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51. Bibelbuch — Kolosser„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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Der Vater hat sie befreit und in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ versetzt, der das Bild des unsichtbaren Gottes ist und durch den und für den alle Dinge erschaffen worden sind. Er ist das Haupt der Versammlung und der Erstgeborene von den Toten. Gott befand es für gut, durch Jesu Blut alle Dinge wieder mit sich zu versöhnen, auch die einst entfremdeten Kolosser, ‘vorausgesetzt natürlich, daß sie im Glauben verbleiben’ (1:13, 23).
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51. Bibelbuch — Kolosser„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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8. Warum führt Paulus einen Kampf um seine Brüder?
8 Der Kampf, den Paulus um die Kolosser, die Laodicener und andere führt, dient dazu, daß sie getröstet und in Liebe harmonisch zusammengefügt werden mögen, im Hinblick darauf, daß sie ‘eine genaue Erkenntnis des heiligen Geheimnisses Gottes, nämlich Christus, in dem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis sorgsam verborgen sind’, erlangen. Er will nicht, daß sie durch überredende Argumente betört werden, sondern sie sollen vielmehr weiterhin in Gemeinschaft mit Christus wandeln, „verwurzelt und erbaut in ihm und im Glauben befestigt“. Dann schreibt Paulus warnend: „Seht zu, daß nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und leeren Trug gemäß der Überlieferung der Menschen“ (2:2, 3, 7, 8).
9. Vor welcher Form der Anbetung warnt Paulus, und warum sollten sich die Kolosser nicht dem Gesetz unterwerfen?
9 Werdet Tote in bezug auf die Werke des Fleisches, werdet aber lebendig in bezug auf Christus (2:13—3:17). Obwohl sie in ihren Verfehlungen und in ihrem unbeschnittenen Zustand tot waren, hat Gott sie zusammen mit Christus lebendig gemacht, indem er die handschriftliche Urkunde des Gesetzes, die gegen die Juden war, ausgelöscht hat. ‘Daher möge sie niemand richten’ in bezug auf das Gesetz mit dessen Bestimmungen, das nur ein Schatten der Wirklichkeit (Christus) ist. Wenn sie außerdem zusammen mit Christus gegenüber den elementaren Dingen der Welt abgestorben sind, warum unterwerfen sie sich den Verordnungen: „Faß nicht an noch koste, noch berühre“ gemäß den Geboten und Lehren von Menschen? Eine auffällige selbstauferlegte Form der Anbetung, Scheindemut, eine strenge Behandlung des Leibes — das alles ist im Kampf gegen die Begierden des Fleisches von keinem Wert (2:16, 21).
10. Wie kann man weiterhin die Dinge droben suchen und mit der „neuen Persönlichkeit“ gekleidet sein?
10 Paulus fordert sie vielmehr auf: „Sucht weiterhin die Dinge, die droben sind, wo der Christus zur Rechten Gottes sitzt. Haltet euren Sinn auf die Dinge droben gerichtet, nicht auf die Dinge auf der Erde.“ Das kann man dadurch tun, daß man die alte Persönlichkeit abstreift und die neue Persönlichkeit anzieht, die durch genaue Erkenntnis keinen Unterschied nach dem Fleisch macht zwischen Jude und Grieche, „sondern Christus [ist] alles und in allen“. Es bedeutet, sich „als Gottes Auserwählte“ mit der innigen Zuneigung des Erbarmens, mit Güte, Demut, Milde und Langmut zu kleiden. Der Apostel schreibt: „So, wie Jehova euch bereitwillig vergeben hat, so tut auch ihr. Außer allen diesen Dingen aber kleidet euch mit Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit.“ Alles, was sie in Wort oder in Werk tun, sollten sie „im Namen des Herrn Jesus“ tun, indem sie „Gott, dem Vater, durch ihn“ danken (3:1, 2, 11-14, 17).
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51. Bibelbuch — Kolosser„Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
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14. (a) Welche Wirklichkeit wird im Kolosserbrief hervorgehoben? (b) Wie wird die Königreichshoffnung betont?
14 Über das Halten des Gesetzes heißt es in dem Brief: „Diese Dinge sind ein Schatten der künftigen Dinge, aber die Wirklichkeit gehört dem Christus“ (Kol. 2:17). Diese Wirklichkeit des Christus wird im Kolosserbrief besonders hervorgehoben. Darin wird häufig von der herrlichen Hoffnung gesprochen, die in den Himmeln für die aufbehalten ist, die in Gemeinschaft mit Christus sind (Kol. 1:5, 27; 3:4). Sie können dankbar sein, daß der Vater sie schon von der Gewalt der Finsternis befreit und sie „in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt“ hat. So sind sie Untertanen dessen geworden, der „das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung“, ist; „denn durch ihn sind alle anderen Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten“. Er ist hervorragend befähigt, im Königreich Gottes gerecht zu regieren. Daher ermahnt Paulus die gesalbten Christen: „Wenn ihr aber mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht weiterhin die Dinge, die droben sind, wo der Christus zur Rechten Gottes sitzt“ (Kol. 1:12-16; 3:1).
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