-
In einer ungesitteten Welt auf christliches Benehmen Wert legenDer Wachtturm 1989 | 15. Juni
-
-
Manche sind so sehr mit eigenen Angelegenheiten beschäftigt oder haben sich so viel vorgenommen, daß sie es als störend empfinden, wenn irgend etwas Unvorhergesehenes geschieht oder unerwartet jemand zu Besuch kommt. Man bedenke, wie anders Jesus auf Menschen reagierte, selbst wenn sie zu ungelegenen Zeiten zu ihm kamen (Markus 7:24-30; Lukas 9:10, 11; 18:15, 16; Johannes 4:5-26).
-
-
In einer ungesitteten Welt auf christliches Benehmen Wert legenDer Wachtturm 1989 | 15. Juni
-
-
10, 11. (a) Was kann über Jesu Handlungsweise und Benehmen gesagt werden? (b) Wie können wir gegenüber allen Menschen Jesu gutes Benehmen nachahmen?
10 Jesus Christus, „der am Busenplatz beim Vater ist“, ist ein weiteres nachahmenswertes Beispiel (Johannes 1:18). Er war im Umgang mit Menschen einerseits zart und mitfühlend, andererseits energisch und bestimmt; doch er war nie barsch oder unfreundlich. Über seine „außergewöhnliche Gabe, sich bei allen Arten von Menschen wohl zu fühlen“, heißt es in dem Buch The Man From Nazareth (Der Nazarener): „In der Öffentlichkeit wie im privaten Kreis verhielt er sich im Umgang mit Männern und Frauen wie jemand ihresgleichen. Er fühlte sich bei Kindern in ihrer Unschuld wohl und seltsamerweise auch bei Personen, denen das Gewissen schlug, weil sie sich durch Amtsmißbrauch bereichert hatten, wie zum Beispiel Zachäus. Geachtete Hausfrauen wie Maria und Martha konnten sich zwanglos und offen mit ihm unterhalten, aber auch Dirnen suchten ihn auf, als ob sie sich sicher waren, daß er sie verstand und sich ihrer annahm. ... Daß ihm Grenzen, die gewöhnliche Menschen einengten, seltsamerweise unbekannt waren, zählt zu den Eigenschaften, die ihn am meisten auszeichneten.“
11 Ein wirklich gesitteter Mensch ist daran zu erkennen, daß er jeden gebührend achtet und auf jeden Rücksicht nimmt, und wir tun gut, Jesus darin nachzuahmen. Den meisten gelingt es zwar, bestimmten Personen gegenüber respektvoll zu sein, besonders denen gegenüber, die höhergestellt sind. Aber anderen, die in ihren Augen niedriger sind als sie oder auf gleicher Ebene wie sie stehen, begegnen sie oftmals reserviert, abweisend oder grob. Das verleiht ihnen anscheinend irgendwie das Gefühl von Überlegenheit und Macht. Doch treffend hat jemand gesagt: „Durch Grobheit täuscht ein schwacher Mensch Kraft vor.“ Daher fordert uns die Bibel auf: „In Ehrerbietung komme einer dem anderen zuvor“ (Römer 12:10). Wenn wir unser Bestes tun, diesen Rat zu befolgen, sind wir nicht mehr weit davon entfernt, uns allen Menschen gegenüber gut zu benehmen, so wie Jesus es tat.
-