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KönigEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Im Gegensatz zu manchen orientalischen Völkern jener Zeit verehrte die Nation Israel ihre Könige nicht als Götter. Alle Könige Judas betrachtete man als Gesalbte Jehovas, obwohl der Bericht nicht direkt sagt, dass jeder einzelne König, wenn er den Thron bestieg, buchstäblich mit Öl gesalbt wurde. Gemäß den Aufzeichnungen verwendete man buchstäbliches Salböl, als eine neue Dynastie gegründet wurde, als es in Davids Alter sowie in Joas’ Tagen Streitigkeiten um den Thron gab und als zur Zeit der Inthronisierung des Jehoahas ein älterer Sohn zugunsten eines jüngeren übergangen wurde (1Sa 10:1; 16:13; 1Kö 1:39; 2Kö 11:12; 23:30, 31, 34, 36). Wahrscheinlich hielt man sich dennoch regelmäßig an den Brauch des Salbens.
Der König von Juda war Hauptverwalter nationaler Angelegenheiten und Hirte des Volkes (Ps 78:70-72). Er übernahm gewöhnlich die Führung in der Schlacht (1Sa 8:20; 2Sa 21:17; 1Kö 22:29-33). Außerdem hatte er im Gerichtswesen die Funktion des höheren Richters, es sei denn, dass der Hohe Priester Jehova befragte. Das geschah bei Entscheidungen in manchen Staatsangelegenheiten und in bestimmten Fällen, bei denen die Entscheidung sehr schwierig war oder die Beweise durch Zeugenaussagen nicht ausreichten (1Kö 3:16-28).
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KönigEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Im südlichen Königreich Juda regierten von 997 bis 607 v. u. Z. 19 Könige, von denen der erste Rehabeam und der letzte Zedekia war. (Athalja, eine Thronräuberin, wird nicht als König gezählt.) (Siehe BEGRÄBNIS, BEGRÄBNISSTÄTTEN; CHRONOLOGIE.)
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