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19. Bibelbuch — Psalmen„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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25. (a) Wovon sind die Psalmen voll? (b) Mit welchen Psalmtexten bewies Petrus, daß Jesus der größere David ist?
25 Die Psalmen sind voll von Prophezeiungen, die auf Jesus Christus, den „Sohn Davids“, hindeuten und auf die Rolle, die er als Jehovas Gesalbter und König spielen würdea (Mat. 1:1). Am Pfingsttag des Jahres 33 u. Z., als die Christenversammlung entstand, begannen die Apostel unter der Einwirkung des heiligen Geistes zu verstehen, wie sich diese Prophezeiungen erfüllten. An jenem Tag zitierte Petrus bei der Entwicklung des Themas seiner berühmten Ansprache wiederholt aus den Psalmen. Seine Ausführungen drehten sich um einen Mann, um „Jesus, den Nazarener“. Der zweite Teil seiner Darlegung, in der er bewies, daß Christus Jesus der größere David ist und daß Jehova Jesu Seele nicht im Hades ließ, sondern ihn von den Toten auferweckte, gründete sich fast vollständig auf Anführungen aus den Psalmen. „David [ist] nicht in die Himmel aufgefahren“, wohl aber sein Herr, wie es in Psalm 110:1 vorhergesagt wurde. Wer ist Davids Herr? Petrus kommt zum Höhepunkt seiner Rede mit der überzeugenden Antwort: „Jesus, den ihr an den Pfahl brachtet“ (Apg. 2:14-36; Ps. 16:8-11; 132:11).
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19. Bibelbuch — Psalmen„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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28. (a) Was zeigt Paulus in Hebräer, Kapitel 1 bis 3, anhand von Psalmtexten? (b) Was legt Paulus aufgrund von Psalm 110:4 über das melchisedeksche Priestertum dar?
28 Nun wollen wir einen Blick auf den Hebräerbrief werfen. In den ersten beiden Kapiteln finden wir eine Anzahl Zitate aus den Psalmen über den Vorrang, den Jesus, der inthronisierte himmlische Sohn Gottes, vor den Engeln hat. Paulus weist auf Psalm 22:22 und andere Texte hin, um zu zeigen, daß Jesus eine Versammlung von „Brüdern“ hat, die ein Teil des Samens Abrahams und „Mitgenossen der himmlischen Berufung“ sind (Heb. 2:10-13, 16; 3:1). Von Hebräer 6:20 an und im ganzen 7. Kapitel schreibt der Apostel über die weitere Aufgabe Jesu, nämlich „für immer Hoherpriester nach der Weise Melchisedeks“ zu sein. Das bezieht sich auf Gottes eidgebundene Verheißung in Psalm 110:4, die Paulus immer wieder anführt, um den Vorrang des Priestertums Jesu vor dem aaronischen Priestertum zu beweisen. Paulus erklärt, Jesus Christus sei aufgrund eines Eidschwurs Jehovas Priester — nicht auf der Erde, sondern im Himmel — und er sei „ein Priester für immer“, d. h., der Nutzen seines Priesterdienstes wird ewig sein (Heb. 7:3, 15-17, 23-28).
29. Wessen Ergebenheit, die in den Psalmen erwähnt und in Hebräer 10:5-10 erklärt wird, sollten wir uns zum Vorbild nehmen?
29 Ferner wird in Hebräer 10:5-10 über Jesus gesagt, daß er genau verstand, welchen Opferweg er gemäß dem Willen Gottes gehen sollte, und daß er entschlossen war, diesen Willen auszuführen. Das stützt sich auf die Worte Davids in Psalm 40:6-8. Es ist für uns alle von größtem Nutzen, über diese vorbildliche Ergebenheit nachzudenken und sie nachzuahmen, um Gottes Wohlgefallen zu erlangen. (Siehe auch Psalm 116:14-19.)
30. Wie wurde in den Psalmen Jesu Opferweg im einzelnen vorhergesagt, und inwiefern muß das ein Trost für ihn gewesen sein?
30 Der Weg, den Jesus einschlug und der im Martyrium am Pfahl gipfelte, war in den Psalmen erstaunlich genau vorausgesagt worden; zum Beispiel, daß man ihm Essig zu trinken gab und Lose über seine äußeren Kleider warf, die grausame Behandlung seiner Hände und Füße, der Spott und der bitteren Seelenqualen entspringende peinvolle Schrei: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mat. 27:34, 35, 43, 46; Ps. 22:1, 7, 8, 14-18; 69:20, 21). Wie aus Johannes 19:23-30 zu erkennen ist, muß Jesus sogar in diesen Stunden viel Trost und Anleitung aus den Psalmen empfangen haben, denn er wußte, daß sich alle diese Schrifttexte bis zur letzten Einzelheit erfüllen mußten. Jesus wußte auch, daß die Psalmen von seiner Auferstehung und Erhöhung sprachen. Zweifellos dachte er an all das, als er in der letzten Nacht vor seinem Tod die „Lobgesänge“ bzw. die Psalmen anstimmte und mit seinen Jüngern sang (Mat. 26:30).
31. Was wird in den Psalmen in bezug auf den Königreichssamen und die Versammlung Jesu vorausgesagt?
31 In den Psalmen wird somit deutlich gezeigt, daß Christus Jesus der „Sohn Davids“ ist, der Königreichssame, der jetzt als König und Priester im himmlischen Zion erhöht ist. Aus Platzgründen ist es nicht möglich, alle in den Christlichen Griechischen Schriften angeführten Psalmtexte, die sich an diesem Gesalbten Jehovas erfüllt haben, zu erwähnen, aber einige weitere Beispiele seien noch angeführt: Ps. 78:2 — Mat. 13:31-35; Ps. 69:4 — Joh. 15:25; Ps. 118:22, 23 — Mar. 12:10, 11 und Apg. 4:11; Ps. 34:20 — Joh. 19:33, 36; Ps. 45:6, 7 — Heb. 1:8, 9.
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