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  • Jesus Christus — Gottes geliebter Sohn
    Der Wachtturm 1988 | 1. Juni
    • 1, 2. (a) Welche schlichte Wahrheit in bezug auf Gott, den Allmächtigen, und Jesus Christus wird in der Bibel gelehrt? (b) Was lehren die Kirchen der Christenheit?

      JESUS CHRISTUS ließ sich im Alter von 30 Jahren taufen, indem er sich im Wasser untertauchen ließ. Als er aus dem Wasser heraufkam, sagte eine Stimme vom Himmel: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe“ (Matthäus 3:17). Es handelte sich dabei um die Stimme Gottes. Bei einer anderen Gelegenheit sagte Jesus im Gebet zu Gott: „Vater, verherrliche deinen Namen.“ Und nachdem er dies gesagt hatte, kam Gottes „Stimme vom Himmel: ‚Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wieder verherrlichen‘“ (Johannes 12:28).

      2 Aus diesen Berichten kann selbst ein Kind entnehmen, daß es sich bei dem Verhältnis zwischen Gott, dem Allmächtigen, und Jesus Christus um das Verhältnis zwischen einem Vater und seinem geliebten Sohn handelte, das heißt zwischen zwei verschiedenen Individuen.

  • Jesus Christus — Gottes geliebter Sohn
    Der Wachtturm 1988 | 1. Juni
    • Nicht „Gott Sohn“, sondern „Gottes Sohn“

      7. Was ergibt eine unbefangene Untersuchung der Bibel in bezug auf Jesus?

      7 Jesus behauptete nie, Gott, der Allmächtige, zu sein. Wer die Bibel unbefangen liest, ohne eine vorgefaßte Meinung in bezug auf die Dreieinigkeit, wird das bestätigt finden. Zum Beispiel sagte Jesus gemäß Johannes 3:16: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab.“ Nur zwei Verse weiter bezeichnete sich Jesus erneut als „einziggezeugter Sohn Gottes“ (Johannes 3:18). Als ihn die Juden der Gotteslästerung beschuldigten, entgegnete er: „Sagt ihr ... zu mir, der vom Vater geheiligt und in die Welt gesandt worden ist: ‚Du lästerst‘, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn?“ (Johannes 10:36). Jesus sagte nicht, er sei „Gott Sohn“, sondern er sei „Gottes Sohn“.

      8. Was sagten ein Offizier und die, die mit ihm Jesus bewachten?

      8 Als Jesus starb, wußten selbst die römischen Soldaten, die dabeistanden, daß er nicht Gott war: „Der Offizier aber und die, die mit ihm Jesus bewachten, gerieten in große Furcht, als sie das Erdbeben und die Dinge geschehen sahen, und sprachen: ‚Bestimmt war dieser Gottes Sohn‘“ (Matthäus 27:54). Sie sagten nicht: „Dieser war Gott“ oder: „Dieser war Gott Sohn“, denn Jesus und seine Jünger lehrten, daß Jesus der Sohn Gottes war, nicht Gott, der Allmächtige, in Menschengestalt.

      9, 10. Welches eindrucksvolle Zeugnis über das Verhältnis zwischen Gott und Jesus enthalten die Evangelien?

      9 Gott selbst bezeugte bei der Taufe Jesu, daß dieser sein geliebter Sohn war, wie der Bibelschreiber Matthäus bemerkte (Matthäus 3:17). Andere Bibelschreiber berichteten dasselbe. Markus schrieb: „Eine Stimme kam aus den Himmeln: ‚Du bist mein Sohn, der geliebte; an dir habe ich Wohlgefallen gefunden‘“ (Markus 1:11). Lukas erklärte: „Eine Stimme kam aus dem Himmel: ‚Du bist mein Sohn, der geliebte; an dir habe ich Wohlgefallen gefunden‘“ (Lukas 3:22). Und Johannes der Täufer, der Jesus taufte, sagte: „Ich habe Zeugnis abgelegt, daß dieser [Jesus] der Sohn Gottes ist“ (Johannes 1:34). Gott selbst, alle vier Evangelisten und Johannes der Täufer erklärten somit unmißverständlich, daß Jesus der Sohn Gottes war. Und einige Zeit danach geschah bei der Umgestaltung Jesu etwas Ähnliches: „Eine Stimme [diejenige Gottes] kam aus der Wolke und sprach: ‚Dieser ist mein Sohn, der auserwählte. Hört auf ihn!‘“ (Lukas 9:35).

      10 Sagte Gott gemäß diesen Berichten, er sei sein eigener Sohn, er habe sich selbst gesandt und er habe an sich selbst Wohlgefallen gefunden? Nein, Gott, der Vater, der Schöpfer, sagte, daß er seinen Sohn Jesus — ein getrenntes Individuum — gesandt habe, damit dieser das Werk Gottes verrichte. Daher wird überall in den Griechischen Schriften auf Jesus die Bezeichnung „Gottes Sohn“ angewandt. Doch kein einziges Mal erscheint der Ausdruck „Gott Sohn“, denn Jesus war nicht Gott, der Allmächtige. Er war der Sohn Gottes. Die beiden sind zwei verschiedene Wesen, und daran kann auch kein theologisches „Geheimnis“ etwas ändern.

      Der Vater steht über dem Sohn

      11. Wie zeigte Jesus, daß Gott über ihm stand?

      11 Jesus wußte, daß er seinem Vater nicht gleich war, sondern sich in jeder Hinsicht in einer untergeordneten Stellung befand. Er wußte, daß er ein geliebter Sohn war, und er hatte eine tiefe Liebe zu seinem Vater. Deshalb kamen aus seinem Mund immer wieder Äußerungen wie die folgenden: „Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht“ (Johannes 5:19). „Ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat“ (Johannes 6:38). „Was ich lehre, ist nicht mein, sondern gehört dem, der mich gesandt hat“ (Johannes 7:16). „Ich kenne ihn [Gott], weil ich ein Vertreter von ihm bin, und jener hat mich ausgesandt“ (Johannes 7:29). Der Aussendende ist der Höherstehende. Der Ausgesandte ist der Geringere, der Dienende. Gott ist der Aussendende. Jesus ist der Ausgesandte. Sie sind nicht ein und derselbe. Jesus sagte: „Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr, noch ist ein Abgesandter größer als der, der ihn gesandt hat“ (Johannes 13:16).

      12. Welches Gleichnis beweist Jesu untergeordnete Stellung gegenüber dem Vater?

      12 Das geht auch aus einem Gleichnis Jesu hervor. Er verglich seinen Vater, Jehova Gott, mit dem Eigentümer eines Weingartens, der außer Landes reiste und den Weingarten der Obhut von Weingärtnern anvertraute — die offensichtlich die jüdische Geistlichkeit darstellten. Zur gegebenen Zeit sandte der Eigentümer einen Sklaven, um etwas von der Frucht des Weingartens zu erhalten, aber die Weingärtner verprügelten den Sklaven und schickten ihn mit leeren Händen weg. Danach sandte der Eigentümer einen zweiten Sklaven, und es geschah dasselbe. Er sandte einen dritten Sklaven, dem das gleiche widerfuhr. Dann sagte der Eigentümer (Gott): „Ich will meinen Sohn [Jesus], den geliebten, senden. Hoffentlich werden sie vor diesem Respekt haben.“ Doch die skrupellosen Weingärtner sagten: „‚Dieser ist der Erbe; laßt uns ihn töten, damit das Erbe unser werde.‘ Darauf warfen sie ihn zum Weingarten hinaus und töteten ihn“ (Lukas 20:9-16). Auch dadurch wird deutlich, daß Jesus dem Vater unterworfen ist, daß er vom Vater gesandt wurde, um dessen Willen zu tun.

      13. Welche deutlichen Aussagen der Bibel zeigen, daß Gott über Jesus stand?

      13 Jesus selbst sagte: „Der Vater ist größer als ich“ (Johannes 14:28). Wir sollten Jesus glauben, denn sicherlich wußte er über sein Verhältnis zu seinem Vater Bescheid. Dem Apostel Paulus war ebenfalls klar, daß Gott über Jesus stand, denn wie er sagte, ‘wird sich der Sohn [Jesus] Gott unterwerfen’ (1. Korinther 15:28). Das geht des weiteren aus seiner Erklärung in 1. Korinther 11:3 hervor: „Das Haupt des Christus ... ist Gott.“ Jesus erkannte an, daß er einen Gott über sich hatte, indem er zu seinen Jüngern sagte: „Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott“ (Johannes 20:17).

      14. Welche anderen Schrifttexte zeigen, daß Jesus nicht Gott, der Allmächtige, war?

      14 Jesus ließ Gottes Überlegenheit anklingen, als die Mutter zweier Jünger darum bat, daß von ihren Söhnen einer zu seiner Rechten und einer zu seiner Linken sitzen dürfe, wenn er in sein Königreich käme. Seine Erwiderung lautete: „Dieses Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu vergeben steht nicht mir zu“ (Matthäus 20:23). Wäre Jesus Gott, der Allmächtige, gewesen, so hätte es ihm zugestanden. Aber das war nicht der Fall. Dieses Vorrecht zu vergeben stand seinem Vater zu. Ähnlich verhielt es sich, als Jesus seine Prophezeiung über das Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge äußerte und sagte: „Von jenem Tag oder der Stunde hat niemand Kenntnis, weder die Engel im Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater“ (Markus 13:32). Wäre Jesus Gott, der Allmächtige, gewesen, dann hätte er von jenem Tag und der Stunde Kenntnis gehabt. Aber er hatte keine Kenntnis davon, weil er nicht der allwissende Gott war. Er war Gottes Sohn und wußte nicht alles, was sein Vater wußte.

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