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  • Die Freude Jehovas ist unsere Feste
    Der Wachtturm 1995 | 15. Januar
    • Die Freude Jehovas ist unsere Feste

      „Dieser Tag ist unserem Herrn heilig; und grämt euch nicht, denn die Freude Jehovas ist eure Feste“ (NEHEMIA 8:10).

      1, 2. (a) Was ist eine Feste? (b) Wie zeigte David, daß er zu Jehova Zuflucht nahm?

      JEHOVA ist eine unvergleichliche Feste. Aber was ist eigentlich eine Feste? Es ist eine befestigte Stätte, in die man sich begibt, um in Sicherheit zu sein oder um zu überleben. David, der im alten Israel lebte, betrachtete Gott als seine Feste. Nehmen wir beispielsweise einmal das Lied, das David dem Höchsten widmete „an dem Tag, an dem Jehova ihn aus der Faust aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls [des Königs von Israel] befreit hatte“ (Psalm 18, Überschrift).

      2 David begann das zu Herzen gehende Lied mit den Worten: „Ich werde Zuneigung zu dir haben, o Jehova, meine Stärke. Jehova ist meine Felsenkluft und meine Feste und der für mein Entrinnen Sorgende. Mein Gott ist mein Fels; ich werde zu ihm Zuflucht nehmen, mein Schild und mein Horn der Rettung, meine sichere Höhe“ (Psalm 18:1, 2). Der rechtschaffene David, der von König Saul ungerechtfertigterweise für vogelfrei erklärt worden war und verfolgt wurde, nahm Zuflucht zu Jehova, so wie jemand in eine befestigte Stätte eilen würde, um in einer gefährlichen Situation zu überleben.

      3. Warum verspürten die Juden in den Tagen Esras ‘große Freude’?

      3 Die Freude, die Jehova schenkt, ist eine uneinnehmbare Feste für diejenigen, die als Bewahrer der Lauterkeit auf seinen Wegen wandeln (Sprüche 2:6-8; 10:29). Man kann von Gott jedoch nur dann Freude empfangen, wenn man seinen Willen tut. Beachten wir in Verbindung damit, was im Jahr 468 v. u. Z. in Jerusalem geschah. Esra, der Abschreiber, und andere vermittelten Verständnis durch ein aufschlußreiches Vorlesen des Gesetzes. Dann wurde das Volk aufgefordert: „Geht, eßt die Fettspeisen, und trinkt die Süßigkeiten, und sendet dem Anteile, dem nichts bereitet worden ist; denn dieser Tag ist unserem Herrn heilig; und grämt euch nicht, denn die Freude Jehovas ist eure Feste.“ Daraufhin herrschte ‘große Freude’, weil die Juden die Erkenntnis, die sie erlangt hatten, anwandten und ein freudiges Laubhüttenfest feierten (Nehemia 8:1-12). Diejenigen, die ‘die Freude Jehovas zu ihrer Feste’ gemacht hatten, sammelten Kraft für die Anbetung Jehovas und den Dienst für ihn. Da die Freude Jehovas ihre Feste war, sollten wir erwarten, daß Gottes Volk heute ebenfalls freudig ist. Welche Gründe zur Freude hat dieses Volk denn gegenwärtig?

      „Nichts anderes als erfreut“

      4. Was ist für Jehovas Volk ein herausragender Grund zur Freude?

      4 Ein herausragender Grund zur Freude ist die Tatsache, daß Jehova für uns Vorkehrungen für Zusammenkünfte trifft. Die kleineren und größeren Kongresse bereiten Jehovas Zeugen heute genauso Freude, wie damals die alljährlichen Feste das Herz der Israeliten mit Freude erfüllten. Dem Volk Israel wurde gesagt: „Sieben Tage wirst du das [Laubhütten-]Fest Jehova, deinem Gott, an dem Ort feiern, den Jehova erwählen wird, denn Jehova, dein Gott, wird dich in all deinem Ertrag und in jeder Tat deiner Hand segnen, und du sollst nichts anderes als erfreut werden“ (5. Mose 16:13-15). Ja, Gott wünschte, daß sie „nichts anderes als erfreut“ wurden. Dasselbe trifft auf Christen zu, denn der Apostel Paulus forderte Mitchristen auf: „Freut euch allezeit im Herrn. Nochmals will ich sagen: Freut euch!“ (Philipper 4:4).

      5. (a) Was ist Freude, und wie können Christen sie erlangen? (b) Wie können wir trotz Prüfungen die Freude bewahren?

      5 Da Jehova wünscht, daß wir freudig sind, schenkt er uns die Freude als eine Frucht seines heiligen Geistes (Galater 5:22, 23). Und was ist Freude? Eine positive Gemütsbewegung, die hervorgerufen wird, wenn man etwas Gutes erwartet oder erhält. Freude ist ein Zustand echten Glücks; man hat sogar Grund zum Jubeln. Diese Frucht des heiligen Geistes Gottes gibt uns in Prüfungen Kraft. „Für die vor ihm liegende Freude erduldete er [Jesus] einen Marterpfahl, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt“ (Hebräer 12:2). Der Jünger Jakobus schrieb: „Erachtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Prüfungen geratet, da ihr ja wißt, daß die geprüfte Echtheit eures Glaubens Ausharren bewirkt.“ Wie verhält es sich jedoch, wenn wir nicht wissen, was wir in einer bestimmten Prüfung tun sollen? Dann können wir zuversichtlich um Weisheit beten, damit wir darin bestehen können. Wer im Einklang mit der himmlischen Weisheit handelt, kann Probleme lösen oder mit lang anhaltenden Prüfungen fertig werden, ohne die Freude Jehovas zu verlieren (Jakobus 1:2-8).

      6. Welche Verbindung besteht zwischen der Freude und der wahren Anbetung?

      6 Die Freude, die Jehova uns schenkt, stärkt uns, die wahre Anbetung zu fördern. Genau das geschah in den Tagen Nehemias und Esras. Die Juden, die damals die Freude Jehovas zu ihrer Feste gemacht hatten, wurden gestärkt, um die Interessen der wahren Anbetung zu unterstützen. Und in dem Maße, wie sie die Anbetung Jehovas förderten, nahm ihre Freude zu. Heute ist es genauso. Als Anbeter Jehovas haben wir allen Grund, hoch erfreut zu sein. Betrachten wir nun einmal einige weitere unserer vielen Gründe zur Freude.

      Das Verhältnis zu Gott durch Christus

      7. Welchen Grund zur Freude haben Christen in Verbindung mit Jehova?

      7 Aufgrund unseres engen Verhältnisses zu Jehova sind wir die glücklichsten Menschen der Erde. Bevor wir Christen wurden, gehörten wir zu der ungerechten menschlichen Gesellschaft, die „in geistiger Finsternis und dem Leben, das Gott gehört, entfremdet [ist]“ (Epheser 4:18). Wie froh sind wir doch, nicht mehr von Jehova entfremdet zu sein! Es erfordert natürlich Anstrengungen, in seiner Gunst zu bleiben. Wir müssen ‘im Glauben verbleiben, fest gegründet und standhaft, ohne abgetrieben zu werden von der Hoffnung der guten Botschaft’ (Kolosser 1:21-23). Wir können uns freuen, daß uns Jehova zu Jesus, seinem Sohn, hingezogen hat, der selbst sagte: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn“ (Johannes 6:44). Wenn wir unser kostbares Verhältnis zu Gott durch Christus wirklich schätzen, werden wir uns vor all den Dingen in acht nehmen, die es zerstören könnten.

      8. Wie hat Jesus zu unserer Freude beigetragen?

      8 Die Vergebung der Sünden zufolge des Glaubens an Jesu Loskaufsopfer ist ebenfalls ein Grund zu großer Freude, weil wir nur aufgrund dessen in ein Verhältnis zu Gott gelangen können. Adam, unser aller Vorfahr, brachte dadurch, daß er bewußt den Weg der Sünde einschlug, den Tod über die ganze Menschheit. Der Apostel Paulus erklärte allerdings: „Gott ... empfiehlt seine eigene Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren.“ Außerdem schrieb Paulus: „Wie es also durch e i n e Verfehlung zur Verurteilung für Menschen von allen Arten kam, so kommt es auch durch e i n e n Akt der Rechtfertigung für Menschen von allen Arten zu deren Gerechtsprechung zum Leben. Denn so, wie durch den Ungehorsam des e i n e n Menschen viele zu Sündern gemacht wurden, so werden auch durch den Gehorsam des e i n e n viele zu Gerechten gemacht werden“ (Römer 5:8, 18, 19). Welch eine Freude für uns, daß Jehova Gott die Nachkommen Adams, die sich diese liebevolle Vorkehrung zunutze machen, gern loskauft!

      Religiöse Freiheit und Erleuchtung

      9. Warum sind wir freudig, was unsere Religionszugehörigkeit betrifft?

      9 Von Babylon der Großen, dem Weltreich der falschen Religion, frei zu sein ist ein weiterer Grund zur Freude. Die göttliche Wahrheit hat uns frei gemacht (Johannes 8:32). Und von dieser religiösen Hure frei zu sein bedeutet, keinen Anteil an ihren Sünden zu haben, ihre Plagen nicht zu empfangen und nicht mit ihr zusammen vernichtet zu werden (Offenbarung 18:1-8). All dem zu entgehen ist gewiß kein Grund, traurig zu sein.

      10. Über welchen Aufschluß verfügen wir als Diener Jehovas?

      10 Große Freude erwächst auch daraus, Gottes Wort zu verstehen und im Leben anzuwenden. Befreit von dem Einfluß der falschen Religion, erfreuen wir uns eines immer klareren biblischen Verständnisses, das uns unser himmlischer Vater durch den „treuen und verständigen Sklaven“ vermittelt (Matthäus 24:45-47). Von allen auf der Erde lebenden Menschen haben nur diejenigen, die Jehova ausschließlich ergeben sind, seinen heiligen Geist sowie das kostbare Verständnis seines Wortes und seines Willens. Es verhält sich so, wie Paulus sagte: „Uns hat Gott sie [die Dinge, die Gott denen bereitet hat, die ihn lieben] durch seinen Geist geoffenbart, denn der Geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes“ (1. Korinther 2:9, 10). Wir können dankbar sein und uns darüber freuen, daß wir über das fortschreitende Verständnis verfügen, auf das die Worte aus Sprüche 4:18 hinweisen: „Der Pfad der Gerechten ist wie das glänzende Licht, das heller und heller wird, bis es voller Tag ist.“

      Die Königreichshoffnung und das ewige Leben

      11. Wie ist die freudige Königreichshoffnung anderen übermittelt worden?

      11 Unsere Königreichshoffnung läßt uns ebenfalls freudig sein (Matthäus 6:9, 10). Als Zeugen Jehovas verkündigen wir seit langem, daß Gottes Königreich die einzige Hoffnung für die ganze Menschheit ist. Beispielsweise haben wir 1931 den Namen Jehovas Zeugen angenommen, und zwar durch eine Resolution, der weltweit auf 51 Kongressen freudig zugestimmt wurde (Jesaja 43:10-12). Diese Resolution wurde zusammen mit einem bedeutsamen Kongreßvortrag, den der damalige Präsident J. F. Rutherford hielt, in der Broschüre Das Königreich — die Hoffnung der Welt veröffentlicht. Die Broschüre enthielt eine weitere Resolution, die auf dem Kongreß angenommen worden war und durch die die Christenheit angeklagt wurde — zum einen wegen ihrer Abtrünnigkeit und zum anderen, weil sie Jehovas Rat mit Verachtung straft. In der Resolution hieß es unter anderem: „Die Hoffnung der Welt ist Gottes Königreich, und eine andere Hoffnung gibt es nicht.“ Innerhalb weniger Monate verbreiteten Jehovas Zeugen in allen Teilen der Erde über fünf Millionen Exemplare dieser Broschüre. Seitdem haben wir immer wieder bekräftigt, daß das Königreich die einzige Hoffnung für die Menschheit ist.

      12. Welche freudigen Aussichten haben Diener Jehovas?

      12 Wir freuen uns auch über die Aussicht auf ewiges Leben unter der Königreichsherrschaft. Die „kleine Herde“ gesalbter Christen hat die freudige himmlische Hoffnung. „Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus“, schrieb der Apostel Petrus, „denn nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns eine neue Geburt zu einer lebendigen Hoffnung gegeben durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe. Es ist in den Himmeln aufbehalten für euch“ (Lukas 12:32; 1. Petrus 1:3, 4). Die überwiegende Mehrheit der heutigen Zeugen Jehovas blickt dagegen ewigem Leben im Paradies, dem irdischen Bereich des Königreiches, entgegen (Lukas 23:43; Johannes 17:3). Kein anderes Volk auf der Erde hat irgend etwas, was mit unseren freudigen Aussichten vergleichbar ist. Wie sehr wir diese Aussichten doch schätzen sollten!

      Eine gesegnete Bruderschaft

      13. Wie sollten wir unsere internationale Bruderschaft betrachten?

      13 Die Zugehörigkeit zu der einzigen von Gott anerkannten internationalen Bruderschaft ist ebenfalls ein Grund zu großer Freude. Wir können uns darüber freuen, die besten Gefährten zu haben, die es auf der Erde überhaupt gibt. Jehova Gott wies auf unsere Tage hin, als er sagte: „Ich will alle Nationen erschüttern, und die begehrenswerten Dinge aller Nationen sollen hereinkommen; und ich will dieses Haus mit Herrlichkeit füllen“ (Haggai 2:7). Zugegeben, alle Christen sind unvollkommen. Doch Jehova hat die Betreffenden durch Jesus Christus zu sich hingezogen (Johannes 14:6). Da Jehova Menschen zu sich zieht, die er als begehrenswert betrachtet, wird unsere Freude überströmen, wenn wir ihnen brüderliche Liebe zeigen, sie wirklich schätzen, bei gottgefälligen Tätigkeiten mit ihnen zusammenarbeiten, ihnen in ihren Prüfungen beistehen und für sie beten.

      14. Welche Ermunterung erhalten wir aus 1. Petrus 5:5-11?

      14 All das wird zu unserer Freude beitragen. Die Freude Jehovas ist tatsächlich die Feste unserer geistigen Bruderschaft auf der ganzen Erde. Wir alle leiden zwar unter Verfolgung oder anderen Härten. Doch das sollte uns noch fester zusammenschweißen und uns das Gefühl der Einheit geben, das Gefühl, ein Teil der einzig wahren Organisation Gottes auf der Erde zu sein. Wie Petrus sagte, sollten wir uns unter die mächtige Hand Gottes erniedrigen, ja all unsere Sorgen auf ihn werfen in dem Bewußtsein, daß er für uns sorgt. Wir müssen wachsam sein, weil der Teufel uns verschlingen möchte, aber wir sind in dieser Hinsicht nicht allein, wie Petrus weiter ausführte: „Widersteht ihm, fest im Glauben, wissend, daß die gleichen Dinge in bezug auf Leiden sich an eurer ganzen Bruderschaft in der Welt vollziehen.“ Und diese freudige internationale Bruderschaft wird niemals auseinanderbrechen, denn wir haben die Zusicherung, daß Gott, ‘nachdem wir eine kleine Weile gelitten haben, unsere Schulung beenden, uns befestigen und uns stärken wird’ (1. Petrus 5:5-11). Welch ein Gedanke! Unsere freudige Bruderschaft wird für immer bestehenbleiben!

      Ein sinnvolles Leben

      15. Warum kann gesagt werden, daß Jehovas Zeugen ein sinnvolles Leben führen?

      15 Obwohl wir in einer Welt voller Probleme leben, verspüren wir Freude, weil wir ein sinnvolles Leben führen. Uns ist ein Dienst anvertraut worden, der uns und andere glücklich macht (Römer 10:10). Es ist gewiß ein freudiges Vorrecht, ein Mitarbeiter Gottes zu sein. Paulus sagte mit Bezug darauf: „Was ist ... Apollos? Ja, was ist Paulus? Diener, durch die ihr gläubig geworden seid, so wie der Herr es einem jeden gewährt hat. Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat es fortwährend wachsen lassen, so daß weder der Pflanzende etwas ist noch der Begießende, sondern Gott, der es wachsen läßt. Der Pflanzende nun und der Begießende sind eins, doch wird jeder seinen eigenen Lohn gemäß seiner eigenen mühevollen Arbeit empfangen. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter. Ihr seid Gottes Feld zur Bebauung, Gottes Bau“ (1. Korinther 3:5-9).

      16, 17. Welche Beispiele können angeführt werden, um zu beweisen, daß Jehovas Diener ein freudiges, sinnvolles Leben führen?

      16 Es könnten viele Beispiele angeführt werden, die zeigen, daß der treue Dienst für Jehova ein mit Freude erfülltes, sinnvolles Leben mit sich bringt. Folgende Aussage ist typisch: „Unter den Anwesenden im vollbesetzten Königreichssaal befanden sich [anläßlich der Bestimmungsübergabe] acht Glieder meiner Familie: außer mir und meiner Frau drei unserer Kinder mit ihren Ehepartnern. ... Wir, meine Frau und ich, haben im Dienste Gottes stets ein wirklich glückliches und sinnvolles Leben geführt.“

      17 Es ist auch ermunternd, sich einmal bewußtzumachen, daß Menschen jeden Alters ein freudiges, wirklich sinnvolles Leben im Dienst Jehovas beginnen können. So wurde zum Beispiel eine Frau, die die biblische Wahrheit in einem Pflegeheim kennengelernt hatte, im Alter von 102 Jahren als eine Zeugin Jehovas getauft. Gegen Ende ihres Lebens faßte sie somit den freudigen Entschluß, ‘den wahren Gott zu fürchten und seine Gebote zu halten’ (Prediger 12:13).

      Eine sichere Feste

      18. Was können wir tun, um Entmutigung zu überwinden und unsere Freude zu vergrößern?

      18 Die Freude Jehovas ist für die Treuen eine sichere Feste. Für diejenigen, die diese Freude haben, bedeutet das jedoch nicht, daß sie niemals so dunkle Stunden erleben könnten wie Jesus in Gethsemane; er fühlte sich veranlaßt zu sagen: „Meine Seele ist tief betrübt, ja bis zum Tod“ (Markus 14:32-34). Angenommen, wir sind entmutigt, weil wir selbstsüchtigen Bestrebungen nachgegangen sind. Dann sollten wir unseren Lebensstil ändern. Falls unsere Freude darunter leidet, daß wir selbstlos schwere Lasten biblischer Verantwortung tragen, können wir vielleicht Änderungen vornehmen, damit wir entlastet werden und unseren freudigen Geist wiedererlangen. Jehova wird uns außerdem mit Freude segnen, wenn wir ihm dadurch zu gefallen suchen, daß wir dem sündigen Fleisch, der bösen Welt und dem Teufel energisch widerstehen (Galater 5:24; 6:14; Jakobus 4:7).

      19. Wie sollten wir Vorrechte in Jehovas Organisation betrachten?

      19 Neben den besprochenen Gründen zur Freude haben wir noch viele weitere. Wir alle — ob wir Versammlungsverkündiger sind oder in einem Zweig des Vollzeitdienstes stehen — können reichlich beschäftigt sein im Werk des Herrn, und das wird gewiß zu unserer Freude beitragen (1. Korinther 15:58). Ungeachtet dessen, welche Vorrechte wir in Jehovas Organisation haben, wollen wir dafür dankbar sein und unserem liebevollen, glücklichen Gott weiterhin freudig heiligen Dienst darbringen (1. Timotheus 1:11).

      20. Was ist unser größtes Vorrecht, und was können wir zuversichtlich erwarten?

      20 Ein besonderer Grund zur Freude ist unser Vorrecht, als Zeugen Jehovas seinen großen Namen zu tragen. Ja, wir sind unvollkommen und haben mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, aber wir wollen im Sinn behalten, welche wunderbaren Segnungen uns als Zeugen Jehovas zuteil werden. Und denken wir daran, daß unser liebevoller himmlischer Vater uns nie im Stich lassen wird. Wir können darauf vertrauen, stets gesegnet zu werden, wenn die Freude Jehovas unsere Feste ist.

  • Jehova mit Freude des Herzens dienen
    Der Wachtturm 1995 | 15. Januar
    • Jehova mit Freude des Herzens dienen

      „Alle diese Flüche werden bestimmt über dich kommen ..., zufolge der Tatsache, daß du Jehova, deinem Gott, ... nicht mit Frohsinn und Freude des Herzens dientest“ (5. MOSE 28:45-47).

      1. Was beweist, daß Diener Jehovas freudig sind, ganz gleich, wo sie ihm dienen?

      JEHOVAS Diener sind freudig, ob sie seinen Willen im Himmel oder auf der Erde tun. Als „Morgensterne“ bezeichnete Engel jauchzten voller Freude bei der Grundlegung der Erde, und für die Myriaden von Engeln im Himmel ist es zweifellos eine Freude, ‘Gottes Wort auszuführen’ (Hiob 38:4-7; Psalm 103:20). Der einziggezeugte Sohn Jehovas war im Himmel ein freudiger „Werkmeister“, und es bereitete ihm Freude, als der Mensch Jesus Christus auf der Erde Gottes Willen zu tun. Ja mehr als das, „für die vor ihm liegende Freude erduldete er einen Marterpfahl, der Schande nicht achtend, und hat sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt“ (Sprüche 8:30, 31; Hebräer 10:5-10; 12:2).

      2. Wovon hing es ab, ob über die Israeliten Segnungen oder Flüche kamen?

      2 Die Israeliten erlebten Freude, solange sie Gott wohlgefällig waren. Doch was sollte geschehen, wenn sie ihm ungehorsam würden? An sie war die Warnung ergangen: „[Flüche] sollen weiter über dir und deinen Nachkommen sein als Zeichen und Wunder bis auf unabsehbare Zeit, zufolge der Tatsache, daß du Jehova, deinem Gott, wegen des Überflusses an allem nicht mit Frohsinn und Freude des Herzens dientest. Und du wirst bei Hunger und Durst und Blöße und Mangel an allem deinen Feinden dienen müssen, die Jehova gegen dich senden wird; und er wird bestimmt ein eisernes Joch auf deinen Nacken legen, bis er dich vertilgt hat“ (5. Mose 28:45-48). Segnungen oder Flüche zeigten unmißverständlich, wer ein Diener Jehovas war und wer nicht. Diese Flüche machten auch deutlich, daß Gottes Grundsätze und Vorsätze weder leichtgenommen noch verachtet werden dürfen. Da sich die Israeliten weigerten, Jehovas Warnungen vor der Verwüstung und dem Exil zu beachten, wurde Jerusalem „allen Nationen der Erde zu einem Fluch“ (Jeremia 26:6). Wir wollen daher Gott gehorchen und uns seiner Gunst erfreuen. Die Freude ist eine der vielen Segnungen Gottes, die die ihm Ergebenen verspüren.

      Wie man mit „Freude des Herzens“ dient

      3. Was ist das sinnbildliche Herz?

      3 Die Israeliten sollten Jehova „mit Frohsinn und Freude des Herzens“ dienen. Das gilt ebenso für Gottes neuzeitliche Diener. Frohsinn ist eine „heitere Gemütsstimmung, Fröhlichkeit“. In der Bibel wird zwar auch das buchstäbliche Herz erwähnt, aber dieses denkt oder schlußfolgert natürlich nicht (2. Mose 28:30). Seine Hauptfunktion besteht darin, Blut zu pumpen, das die Körperzellen mit Nährstoffen versorgt. Die Bibel bezieht sich allerdings überwiegend auf das sinnbildliche Herz, das mehr ist als der Sitz der Zuneigung, der Beweggründe und des Intellekts. Man sagt, es stehe für „das Zentrum im allgemeinen, das Innere und daher für den inneren Menschen, wie er sich durch seine unterschiedlichsten Handlungen zu erkennen gibt, durch seine Wünsche, Neigungen, Gefühle, Leidenschaften, Absichten, Gedanken, Auffassungen und Vorstellungen, seine Weisheit und Erkenntnis, seine Fähigkeiten, Ansichten und Überlegungen, sein Erinnerungsvermögen und Bewußtsein“ (Journal of the Society of Biblical Literature and Exegesis, 1882, Seite 67). Unser sinnbildliches Herz schließt unsere Empfindungen und unsere Gefühlsregungen — wie auch die Freude — ein (Johannes 16:22).

      4. Was kann uns helfen, Jehova Gott mit Freude des Herzens zu dienen?

      4 Was kann uns helfen, Jehova mit Freude des Herzens zu dienen? Eine positive, von Wertschätzung zeugende Ansicht über die Segnungen und die von Gott erhaltenen Vorrechte ist dabei von Nutzen. Wir können zum Beispiel freudig über unser Vorrecht nachdenken, dem wahren Gott „heiligen Dienst“ darzubringen (Lukas 1:74). Weiter haben wir das damit in Verbindung stehende Vorrecht, als Zeugen Jehovas seinen Namen zu tragen (Jesaja 43:10-12). Hinzu kommt die Freude aufgrund des Bewußtseins, daß wir Gott gefallen, weil wir uns an sein Wort halten. Und welch eine Freude bereitet es doch, das geistige Licht widerzustrahlen und dadurch vielen zu helfen, aus der Finsternis herauszukommen! (Matthäus 5:14-16; vergleiche 1. Petrus 2:9).

      5. Was führt zu Gott wohlgefälliger Freude?

      5 Jehova mit Freude des Herzens zu dienen ist allerdings nicht nur eine Sache des positiven Denkens. Es ist zwar von Vorteil, eine positive Einstellung zu haben. Doch Gott wohlgefällige Freude kann nicht durch Charakterentwicklung hervorgebracht werden. Sie ist eine Frucht des Geistes Jehovas (Galater 5:22, 23). Sollten wir diese Freude nicht haben, müssen wir möglicherweise Änderungen vornehmen, damit wir uns vor unbiblischem Denken oder Handeln hüten, durch das wir Gottes Geist betrüben könnten (Epheser 4:30). Wer Jehova ergeben ist, muß es jedoch nicht gleich als Beweis für Gottes Mißfallen werten, wenn ihm gelegentlich die von Herzen kommende Freude fehlt. Wir sind unvollkommen und haben mit Schmerzen, Trauer und manchmal sogar mit Depressionen zu kämpfen, aber Jehova versteht uns (Psalm 103:10-14). Beten wir daher um seinen heiligen Geist mit dem Gedanken im Sinn, daß die Freude eine Frucht des Geistes ist und von Gott stammt. Unser liebevoller himmlischer Vater wird solche Gebete erhören und es uns ermöglichen, ihm mit Freude des Herzens zu dienen (Lukas 11:13).

      Wenn die Freude fehlt

      6. Was sollten wir tun, wenn uns im Dienst für Jehova die Freude fehlt?

      6 Fehlt uns im Dienst für Jehova die Freude, dann ist nicht auszuschließen, daß wir schließlich darin nachlassen, Jehova zu dienen, oder ihm sogar untreu werden. Es wäre daher weise, demütig und unter Gebet unsere Beweggründe zu überprüfen und nötigenfalls Änderungen vorzunehmen. Damit wir die von Gott stammende Freude haben, müssen wir ihm aus Liebe und mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Sinn dienen (Matthäus 22:37). Konkurrenzdenken hat in unserem Dienst keinen Platz, denn Paulus schrieb: „Wenn wir durch den Geist leben, laßt uns auch weiterhin durch den Geist ordentlich wandeln. Laßt uns nicht ichsüchtig werden, indem wir miteinander wetteifern und einander beneiden“ (Galater 5:25, 26). Wer Jehova dient, weil er sich über andere erheben oder gelobt werden möchte, wird keine wahre Freude haben.

      7. Wie können wir unsere Freude des Herzens wieder entfachen?

      7 Es bereitet Freude, im Einklang mit unserer Hingabe an Jehova zu leben. Als wir uns Gott hingaben, begaben wir uns voller Eifer auf den christlichen Lebensweg. Wir studierten die Bibel und beteiligten uns regelmäßig in den Zusammenkünften (Hebräer 10:24, 25). Die Beteiligung am Predigtdienst bereitete uns Freude. Doch was ist, wenn unsere Freude nachgelassen hat? Das Bibelstudium, der Besuch der Zusammenkünfte, die Beteiligung am Predigtdienst — ja in jedem Bereich des christlichen Glaubens völlig aufzugehen — sollte unserem Leben geistige Festigkeit verleihen und sowohl die Liebe, die wir zuerst hatten, als auch unsere frühere Freude des Herzens wieder entfachen (Offenbarung 2:4). Dann werden wir nicht wie einige, die kaum Freude haben, ständig geistigen Beistand benötigen. Älteste helfen zwar gern, aber jeder von uns muß persönlich im Einklang mit seiner Hingabe an Jehova leben. Das kann niemand anders für uns tun. Wir sollten daher bestrebt sein, ein geordnetes Leben zu führen, wie es für Christen üblich ist, um gemäß unserer Hingabe an Jehova zu handeln und echte Freude zu haben.

      8. Warum ist ein reines Gewissen wichtig, um freudig sein zu können?

      8 Wenn wir die Freude verspüren wollen, die eine Frucht des Geistes Gottes ist, müssen wir ein reines Gewissen haben. König David von Israel fühlte sich erbärmlich, solange er seine Sünden zu verbergen suchte. Ja sein „Lebenssaft“ schien zu vertrocknen, und er wurde möglicherweise buchstäblich krank. Welch eine Erleichterung brachte es ihm, als er seine Sünden bereute und bekannte! (Psalm 32:1-5). Wir können nicht freudig sein, wenn wir eine schwere Sünde verheimlichen. Es könnte sogar dazu führen, daß unser Leben voller Probleme ist. Freude würden wir dann bestimmt nicht verspüren. Doch das Bekenntnis von Sünde in Verbindung mit Reue bringt Erleichterung mit sich sowie die Wiederherstellung eines freudigen Geistes (Sprüche 28:13).

      Mit Freude warten

      9, 10. (a) Was wurde Abraham verheißen, doch wodurch mögen sein Glaube und seine Freude auf die Probe gestellt worden sein? (b) Inwiefern kann uns das Beispiel Abrahams, Isaaks und Jakobs von Nutzen sein?

      9 Die Freude darüber, den göttlichen Vorsatz kennenzulernen, ist eine Sache, es ist jedoch etwas ganz anderes, freudig zu bleiben, wenn die Jahre vergehen. Das zeigte sich im Fall des treuen Abraham. Nachdem er auf Gottes Geheiß versucht hatte, seinen Sohn Isaak zu opfern, überbrachte ein Engel folgende Botschaft: „‚Ich schwöre in der Tat bei mir selbst‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß wegen der Tatsache, daß du dies getan hast und mir deinen Sohn, deinen einzigen, nicht vorenthalten hast, ich dich bestimmt segnen werde und deinen Samen bestimmt mehren werde wie die Sterne der Himmel und wie die Sandkörner, die am Ufer des Meeres sind; und dein Same wird das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen. Und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Nationen der Erde zufolge der Tatsache segnen, daß du auf meine Stimme gehört hast‘“ (1. Mose 22:15-18). Abraham war zweifellos hoch erfreut über diese Verheißung.

      10 Möglicherweise erwartete Abraham, daß Isaak der „Same“ sein würde, durch den die verheißenen Segnungen kommen sollten. Doch als die Jahre vergingen, ohne daß durch Isaak irgend etwas Außergewöhnliches geschah, mögen der Glaube und die Freude Abrahams und seiner Angehörigen auf die Probe gestellt worden sein. Gott bekräftigte die Verheißung gegenüber Isaak und später gegenüber dessen Sohn Jakob, wodurch ihnen zugesichert wurde, daß das Kommen des Samens noch in der Zukunft lag; das half ihnen, ihren Glauben und ihre Freude zu bewahren. Abraham, Isaak und Jakob starben zwar, ohne die Erfüllung der von Gott erhaltenen Verheißungen zu sehen, doch sie waren keine freudlosen Diener Jehovas (Hebräer 11:13). Auch wir können Jehova weiterhin glaubensvoll und mit Freude dienen, während wir auf die Erfüllung seiner Verheißungen warten.

      Freude trotz Verfolgung

      11. Warum können wir trotz Verfolgung freudig sein?

      11 Als Diener Jehovas können wir unserem Gott selbst dann mit Freude des Herzens dienen, wenn wir verfolgt werden. Jesus pries diejenigen glücklich, die um seinetwillen verfolgt würden, und der Apostel Petrus sagte: „Freut euch weiterhin, insofern ihr Anteil an den Leiden des Christus habt, damit ihr euch auch während der Offenbarung seiner Herrlichkeit mit Frohlocken freuen könnt. Wenn ihr um des Namens Christi willen geschmäht werdet, seid ihr glücklich, weil der Geist der Herrlichkeit, ja der Geist Gottes, auf euch ruht“ (1. Petrus 4:13, 14; Matthäus 5:11, 12). Wenn wir unter Verfolgung ausharren und um der Gerechtigkeit willen leiden, haben wir Gottes Geist und seine Anerkennung, und das steigert gewiß die Freude.

      12. (a) Warum können wir Glaubensprüfungen mit Freude begegnen? (b) Was können wir aus der Erfahrung eines Leviten, der sich im Exil befand, lernen?

      12 Wir können Glaubensprüfungen mit Freude begegnen, weil Gott unsere Zuflucht ist. Das geht aus Psalm 42 und 43 deutlich hervor. Ein Levit befand sich aus irgendeinem Grund im Exil. Er vermißte die Anbetung in Gottes Heiligtum so sehr, daß er sich gleich einer durstigen Hindin oder Hirschkuh fühlte, die sich in einer trockenen, ausgedörrten Gegend nach Wasser sehnt. Er „dürstete“ oder sehnte sich nach Jehova und nach dem Vorrecht, Gott in seinem Heiligtum anzubeten (Psalm 42:1, 2). Die Erfahrung dieses Mannes im Exil sollte uns veranlassen, für die Gemeinschaft mit Jehovas Volk dankbar zu sein. Würde uns beispielsweise in Verfolgungszeiten Gefängnishaft vorübergehend daran hindern, in dessen Mitte zu sein, sollten wir uns daran erinnern, welche Freude wir früher gemeinsam im heiligen Dienst erlebt haben, und um Ausharren beten, während wir ‘auf Gott harren’, nämlich darauf, daß er uns wieder wie gewohnt mit seinen Anbetern tätig sein läßt (Psalm 42:4, 5, 11; 43:3-5).

      „Dient Jehova mit Freuden“

      13. Wie geht aus Psalm 100:1, 2 hervor, daß die Freude ein Kennzeichen unseres Dienstes für Gott sein muß?

      13 Die Freude muß ein Kennzeichen unseres Dienstes für Gott sein. Das geht aus einer Melodie der Danksagung hervor; der Psalmist sang: „Jauchzt im Triumph Jehova zu, all ihr Bewohner der Erde! Dient Jehova mit Freuden. Kommt vor sein Angesicht mit Jubelruf“ (Psalm 100:1, 2). Jehova, der ‘glückliche Gott’, wünscht, daß seine Diener Freude daran finden, ihrer Hingabe gemäß zu leben und zu handeln (1. Timotheus 1:11). Menschen aus allen Nationen sollten in Jehova frohlocken, und unsere Äußerungen des Lobpreises sollten so kraftvoll sein, als würde ein siegreiches Heer ‘im Triumph jauchzen’. Da der Dienst für Gott erfrischend ist, sollte er von Freude begleitet sein. Deshalb forderte der Psalmist die Menschen dazu auf, „mit Jubelruf“ in Gottes Gegenwart zu kommen.

      14, 15. Inwiefern findet Psalm 100:3-5 heute auf Gottes freudiges Volk Anwendung?

      14 Der Psalmist fuhr fort: „Erkennt, daß Jehova Gott ist. Er ist es, der uns gemacht hat, und nicht wir selbst. Wir sind sein Volk und die Schafe seiner Weide“ (Psalm 100:3). Weil Jehova unser Schöpfer ist, gehören wir ihm wie die Schafe einem Hirten. Dankbar lobpreisen wir Gott dafür, daß er so gut für uns sorgt (Psalm 23). Mit Bezug auf Jehova sang der Psalmist außerdem: „Kommt in seine Tore mit Danksagung, in seine Vorhöfe mit Lobpreis. Dankt ihm, segnet seinen Namen. Denn Jehova ist gut; seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit und seine Treue für Generation um Generation“ (Psalm 100:4, 5).

      15 Freudige Menschen aus allen Nationen kommen heute in die Vorhöfe des Heiligtums Jehovas, um Danksagung und Lobpreis darzubringen. Freudig segnen wir Gottes Namen dadurch, daß wir stets gut von Jehova reden, und seine großartigen Eigenschaften veranlassen uns, ihn zu lobpreisen. Er ist durch und durch gut, und weil seine liebende Güte oder sein mitfühlendes Interesse an seinen Dienern auf unabsehbare Zeit währt, kann man sich stets darauf verlassen. „Generation um Generation“ ist Jehova treu, indem er seine Liebe denen gegenüber beweist, die seinen Willen tun (Römer 8:38, 39). Daher haben wir gewiß allen Grund, ‘Jehova mit Freuden zu dienen’.

      Freut euch in eurer Hoffnung

      16. In welcher Hoffnung und über welche Aussicht können sich Christen freuen?

      16 Paulus schrieb: „Freut euch in der Hoffnung“ (Römer 12:12). Gesalbte Nachfolger Jesu Christi freuen sich in der herrlichen Hoffnung auf nie endendes himmlisches Leben, eine Hoffnung, die Gott ihnen durch seinen Sohn ermöglicht hat (Römer 8:16, 17; Philipper 3:20, 21). Christen, die die Hoffnung auf ewiges Leben im Paradies auf der Erde hegen, haben ebenfalls Grund zur Freude (Lukas 23:43). Alle treuen Diener Jehovas können sich in der Königreichshoffnung freuen, denn sie werden entweder an der himmlischen Regierung teilhaben oder in deren irdischem Herrschaftsgebiet leben. Welch eine Freude und welch ein Segen! (Matthäus 6:9, 10; Römer 8:18-21).

      17, 18. (a) Was wurde gemäß Jesaja 25:6-8 vorausgesagt? (b) Inwiefern erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas heute, und was kann über ihre Erfüllung in der Zukunft gesagt werden?

      17 Auch Jesaja sagte eine freudige Zukunft für gehorsame Menschen voraus. Er schrieb: „Jehova der Heerscharen wird bestimmt für alle Völker auf diesem Berg ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen, ein Festmahl von Wein, der auf den Hefen stehengelassen wurde, von Gerichten, reich an Öl, mit Mark gefüllt, von gefiltertem Wein, der auf den Hefen stehengelassen wurde. Und auf diesem Berg wird er sicherlich die Oberfläche der Umhüllung verschlingen, die alle Völker umhüllt, und das Gewebe, das über alle Nationen gewoben ist. Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewiß die Tränen von allen Gesichtern abwischen. Und die Schmach seines Volkes wird er von der ganzen Erde hinwegnehmen, denn Jehova selbst hat es geredet“ (Jesaja 25:6-8).

      18 Das geistige Fest, an dem wir heute als Anbeter Jehovas teilnehmen, ist tatsächlich ein freudiges Festmahl. Ja, unsere Freude ist überströmend, während wir Gott eifrig dienen und das Festmahl von buchstäblichen guten Dingen erwarten, das er für die neue Welt verheißen hat (2. Petrus 3:13). Auf der Grundlage des Opfers Jesu wird Jehova das „Gewebe“ entfernen, das die Menschheit wegen der Sünde Adams einhüllt. Welch eine Freude wird es sein, zu erleben, wie Sünde und Tod beseitigt werden! Welch eine Freude, auferweckte Angehörige willkommen zu heißen, zu sehen, daß es keine Tränen mehr gibt, und auf einer paradiesischen Erde zu leben, auf der Jehovas Volk nicht mehr geschmäht wird, da es Gott ermöglicht hat, dem, der ihn gehöhnt hat — Satan, dem Teufel —, eine Antwort zu geben (Sprüche 27:11).

      19. Wie sollten wir auf das reagieren, was Jehova uns als seinen Zeugen in Aussicht stellt?

      19 Erfüllt uns die Erkenntnis über all das, was Jehova für seine Diener tun wird, nicht mit Freude und Dankbarkeit? Diese großartigen Aussichten tragen tatsächlich zu unserer Freude bei. Unsere freudige Hoffnung veranlaßt uns außerdem, zu unserem glücklichen, liebevollen, großzügigen Gott mit Empfindungen wie diesen aufzublicken: „Siehe! Das ist unser Gott. Wir haben auf ihn gehofft, und er wird uns retten. Das ist Jehova. Wir haben auf ihn gehofft. Laßt uns frohlocken und uns freuen in der von ihm bewirkten Rettung“ (Jesaja 25:9). Angesichts unserer großartigen Hoffnung, die wir fest im Sinn verankert haben, wollen wir all unser Bemühen darauf richten, Jehova mit Freude des Herzens zu dienen.

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