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Die Mode im antiken GriechenlandErwachet! 1995 | 8. März
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Das Anlegen goldener Schmucksachen
Sehr gebräuchlich war Schmuck aus Blattgold, der mit Reliefs verziert war, und zwar hauptsächlich mit Motiven aus der Tier- und Pflanzenwelt. Auch der Skarabäus und der Skarabäoid, gewöhnlich in Fingerringe gefaßt, erfreuten sich großer Beliebtheit. Zu den besonders begehrten Schmucksachen gehörten Armspangen, die manchmal óphis (Schlange) oder drákōn (Drache) genannt wurden.
Ausgrabungen haben Diademe, Medaillons, Halsketten, Anhänger, Ringe und anderen Schmuck zutage gefördert. Solche persönlichen Schmuckstücke waren in der Regel aus Gold, Eisen oder Kupfer, seltener aus Silber; Perlen hingegen bestanden aus Halbedelsteinen oder aus Glas.
Auch Ohrgehänge waren sehr beliebt. Manchmal trug man sie als ein äußeres Zeichen der Würde und Macht, oder sie waren ein Mittel, um Wohlstand demonstrativ zur Schau zu stellen. Normalerweise hatten schon die kleinen Mädchen Ohrlöcher.
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Die Mode im antiken GriechenlandErwachet! 1995 | 8. März
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[Kasten auf Seite 24]
Schmückendes Beiwerk und die Religion
Sehr häufig hat das, was auf altem griechischen Schmuck dargestellt wird, religiösen Charakter. Es gab Medaillons mit Abbildungen der verschiedenen Götter und Göttinnen, wie zum Beispiel Artemis, oder von Halbgöttern wie Herkules. Zu den Gaben, die man zu den Heiligtümern in ganz Griechenland brachte, gehörte sehr oft Schmuck mit Szenen von religiösen Bräuchen. Die heidnische Lehre, daß die Seele nach dem Tod eines Menschen weiterlebt, spiegelte sich in dem Brauch wider, einem Toten viele dekorative Schmuckstücke mit ins Grab zu legen.
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Die Mode im antiken GriechenlandErwachet! 1995 | 8. März
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Oben: Goldmedaillon mit der Büste der Artemis
Rechts: Mädchen in einem „himátion“
Unten rechts: Golddiadem
Ganz links: Göttin, in einen „chitṓn“ und ein „himátion“ gehüllt
Links: Goldene Armspangen mit Schlangenköpfen
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