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  • Eine Botschaft der Hoffnung für verzagte Gefangene
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen II
    • „Gebieter für die Völkerschaften“

      13. Inwiefern war Jesus sowohl während seines Dienstes auf der Erde als auch nach seiner Himmelfahrt ein ‘Zeuge für die Völkerschaften’?

      13 Was wird dieser künftige König tun? Jehova sagt: „Siehe! Als Zeugen für die Völkerschaften habe ich ihn gegeben, als Führer und Gebieter für die Völkerschaften“ (Jesaja 55:4). Als Erwachsener war Jesus Jehovas Repräsentant auf der Erde, Gottes Zeuge für die Nationen. Während seines menschlichen Lebens galt sein Dienst den „verlorenen Schafen des Hauses Israel“. Doch kurz vor seiner Himmelfahrt sagte Jesus zu seinen Nachfolgern: „Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen ... Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge“ (Matthäus 10:5, 6; 15:24; 28:19, 20). So wurde die Königreichsbotschaft zur entsprechenden Zeit zu Nichtjuden getragen und einige von ihnen hatten einen Anteil an der Erfüllung des mit David geschlossenen Bundes (Apostelgeschichte 13:46). Auf diese Weise blieb Jesus selbst nach seinem Tod, seiner Auferstehung und Himmelfahrt Jehovas ‘Zeuge für die Völkerschaften’.

      14, 15. (a) Wie erwies sich Jesus als ein „Führer und Gebieter“? (b) Welche Aussicht hatten Jesu Nachfolger im 1. Jahrhundert?

      14 Jesus sollte auch ein „Führer und Gebieter“ sein. Dieser prophetischen Beschreibung entsprechend übernahm er auf der Erde uneingeschränkt seine Aufgaben als Haupt; er ging in jeder Hinsicht führend voran, zog große Volksmengen an, lehrte sie Worte der Wahrheit und wies sie auf die Segnungen hin, die denen zuteil werden, die seiner Führung folgen (Matthäus 4:24; 7:28, 29; 11:5). Jesus schulte seine Jünger wirkungsvoll und bereitete sie auf den Predigtfeldzug vor, der bevorstand (Lukas 10:1-12; Apostelgeschichte 1:8; Kolosser 1:23). In nur dreieinhalb Jahren legte er die Grundlage für eine geeinte internationale Versammlung, der Tausende von Menschen vieler Rassen angehörten. Nur ein wahrer „Führer und Gebieter“ konnte eine solch gewaltige Aufgabe erfüllen.b

      15 Diejenigen, die zur Christenversammlung des 1. Jahrhunderts hinzukamen, wurden mit Gottes heiligem Geist gesalbt und hatten die Aussicht, Mitherrscher mit Jesus in seinem himmlischen Königreich zu werden (Offenbarung 14:1). In Jesajas Prophezeiung wird allerdings noch über die Tage des frühen Christentums hinausgeblickt. Wie die Tatsachen erkennen lassen, begann Jesus Christus erst 1914 als König des Königreiches Gottes zu herrschen. Kurz darauf trat unter gesalbten Christen auf der Erde eine Situation ein, die in vieler Hinsicht derjenigen glich, in der sich die exilierten Juden im 6. Jahrhundert v. u. Z. befanden. Tatsächlich handelt es sich bei dem, was jenen Christen widerfuhr, um eine größere Erfüllung der Prophezeiung Jesajas.

      Neuzeitliche Gefangenschaft und Befreiung

      16. Welche Bedrängnis folgte der Inthronisierung Jesu im Jahr 1914?

      16 Jesu Einsetzung als König im Jahr 1914 war gekennzeichnet durch eine beispiellose Weltbedrängnis. Wieso? Weil Jesus, nachdem er König geworden war, Satan und weitere böse Geistgeschöpfe aus dem Himmel hinauswarf. In seiner Bewegungsfreiheit auf die Erde beschränkt, begann Satan gegen die übrig gebliebenen Heiligen, den Überrest der gesalbten Christen, Krieg zu führen (Offenbarung 12:7-12, 17). Der Höhepunkt kam 1918, als das öffentliche Predigtwerk so gut wie eingestellt wurde und verantwortliche Vorstandsmitglieder der Watch Tower Society zu Unrecht staatsfeindlicher Umtriebe bezichtigt und inhaftiert wurden. Auf diese Weise gingen Jehovas neuzeitliche Diener in eine geistige Gefangenschaft, was an die buchstäbliche Gefangenschaft der Juden in alter Zeit erinnerte. Man überhäufte sie mit Schmähungen.

      17. Inwiefern änderte sich die Situation der Gesalbten im Jahr 1919, und wie wurden sie damals gestärkt?

      17 Doch die Gefangenschaft von Gottes gesalbten Dienern dauerte nicht lange. Am 26. März 1919 wurden die Vorstandsmitglieder aus der Haft entlassen, und später ließ man alle gegen sie erhobenen Anklagen fallen. Jehova goss auf sein befreites Volk heiligen Geist aus und stärkte seine Diener für das vor ihnen liegende Werk. Freudig nahmen sie die Einladung an, „Wasser des Lebens kostenfrei“ zu nehmen (Offenbarung 22:17). Sie kauften „Wein und Milch sogar ohne Geld und ohne Kaufpreis“ und wurden in geistiger Hinsicht für die bevorstehende wunderbare Ausdehnung gestärkt, eine Ausdehnung, die der gesalbte Überrest nicht vorausgesehen hatte.

      Eine große Volksmenge läuft Gottes Gesalbten zu

      18. Welche beiden Gruppen findet man unter den Jüngern Jesu Christi vor, und was bilden sie heute?

      18 Unter Jesu Jüngern gibt es zwei verschiedene Zukunftsaussichten. Zuerst ist eine „kleine Herde“ von 144 000 Personen eingesammelt worden: gesalbte Christen jüdischer und nichtjüdischer Herkunft, die das „Israel Gottes“ bilden. Sie hoffen, mit Jesus in seinem himmlischen Königreich zu herrschen (Lukas 12:32; Galater 6:16; Offenbarung 14:1). Des Weiteren ist in den letzten Tagen eine „große Volksmenge“ „anderer Schafe“ in Erscheinung getreten. Sie hoffen, ewig auf einer paradiesischen Erde zu leben. Diese vielen Menschen — deren genaue Zahl nicht vorherbestimmt ist — dienen vor dem Ausbruch der großen Drangsal an der Seite der kleinen Herde; beide Gruppen bilden „e i n e Herde“ unter „e i n e m Hirten“ (Offenbarung 7:9, 10; Johannes 10:16).

  • Eine Botschaft der Hoffnung für verzagte Gefangene
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen II
    • [Bild auf Seite 239]

      Jesus erwies sich als ein „Führer und Gebieter“ für die Völkerschaften

  • Eine Botschaft der Hoffnung für verzagte Gefangene
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen II
    • b Jesus beaufsichtigt weiterhin das Werk des Jüngermachens (Offenbarung 14:14-16). Heute betrachten ihn christliche Männer und Frauen als das Haupt der Versammlung (1. Korinther 11:3). Und zu der von Gott bestimmten Zeit wird Jesus in anderer Hinsicht als „Führer und Gebieter“ handeln, wenn er im Krieg von Harmagedon die entscheidende Schlacht gegen Gottes Feinde schlägt (Offenbarung 19:19-21).

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