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Jesus als größeren David und größeren Salomo schätzenDer Wachtturm 2009 | 15. April
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Salomos Bitte um Weisheit erfüllt
12. Worum bat Salomo?
12 Auch Salomo, Davids Sohn, stellte Jesus prophetisch dar.c Als Salomo König wurde, erschien ihm Jehova in einem Traum und sagte, er würde ihm jede Bitte gewähren. Salomo hätte sich größeren Reichtum, mehr Macht oder ein längeres Leben wünschen können. Stattdessen bat er Jehova selbstlos: „Gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, damit ich vor diesem Volk ausziehen und damit ich einziehen kann, denn wer könnte dieses dein großes Volk richten?“ (2. Chr. 1:7-10). Jehova erfüllte Salomos Bitte. (Lies 2. Chronika 1:11, 12.)
13. Wieso war Salomos Weisheit ohnegleichen, und woher kam sie?
13 Solange Salomo Jehova treu war, gab es niemand, der so weise Worte äußerte wie er. Salomo kannte „dreitausend Sprüche“ (1. Kö. 4:30, 32, 34). Viele davon wurden aufgeschrieben und werden immer noch von Menschen geschätzt, die nach Weisheit suchen. Die Königin von Scheba reiste rund 2 400 Kilometer weit, um Salomos Weisheit durch „Rätselfragen“ auf die Probe zu stellen. Sie war beeindruckt von Salomos Worten und dem Wohlstand in seinem Königreich (1. Kö. 10:1-9). Die Bibel zeigt, woher seine Weisheit kam, wenn sie sagt: „Alles Volk der Erde suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hören, die Gott in sein Herz gelegt hatte“ (1. Kö. 10:24).
Folgt dem weisen König!
14. In welcher Hinsicht war Jesus „mehr als Salomo“?
14 Es gab nur einen Menschen, der Salomo an Weisheit weit übertraf. Das war Jesus Christus, der von sich selbst sagte, er sei „mehr als Salomo“ (Mat. 12:42). Jesus äußerte „Worte ewigen Lebens“ (Joh. 6:68). In der Bergpredigt beispielsweise vertiefte er einige der Grundsätze, auf die bereits in den Sprüchen Salomos eingegangen wurde. Salomo erwähnte manches, was Anbeter Jehovas glücklich macht (Spr. 3:13; 8:32, 33; 14:21; 16:20). Wie Jesus verdeutlichte, hängt wahres Glück davon ab, Jehova anzubeten und auf seine Verheißungen zu vertrauen. Er sagte: „Glücklich sind die, die sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst sind, da das Königreich der Himmel ihnen gehört“ (Mat. 5:3). Wer die in Jesu Lehren enthaltenen Grundsätze auslebt, kommt Jehova, dem „Quell des Lebens“, immer näher (Ps. 36:9; Spr. 22:11; Mat. 5:8). Christus ist der Inbegriff der „Weisheit Gottes“ (1. Kor. 1:24, 30). Als messianischer König verfügt er über den „Geist der Weisheit“ (Jes. 11:2).
15. Wie können wir uns Gottes Weisheit zunutze machen?
15 Wie können wir uns als Nachfolger des größeren Salomo die Weisheit Jehovas zunutze machen? Da sie in seinem Wort enthalten ist, müssen wir uns bemühen, sie zu finden — dadurch, dass wir die Bibel, vor allem die Worte Jesu, gründlich studieren und über das Gelernte nachsinnen (Spr. 2:1-5). Außerdem sollten wir Gott unablässig um Weisheit bitten. Gottes Wort versichert uns, dass unsere aufrichtigen Gebete um Hilfe erhört werden (Jak. 1:5). Mit der Hilfe des heiligen Geistes werden wir in Gottes Wort Kleinode der Weisheit finden, die uns helfen können, mit Problemen richtig umzugehen und weise zu entscheiden (Luk. 11:13). Salomo wurde auch „der Versammler“ genannt, der „das Volk fortwährend Erkenntnis [lehrte]“ (Pred. 12:9, 10). Jesus, das Haupt der Versammlung, ist ebenfalls der Versammler seines Volkes (Joh. 10:16; Kol. 1:18). Daher tun wir gut, unsere Zusammenkünfte zu besuchen, wo wir „fortwährend“ belehrt werden.
16. Nenne eine weitere Gemeinsamkeit von Salomo und Jesus.
16 Salomo war ein sehr tatkräftiger König. Er setzte ein landesweites Bauprogramm in Gang und beaufsichtigte den Bau von Palästen, Straßen, Zisternen, Vorratsstädten, Wagenstädten und Städten für die Reiter (1. Kö. 9:17-19). Seine Bautätigkeit kam dem ganzen Königreich zugute. Auch Jesus ist ein „Baumeister“. Er baute seine Versammlung auf den „Felsen“ (Mat. 16:18). In der neuen Welt wird er ebenfalls die Bautätigkeit beaufsichtigen (Jes. 65:21, 22).
Folgt dem König des Friedens!
17. (a) Was charakterisierte Salomos Herrschaft? (b) Was konnte Salomo trotz allem nicht?
17 Der Name „Salomo“ geht auf das Wurzelwort für „Frieden“ zurück. König Salomo regierte in Jerusalem, ein Name, der „Besitztum zweifachen Friedens“ bedeutet. Seine 40-jährige Regierungszeit zeichnete sich durch beispiellosen Frieden in der Nation Israel aus. Die Bibel sagt über jene Jahre: „Juda und Israel wohnten fortwährend in Sicherheit, ein jeder unter seinem eigenen Weinstock und unter seinem eigenen Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, alle Tage Salomos“ (1. Kö. 4:25). Trotz all seiner Weisheit konnte Salomo seine Untertanen nicht aus den Fesseln von Krankheit, Sünde und Tod befreien. Genau das wird aber der größere Salomo tun. (Lies Römer 8:19-21.)
18. Wodurch zeichnet sich die Christenversammlung aus?
18 Schon heute haben wir in der Christenversammlung Frieden und befinden uns tatsächlich in einem geistigen Paradies. Wir haben auch Frieden mit Gott und mit unseren Mitmenschen, so wie es Jesaja für unsere Zeit voraussagte: „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation das Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen“ (Jes. 2:3, 4). Wenn wir im Einklang mit Gottes Geist handeln, tragen wir zur Schönheit des geistigen Paradieses bei.
19, 20. Worauf können wir uns freuen?
19 Die Zukunft wird allerdings noch schöner sein. Während sich gehorsame Menschen unter der Herrschaft Jesu eines einzigartigen Friedens erfreuen, werden sie nach und nach „von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht“, bis sie menschliche Vollkommenheit erreichen (Röm. 8:21). Am Ende der Tausendjahrherrschaft gilt es, die Schlussprüfung zu bestehen, um dann zu den „Sanftmütigen“ zu gehören, die „die Erde besitzen“. Diese „werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Ps. 37:11; Offb. 20:7-10). Wir können uns heute noch gar nicht vorstellen, wie viel besser die Herrschaft Jesu Christi sein wird als die Herrschaft Salomos.
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Jesus als größeren David und größeren Salomo schätzenDer Wachtturm 2009 | 15. April
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c Ein anderer Name Salomos lautet interessanterweise Jedidjah, was „Geliebter Jahs“ bedeutet (2. Sam. 12:24, 25).
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