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  • Gottes Herde mit Liebe hüten
    Der Wachtturm 1994 | 1. Oktober
    • Grausame Hirten in Israel

      9, 10. Beschreibe die Führer des alten Israel und des ersten Jahrhunderts.

      9 Im Gegensatz zu Jesus hatten in seinen Tagen die geistlichen Führer Israels keine Liebe zu den Schafen. Sie glichen den israelitischen Herrschern früherer Zeiten, von denen Jehova gesagt hatte: „Wehe den Hirten Israels, die solche geworden sind, die sich selbst weiden! Sollten die Hirten nicht die Kleinviehherde weiden? ... Die Erkrankten habt ihr nicht gestärkt, und das Leidende habt ihr nicht geheilt, und das Gebrochene habt ihr nicht verbunden, und das Versprengte habt ihr nicht zurückgebracht, und das Verlorene habt ihr nicht zu finden gesucht, sondern mit Härte habt ihr sie untertan gehalten, ja tyrannisch“ (Hesekiel 34:2-4).

      10 Die jüdischen geistlichen Führer des ersten Jahrhunderts waren genauso hartherzig wie diese politischen Hirten (Lukas 11:47-52). Um dies zu veranschaulichen, erzählte Jesus von einem Juden, der beraubt, geschlagen und halb tot am Straßenrand liegengelassen wurde. Ein israelitischer Priester näherte sich, aber als er den Juden sah, ging er auf der anderen Straßenseite vorüber. Ein Levit tat dasselbe. Dann kam ein Nichtisraelit vorbei, ein verachteter Samariter; er hatte Mitleid mit dem Opfer. Er verband ihm die Wunden, brachte ihn auf einem Lasttier zu einer Herberge und versorgte ihn. Er bezahlte den Herbergswirt und sagte, er werde zurückkehren und auch für zusätzliche Kosten aufkommen (Lukas 10:30-37).

      11, 12. (a) Wodurch trieben die geistlichen Führer der Tage Jesu die Bosheit auf die Spitze? (b) Was taten die Römer schließlich mit den geistlichen Führern?

      11 Die geistlichen Führer der Tage Jesu waren äußerst verderbt; die Oberpriester und die Pharisäer versammelten, nachdem Jesus Lazarus von den Toten auferweckt hatte, den Sanhedrin und sagten: „Was sollen wir tun, denn dieser Mensch tut viele Zeichen? Wenn wir ihn so gewähren lassen, werden sie alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und sowohl unsere Stätte als auch unsere Nation wegnehmen“ (Johannes 11:47, 48). Für sie war es völlig unerheblich, daß Jesus für den Toten etwas Gutes getan hatte. Sie waren nur um ihre Stellung besorgt. „Darum hielten sie von jenem Tag an Rat, um ihn [Jesus] zu töten“ (Johannes 11:53).

      12 Als Steigerung ihrer Bosheit hielten die Oberpriester dann sogar Rat, „um auch Lazarus zu töten, weil viele von den Juden seinetwegen dorthin gingen und an Jesus glaubten“ (Johannes 12:10, 11). Ihre selbstsüchtigen Bemühungen zur Bewahrung ihrer Stellung waren jedoch nutzlos, denn Jesus hatte ihnen angekündigt: „Euer Haus wird euch verödet überlassen“ (Matthäus 23:38). In Erfüllung dieser Worte kamen noch in jener Generation die Römer und nahmen ihnen ‘ihre Stätte und ihre Nation’ weg — und ihr Leben.

  • Gottes Herde mit Liebe hüten
    Der Wachtturm 1994 | 1. Oktober
    • [Bilder auf Seite 17]

      Die verderbten geistlichen Führer verschworen sich, um Jesus zu töten

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