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  • Geschlechtsregister Jesu Christi
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Probleme im Geschlechtsregister des Matthäusevangeliums. Matthäus teilt das Geschlechtsregister von Abraham bis Jesus in drei Abschnitte von je 14 Generationen ein (Mat 1:17). Diese Einteilung mag als Gedächtnisstütze gedient haben. Doch wenn man die Namen zählt, kommt man insgesamt auf 41 und nicht auf 42. Eine mögliche Erklärung, wie Matthäus die Namen gezählt haben mag, ist folgende: Von Abraham bis David zählt er 14 Namen. David wiederum ist für ihn gleichzeitig der erste der nächsten 14 Namen, die mit Josia abschließen. Schließlich beginnt die dritte Reihe von 14 Namen mit Jechonja (Jojachin) und endet mit Jesus. Man beachte, dass Matthäus den Namen David als den letzten der ersten 14 Namen anführt und dann als den ersten der nächsten 14 wiederholt. Danach wiederholt er den Ausdruck „Wegführung nach Babylon“, den er mit Josia und dessen Söhnen in Verbindung bringt (Mat 1:17).

      Wie bereits erwähnt, mag Matthäus seine Liste genau vom amtlichen Verzeichnis abgeschrieben haben, oder er hat vielleicht als Gedächtnishilfe absichtlich einige Namen ausgelassen. Allerdings kann man den Umstand, dass hier drei Könige aus der Linie Davids zwischen Joram und Usija (Asarja) ausgelassen worden sind, auch folgendermaßen erklären: Joram hatte die böse Athalja aus dem Haus Ahabs, die Tochter Isebels, geheiratet und dadurch dieses von Gott verurteilte Geschlecht in die Linie der Könige von Juda eingebracht (1Kö 21:20-26; 2Kö 8:25-27). Matthäus führt nur Joram an, der die böse Verbindung eingegangen war, und lässt dann die Namen der nächsten drei Könige bis zur vierten Generation aus, nämlich Ahasja, Joas und Amazja, die Nachkommen aus dieser Verbindung. (Vgl. Mat 1:8 mit 1Ch 3:10-12.)

      Matthäus gibt an, dass Serubbabel der Sohn Schealtiels war (Mat 1:12), und dies deckt sich auch mit anderen Stellen (Esr 3:2; Ne 12:1; Hag 1:14; Luk 3:27). Doch in 1. Chronika 3:19 wird Serubbabel als der Sohn Pedajas bezeichnet. Offenbar war Serubbabel der leibliche Sohn Pedajas und aufgrund der Schwagerehe der gesetzliche Sohn Schealtiels. Eine andere Möglichkeit wäre, dass Serubbabel nach dem Tod seines Vaters Pedaja von Schealtiel als dessen Sohn aufgezogen wurde und demzufolge als der Sohn Schealtiels gesetzliche Anerkennung erlangte.

  • Geschlechtsregister Jesu Christi
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Warum stimmen die Geschlechtsregister Jesu Christi im Evangelium Matthäus und Lukas nicht überein?

      In nahezu allen Fällen, in denen sich die Namen des Geschlechtsregisters im Lukasevangelium von denen des Matthäusevangeliums unterscheiden, ist der Grund, dass Lukas die Linie über Davids Sohn Nathan führt und nicht wie Matthäus über Salomo (Luk 3:31; Mat 1:6, 7). Lukas geht offensichtlich dem Stammbaum Marias nach und zeigt somit, dass Jesus ein leiblicher Nachkomme Davids war. Matthäus dagegen zeigt, dass Jesus als ein Nachkomme Salomos über Joseph, der vom gesetzlichen Standpunkt aus sein Vater war, das gesetzliche Recht auf den Thron Davids besaß. Beide, Matthäus wie Lukas, deuten an, dass Joseph nicht der wirkliche Vater Jesu war, sondern nur sein Adoptivvater, durch den Jesus das gesetzliche Recht bekam. Matthäus weicht von dem bisher in seinem Geschlechtsregister verfolgten Stil ab, wenn er zu Jesus kommt. Er schreibt: „Jakob wurde der Vater Josephs, des Mannes der Maria, von der Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird“ (Mat 1:16). Man beachte, dass er nicht geschrieben hat: „Joseph wurde der Vater Jesu“, sondern dass er ihn als den ‘Mann der Maria’ bezeichnet, „von der Jesus geboren wurde“. Lukas drückt sich sogar noch präziser aus, denn nachdem er zuvor gezeigt hat, dass es in Wirklichkeit der Sohn Gottes war, den Maria geboren hatte (Luk 1:32-35), schreibt er: „Jesus ... war, wie man meinte, der Sohn Josephs, Sohn des Heli“ (Luk 3:23).

  • Geschlechtsregister Jesu Christi
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1
    • Tatsächlich weist jedes der beiden Geschlechtsregister (das von Matthäus und das von Lukas) Jesu Abstammung von David aus, das eine über Salomo und das andere über Nathan (Mat 1:6; Luk 3:31). Eine Untersuchung der Listen von Matthäus und Lukas ergibt, dass sie von Salomo und Nathan an getrennt verlaufen, bis sie wieder bei zwei Personen, Schealtiel und Serubbabel, zusammenkommen. Dies kann man auf folgende Weise erklären: Schealtiel war der Sohn Jechonjas; vielleicht heiratete er die Tochter Neris, wurde damit dessen Schwiegersohn und wurde deshalb „Sohn des Neri“ genannt. Es ist aber auch möglich, dass Neri keine Söhne hatte, sodass Schealtiel auch deshalb als sein „Sohn“ zählte. Serubbabel, der wahrscheinlich der wirkliche Sohn Pedajas war, wurde, wie bereits festgestellt, vom gesetzlichen Standpunkt aus als der Sohn Schealtiels gerechnet. (Vgl. Mat 1:12; Luk 3:27; 1Ch 3:17-19.)

      Aus den Verzeichnissen geht auch hervor, dass Serubbabel zwei Söhne hatte, Resa und Abiud; an dieser Stelle gehen die Abstammungslinien wieder auseinander. (Es mag sich dabei nicht um wirkliche Söhne, sondern um Nachkommen gehandelt haben, oder zumindest könnte einer ein Schwiegersohn gewesen sein.) (Vgl. 1Ch 3:19; Luk 3:27; Mat 1:13.) Sowohl das von Matthäus als auch das von Lukas zusammengestellte Geschlechtsregister Jesu unterscheidet sich hier von dem in 1. Chronika, Kapitel 3. Dies mag seinen Grund darin haben, dass eine Anzahl Namen von Matthäus und möglicherweise auch von Lukas absichtlich ausgelassen wurden. Man sollte aber nicht vergessen, dass die Unterschiede in den genealogischen Listen des Matthäus und Lukas sehr wahrscheinlich bereits in den vorhandenen Geschlechtsregistern, die von den Juden voll und ganz akzeptiert wurden, zu finden waren und dass es keine Änderungen waren, die Matthäus und Lukas vorgenommen hatten.

      Abschließend kann man also feststellen, dass die Liste des Matthäus und die des Lukas zwei Wahrheiten miteinander verschmelzen: 1. Jesus war tatsächlich der Sohn Gottes und der leibliche Erbe des Königreiches, weil er durch ein Wunder von der Jungfrau Maria, die aus der Linie Davids stammte, geboren wurde; 2. Jesus war auch der gesetzliche Erbe in der männlichen Abstammungslinie, die von David und Salomo über seinen Adoptivvater Joseph verlief (Luk 1:32, 35; Rö 1:1-4). Wenn etwa feindselige Juden Jesus beschuldigt hätten, er sei unehelich geboren worden, dann hätte die Tatsache, dass Joseph, der den Sachverhalt kannte, Maria geheiratet und ihr den Schutz seines guten Namens und seiner königlichen Abstammung gegeben hatte, eine solch verleumderische Behauptung widerlegt.

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