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„Das wahre Brot vom Himmel“Der größte Mensch, der je lebte
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Unsere Vorväter aßen das Manna in der Wildnis, so wie geschrieben steht: ‚Er gab ihnen Brot aus dem Himmel zu essen.‘ “
In seiner Entgegnung auf ihre Bitte um ein Zeichen weist Jesus deutlich auf den Quell der Wundertaten hin. Er sagt: „Nicht Moses gab euch das Brot vom Himmel, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. Denn das Brot Gottes ist der, der vom Himmel herabkommt und der Welt Leben gibt.“
„Herr“, sagen die Menschen, „gib uns dieses Brot allezeit.“
„Ich bin das Brot des Lebens“, erklärt Jesus. „Wer zu mir kommt, wird überhaupt nicht hungrig werden, und wer Glauben an mich ausübt, wird überhaupt nie durstig werden. Ich habe euch aber gesagt: Ihr habt mich sogar gesehen, und dennoch glaubt ihr nicht. Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und den, der zu mir kommt, will ich keinesfalls wegtreiben; denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. Dies ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, daß ich von allem, was er mir gegeben hat, nichts verliere, sondern daß ich es am letzten Tag zur Auferstehung bringe. Denn dies ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und Glauben an ihn ausübt, ewiges Leben habe.“
Daraufhin beginnen die Juden über Jesus zu murren, weil er gesagt hat: „Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.“ Sie sehen in ihm lediglich den Sohn menschlicher Eltern und bringen daher denselben Einwand vor wie die Nazarener: „Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kommt es, daß er nun sagt: ‚Ich bin vom Himmel herabgekommen.‘?“
„Hört auf, untereinander zu murren“, erwidert Jesus. „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn; und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen. Es steht in den PROPHETEN geschrieben: ‚Und sie werden alle von Jehova belehrt sein.‘ Jeder, der vom Vater gehört und gelernt hat, kommt zu mir. Nicht, daß jemand den Vater gesehen hat, ausgenommen der, der von Gott her ist; dieser hat den Vater gesehen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben.“
Jesus fährt fort und wiederholt: „Ich bin das Brot des Lebens. Eure Vorväter aßen das Manna in der Wildnis und starben trotzdem. Dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, damit irgend jemand davon esse und nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er immerdar leben.“ Ja, wenn die Menschen Glauben an Jesus ausüben, der von Gott ausgesandt worden ist, können sie ewiges Leben erhalten. Kein Manna und kein anderes Brot dieser Art kann das bewirken.
Offensichtlich begann die Diskussion in bezug auf das Brot vom Himmel, kurz nachdem die Leute Jesus in der Nähe von Kapernaum gefunden hatten. Sie wird jedoch fortgesetzt und erreicht erst später ihren Höhepunkt, als Jesus in einer Synagoge in Kapernaum lehrt.
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Viele Jünger folgen Jesus nicht mehr nachDer größte Mensch, der je lebte
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Viele Jünger folgen Jesus nicht mehr nach
JESUS spricht in der Synagoge von Kapernaum über seine Rolle als das wahre Brot vom Himmel. Er setzt hier offensichtlich das Gespräch mit jenen Leuten fort, die nach ihm gesucht hatten, als sie von der Ostseite des Galiläischen Meeres zurückgekehrt waren. Sie hatten dort von den Broten und Fischen gegessen, die durch ein Wunder beschafft worden waren.
Jesus äußert sich jetzt wie folgt: „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch zugunsten des Lebens der Welt.“ Zwei Jahre zuvor, im Frühling des Jahres 30 u. Z., hatte Jesus zu Nikodemus gesagt, Gott habe die Welt so sehr geliebt, daß er seinen Sohn als Retter gesandt hat. Somit zeigt Jesus jetzt, daß jeder aus der Menschenwelt, der symbolisch von seinem Fleisch ißt, indem er Glauben an sein Opfer ausübt, das er bald darbringen wird, ewiges Leben erlangen kann.
Die Leute straucheln jedoch über Jesu Worte. „Wie kann uns dieser sein Fleisch zu essen geben?“ fragen sie. Jesus möchte seinen Zuhörern verständlich machen, daß das Essen seines Fleisches sinnbildlich gemeint ist. Um das hervorzuheben, sagt er etwas, was noch anstößiger erscheint, würde man es buchstäblich nehmen.
„Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt“, erklärt Jesus, „so habt ihr kein Leben in euch selbst. Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm.“
Es stimmt, Jesu Lehre wäre äußerst anstößig, wenn er hier zum Kannibalismus aufforderte. Aber Jesus befürwortet natürlich nicht das buchstäbliche Essen seines Fleisches oder das Trinken seines Blutes. Er weist nur nachdrücklich darauf hin, daß alle, die ewiges Leben erlangen möchten, Glauben an das Opfer ausüben müssen, das er durch die Opferung seines vollkommenen menschlichen Körpers und das Vergießen seines Blutes darbringen wird. Doch sogar viele seiner Jünger wollen nicht verstehen, was er lehrt, und protestieren: „Diese Rede ist anstößig; wer kann sie anhören?“
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