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6C Mit dem Blut von Gottes eigenem SohnNeue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen
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von Westcott und Hort, Bd. 2, London 1882 (Nachdruck: Graz 1974), auf S. 99, 100 des Anhangs fest: „Es ist keinesfalls unmöglich, daß ΥΙΟΥ [hyioú, „des Sohnes“] nach ΤΟΥΙΔΙΟΥ [tou idíou, „seines eigenen“] ausgelassen wurde, und durch einige sehr frühe Transkriptionen sind alle existierenden Dokumente beeinflußt worden. Seine Einfügung hält die gesamte Textstelle von Schwierigkeiten irgendwelcher Art frei.“
Die Neue-Welt-Übersetzung gibt die Stelle wörtlich wieder und fügt das Wort „Sohnes“ in eckigen Klammern nach ἰδίου ein, so daß es heißt: „mit dem Blut seines eigenen [Sohnes]“.
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6D „Gott, der über allen ist“Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen
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6D „Gott, der über allen ist“
Rö 9:5, gr.: καὶ ἐξ ὧν ὁ χριστὸς τὸ κατὰ σάρκα, ὁ ὢν ἐπὶ πάντων, θεὸς εὐλογητὸς εἰς τοὺς αἰῶνας· ἀμήν
(kai ex hōn ho christós to katá sárka, ho ōn epí pántōn, theós eulogētós eis tous aiṓnas; amḗn)
1931/42
„und von denen Christus dem Fleische nach herstammt. Gott, der da über allem ist, sei gepriesen in Ewigkeit! Amen.“
Zürcher Bibel, Zürich.
1949
„entstammt Christus seiner irdischen Abkunft nach. Dem allwaltenden Gott sei Lob und Dank in alle Ewigkeit! Amen.“
Ludwig Thimme, Das Neue Testament, Stuttgart.
1963
„und von denen Christus dem Fleische nach [abstammt]: Gott, der über allen ist, [sei] gesegnet immerdar. Amen.“
Neue-Welt-Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften, Brooklyn (USA) (New World Translation of the Christian Greek Scriptures, Brooklyn [USA] 1950).
1982
„und sogar Christus . . . zählt nach seiner menschlichen Herkunft zu ihnen. Für all dies sei Gott, der Herr über alle, für immer und ewig gepriesen! Amen.“
Die Bibel in heutigem Deutsch, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
Die obigen Übersetzungen betrachten ὁ ὤν (ho ōn) als den Anfang eines unabhängigen Satzes oder Nebensatzes, der sich auf Gott bezieht, um über ihn einen Segen für die Vorkehrungen, die er getroffen hat, auszusprechen. Hier und in Ps 67:19, LXX erscheint das Prädikat εὐλογητός (eulogētós, „gesegnet“) nach dem Subjekt θεός (theós, „Gott“). (Siehe Ps 68:19, Fn.)
In seinem Werk Grammatik des neutestamentlichen Sprachidioms, 7. Aufl., Leipzig 1867, S. 513 sagt G. B. Winer: „Denn wo das Subj[ekt] die Hauptvorstellung bildet, namentl[ich] wo es einem andern Subject gegenübertritt, kann und wird das Prädicat nur nachstehen vgl. Ps. 67, 20. LXX. Und so ist auch Rö. 9, 5., wenn die Worte ὁ ὢν ἐπὶ πάντων θεὸς εὐλογητός cet. [ho ōn epí pántōn theós eulogētós usw.] auf Gott bezogen werden, die Wortstellung eine ganz angemessene, ja nothwendige.“
In The Authorship of the Fourth Gospel and Other Critical Essays von Ezra Abbot, Boston (USA) 1888, findet sich auf S. 332—438 eine detaillierte Studie zu der Konstruktion in Rö 9:5. Auf S. 345, 346 und 432 sagt er: „Hier wird jedoch ὁ ὤν [ho ōn] von ὁ χριστός [ho christós] durch τὸ κατὰ σάρκα [to katá sárka] getrennt, dem beim Lesen eine Pause folgen muß — eine Pause, die durch die besondere Betonung von κατὰ σάρκα [katá sárka] durch das τό [to] ausgedehnt wird; und der vorausgehende Satz ist in sich selbst grammatisch vollständig und bedarf logischerweise keiner weiteren Hinzufügung; denn es war nur dem Fleische nach, daß Christus von den Juden abstammte. Wie wir andererseits gesehen haben (S. 334), legt die Aufzählung von unmittelbar vorausgehenden Segnungen, die durch den unschätzbaren Segen des Kommens Christi gekrönt werden, natürlicherweise nahe, Gott als demjenigen, der über alles herrscht, Lobpreis und Dank darzubringen; während ebenso eine Doxologie durch das ’Αμήν [Amḗn] am Ende des Satzes angezeigt wird. Von jedem Gesichtspunkt aus scheint daher die Wortkonstruktion, die die Doxologie betrifft, als einfach und natürlich. . . . Die Natürlichkeit einer Pause nach σάρκα [sárka] wird weiter durch die Tatsache angezeigt, daß wir nach diesem Wort in allen unseren ältesten Hss., die diesen Fall bezeugen, einen Punkt finden, nämlich in A, B, C, L. . . . Ich kann nun, neben den Unzialen A, B, C, L, . . . wenigstens sechsundzwanzig Kursivhss. nennen, die eine Pause nach σάρκα machen, im allgemeinen dieselbe, wie sie sie nach αἰῶνας [aiṓnas] oder ’Αμήν [Amḗn] haben.“ Im ThBNT, Bd. 1, S. 606 wird über Rö 9:5 folgendes gesagt: „Es liegt nahe und ist sprachlich durchaus möglich, die Aussage auf Christus zu beziehen. Aber auch dann wäre Christus nicht unbedingt Gott gleichgesetzt, sondern nur als ein Wesen göttlicher Art gekennzeichnet; denn das Wort θεός [theọs] steht ohne Artikel. Doch kommt diese Hoheitsbezeichnung bei Paulus sonst nicht vor, so daß die Erklärung sehr viel wahrscheinlicher ist, daß hier eine Doxologie auf Gott vorliegt.“
Rö 9:5 schreibt demnach Lobpreis und Dank Gott zu. Diese Schriftstelle setzt somit Jehova Gott nicht mit Jesus Christus gleich.
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6E „Des großen Gottes und [des] Retters von uns, Christus Jesus“Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen
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6E „Des großen Gottes und [des] Retters von uns, Christus Jesus“
Tit 2:13, gr.: τοῦ μεγάλου θεοῦ καὶ σωτῆρος ἡμῶν Χριστοῦ ’Ιησοῦ
(tou megálou theoú kai sōtḗros hēmṓn Christoú Iēsoú)
1935
„des großen Gottes und unseres Heilandes Christus Jesus“
Wilhelm Michaelis, Das Neue Testament, Leipzig.
1949
„des großen Gottes und unsers Retters . . . Christus Jesus“
Hermann Menge, Die Heilige Schrift, 11. Aufl., Stuttgart.
1963
„des großen Gottes und unseres Retters Christus Jesus“
Neue-Welt-Übersetzung der Christlichen Griechischen Schriften, Brooklyn (USA) (New World Translation of the Christian Greek Scriptures, Brooklyn [USA] 1950).
1972
„des großen Gottes und unseres Heilandes Jesu Christi“
Ulrich Wilckens, Das Neue Testament, Köln, Zürich.
1975
„des großen Gottes und unsres Retters Jesus Christus“
Franz Eugen Schlachter, Die Heilige Schrift, Genf.
1982
„unseres mächtigen Gottes und unseres Retters Jesus Christus“
Die Bibel in heutigem Deutsch, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
1984
„des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus“
Lutherbibel, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.
An dieser Stelle finden wir zwei Substantive, die durch καί (kai, „und“) verbunden sind; dem ersten Substantiv geht der bestimmte Artikel τοῦ (tou, „des“) voraus, das zweite Substantiv steht ohne bestimmten Artikel. Eine ähnliche Wortkonstruktion findet sich in 2Pe 1:1, 2, wo in V. 2 ein deutlicher Unterschied zwischen Gott und Jesus gemacht wird. Dadurch wird gezeigt: Wenn zwei unterschiedliche Personen durch καί verbunden sind und der ersten Person der bestimmte Artikel vorausgeht, so ist es nicht notwendig, den bestimmten Artikel vor der zweiten Person zu wiederholen. Im griechischen Text finden sich Beispiele dieser Wortkonstruktion in Apg 13:50; 15:22; Eph 5:5; 2Th 1:12; 1Ti 5:21; 6:13; 2Ti 4:1. In LXX findet sich ebenfalls eine derartige Wortkonstruktion. (Siehe Spr 24:21, Fn.) Nach An Idiom Book of New Testament Greek von C. F. D. Moule, Cambridge (England) 1971, S. 109 ist die Aussage „des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus im κοινή-[koinḗ-]Griechisch selbst ohne Wiederholung [des bestimmten Artikels] möglich“.
In The Authorship of the Fourth Gospel and Other Critical Essays von Ezra Abbot, Boston (USA) 1888, findet sich auf S. 439—457 eine detaillierte Studie zu der Wortkonstruktion in Tit 2:13. Auf S. 452 des Werkes sind folgende Kommentare zu lesen: „Betrachte ein Beispiel aus dem Neuen Testament. In Matt. xxi. 12 lesen wir, daß Jesus alle hinaustrieb, ‚die im Tempel verkauften und kauften‘, τοὺς πωλοῦντας καὶ ἀγοράζοντας [tous pōloúntas kai agorázontas]. Niemand wird hier vernünftigerweise annehmen, daß es sich bei den beschriebenen Personen, die verkauften und kauften, um dieselben Personen handelt. In Markus werden die beiden Gruppen durch die Einfügung von τούς vor ἀγοράζοντας unterschieden; hier wird es der Intelligenz des Lesers überlassen, sie zu unterscheiden. Im vor uns liegenden Fall [Tit 2:13] scheint mir das Fehlen des Artikels vor σωτῆρος [sōtḗros] keine Schwierigkeiten zu bereiten, nicht weil σωτῆρος durch die Hinzufügung von ἡμῶν [hēmṓn] (Winer) ausreichend bestimmt wird, denn Gott wie auch Christus wird des öfteren ‚unser Retter‘ genannt; wenn somit ἡ δόξα τοῦ μεγάλου θεοῦ καὶ σωτῆρος ἡμῶν [hē dóxa tou megálou theoú kai sōtḗros hēmṓn] allein stünde, dann wäre natürlicherweise von einem Subjekt die Rede, nämlich von Gott, dem Vater; doch die Hinzufügung ’Ιησοῦ Χριστοῦ nach σωτῆρος ἡμῶν [Iēsoú Christoú nach sōtḗros hēmṓn] ändert die Sache gänzlich, dadurch wird der σωτῆρος ἡμῶν auf eine Person oder ein Wesen beschränkt, das nach dem gewohnten Sprachgebrauch des Paulus von der Person oder dem Wesen zu unterscheiden ist, das er mit ὁ θεός [ho theós] bezeichnet, so daß es nicht notwendig ist, den Artikel zu wiederholen, um eine Zweideutigkeit zu vermeiden. In 2 Thess. i. 12 bezieht sich natürlicherweise der Ausdruck κατὰ τὴν χάριν τοῦ θεοῦ ἡμῶν καὶ κυρίου [katá tēn chárin tou theoú hēmṓn kai kyríou] auf ein Subjekt, und der Artikel vor κυρίου wäre nur dann erforderlich, wenn zwei gemeint wären; jedoch die einfache Hinzufügung von ’Ιησοῦ Χριστοῦ nach κυρίου [Iēsoú Christoú nach kyríou] macht die Bezugnahme auf zwei verschiedene Subjekte deutlich, und das ohne Einfügung des Artikels.“
In Blaß/Debrunner heißt es in § 276,3 zu Tit 2:13: „Der Artikel scheint (naturgemäß) zu fehlen, wenn das letztere von zwei durch καί [kai, „und“] verbundenen Attributen eine Apposition bei sich hat.“
Demgemäß werden in Tit 2:13 zwei verschiedene Personen, Jehova Gott und Jesus Christus, erwähnt. In der gesamten Heiligen Schrift kann Jehova nicht mit Jesus gleichgesetzt werden, als wären sie ein und dieselbe Person.
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6F Jesus existierte vor AbrahamNeue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen
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6F Jesus existierte vor Abraham
Joh 8:58: „Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen“
Gr.: πρὶν ’Αβραὰμ γενέσθαι ἐγὼ εἰμί
(prin Abraám genésthai egṓ eimí)
Viertes/Fünftes Jahrhundert
„Ehe Abraham war, bin ich gewesen“
Sinai-Syrer (Sinaiticus) (syr.) (Ausg.: Agnes Smith Lewis, The Old Syriac Gospels, or Evangelion da-mepharreshê, London 1910).
Fünftes Jahrhundert
„Ehe sogar Abraham ins Dasein kam, war ich“
Cureton-Syrer (Curetonianus) (syr.) (Ausg.: F. Crawford Burkitt, The Curetonian Version of the Four Gospels, Bd. 1, Cambridge [England] 1904).
Fünftes Jahrhundert
„Ehe Abraham existierte, war ich“
Peschitta (syr.) (Ausg.: S. Lee, London 1826, Nachdruck: London 1979).
Fünftes Jahrhundert
„Ehe Abraham ins Dasein kam, war ich“
Georgische Übersetzung (Ausg.: Robert P. Blake, Maurice Brière, The Old Georgian Version of the Gospel of John, veröffentlicht in „Patrologia Orientalis“, Bd. XXVI, Faszikel 4, Paris 1950).
Sechstes Jahrhundert
„Ehe Abraham geboren wurde, war ich“
Äthiopische Übersetzung (Ausg.: Thomas Pell Platt, Novum Testamentum . . . Æthiopice [Das Neue Testament . . . in Äthiopisch], revidiert von F. Praetorius, Leipzig 1899).
Die obige Lesart findet sich ebenfalls in der Bibel in heutigem Deutsch, Stuttgart 1982: „Bevor Abraham geboren wurde, war ich schon da.“ Den gleichen Gedanken vermittelt der Wortlaut in dem Neuen Testament in der Sprache von heute, übersetzt von Friedrich Pfäfflin, revidierte Ausgabe, Heilbronn 1965: „ ‚Ehe es einen Abraham gab, war ich schon da!‘ “ und in dem Neuen Testament übersetzt in die Sprache der Gegenwart von Curt Stage, Leipzig 1896: „Ehe Abraham geworden ist, war ich.“
Die Handlung, die in Joh 8:58 ausgedrückt wird, begann, „ehe Abraham ins Dasein kam“, und dauert noch an. In einer solchen Wortfügung wird εἰμί (eimí), das in der ersten Person Singular Präsens Indikativ steht, richtigerweise im Indikativ Perfekt übersetzt. Beispiele dieser Syntax finden sich in Luk 2:48; 13:7; 15:29; Joh 5:6; 14:9; 15:27; Apg 15:21; 2Ko 12:19; 1Jo 3:8.
Bezüglich dieser Konstruktion sagt G. B. Winer in der Grammatik des neutestamentlichen Sprachidioms, 7. Aufl., Leipzig 1867, auf S. 251: „Zuweilen schliesst das Präsens ein Präteritum mit ein (M d v. 108.), wenn nämlich durch das Verbum ein früher begonnener, aber noch immer fortdauernder Zustand, ein Zustand in seinem Währen, bezeichnet wird: Jo. 15, 27. ἀπ’ ἀρχῆς μετ’ ἐμοῦ ἐστέ [ap’ archḗs met’ emoú esté], 8, 58. πρὶν ’Αβραὰμ γενέσθαι ἐγὼ εἰμί [prin Abraám genésthai egṓ eimí].“
Desgleichen heißt es in A Grammar of New Testament Greek von J. H. Moulton, Bd. 3 von Nigel Turner, Edinburgh 1963, auf S. 62: „Das Präsens, das die Kontinuität einer Handlung von der Vergangenheit an bis zum Augenblick des Sprechens anzeigt, ist im Grunde genommen gleich dem Perfekt, mit dem einzigen Unterschied, daß die Handlung als weiter andauernd gedacht ist . . . Häufig kommt das im N[euen] T[estament] vor: Lk 248 137 . . . 1529 . . . Jn 56 858 . . .“
In dem Versuch, Jesus mit Jehova gleichzusetzen, sagen einige, daß ἐγὼ εἰμί (ego eimi) die Entsprechung des hebräischen Ausdrucks ’aní hu’, „ich [bin] er (es)“, ist, der von Gott verwendet wird. Es gilt jedoch zu beachten, daß dieser hebräische Ausdruck ebenfalls von Menschen verwendet wird. (Siehe 1Ch 21:17, Fn.)
In dem weiteren Versuch, Jesus mit Jehova gleichzusetzen, verwenden einige 2Mo 3:14 (LXX), wo wir lesen: ’Εγώ εἰμι ὁ ὤν (Egṓ eimi ho ōn), das „Ich bin der Seiende“ oder „Ich bin der Existierende“ bedeutet. Dieser Versuch kann jedoch nicht gerechtfertigt werden, da sich der Ausdruck in 2Mo 3:14 von dem in Joh 8:58 unterscheidet. (Siehe 2Mo 3:14, Fn.) In den gesamten Christlichen Griechischen Schriften ist es nicht möglich, Jesus mit Jehova gleichzusetzen, als wären sie ein und dieselbe Person. (Siehe 1Pe 2:3, Fn.; Anh. 6A, 6E.)
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7A Kobras reagieren auf LauteNeue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen
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7A Kobras reagieren auf Laute
Ps 58:4b, 5a: „Taub sind sie wie die Kobra, die ihr Ohr verstopft, die nicht hören wird auf die Stimme der Beschwörer.“
In der New York Times, 10. Januar 1954, Teil 4, S. 9 findet sich unter der Überschrift „Lassen sich Schlangen durch Musik bezaubern?“ folgender Bericht über Ps 58:4, 5: „Dr. David I. Macht, Pharmazeut des Mount-Sinai-Hospitals in Baltimore [USA], ist eine der führenden Autoritäten in der Welt, die mit Kobraschlangengift umgehen. (Kobragift gilt als anerkanntes medizinisches Therapeutikum, zum Beispiel bei Bluterkrankungen.) Dr. Macht berichtete, daß er, während er sich mit Kobras und Kobragift beschäftigte, die Bekanntschaft einiger Hindu-Ärzte machte, die sehr gebildet waren und aus verschiedenen Teilen Indiens stammten. Alle stimmten darin überein, daß Kobras auf gewisse Musikklänge, insbesondere auf Flöten- oder Pfeifenmusik, reagieren. Nach den Berichten der Ärzte lassen sich die Tiere durch manche Musikarten stärker reizen als durch andere. Indische Kinder, die bei Dunkelheit in ländlichen Gegenden spielen, so sagte er, werden sogar aufgefordert, nicht zu singen, um keine Kobras anzulocken. Dr. Macht erklärte, daß Shakespeare, der sich wiederholt darauf bezog, daß Schlangen taub seien, . . . lediglich ein allgemeines Mißverständnis wiederholt habe. Andererseits sagte Dr. Macht, daß der Psalmist recht habe, wenn er im Gegensatz dazu in Psalm 58, Vers 5 andeutet, daß Schlangen hören können . . . Entgegen den Behauptungen mancher Zoologen, so sagte Dr. Macht, werden Schlangen durch Laute bezaubert und nicht durch die Bewegungen des Schlangenbeschwörers.“
Desgleichen heißt es in dem Vorwort zu einem Artikel, der in der zoologischen Zeitschrift Grzimeks Tier, Sielmanns Tierwelt, Juli 1981, auf S. 34, 35 erschien: „Dieser Bericht steht zu . . . Erkenntnissen im krassen Gegensatz: daß Kobras taub sind . . .“ Der Autor berichtet dann von einer Kobra, die auf seinem Grundstück auf Sri Lanka einen Termitenhügel bewohnte. Er bat einen Schlangenbeschwörer, die freilebende Schlange zu fangen und sie zum Tanzen zu bringen. Er schreibt: „Als ich meinem Gast versicherte, daß dort mit großer Sicherheit eine Kobra zu finden sei, setzte er sich vor dem Termitenhügel nieder und begann, auf seiner Pfeife zu blasen. Nach langer Zeit — ich glaubte schon nicht mehr daran, daß sich etwas tun würde — schob die Kobra ihren Kopf einige Zentimeter aus einem Loch. Der Schlangenbeschwörer schnellte auf sie zu und konnte ihren Kopf zwischen Daumen und zwei Fingern fassen, noch bevor die Schlange ihren Mund öffnen konnte.“ Der Inder brachte die Schlange danach tatsächlich zum Tanzen.
Es existieren somit Beweise, daß die Kobra „auf die Stimme der Beschwörer“ hört.
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7B Abweisende Fragen, die Widerspruch anzeigen sollenNeue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift — mit Studienverweisen
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7B Abweisende Fragen, die Widerspruch anzeigen sollen
Mat 8:29: „Was haben wir mit dir, Sohn Gottes, zu schaffen?“
Die Frage der Dämonen an Jesus ist eine alte idiomatische Frageform, die an acht Stellen in den Hebräischen Schriften belegt ist, nämlich in Jos 22:24; Ri 11:12; 2Sa 16:10; 19:22; 1Kö 17:18; 2Kö 3:13; 2Ch 35:21; Hos 14:8. In den Christlichen Griechischen Schriften wie auch in der syrischen Übersetzung wurde eine wörtliche Übersetzung dieser alten hebräischen Redewendung vorgenommen, die sechsmal erscheint, nämlich in Mat 8:29; Mar 1:24; 5:7; Luk 4:34; 8:28; Joh 2:4. Wörtlich übersetzt, lautet die Frage in Mat 8:29: „Was [ist] uns und dir?“ und besagt: „Was gibt es an Gemeinsamem zwischen uns und dir?“ „Was haben wir und du gemein?“ Oder, wie oben wiedergegeben: „Was haben wir mit dir . . . zu schaffen?“
Es handelt sich in jedem Fall in den Hebräischen und Griechischen Schriften um eine abweisende Frage, die Widerspruch
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