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  • Gibt es eine Hoffnung auf Rettung?
    Der Wachtturm 2001 | 15. November
    • Gibt es eine Hoffnung auf Rettung?

      Das 20. Jahrhundert ist als eines der blutigsten Jahrhunderte bezeichnet worden, die die Menschheit je erlebt hat. Verbrechen, Kriege, ethnische Konflikte, Drogenmißbrauch, Unehrlichkeit und Gewalt haben vor allem in den letzten Jahrzehnten um sich gegriffen. Dazu kommt noch das Leid, das durch Krankheit, Alter und Tod verursacht wird. Wer sehnt sich nicht danach, von den in der heutigen Welt bestehenden ungeheuren Problemen befreit zu werden? Läßt ein Blick in die Zukunft auf irgendeine Form der Rettung hoffen?

      BEFASSEN wir uns einmal mit einer Vision, die dem Apostel Johannes vor etwa 2 000 Jahren anvertraut wurde. Er schrieb: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:3, 4). Auch der Prophet Jesaja sagte voraus: „Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiß die Tränen von allen Gesichtern abwischen. Und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegnehmen, denn Jehova selbst hat es geredet“ (Jesaja 25:8).

      Stellen wir uns nur vor, was es bedeutet, wenn sich Gottes Verheißungen erfüllen! Die Menschheit wird errettet, befreit werden von Unterdrückung und Gewalt, von den Ursachen für Kummer und Leid. Nicht einmal Krankheit, Alter und Tod werden uns mehr plagen! Gottes Wort, die Bibel, verheißt ewiges Leben unter vollkommenen Bedingungen auf der Erde (Lukas 23:43; Johannes 17:3). Und das steht allen offen, die es wünschen. Gottes Wille ist es, „daß alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2:3, 4).

      Um aber aus den Verheißungen Gottes Nutzen zu ziehen, müssen wir verstehen lernen, welche Rolle Jesus Christus für unsere Rettung spielt, und Glauben an ihn ausüben. Jesus selbst sagte: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3:16). Der Apostel Petrus verwies auf die Schlüsselrolle, die Jesus Christus dabei zukommt, indem er sagte: „Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen“ (Apostelgeschichte 4:12). Der Apostel Paulus und sein Begleiter Silas forderten einen aufrichtigen Mann, der mehr wissen wollte, auf: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und deine Hausgenossen“ (Apostelgeschichte 16:30, 31).

      Ja, Jesus Christus ist der „Hauptvermittler des Lebens“, und Rettung ist nur durch ihn möglich (Apostelgeschichte 3:15). Aber wie kann ein Mann für unsere Rettung so wichtig sein? Jesu Rolle auf diesem Gebiet klar zu verstehen wird bestimmt unsere Hoffnung auf Rettung stärken.

  • Jesus rettet — Wie?
    Der Wachtturm 2001 | 15. November
    • Jesus rettet — Wie?

      „Jesus rettet!“ „Jesus ist unser Retter!“ In vielen Ländern der Welt sind solche Parolen an Gebäuden und öffentlichen Plätzen zu sehen. Millionen Menschen glauben aufrichtig, daß Jesus ihr Retter ist. Würde man sie fragen: „Wie rettet uns Jesus?“, würden sie wahrscheinlich antworten: „Jesus ist für uns gestorben“ oder „Jesus ist für unsere Sünden gestorben.“ Tatsächlich ermöglicht es uns Jesu Tod, gerettet zu werden. Aber wie kann der Tod eines Mannes die Sünden von so vielen sühnen? Fragen wir uns: „Was würde ich antworten, wenn man mich fragte, wie Jesu Tod uns retten kann?“

      DIE Antwort der Bibel darauf ist sehr einfach, doch gleichzeitig eindeutig und höchst bedeutsam. Ihre volle Bedeutung können wir allerdings erst verstehen, wenn wir Jesu Leben und Tod als Lösung eines sehr schwierigen Problems begreifen lernen. Nur dann können wir den außergewöhnlichen Wert des Todes Jesu richtig einschätzen.

      Gott sorgte dafür, daß Jesus sein Leben gab, um einer Situation zu begegnen, die entstand, als Adam sündigte. Was für eine Tragödie jene Sünde war! Der erste Mensch und seine Frau, Eva, waren vollkommen gewesen. Ihr Heim war der wunderschöne Garten Eden. Gott hatte ihnen sinnvolle Arbeit gegeben: ihre parkähnliche Wohnstätte zu pflegen. Liebevoll hätten sie die übrigen lebenden Geschöpfe auf der Erde beaufsichtigen sollen. Während sich die Menschen vermehrt und die Erde mit Millionen Nachkommen gefüllt hätten, wäre das Paradies bis an die Enden der Erde ausgedehnt worden (1. Mose 1:28). Welch reizvolle und begeisternde Aufgabe sie erhalten hatten! Außerdem waren sie einander liebevolle Gefährten gewesen (1. Mose 2:18). Es hatte ihnen an nichts gefehlt. Ein ewiges, glückliches Leben hatte ihnen in Aussicht gestanden.

      Man kann eigentlich nicht begreifen, wie Adam oder Eva sündigen konnten. Doch die ersten Menschen lehnten sich ausgerechnet gegen den auf, der sie erschaffen hatte — Jehova Gott. Das Geistgeschöpf Satan, der Teufel, bediente sich einer Schlange, um Eva durch Betrug zu veranlassen, Jehova ungehorsam zu sein, worauf sich Adam ihr anschloß (1. Mose 3:1-6).

      Es stand außer Frage, wie der Schöpfer mit Adam und Eva verfahren würde. Auf die Folgen von Ungehorsam hatte er bereits ausdrücklich hingewiesen mit den Worten: „Von jedem Baum des Gartens darfst du bis zur Sättigung essen. Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben“ (1. Mose 2:16, 17). Nun aber war eine Frage von weit größerer Tragweite zu klären.

      Die Menschheit steht vor einem schwierigen Problem

      Die Erbsünde stellte die Menschheit vor ein sehr schwieriges Problem. Adam war als vollkommener Mensch ins Dasein gekommen. Demzufolge hätten auch seine Kinder in den Genuß vollkommenen, ewigen Lebens kommen können. Doch Adam sündigte, bevor er Kinder zeugte. Er trug das ganze Menschengeschlecht noch in sich, als er das Urteil empfing: „Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren“ (1. Mose 3:19). Als Adam sündigte und — wie von Gott angekündigt — zu sterben begann, wurde die ganze Menschheit mit ihm zum Tode verurteilt.

      Treffend schrieb später der Apostel Paulus, daß „durch e i n e n Menschen [Adam] die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten“ (Römer 5:12). Den Kindern, die eigentlich in vollkommenem Zustand mit der Aussicht auf endloses Leben hätten geboren werden sollen, stand nun statt dessen Krankheit, Alter und Tod bevor.

      „Das ist aber doch unfair!“ wirft jemand vielleicht ein. „Schließlich haben nicht wir beschlossen, Gott ungehorsam zu werden, sondern das war Adam. Warum müssen wir dann unsere Aussicht auf ein ewiges, glückliches Leben begraben?“ Bekanntermaßen könnte sich jemand, der von einem Gericht zu einer Haftstrafe verurteilt wird, weil sein Vater ein Auto gestohlen hat, zu Recht beklagen: „Das ist ungerecht! Ich habe überhaupt nichts Verkehrtes getan!“ (5. Mose 24:16).

      Als Satan den ersten Mann und die erste Frau dazu brachte, zu sündigen, glaubte er vielleicht, Gott in eine Zwickmühle manövriert zu haben. Der Teufel schlug sehr früh in der Menschheitsgeschichte zu — noch bevor Kinder gezeugt worden waren. Sowie Adam sündigte, erhob sich die wichtige Frage: Wie würde Jehova mit den Kindern verfahren, die Adam und Eva in die Welt setzten?

      Jehova Gott handelte gerecht und fair. „Fern sei es von dem wahren Gott, böse zu handeln, und vom Allmächtigen, unrecht zu handeln!“ sagte der gerechte Elihu (Hiob 34:10). Und der Prophet Moses schrieb über Jehova: „Der FELS, vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er“ (5. Mose 32:4). Der wahre Gott löste das durch Adams Sünde entstandene Problem auf eine Weise, daß uns nicht die Gelegenheit versagt bleibt, ewig im Paradies auf der Erde zu leben.

      Gott schafft eine vollkommene Lösung

      Befassen wir uns mit der Lösung, die Gott in dem Urteil über Satan, den Teufel, beschrieb. Jehova sagte zu Satan: „Ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau [Gottes himmlischer Organisation] und zwischen deinem Samen [der Welt unter Satans Herrschaft] und ihrem Samen [Jesus Christus]. Er wird dir [Satan] den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen [Jesus töten]“ (1. Mose 3:15). In dieser ersten Prophezeiung der Bibel deutete Jehova seinen Vorsatz an, seinen himmlischen Geistsohn auf die Erde zu senden, damit er dort als der vollkommene Mensch Jesus leben und dann in diesem sündenlosen Zustand sterben werde — ihm würde gleichsam die Ferse zermalmt.

      Warum war für Gott der Tod eines vollkommenen Menschen erforderlich? Nun, welche Strafe hatte Jehova Gott für Adam festgelegt, falls er sündigte? War es nicht der Tod? (1. Mose 2:16, 17). „Der Lohn, den die Sünde zahlt, ist der Tod“, schrieb der Apostel Paulus (Römer 6:23). Adam bezahlte für seine Sünde mit seinem eigenen Tod. Ihm war das Leben geschenkt worden, er beschloß zu sündigen, und er starb zur Strafe für seine Sünde (1. Mose 3:19). Wie stand es um die Verurteilung, unter die das ganze Menschengeschlecht wegen dieser Sünde geriet? Ein Leben mußte geopfert werden, um die Sünden der Menschen zu sühnen. Doch wessen Tod konnte rechtmäßig die Übertretungen der ganzen Menschheit zudecken?

      Das Gesetz, das Gott in alter Zeit der Nation Israel gab, forderte „Seele für Seele“, das heißt Leben für Leben (2. Mose 21:23). Gemäß diesem Rechtsgrundsatz mußte das Opfer, durch das die Übertretungen der Menschheit gesühnt werden könnten, den gleichen Wert haben wie das, was Adam verlor. Nur durch den Tod eines weiteren vollkommenen Menschen ließ sich der Lohn für die Sünde zahlen. Jesus war solch ein Mensch. Ja, Jesus war „ein entsprechendes Lösegeld“, durch das die gesamte von Adam abstammende erlösbare Menschheit gerettet werden konnte (1. Timotheus 2:6; Römer 5:16, 17).

      Jesu Tod war höchst wertvoll

      Adams Tod besaß keinen Wert; er verdiente es, wegen seiner Sünde zu sterben. Jesu Tod hingegen hatte einen großen Wert, weil er als sündenloser Mensch starb. Jehova Gott konnte den Wert des vollkommenen Lebens Jesu als Lösegeld für gehorsame Nachkommen des Sünders Adam annehmen. Der Wert des Opfers Jesu erstreckt sich zudem nicht nur auf unsere zurückliegenden Sünden. Wenn dem so wäre, hätten wir keine Zukunft. Da wir in Sünde empfangen wurden, machen wir zwangsläufig immer wieder Fehler (Psalm 51:5). Wie dankbar können wir doch sein, daß es uns Jesu Tod ermöglicht, die Vollkommenheit zu erlangen, die Jehova ursprünglich für die Nachkommen Adams und Evas vorgesehen hatte!

      Adam ließe sich mit einem Vater vergleichen, der starb und uns mit einem solchen Berg von Schulden (die Sünde) zurückließ, daß wir sie unmöglich jemals abzahlen könnten. Dagegen gleicht Jesus einem guten Vater, der starb und uns ein reiches Erbe hinterließ, das uns nicht nur von dem riesigen Schuldenberg befreit, den uns Adam aufgebürdet hat, sondern uns darüber hinaus mit genügend Mitteln für ewiges Leben ausstattet. Jesu Opfer löscht nicht lediglich die Sünden der Vergangenheit aus; es dient auch auf wunderbare Weise unserer Zukunft.

      Jesus rettete uns, indem er für uns starb. Wie wertvoll doch sein Tod für uns ist! Betrachten wir ihn als Bestandteil der Lösung, die Gott für das komplizierte Problem der Sünde Adams schuf, wird unser Glaube an Jehova und unser Vertrauen in seine Vorgehensweise gestärkt. Ja, Jesu Tod ist das Mittel, durch das „jeder, der Glauben an ihn ausübt“, von Sünde, Krankheit, Alter und sogar dem Tod befreit werden kann (Johannes 3:16). Sind wir Gott dankbar, daß er so liebevoll für unsere Rettung gesorgt hat?

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