . . . ein Brot nahm, und nachdem er Dank gesagt hatte, brach er es und sprach: ‚Dies bedeutet meinen Leib, der für euch ist. Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich‘ “ (1. Kor. 11:23, 24). Deshalb begehen wir noch heute jedes Jahr diesen besonderen Anlass und interessieren uns sehr für die Bedeutung des Brotes und des Weins.

      9. Welche falsche Ansicht gibt es über das Brot?

      9 Manche Kirchgänger betonen allerdings, dass Jesus wörtlich gesagt hatte: „Das ist mein Leib.“ Sie glauben, das Brot habe sich durch ein Wunder in sein Fleisch verwandelt. Das kann aber nicht sein.a Jesu Leib war ja präsent — vor den Augen seiner treuen Apostel —, ebenso wie das ungesäuerte Brot, von dem sie essen sollten. Ganz offensichtlich gebrauchte Jesus wie so oft eine symbolische Sprache (Joh. 2:19-21; 4:13, 14; 10:7; 15:1).

      10. Was stellt beim Abendmahl das Brot dar?

      10 Das Brot, das die Apostel vor sich sahen und von dem sie gleich essen würden, bedeutete Jesu Leib. Welchen Leib? Früher dachten wir, mit dem Brot sei der „Leib des Christus“, das heißt die Versammlung Gesalbter, gemeint, weil Jesus das Brot brach, jedoch keiner seiner eigenen Knochen gebrochen wurde (Eph. 4:12; Röm. 12:4, 5; 1. Kor. 10:16, 17; 12:27). Doch später kam man durch logische Überlegungen und biblische Aussagen zu dem Schluss, dass das Brot den menschlichen Leib Jesu darstellt, der für ihn „bereitet“ wurde. Schließlich hat Jesus ja „im Fleische gelitten“, ja er wurde sogar an einen Pfahl geschlagen. Das Brot beim Abendmahl symbolisiert somit den Leib, den Jesus für unsere Sünden opferte (1. Pet. 2:21-24; 4:1; Joh. 19:33-36; Heb. 10:5-7).

      11, 12. (a) Welchen Hinweis gab Jesus zum Wein? (b) Was stellt beim Abendmahl der Wein dar?

      11 Das hilft uns, Jesu anschließende Worte über den Wein zu verstehen. Wir lesen: „Ebenso tat er auch in Bezug auf den Becher nach dem Abendmahl, indem er sprach: ‚Dieser Becher bedeutet den neuen Bund kraft meines Blutes‘ “ (1. Kor. 11:25). Viele Bibeln gebrauchen eine ähnliche Ausdrucksweise wie die wörtliche Übersetzung Martin Luthers: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut“ (Textauszeichnung von uns). War der Becher oder Kelch, den Jesus in der Hand hielt, der neue Bund? Nein. Das Wort „Becher“ bezog sich auf den Inhalt: den Wein. Und was bedeutete der Wein nach Jesu Worten? Was stellte er dar? Jesu vergossenes Blut.

      12 Gemäß dem Markusevangelium sagte Jesus: „Dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler vergossen werden wird“ (Mar. 14:24). Ja, Jesu Blut würde „zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden“ (Mat. 26:28). Der Rotwein symbolisiert also passenderweise Jesu buchstäbliches Blut. Dieses Blut kann uns Befreiung durch Lösegeld bringen, „ja die Vergebung unserer Verfehlungen“. (Lies Epheser 1:7.)

      Die Apostel tranken von dem Wein, der Jesu Blut des Bundes darstellt (Siehe Absatz 11, 12)

  • Tut dies „zur Erinnerung an mich“
    Der Wachtturm 2013 | 15. Dezember
    • a Der deutsche Theologe Heinrich Meyer wies darauf hin, dass „der Leib Jesu noch ungebrochen (ungetödtet) und sein Blut noch unvergossen war, mithin keiner der Tischgenossen das hiernach absolut Unmögliche, den Leib und das Blut des Herrn irgendwie wirklich zu essen und zu trinken, denken konnte; Jesus beabsichtigte bestimmt nicht, dass man seine einfachen Worte in einem Sinn verstand, den sie damals gar nicht zuließen“.

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