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  • Die richtige Führerschaft — Wo zu finden?
    Der Wachtturm 2002 | 15. März
    • Die richtige Führerschaft — Wo zu finden?

      DIE Bibel sagt: „Natürlich wird jedes Haus von jemandem errichtet, doch der, der alle Dinge errichtet hat, ist Gott“ (Hebräer 3:4; Offenbarung 4:11). Da Jehova, der wahre Gott, uns geschaffen hat, ‘kennt er unser Gebilde’ (Psalm 103:14). Er weiß genau, welche Grenzen und welche Bedürfnisse wir haben. Und weil er ein liebevoller Gott ist, möchte er diese Bedürfnisse stillen (Psalm 145:16; 1. Johannes 4:8). Unser Bedürfnis nach guter Führung ist da nicht ausgenommen.

      Durch den Propheten Jesaja erklärte Jehova: „Siehe! Als Zeugen für die Völkerschaften habe ich ihn gegeben, als Führer und Gebieter für die Völkerschaften“ (Jesaja 55:4). Um herauszufinden, wie die heutige Führungskrise gelöst werden wird, müssen wir unter anderem ermitteln, um wen es sich bei dem hier erwähnten, vom Allmächtigen persönlich eingesetzten Führer handelt, und seine Führung anerkennen. Wer ist also jener vorhergesagte Führer und Gebieter? Welche Referenzen als Führer hat er vorzuweisen? Wohin möchte er uns führen? Was müssen wir tun, um von seiner Führung zu profitieren?

      Der verheißene Führer erscheint

      Vor gut 2 500 Jahren erschien der Engel Gabriel dem Propheten Daniel und teilte ihm mit: „Du solltest wissen und die Einsicht haben, dass es vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis zu dem Messias, dem Führer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen sein werden. Sie wird wiederkehren und tatsächlich wieder gebaut werden, mit einem öffentlichen Platz und Graben, aber in der Bedrängnis der Zeiten“ (Daniel 9:25).

      Der Engel informierte Daniel eindeutig über den genauen Zeitpunkt, zu dem der von Jehova erwählte Führer kommen würde. Erscheinen sollte ‘der Messias, der Führer’, nach Ablauf von 69 „Wochen“, das heißt 483 Jahren, vom Jahr 455 v. u. Z. an gerechnet, als das Wort erging, Jerusalem wieder aufzubauen (Nehemia 2:1-8).a Was geschah nach Ablauf dieser Zeitspanne? Der Evangelist Lukas berichtet: „Im fünfzehnten Jahr der Regierung des Tiberius Cäsar, als Pontius Pilatus Statthalter von Judäa war und Herodes Bezirksherrscher von Galiläa [29 u. Z.] . . ., erging Gottes Ausspruch an Johannes, den Sohn Sacharjas, in der Wildnis. Da kam er in die ganze Umgegend des Jordan und predigte die Taufe als Symbol der Reue zur Vergebung von Sünden.“ Damals war „das Volk in Erwartung“ des Messias, des Führers (Lukas 3:1-3, 15). Zu Johannes kamen zwar große Volksmengen, aber jener Führer war er nicht.

      Etwa im Oktober des Jahres 29 u. Z. kam dann Jesus von Nazareth zu Johannes, um sich taufen zu lassen. Johannes legte Zeugnis ab, indem er sprach: „Ich sah den Geist wie eine Taube aus dem Himmel herabkommen, und er blieb auf ihm. Auch ich kannte ihn nicht, doch der mich gesandt hat, um im Wasser zu taufen, sprach zu mir: ‚Auf wen immer du den Geist herabkommen und auf ihm bleiben siehst, dieser ist es, der in heiligem Geist tauft.‘ Und ich habe es gesehen, und ich habe Zeugnis abgelegt, dass dieser der Sohn Gottes ist“ (Johannes 1:32-34). Bei seiner Taufe wurde Jesus der gesalbte Führer: der Messias oder Christus.

      Ja, es erwies sich, dass Jesus Christus der verheißene „Führer und Gebieter für die Völkerschaften“ war. Und wenn wir seine Führungseigenschaften untersuchen, erkennen wir ohne weiteres, dass er alle Anforderungen, die man heutzutage an einen idealen Führer stellt, noch weit übertrifft.

      Der Messias — ein idealer Führer

      Ein guter Führer gibt klare Anleitung und hilft den seiner Obhut Anvertrauten, die Motivation und die Fähigkeiten zu entwickeln, Schwierigkeiten zu meistern. Für einen erfolgreichen Führer des 21. Jahrhunderts sei dies eine Voraussetzung, heißt es in dem Buch 21st Century Leadership: Dialogues With 100 Top Leaders. Jesus bereitete seine Zuhörer ausgezeichnet darauf vor, das Alltagsleben zu meistern. Betrachten wir nur seinen berühmtesten Vortrag — die Bergpredigt. Seine in Matthäus, Kapitel 5 bis 7 aufgezeichneten Worte enthalten viel praktischen Rat.

      Nehmen wir beispielsweise Jesu Rat, wie man Meinungsverschiedenheiten beilegt. Er sagte: „Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar“ (Matthäus 5:23, 24). Die Initiative zu ergreifen und mit anderen Frieden zu schließen, hat höchste Priorität; es ist sogar wichtiger als eine religiöse Pflicht zu erfüllen, wie das im mosaischen Gesetz vorgeschriebene Darbringen von Opfergaben auf dem Tempelaltar in Jerusalem. Andernfalls sind Handlungen der Anbetung Gott unannehmbar. Jesu Rat ist heute noch genauso praktisch wie vor Jahrhunderten.

      Jesus half seinen Zuhörern auch, die Schlinge der Unsittlichkeit zu meiden. Er sagte ihnen mahnend: „Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ Ich aber sage euch, dass jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat“ (Matthäus 5:27, 28). Welch passende Warnung! Warum sollte man auch nur den Weg einschlagen, der zu Ehebruch führt, indem man sich gedanklich damit beschäftigt? Wie Jesus sagte, kommen Hurereien und Ehebrüche aus dem Herzen (Matthäus 15:18, 19). Wir sind gut beraten, unser Herz zu behüten (Sprüche 4:23).

      Die Bergpredigt enthält auch den ausgezeichneten Rat, seine Feinde zu lieben, freigebig zu sein, materielle Dinge im Vergleich zu geistigen Werten richtig einzustufen und dergleichen mehr (Matthäus 5:43-47; 6:1-4, 19-21, 24-34). Jesus zeigte seinen Zuhörern sogar, wie sie Gottes Hilfe suchen können, indem er sie beten lehrte (Matthäus 6:9-13). ‘Der Messias, der Führer’, verleiht seinen Nachfolgern die nötige Kraft und rüstet sie aus, allgemein menschliche Probleme zu meistern.

      Sechsmal leitete Jesus in der Bergpredigt seine Aussagen mit der Formulierung ein „Ihr habt gehört, dass gesagt wurde“ oder „Außerdem ist gesagt worden“, legte dann jedoch einen anderen Gedanken dar, indem er sagte: „Doch ich sage euch“ (Matthäus 5:21, 22, 27, 28, 31-34, 38, 39, 43, 44). Daraus lässt sich folgern, dass seine Zuhörer es gewohnt waren, auf eine bestimmte Weise zu handeln, nämlich nach den mündlichen Überlieferungen der Pharisäer. Jesus hingegen zeigte ihnen nun einen anderen Weg — einen Weg, der den wahren Geist des mosaischen Gesetzes widerspiegelte. So leitete Jesus eine Wende ein, und er tat es auf eine Art, die es seinen Nachfolgern leicht machte, sie anzunehmen. Jesus veranlasste die Menschen tatsächlich, drastische Änderungen in ihrem Leben vorzunehmen, auf religiösem wie auf sittlichem Gebiet, und zeichnete sich auch dadurch als echter Führer aus.

      In einem Ratgeber für Führungskräfte wird erklärt, wie schwierig es ist, eine derartige Veränderung zu bewirken. Es heißt darin: „Die Führungskraft, die etwas verändern soll, benötigt das Feingefühl eines Sozialarbeiters, den Scharfblick eines Psychologen, die Kondition eines Marathonläufers, die Hartnäckigkeit eines Kampfhunds, das Selbstvertrauen eines Einsiedlers und die Geduld eines Heiligen. Und selbst wenn jemand all diese Eigenschaften in sich vereint, gibt es keine Erfolgsgarantie.“

      „Führungspersönlichkeiten müssen sich selbst so verhalten, wie sie es von ihren Gefolgsleuten erwarten“, hieß es in einem Artikel mit dem Thema „Führungsstil: Kommt es auf den Charakter an?“. Ja, ein guter Führer praktiziert selbst, was er anderen predigt. Wie genau trifft das doch auf Jesus Christus zu! Wohl lehrte er seine Gefährten, demütig zu sein, aber er machte es ihnen auch vor, indem er ihnen zum Beispiel die Füße wusch (Johannes 13:5-15). Er sandte nicht nur seine Jünger aus, die gute Botschaft von Gottes Königreich zu predigen, sondern setzte selbst all seine Kraft in diesem Werk ein (Matthäus 4:18-25; Lukas 8:1-3; 9:1-6; 10:1-24; Johannes 10:40-42). Sogar in Bezug darauf, sich führen zu lassen, gab Jesus ein Beispiel. Er sagte über sich selbst: „Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht“ (Johannes 5:19).

      Aus dem, was wir bis hierher über Jesu Worte und Taten betrachtet haben, ist deutlich erkennbar, dass er der ideale Führer ist. Ja, er übertrifft sogar alle Anforderungen, die Menschen an einen guten Führer stellen würden. Jesus ist vollkommen. Nach seinem Tod und seiner Auferstehung wurde ihm Unsterblichkeit verliehen; er lebt somit ewig (1. Petrus 3:18; Offenbarung 1:13-18). Welcher menschliche Führer könnte an Jesu Befähigung auch nur ansatzweise heranreichen?

      Was müssen wir tun?

      Als regierender König des Königreiches Gottes wird ‘der Messias, der Führer’, gehorsamen Menschen eine Fülle von Segnungen zukommen lassen. Dazu verheißt die Heilige Schrift Folgendes: „Die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken“ (Jesaja 11:9). „Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Psalm 37:11). „Sie werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der sie aufschreckt“ (Micha 4:4). „Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer noch Geschrei noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:3, 4).

      Die heutige Welt erlebt eine Führungskrise. Doch Jesus Christus führt Sanftmütige in eine friedliche neue Welt, in der gehorsame Menschen in der Anbetung Jehovas vereint sein und zur Vollkommenheit vorandrängen werden. Wie wichtig ist es da, sich die Zeit zu nehmen, Erkenntnis über den wahren Gott zu erlangen sowie über den von ihm eingesetzten Führer, und dann auch dementsprechend zu handeln! (Johannes 17:3).

      Eines der schönsten Komplimente, die wir jemand machen können, besteht darin, ihn nachzuahmen. Sollten wir uns daher nicht bemühen, Jesus Christus nachzuahmen, den größten Führer der Menschheitsgeschichte? Wie können wir das tun? Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, wenn wir seine Führerschaft annehmen? Diese und weitere Fragen werden in den beiden folgenden Artikeln behandelt.

      [Fußnote]

      a Siehe Seite 186 bis 192 des Buches Die Prophezeiung Daniels — Achte darauf!, herausgegeben von Jehovas Zeugen.

      [Bild auf Seite 4]

      Daniel sagte das Kommen des von Gott erwählten Führers voraus

      [Bilder auf Seite 7]

      Jesu Lehren rüsteten die Menschen aus, Alltagsprobleme zu meistern

      [Bild auf Seite 7]

      Jesus wird gehorsame Menschen in eine friedliche neue Welt führen

  • Ist Christi Führerschaft für uns eine Realität?
    Der Wachtturm 2002 | 15. März
    • Ist Christi Führerschaft für uns eine Realität?

      „Auch lasst euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus“ (MATTHÄUS 23:10).

      1. Wer ist der alleinige Führer echter Christen?

      ES WAR Dienstag, der 11. Nisan, drei Tage bevor Jesus Christus zu Tode gebracht werden würde. Zum letzten Mal besuchte er den Tempel. An jenem Tag vermittelte Jesus den dort versammelten Volksmengen und seinen Jüngern eine wichtige Lehre. Er sagte: „Lasst euch nicht Rabbi nennen, denn e i n e r ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des Weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn e i n e r ist euer Vater, der himmlische. Auch lasst euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn e i n e r ist euer Führer, der Christus“ (Matthäus 23:8-10). Der Führer echter Christen ist ganz eindeutig Jesus Christus.

      2, 3. Wie wirkt es sich auf unser Leben aus, wenn wir auf Jehova hören und den von ihm eingesetzten Führer anerkennen?

      2 Nehmen wir Jesu Führerschaft an, wirkt sie sich höchst positiv auf unser Leben aus. Als Jehova Gott das Kommen jenes Führers vorhersagte, erklärte er durch seinen Propheten Jesaja: „Heda, all ihr Durstigen! Kommt zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft und esst! Ja kommt her, kauft Wein und Milch sogar ohne Geld und ohne Kaufpreis. . . . Hört mir aufmerksam zu, und esst, was gut ist, und an Fettigkeit finde eure Seele ihre Wonne. . . . Siehe! Als Zeugen für die Völkerschaften habe ich ihn gegeben, als Führer und Gebieter für die Völkerschaften“ (Jesaja 55:1-4).

      3 Jesaja verwendet als Veranschaulichung Wasser, Milch und Wein — übliche Getränke —, um zu zeigen, wie es sich auf unser Leben auswirkt, wenn wir auf Jehova hören und dem Führer und Gebieter folgen, den er uns gegeben hat. Es ist so erfrischend wie ein Glas kühles Wasser an einem heißen Tag — unser Durst nach Wahrheit und Gerechtigkeit wird gelöscht. Genauso wie Milch Säuglinge stärkt und wachsen lässt, stärkt uns die „Milch, die zum Wort gehört“, und lässt uns in unserem Verhältnis zu Gott wachsen (1. Petrus 2:1-3). Und wer könnte bestreiten, dass Wein bei festlichen Anlässen freudig stimmt? In vergleichbarer Weise werden wir dadurch, dass wir den wahren Gott anbeten und den Fußstapfen des von ihm eingesetzten Führers folgen, „nichts anderes als erfreut“ (5. Mose 16:15). Wie wichtig ist es daher für uns alle, ob jung oder alt, Mann oder Frau, zu zeigen, dass die Führerschaft Christi für uns eine Realität ist! Wie können wir aber im täglichen Leben beweisen, dass der Messias unser Führer ist?

      Jugendliche — nehmt an Weisheit zu!

      4. (a) Was geschah, als der 12-jährige Jesus anlässlich des Passahfestes in Jerusalem war? (b) Wie gut war Jesus im Alter von nur 12 Jahren unterrichtet?

      4 Betrachten wir, welches Beispiel unser Führer jungen Menschen gab. Zwar ist über Jesu Kindheit nicht viel bekannt, doch ein Ereignis ist sehr aufschlussreich. Jesus war 12 Jahre alt, und seine Eltern nahmen ihn mit auf die jährliche Reise nach Jerusalem zum Passahfest. Bei dieser Gelegenheit vertiefte sich Jesus in ein Gespräch über die heiligen Schriften, und seine Angehörigen reisten versehentlich ohne ihn ab. Drei Tage später fanden die besorgten Eltern, Joseph und Maria, Jesus im Tempel, „wie er mitten unter den Lehrern saß und ihnen zuhörte und sie befragte. Alle aber, die ihm zuhörten, staunten immer wieder über sein Verständnis und seine Antworten.“ Man stelle sich das vor: Mit gerade einmal 12 Jahren konnte Jesus nicht nur tiefgründige Fragen zu Themen aus den heiligen Schriften stellen, sondern auch verständige Antworten geben! Zweifellos hatte er von der Schulung durch seine Eltern profitiert (Lukas 2:41-50).

      5. Wie können junge Menschen ihre Einstellung zum Familienbibelstudium überprüfen?

      5 Vielleicht bist auch du ein junger Mensch. Wenn deine Eltern Gott treu dienen, studiert ihr wahrscheinlich regelmäßig als Familie gemeinsam die Bibel. Wie denkst du über das Familienstudium? Frage dich doch einmal Folgendes: Unterstütze ich uneingeschränkt das Familienbibelstudium meiner Familie? Trage ich dazu bei, dass es klappt, und vermeide alles, was das regelmäßige Programm durcheinander bringen könnte? (Philipper 3:16). Beteilige ich mich am Studium? Stelle ich passende Fragen zu dem Stoff, und äußere ich mich dazu, wie er sich anwenden lässt? Mache ich im Glauben Fortschritte, indem ich einen Appetit für ‘feste Speise, die reifen Menschen gehört’, entwickle? (Hebräer 5:13, 14).

      6, 7. Welchen Wert kann tägliches Bibellesen für Jugendliche haben?

      6 Sehr wertvoll ist auch die Gewohnheit, täglich in der Bibel zu lesen. Der Psalmist schrieb in einem Lied: „Glücklich ist der Mann, der nicht im Rat der Bösen gewandelt . . . ist . . ., sondern seine Lust hat an dem Gesetz Jehovas und mit gedämpfter Stimme in seinem Gesetz liest Tag und Nacht“ (Psalm 1:1, 2). Josua, der Nachfolger Mose, las ‘im Buch des Gesetzes Tag und Nacht mit gedämpfter Stimme’. Das ermöglichte es ihm, weise zu handeln und den Auftrag, den Gott ihm gegeben hatte, erfolgreich auszuführen (Josua 1:8). Unser Führer, Jesus Christus, sagte: „Es steht geschrieben: ‚Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht‘ “ (Matthäus 4:4). Wenn wir jeden Tag buchstäbliche Nahrung benötigen, wie viel mehr brauchen wir dann regelmäßig geistige Speise!

      7 Nicole fing mit 13 Jahren an, täglich in der Bibel zu lesen, weil sie sich ihrer geistigen Bedürfnisse bewusst wurde.a Jetzt ist sie 16 und hat die Bibel eineinhalbmal durchgelesen. Sie hat eine einfache Methode. „Ich achte darauf, jeden Tag wenigstens ein Kapitel zu lesen“, sagt sie. Wie hat ihr das tägliche Bibellesen geholfen? Sie erklärt: „Es gibt heutzutage so viele schlechte Einflüsse. Tagtäglich wird in der Schule und anderswo Druck auf mich wegen meines Glaubens ausgeübt. Jeden Tag in der Bibel zu lesen hilft mir, mich schnell an biblische Gebote und Grundsätze zu erinnern, die mir den Mut geben, dem Druck standzuhalten. Dadurch fühle ich mich enger mit Jehova und Jesus verbunden.“

      8. Welche Gewohnheit hatte Jesus in Verbindung mit der Synagoge, und wie können junge Leute ihn nachahmen?

      8 Jesus hatte die Gewohnheit, in der Synagoge dem Vorlesen aus den heiligen Schriften zuzuhören und sich daran zu beteiligen (Lukas 4:16; Apostelgeschichte 15:21). Junge Leute sind gut beraten, diesem Beispiel zu folgen und regelmäßig christliche Zusammenkünfte zu besuchen, wo die Bibel gelesen und studiert wird. Der 14-jährige Richard schätzt solche Zusammenkünfte; er sagt: „Die Zusammenkünfte sind wertvoll für mich. Ich werde dort ständig daran erinnert, was gut und was böse ist, was moralisch richtig und was falsch ist, was christlich ist und was nicht. Ich muss nicht erst schlechte Erfahrungen machen, um das herauszufinden.“ Ja, „die Mahnung Jehovas ist zuverlässig, macht den Unerfahrenen weise“ (Psalm 19:7). Auch Nicole achtet darauf, jede Woche alle fünf Zusammenkünfte zu besuchen. Und sie setzt zwei bis drei Stunden ein, sich darauf vorzubereiten (Epheser 5:15, 16).

      9. Wie können junge Leute ‘an Weisheit zunehmen’?

      9 Die Jugend eignet sich hervorragend dafür, ‘Erkenntnis in sich aufzunehmen über den allein wahren Gott und über den, den er ausgesandt hat, Jesus Christus’ (Johannes 17:3). Vielleicht kennst du junge Leute, die viel Zeit damit verbringen, Comics zu lesen, fernzusehen, sich mit Videospielen zu vergnügen oder im Internet zu surfen. Warum sie nachahmen, wenn du doch das vollkommene Beispiel unseres Führers nachahmen kannst? Schon als Junge machte es ihm Freude, etwas über Jehova zu lernen. Wozu führte das? Wegen seiner Vorliebe für geistige Dinge nahm Jesus fortwährend an Weisheit zu (Lukas 2:52). Das kannst du auch!

      „Seid einander untertan“

      10. Was trägt dazu bei, in der Familie Frieden und Glück zu finden?

      10 Die Familie kann eine Oase der Ruhe und des Friedens sein, aber auch ein Schlachtfeld voller Unfrieden und Zwietracht (Sprüche 21:19; 26:21). Erkennen wir die Führerschaft Christi an, trägt das zu einem friedlichen und glücklichen Zuhause bei. Jesu Vorbild ist tatsächlich das Muster dafür, wie man in der Familie miteinander umgehen sollte. Die Heilige Schrift sagt: „Seid einander untertan in der Furcht Christi. Die Frauen seien ihren Männern untertan wie dem Herrn, denn ein Mann ist das Haupt seiner Frau, wie der Christus auch das Haupt der Versammlung ist, er, der Retter dieses Leibes. . . . Ihr Männer, liebt eure Frauen weiterhin, so wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich für sie dahingegeben hat“ (Epheser 5:21-25). An die Versammlung in Kolossä schrieb der Apostel Paulus: „Ihr Kinder, seid euren Eltern in allem gehorsam, denn das ist wohlgefällig im Herrn“ (Kolosser 3:18-20).

      11. Wie kann ein Ehemann zeigen, dass Christi Führerschaft für ihn eine Realität ist?

      11 Diesen Rat zu befolgen bedeutet, dass der Ehemann in der Familie die Führung übernimmt, seine Frau ihn loyal unterstützt und die Kinder ihren Eltern gehorchen. Die Leitung durch ein Haupt führt jedoch nur dann zum Glück, wenn sie richtig ausgeübt wird. Ein Ehemann muss lernen, seine Stellung als Haupt so auszuüben, dass er sein eigenes Haupt, seinen Führer, Christus Jesus, nachahmt (1. Korinther 11:3). Obwohl Jesus später das „Haupt über alle Dinge für die Versammlung“ wurde, kam er nicht auf die Erde, „um bedient zu werden, sondern um zu dienen“ (Epheser 1:22; Matthäus 20:28). In ähnlicher Weise nutzt ein christlicher Ehemann seine Stellung als Haupt nicht selbstsüchtig zu seinem eigenen Vorteil, sondern um sich der Interessen seiner Frau und seiner Kinder und damit seiner ganzen Familie anzunehmen (1. Korinther 13:4, 5). Er bemüht sich, die gottgefälligen Eigenschaften seines Hauptes, Jesus Christus, nachzuahmen. Wie Jesus ist er mild gesinnt und von Herzen demütig (Matthäus 11:28-30). Es fällt ihm nicht schwer, zu sagen: „Es tut mir Leid“, oder: „Du hast Recht gehabt“, wenn er Unrecht hatte. Das gute Beispiel eines solchen Mannes erleichtert es seiner Frau, ihm „Gehilfin“, „Gegenstück“ und „Mitgenossin“ zu sein, von ihm zu lernen und Seite an Seite mit ihm zusammenzuarbeiten (1. Mose 2:20; Maleachi 2:14).

      12. Was kann einer Ehefrau helfen, nach dem Grundsatz der Leitung durch ein Haupt zu leben?

      12 Die Ehefrau ihrerseits sollte ihrem Mann untertan sein. Lässt sie sich allerdings vom Geist der Welt beeinflussen, untergräbt das womöglich mit der Zeit ihren Respekt vor dem Grundsatz der Leitung durch ein Haupt, sodass ihr der Gedanke, sich einem Mann unterzuordnen, widerstrebt. Aus der Heiligen Schrift lässt sich nicht ableiten, der Mann solle seine Frau beherrschen; sie fordert aber von der Frau, ihrem Mann untertan zu sein (Epheser 5:24). Auch macht die Bibel den Ehemann oder Vater verantwortlich; wird ihr Rat angewandt, trägt das zu Frieden und Ordnung in der Familie bei (Philipper 2:5).

      13. Wie gab Jesus Kindern ein Beispiel darin, den Eltern untertan zu sein?

      13 Kinder sollen ihren Eltern gehorchen. Jesus gab darin ein hervorragendes Beispiel. Nach der Begebenheit im Tempel, als er mit 12 Jahren drei Tage lang zurückgelassen worden war, ging er mit seinen Eltern heim „nach Nazareth, und er blieb ihnen untertan“ (Lukas 2:51). Sind Kinder ihren Eltern untertan, trägt das zu einem friedlichen, harmonischen Familienleben bei. Eine glückliche Familie ist das Ergebnis, wenn sich alle der Führerschaft Christi unterordnen.

      14, 15. Was wird uns zum Erfolg verhelfen, wenn es in der Familie zu Schwierigkeiten kommt? Nenne ein Beispiel.

      14 Selbst wenn es in der Familie zu Schwierigkeiten kommt, liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, Jesus nachzuahmen und seine Anleitung zu akzeptieren. Nachdem beispielsweise Jerry (35) und Lana, die Mutter einer Tochter im Teenageralter, geheiratet hatten, trat ein Problem auf, das sie beide überraschte. Jerry erzählt: „Ich wusste, dass ich, um meiner Aufgabe als Haupt gut nachzukommen, die gleichen biblischen Grundsätze anwenden musste, die auch in anderen Familien zum Erfolg führen. Aber bald stellte ich fest, dass ich dabei umsichtiger vorgehen musste.“ Seine Stieftochter sah in ihm jemand, der sich zwischen sie und ihre Mutter gedrängt hatte, und nahm ihm das sehr übel. Jerry benötigte Unterscheidungsvermögen, um zu erkennen, dass das, was das Mädchen sagte und tat, von dieser Einstellung gefärbt war. Wie ging er mit der Situation um? Jerry erklärt: „Lana und ich kamen überein, dass — zumindest vorläufig — sie den erzieherischen Teil der Elternaufgabe übernehmen würde, während ich mich darauf konzentrieren wollte, ein gutes Verhältnis zu meiner Stieftochter aufzubauen. So vorzugehen führte allmählich zu guten Ergebnissen.“

      15 Treten in unserer Familie ähnlich schwierige Situationen auf, benötigen wir ebenfalls Unterscheidungsvermögen, um zu erkennen, warum unsere Angehörigen auf eine bestimmte Weise reden oder handeln. Wir brauchen auch Weisheit, um gottgefällige Grundsätze richtig umsetzen zu können. Jesus beispielsweise durchschaute, warum die Frau, die an einem Blutfluss litt, ihn berührt hatte, und behandelte sie einsichtsvoll und mitfühlend (3. Mose 15:25-27; Markus 5:30-34). Weisheit und Unterscheidungsvermögen sind charakteristische Eigenschaften unseres Führers (Sprüche 8:12). Wir werden glücklich sein, wenn wir so handeln, wie er an unserer Stelle handeln würde.

      ‘Fahrt fort, zuerst das Königreich zu suchen’

      16. Was sollte im Mittelpunkt unseres Lebens stehen, und wie machte uns Jesus das vor?

      16 Jesus machte unmissverständlich klar, was den Lebensmittelpunkt derer bilden sollte, die seiner Führung folgen. Er sagte: „Fahrt . . . fort, zuerst das Königreich und SEINE [Gottes] Gerechtigkeit zu suchen“ (Matthäus 6:33). Und durch sein Beispiel zeigte er uns, wie wir das tun sollten. Nachdem er im Anschluss an seine Taufe 40 Tage lang gefastet, nachgedacht und gebetet hatte, wurde er mit einer Versuchung konfrontiert. Satan, der Teufel, bot ihm die Herrschaft über „alle Königreiche der Welt“ an. Stellen wir uns vor, was für ein Leben Jesus hätte führen können, wäre er auf das Angebot des Teufels eingegangen! Doch für Christus drehte sich alles darum, den Willen seines Vaters zu tun. Auch war ihm klar, dass ein solches Leben in Satans Welt nur kurz sein würde. Auf der Stelle lehnte er das Angebot des Teufels mit den Worten ab: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “ Kurz darauf „fing Jesus an zu predigen und zu sagen: ‚Bereut, denn das Königreich der Himmel hat sich genaht‘ “ (Matthäus 4:2, 8-10, 17). Die verbleibende Zeit seines Lebens auf der Erde war Christus als Vollzeitverkündiger des Königreiches Gottes tätig.

      17. Wie können wir zeigen, dass die Königreichsinteressen in unserem Leben den ersten Platz einnehmen?

      17 Wir tun gut daran, unseren Führer nachzuahmen und uns nicht von Satans Welt verlocken zu lassen, eine Karriere in einem hoch bezahlten Beruf zu unserem Hauptlebensziel zu machen (Markus 1:17-21). Wie töricht wäre es, ließen wir uns so sehr in ein Netz weltlicher Bestrebungen einspannen, dass die Königreichsinteressen zweitrangig würden! Jesus hat uns mit dem Werk betraut, die gute Botschaft vom Königreich zu predigen und Jünger zu machen (Matthäus 24:14; 28:19, 20). Und auch wenn wir Familie haben oder anderen Verpflichtungen nachkommen müssen, nutzen wir doch gern die Abende und Wochenenden, um unserer christlichen Verantwortung entsprechend zu predigen und zu lehren. Ist es nicht ermunternd, zu sehen, dass im Dienstjahr 2001 rund 780 000 als Pioniere, das heißt Vollzeitverkündiger, tätig sein konnten?

      18. Was hilft uns, gern in den Predigtdienst zu gehen?

      18 Die Evangelienberichte stellen Jesus als einen Mann der Tat dar, aber auch als einen Menschen mit innigen Gefühlen. Er erkannte die geistigen Bedürfnisse derer, die zu ihm kamen, empfand Mitleid mit ihnen und bot ihnen bereitwillig seine Hilfe an (Markus 6:31-34). Uns wird der Dienst ebenfalls Freude machen, wenn wir ihn aus Liebe zu unseren Mitmenschen verrichten und aus dem aufrichtigen Wunsch heraus, ihnen zu helfen. Aber wie können wir diesen Wunsch entwickeln? Ein junger Mann namens Jayson berichtet: „Als Teenager ging ich nicht besonders gern in den Dienst.“ Was half ihm, diese Tätigkeit lieben zu lernen? Jayson erklärt: „Bei uns zu Hause war der Samstagvormittag immer für den Predigtdienst reserviert. Das war gut für mich, denn je mehr ich in den Dienst ging, desto deutlicher erkannte ich, wie viel Gutes dadurch bewirkt wird, und desto mehr Freude machte er mir.“ Auch wir sollten uns regelmäßig und fleißig am Predigtdienst beteiligen.

      19. Wozu sollten wir in Bezug auf Christi Führerschaft entschlossen sein?

      19 Christi Führung anzunehmen, ist wirklich erfrischend und lohnend. Jugendliche, die es tun, werden an Erkenntnis und Weisheit zunehmen. Das Familienleben wird zu einer Quelle von Frieden und Glück werden, und der Dienst wird uns Freude bereiten und uns zufrieden machen. Wir wollen daher fest entschlossen sein, im täglichen Leben und durch unsere Entscheidungen zu zeigen, dass die Führerschaft Christi für uns eine Realität ist (Kolosser 3:23, 24). Jesus Christus hat aber auch noch auf einem anderen Gebiet für Führung gesorgt: durch die Christenversammlung. Der nächste Artikel zeigt, wie wir uns dies zunutze machen können.

      [Fußnote]

      a Einige Namen wurden geändert.

  • Christus führt seine Versammlung
    Der Wachtturm 2002 | 15. März
    • Christus führt seine Versammlung

      „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge“ (MATTHÄUS 28:20).

      1, 2. (a) Was versprach der auferstandene Jesus seinen Nachfolgern, als er ihnen gebot, Jünger zu machen? (b) Wie führte Jesus die Versammlung der ersten Christen?

      BEVOR Jesus Christus, unser Führer, nach seiner Auferstehung in den Himmel auffuhr, erschien er seinen Jüngern und sagte: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge“ (Matthäus 23:10; 28:18-20).

      2 Jesus trug seinen Jüngern nicht nur das lebensrettende Werk auf, weitere Jünger zu machen, sondern versprach auch, bei ihnen zu sein. Die im Bibelbuch Apostelgeschichte aufgezeichnete Geschichte der ersten Christen beweist unwiderlegbar, dass Christus die ihm übertragene Autorität dazu gebrauchte, die neu gegründete Versammlung zu führen. Er sandte den versprochenen „Helfer“, den heiligen Geist, der seine Nachfolger stärkte und in ihren Bemühungen anleitete (Johannes 16:7; Apostelgeschichte 2:4, 33; 13:2-4; 16:6-10). Der auferstandene Jesus setzte die ihm unterstellten Engel dazu ein, seine Jünger zu unterstützen (Apostelgeschichte 5:19; 8:26; 10:3-8, 22; 12:7-11; 27:23, 24; 1. Petrus 3:22). Darüber hinaus veranlasste unser Führer, dass die Versammlung Anleitung erhielt, indem er für eine leitende Körperschaft aus befähigten Männern sorgte (Apostelgeschichte 1:20, 24-26; 6:1-6; 8:5, 14-17).

      3. Welche Fragen werden im vorliegenden Artikel behandelt?

      3 Wie aber verhält es sich in unserer Zeit, am „Abschluss des Systems der Dinge“? Wie führt Jesus Christus die Christenversammlung heute? Und wie können wir zeigen, dass wir seine Führerschaft anerkennen?

      Der Herr hat einen treuen Sklaven

      4. (a) Wer bildet den „treuen und verständigen Sklaven“? (b) Was hat der Herr der Obhut des Sklaven anvertraut?

      4 In der Prophezeiung über das Zeichen seiner Gegenwart sagte Jesus: „Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen“ (Matthäus 24:45-47). Der „Herr“ ist unser Führer, Jesus Christus, und er hat den ‘treuen und verständigen Sklaven’ — die Gemeinschaft der gesalbten Christen auf der Erde — über alle seine irdischen Interessen gesetzt.

      5, 6. (a) Was stellen die „sieben goldenen Leuchter“ und die „sieben Sterne“ dar, die der Apostel Johannes in einer Vision sah? (b) Was wird dadurch angezeigt, dass sich die „sieben Sterne“ in Jesu rechter Hand befinden?

      5 Im Bibelbuch Offenbarung wird gezeigt, dass der treue und verständige Sklave unmittelbar der Aufsicht Jesu Christi untersteht. In einer Vision vom „Tag des Herrn“ sah der Apostel Johannes „sieben goldene Leuchter und inmitten der Leuchter jemanden gleich einem Menschensohn“, der „in seiner rechten Hand sieben Sterne“ hatte. Jesus erklärte Johannes die Vision mit den Worten: „Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten die Engel der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen“ (Offenbarung 1:1, 10-20).

      6 Die „sieben goldenen Leuchter“ stellen alle Versammlungen echter Christen dar, die an dem seit 1914 andauernden „Tag des Herrn“ bestehen. Was aber hat es mit den ‘sieben Sternen’ auf sich? Ursprünglich symbolisierten sie alle geistgezeugten, gesalbten Aufseher, die sich um die Versammlungen im ersten Jahrhundert kümmerten.a Die Aufseher befanden sich in Jesu rechter Hand: unter seiner Aufsicht und Leitung. Ja, es war Christus Jesus, der den kollektiven Sklaven leitete. Heute gibt es jedoch nur noch wenige gesalbte Aufseher. Wie erreicht die Führung Christi die über 93 000 Versammlungen der Zeugen Jehovas rund um die Erde?

      7. (a) Wie bedient sich Jesus der leitenden Körperschaft, um in den Versammlungen rund um die Erde für Führung zu sorgen? (b) Warum kann man sagen, dass christliche Aufseher vom heiligen Geist ernannt werden?

      7 Wie im ersten Jahrhundert dient auch heute eine kleine Gruppe befähigter Männer aus den Reihen der gesalbten Aufseher als leitende Körperschaft und vertritt den kollektiven treuen und verständigen Sklaven. Unser Führer gebraucht diese leitende Körperschaft, um befähigte Männer — geistgesalbte und andere — als Älteste in den Ortsversammlungen einzusetzen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der heilige Geist, den zu verwenden Jehova Jesus ermächtigt hat (Apostelgeschichte 2:32, 33). Zunächst einmal müssen jene Aufseher die Voraussetzungen erfüllen, die in dem vom heiligen Geist inspirierten Wort Gottes genannt werden (1. Timotheus 3:1-7; Titus 1:5-9; 2. Petrus 1:20, 21). Empfehlungen und Ernennungen erfolgen unter Gebet und unter der Leitung des heiligen Geistes. Außerdem müssen die ernannten Personen erkennen lassen, dass sie die Frucht dieses Geistes hervorbringen (Galater 5:22, 23). Folgender Rat des Paulus gilt daher nicht nur für gesalbte Älteste, sondern auch für alle anderen: „Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist zu Aufsehern ernannt hat“ (Apostelgeschichte 20:28). Jene ernannten Männer erhalten Anleitung von der leitenden Körperschaft, und sie hüten bereitwillig die Versammlung. Auf diese Weise ist Christus heute bei uns und führt aktiv die Versammlung.

      8. Wie bedient sich Christus der Engel, um seine Nachfolger zu führen?

      8 Jesus bedient sich auch der buchstäblichen Engel, um seine Nachfolger heute zu führen. Gemäß dem Gleichnis vom Weizen und Unkraut sollte die Ernte am „Abschluss des Systems der Dinge“ stattfinden. Wen würde der Herr für die Erntearbeit einsetzen? Christus sagte: „Die Schnitter sind Engel.“ Er fügte hinzu: „Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlass zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln“ (Matthäus 13:37-41). Und wie im Fall des Philippus, den ein Engel zu einem äthiopischen Eunuchen führte, gibt es auch heute eine Fülle von Beweisen dafür, dass Christus seine Engel gebraucht, um echte Christen bei ihrer Tätigkeit zu ehrlich gesinnten Menschen zu führen (Apostelgeschichte 8:26, 27; Offenbarung 14:6).

      9. (a) Wodurch führt der Christus heute die Christenversammlung? (b) Welche Frage sollten wir betrachten, wenn wir aus der Führerschaft Christi Nutzen ziehen wollen?

      9 Wie beruhigend zu wissen, dass Jesus Christus seine Jünger heute durch die leitende Körperschaft, den heiligen Geist und die Engel führt! Selbst für den Fall, dass einige Anbeter Jehovas aufgrund von Verfolgung oder dergleichen vorübergehend den Kontakt zur leitenden Körperschaft verlören, würde Christus sie nach wie vor durch den heiligen Geist und die Unterstützung der Engel führen. Allerdings können wir aus Christi Führerschaft nur dann Nutzen ziehen, wenn wir sie anerkennen. Wie können wir zeigen, dass wir das tatsächlich tun?

      „Gehorcht . . . und seid unterwürfig“

      10. Wie können wir den ernannten Ältesten in der Versammlung Achtung erweisen?

      10 Unser Führer hat den Versammlungen „Gaben in Form von Menschen“ gegeben — „einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer“ (Epheser 4:8, 11, 12). Wie wir über sie denken und uns ihnen gegenüber verhalten, verrät sehr viel darüber, ob wir Christi Führerschaft anerkennen. Es ist höchst angebracht, uns für die geistig befähigten Männer, die der Christus gegeben hat, ‘als dankbar zu erweisen’ (Kolosser 3:15). Sie verdienen auch unsere Achtung. Der Apostel Paulus schrieb: „Die älteren Männer, die in vortrefflicher Weise als Vorsteher dienen, halte man doppelter Ehre für würdig“ (1. Timotheus 5:17). Wie können wir unsere Dankbarkeit und Hochachtung für die älteren Männer, die Ältesten oder Aufseher in der Versammlung, zeigen? Paulus gab folgende Antwort: „Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig“ (Hebräer 13:17). Wir sollten ihnen also gehorchen und ihnen unterwürfig sein, uns ihnen fügen.

      11. Warum müssen wir die Einrichtung der Ältestenschaft respektieren, wenn wir unserer Taufe entsprechend leben wollen?

      11 Unser Führer ist vollkommen. Die Männer, die er als Gaben gegeben hat, sind es nicht. Sie machen also wahrscheinlich hin und wieder Fehler. Trotzdem ist es äußerst wichtig, dass wir der Einrichtung Christi gegenüber loyal bleiben. Ja, wenn wir unserer Hingabe und Taufe gemäß leben wollen, müssen wir die Rechtmäßigkeit der vom heiligen Geist ernannten Autorität in der Versammlung anerkennen und uns ihr bereitwillig unterwerfen. Durch unsere Taufe ‘im Namen des heiligen Geistes’ haben wir öffentlich erklärt, dass wir den heiligen Geist anerkennen und uns bewusst sind, welche Rolle er im Vorsatz Jehovas spielt (Matthäus 28:19). Diese Taufe beinhaltet, dass wir mit dem heiligen Geist zusammenwirken und nichts tun, was sein Wirken unter Christi Nachfolgern behindern würde. Da der heilige Geist eine wesentliche Rolle bei der Empfehlung und Ernennung von Ältesten spielt, stellt sich die Frage: Können wir wirklich unserer Taufe entsprechend leben, wenn wir die Einrichtung der Ältestenschaft in der Versammlung nicht unterstützen?

      12. Welche Beispiele der Missachtung von Autorität führte Judas an, und was lehren sie uns?

      12 Die Heilige Schrift enthält Beispiele, die uns den Wert von Gehorsam und Unterwürfigkeit lehren. Im Zusammenhang mit Personen, die lästerlich über ernannte Männer in der Versammlung redeten, wies der Jünger Judas auf drei warnende Beispiele hin, als er schrieb: „Wehe ihnen, denn sie sind den Pfad Kains gegangen und haben sich für Lohn in den Lauf des Irrtums Bileams gestürzt und sind in der rebellischen Rede Korahs zugrunde gegangen!“ (Judas 11). Kain ignorierte Jehovas liebevollen Rat und setzte stur seinen von mörderischem Hass gekennzeichneten Lauf fort (1. Mose 4:4-8). Trotz wiederholter göttlicher Warnungen suchte Bileam Gottes Volk gegen Bezahlung zu verfluchen (4. Mose 22:5-28, 32-34; 5. Mose 23:5). Korah hatte bereits eine ehrenhafte verantwortliche Stellung in Israel inne, doch das war ihm nicht genug. Er hetzte zur Rebellion gegen Gottes Diener Moses auf, den sanftmütigsten Menschen auf der Erde (4. Mose 12:3; 16:1-3, 32, 33). Über Kain, Bileam und Korah brach Unheil herein. Wie anschaulich lehren uns doch diese Beispiele, auf den Rat derer zu hören, die Jehova in verantwortlicher Stellung gebraucht, und sie zu achten!

      13. Welche Segnungen sagte der Prophet Jesaja für diejenigen voraus, die sich der Ältesteneinrichtung unterwerfen?

      13 Wer würde nicht davon profitieren wollen, dass unser Führer in der Christenversammlung auf wunderbare Weise für Aufsicht gesorgt hat? Der Prophet Jesaja sagte voraus, welche Segnungen sich daraus ergeben würden: „Siehe! Für Gerechtigkeit wird ein König regieren; und was Fürsten betrifft, sie werden für das Recht als Fürsten herrschen. Und jeder soll sich wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Versteck vor dem Regensturm erweisen, wie Wasserbäche in einem wasserlosen Land, wie der Schatten eines wuchtigen zerklüfteten Felsens in einem erschöpften Land“ (Jesaja 32:1, 2). Von jedem Ältesten wird erwartet, sich als ein solcher „Ort“ des Schutzes und der Sicherheit zu erweisen. Selbst wenn es uns vielleicht allgemein schwer fällt, uns Autorität zu unterwerfen, wollen wir uns ernsthaft anstrengen, der von Gott eingesetzten Autorität in der Versammlung gehorsam zu sein und uns ihr zu unterwerfen.

      Wie sich Älteste der Führung Christi unterwerfen

      14, 15. Wie zeigen diejenigen, die in der Versammlung die Führung übernehmen, dass sie sich der Führerschaft Christi unterwerfen?

      14 Jeder Christ muss der Führung Christi folgen — insbesondere die Ältesten. Die Aufseher oder Ältesten verfügen über eine gewisse Autorität in der Versammlung. Aber sie sind nicht darauf aus, ‘die Herren über den Glauben’ ihrer Brüder zu sein, indem sie versuchten, über ihr Leben zu bestimmen (2. Korinther 1:24). Die Ältesten nehmen sich folgende Worte Jesu zu Herzen: „Ihr wisst, dass die Herrscher der Nationen den Herrn über sie spielen und die Großen Gewalt über sie ausüben. Unter euch ist es nicht so“ (Matthäus 20:25-27). Älteste kommen ihrer Verantwortung nach, indem sie sich aufrichtig bemühen, anderen zu dienen.

      15 Christen werden aufgefordert: „Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, . . . und während ihr den Ausgang ihres Wandels genau betrachtet, ahmt ihren Glauben nach“ (Hebräer 13:7). Der Grund für diese Aufforderung ist nicht die Führungsrolle der Ältesten. Jesus sagte: „E i n e r ist euer Führer, der Christus“ (Matthäus 23:10). Nachahmenswert ist vielmehr der Glaube der Ältesten, weil sie den Christus nachahmen, unseren eigentlichen Führer (1. Korinther 11:1). Betrachten wir einige Gebiete, auf denen sich Älteste im Umgang mit anderen in der Versammlung bemühen, Christus nachzuahmen.

      16. Wie behandelte Jesus seine Nachfolger trotz der ihm verliehenen Autorität?

      16 Jesus war unvollkommenen Menschen in jeder Hinsicht überlegen, und er hatte von seinem Vater, Jehova, unvergleichliche Autorität erhalten; trotzdem war er bescheiden im Umgang mit seinen Nachfolgern. Er schüchterte sie nicht ein, indem er demonstrativ sein beeindruckendes Wissen zur Schau gestellt hätte. Stattdessen bewies er Feingefühl und Mitgefühl, ja er zog ihre menschlichen Bedürfnisse in Betracht (Matthäus 15:32; 26:40, 41; Markus 6:31). Jesus verlangte von seinen Jüngern niemals mehr, als sie geben konnten, und er lud ihnen niemals mehr auf, als sie zu tragen vermochten (Johannes 16:12). Jesus war „mild gesinnt und von Herzen demütig“. Kein Wunder, dass sich viele durch ihn so erfrischt fühlten! (Matthäus 11:28-30).

      17. Wie sollten Älteste im Umgang mit anderen in der Versammlung Christi Bescheidenheit nachahmen?

      17 Wenn schon Christus, der Führer, Bescheidenheit offenbarte, wie viel mehr sollten es dann die tun, die in der Versammlung die Führung übernehmen! Sie hüten sich deshalb sehr davor, jegliche ihnen anvertraute Autorität zu missbrauchen. Und sie versuchen nicht, andere „mit übertriebener Redekunst“ zu beeindrucken (1. Korinther 2:1, 2). Stattdessen bemühen sie sich, auf einfache und aufrichtige Weise Worte biblischer Wahrheit zu reden. Außerdem sind Älteste darauf bedacht, vernünftig in Bezug darauf zu sein, was sie von anderen erwarten, und auf deren Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen (Philipper 4:5). In dem Bewusstsein, dass jeder seine Grenzen hat, gestehen sie dies auch ihren Brüdern liebevoll zu (1. Petrus 4:8). Fühlen wir uns nicht erfrischt durch Älteste, die wirklich demütig und mild gesinnt sind? Ganz bestimmt!

      18. Was können Älteste daraus lernen, wie Jesus mit Kindern umging?

      18 Jesus war zugänglich — selbst gegenüber Geringeren. Beachten wir, wie er reagierte, als seine Jünger die Leute tadelten, weil sie begannen, „kleine Kinder zu ihm zu bringen“. Jesus sagte: „Lasst die kleinen Kinder zu mir kommen; versucht nicht, sie daran zu hindern.“ Dann „schloss [er] die Kinder in seine Arme und begann sie zu segnen, indem er ihnen die Hände auflegte“ (Markus 10:13-16). Jesus war herzlich und freundlich, und seine Mitmenschen fühlten sich zu ihm hingezogen. Sie hatten keine Angst vor Jesus. Selbst Kinder fühlten sich in seiner Gegenwart wohl. Auch Älteste sind zugänglich, und in dem Maß, wie sie herzliche Zuneigung und Güte ausstrahlen, fühlen sich andere, einschließlich der Kinder, bei ihnen wohl.

      19. Was bedeutet es, „Christi Sinn“ zu haben, und welche Anstrengungen erfordert das?

      19 Inwieweit es Ältesten gelingt, Christus Jesus nachzuahmen, hängt davon ab, wie gut sie ihn kennen. Paulus stellte die Frage: „Wer hat den Sinn Jehovas kennen gelernt, dass er ihn unterweise?“ Dann fügte er hinzu: „Wir aber haben Christi Sinn“ (1. Korinther 2:16). Christi Sinn zu haben bedeutet unter anderem, sein Denkmuster und alle Facetten seiner Persönlichkeit zu kennen, um zu wissen, wie er sich in einer bestimmten Situation verhalten würde. Überlegen wir einmal, was es bedeutet, unseren Führer so gut kennen zu lernen! Dazu müssen wir die Evangelienberichte aufmerksam studieren und regelmäßig darüber nachsinnen, was Jesu Leben und sein Beispiel uns vermitteln. Bemühen sich Älteste, so intensiv der Führung Christi zu folgen, wird die Versammlung noch bereitwilliger ihren Glauben nachahmen. Und die Ältesten ihrerseits werden mit Befriedigung sehen, dass ihre Brüder und Schwestern freudig den Fußstapfen des Führers folgen.

      Unter Christi Führerschaft bleiben

      20, 21. Wozu sollten wir mit Blick auf die verheißene neue Welt entschlossen sein?

      20 Es ist für uns alle höchst wichtig, weiterhin unter der Führerschaft Christi zu bleiben. Wir gehen dem Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge entgegen und befinden uns in einer ähnlichen Lage wie die Israeliten in den Ebenen Moabs im Jahr 1473 v. u. Z. Sie standen an der Schwelle zum Land der Verheißung, und vor ihnen allen ließ Gott durch den Propheten Moses zu Josua sagen: „Du wirst dieses Volk in das Land bringen, das ihnen zu geben Jehova ihren Vorvätern geschworen hat“ (5. Mose 31:7, 8). Josua war der von Gott ernannte Führer. Um in das Land der Verheißung einzuziehen, mussten sich die Israeliten der Führerschaft Josuas unterordnen.

      21 Uns wird in der Bibel gesagt: „E i n e r ist euer Führer, der Christus.“ Einzig und allein der Christus wird uns in die verheißene neue Welt führen, in der Gerechtigkeit wohnen wird (2. Petrus 3:13). Seien wir daher entschlossen, uns auf allen Gebieten unseres Lebens seiner Führerschaft unterzuordnen.

      [Fußnote]

      a Die „Sterne“ veranschaulichen keine buchstäblichen Engel. Jesus würde sich wohl kaum eines Menschen bedienen, um Informationen für unsichtbare Geistgeschöpfe aufzuzeichnen. Demnach muss es sich bei den „Sternen“ um Menschen handeln, um die Aufseher oder Ältesten der Versammlungen, die als Boten Jesu zu betrachten sind. Dass ihre Zahl sieben beträgt, bezeichnet göttlich festgelegte Vollständigkeit.

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