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Was sagt die Bibel über Gott und Jesus?Sollte man an die Dreieinigkeit glauben?
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Jesus eine getrennte Schöpfung
ALS Jesus auf der Erde war, war er ein Mensch, allerdings ein vollkommener, denn Gott hatte die Lebenskraft Jesu in den Mutterleib der Maria verpflanzt (Matthäus 1:18-25). Aber das war nicht sein Anfang. Er erklärte selbst, er sei „vom Himmel“ herabgekommen (Johannes 3:13). Es war daher ganz natürlich, daß er später seine Nachfolger fragte: „Wenn ihr nun den Menschensohn [Jesus] dahin hinaufsteigen seht, wo er ehedem war?“ (Johannes 6:62, JB).
Jesus hatte somit, bevor er auf die Erde kam, bereits im Himmel gelebt. Existierte er indessen als eine der Personen einer allmächtigen und ewigen dreieinigen Gottheit? Nein, denn die Bibel sagt deutlich, daß Jesus in seinem vormenschlichen Dasein ein von Gott geschaffenes Geistwesen war wie die Engel. Weder die Engel noch Jesus hatten vor ihrer Erschaffung existiert.
Jesus war in seinem vormenschlichen Dasein „der Erstgeborene der ganzen Schöpfung“ (Kolosser 1:15, Einheitsübersetzung). Er war „der Anfang der Schöpfung Gottes“ (Offenbarung 3:14, JB). Man ist nicht berechtigt, den Ausdruck „Anfang“ (griechisch: archḗ) so auszulegen, als bedeute er, daß Jesus der „Anfänger“ der Schöpfung Gottes war. Johannes gebraucht in seinen Schriften über 20mal verschiedene Formen des griechischen Wortes archḗ, und jedesmal haben die Wörter den Sinn von „Anfang“. Ja, Jesus wurde von Gott als der Anfang der unsichtbaren Schöpfungen Gottes erschaffen.
Man beachte, wie genau diese Bezugnahmen auf den Ursprung Jesu mit den Wendungen übereinstimmen, die von der bildlichen „Weisheit“ im Bibelbuch Sprüche geäußert werden: „Mich hat Jahwe geschaffen als Erstling seines Waltens, als frühestes seiner Werke von urher. Bevor die Berge gegründet waren, vor den Hügeln ward ich hervorgebracht, als er das Land und die Fluren noch nicht gemacht, nicht die ersten Schollen der Erde“ (Sprüche 8:12, 22, 25, 26, JB). Die Bezeichnung „Weisheit“ wird gebraucht, um den zu versinnbildlichen, den Gott schuf; und die meisten Gelehrten stimmen darin überein, daß es sich hier tatsächlich um eine auf den vormenschlichen Jesus — damals ein Geistgeschöpf — angewandte Redefigur handelt.
Jesus — als „Weisheit“ in seinem vormenschlichen Dasein — sagte weiter, daß er „neben ihm [Gott] zum Werkmeister“ wurde (Sprüche 8:30). Im Einklang mit Jesu Rolle als Werkmeister wird in Kolosser 1:16 von ihm gesagt: „Durch ihn hat Gott alles andere im Himmel und auf der Erde gemacht“ (Gute Nachricht für Sie).
Somit schuf Gott, der Allmächtige, durch seinen Werkmeister oder sozusagen durch seinen „Juniorpartner“ alle anderen Dinge. Die Bibel faßt das wie folgt zusammen: „So haben wir doch nur einen Gott, den Vater, aus dem alles ist ..., und wir haben nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den alles ist“ (1. Korinther 8:6, JB; Kursivschrift von uns).
Zweifellos sprach Gott zu diesem Werkmeister, als er sagte: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde“ (1. Mose 1:26). Einige haben behauptet, daß in diesem Text die Wörter „uns“ und „unserem“ auf eine Dreieinigkeit schließen ließen. Wenn du jedoch sagen würdest: „Nun wollen wir etwas für uns machen“, käme normalerweise niemand auf den Gedanken, diese Worte deuteten an, daß in dir mehrere Personen vereinigt seien. Sondern du willst lediglich sagen, daß zwei oder mehr Personen zusammenarbeiten werden. So ist es auch mit Gott. Als er „uns“ und „unserem“ sagte, sprach er lediglich mit einer anderen Person, mit dem von ihm geschaffenen Geistgeschöpf, seinem Werkmeister, dem vormenschlichen Jesus.
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Was sagt die Bibel über Gott und Jesus?Sollte man an die Dreieinigkeit glauben?
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Inwiefern der „einziggezeugte Sohn“?
DIE Bibel nennt Jesus den „einziggezeugten Sohn“ Gottes (Johannes 1:14; 3:16, 18; 1. Johannes 4:9). Die Trinitarier sagen, da Gott ewig sei, sei auch der Sohn Gottes ewig. Aber wie kann jemand der Sohn seines Vaters sein und gleichzeitig ebenso alt sein wie er?
Die Trinitarier behaupten, im Falle von Jesus entspreche „einziggezeugt“ nicht der Definition von „zeugen“ im Wörterbuch, die lautet: „... (in bezug auf den Mann) ... ein Lebewesen entstehen lassen“ (Deutsches Universalwörterbuch, Duden). Sie sagen, daß es im Falle Jesu bedeute „ein nicht durch Zeugung entstandenes Verhältnis“, das Verhältnis eines einzigen Sohnes (zum Vater) ohne Zeugung (Vine’s Expository Dictionary of Old and New Testament Words). Hört sich das für dich logisch an? Kann ein Mann einen Sohn in die Welt setzen, ohne ihn zu zeugen?
Und außerdem: Warum gebraucht die Bibel das gleiche griechische Wort für „einziggezeugt“ (wie W. E. Vine ohne irgendwelche Erklärung zugibt), um das Verhältnis Isaaks zu Abraham zu beschreiben? In Hebräer 11:17 wird von Isaak gesagt, er sei der „einziggezeugte Sohn“ Abrahams. Im Falle Isaaks kann nicht der geringste Zweifel bestehen, daß er im üblichen Sinn einziggezeugt war, daß er nicht gleich alt war wie sein Vater und nicht die gleiche Stellung hatte wie er.
Das zugrundeliegende griechische Wort für „einziggezeugt“, das für Jesus und Isaak gebraucht wurde, lautet monogenḗs, von mónos, das den Sinn von „einzig“ hat, und gínomai, einem Wurzelwort, das „zum Dasein gelangen, werden, entstehen“ bedeutet (Griechisch-deutsches Wörterbuch von Walter Bauer, herausgegeben von K. und B. Aland, 1988). Deshalb wird monogenḗs wie folgt definiert: „Allein geboren oder gezeugt, einzig(es Kind)“ (Langenscheidts Großwörterbuch Griechisch-Deutsch von Dr. Hermann Menge).
Im Theologischen Wörterbuch zum Neuen Testament, herausgegeben von Gerhard Kittel, heißt es: „[monogenḗs] bedeutet also: einzig-entsprossen, allein entsprossen, dh ohne Geschwister.“ In diesem Werk wird auch gesagt, daß in Johannes 1:18, 3:16, 18 und 1. Johannes 4:9 „Jesu Verhältnis mit dem eines eingeborenen Sohnes zu seinem Vater nicht nur verglichen“ wird, „es ist das des eingeborenen Sohnes zu seinem Vater“.
Das Leben Jesu, des einziggezeugten Sohnes, hatte somit einen Anfang. Und Gott, der Allmächtige, kann mit Recht sein Erzeuger oder Vater genannt werden, und zwar im gleichen Sinn, wie ein irdischer Vater — z. B. Abraham — der Erzeuger eines Sohnes ist (Hebräer 11:17). Wenn also die Bibel von Gott als dem „Vater“ Jesu spricht, meint sie auch, was sie sagt — daß sie zwei getrennte Individuen sind. Gott ist Jesus in bezug auf das Alter, die Stellung, die Macht und das Wissen weit überlegen.
Wenn man bedenkt, daß Jesus nicht der einzige Geistsohn war, den Gott im Himmel schuf, wird einem klar, warum im Falle Jesu der Ausdruck „einziggezeugt“ gebraucht wurde. Zahllose weitere erschaffene Geistwesen, Engel, werden ebenfalls „Söhne Gottes“ genannt — und zwar im gleichen Sinn, wie Adam ein Sohn Gottes war —, weil nämlich ihre Lebenskraft von Jehova Gott stammte, dem Quell des Lebens (Hiob 38:7; Psalm 36:9; Lukas 3:38). Diese alle wurden jedoch durch den „einziggezeugten Sohn“ geschaffen, den einzigen, der direkt von Gott gezeugt worden war (Kolosser 1:15-17).
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