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  • Er prophezeite „im Schlussteil der Tage“
    Was Gott uns durch Jeremia sagen lässt
    • 18 Nebukadnezar machte jetzt Zedekia, einen anderen Sohn Josias, zum König von Juda. Zedekia war der letzte Nachkomme Davids, der als König in Jerusalem herrschte. Er regierte bis zur Zerstörung Jerusalems und des Tempels im Jahr 607 v. u. Z. (2. Kö. 24:17). Die 11-jährige Herrschaft Zedekias war von gesellschaftlichen und politischen Spannungen geprägt.

      JOJAKIM: DER KÖNIG, DER EINEN PROPHETEN JEHOVAS UMBRACHTE

      Bild auf Seite 25

      Jojakim war 25 Jahre alt, als er König von Juda wurde, und regierte ungefähr 11 Jahre lang. Wie aus 2. Chronika 36:5-8 hervorgeht, war er ein schlechter König; er beging regelrechte „Abscheulichkeiten“. Er schlug Jeremias Warnungen in den Wind und war ein ungerechter, mordgieriger Herrscher, der sein Volk ausbeutete. Als der Prophet Urija Ähnliches wie Jeremia ankündigte, ließ Jojakim ihn umbringen. Man vermutet, dass König Jojakim umkam, als Jerusalem von den Babyloniern belagert wurde (Jer. 22:17-19; 26:20-23).

  • Er prophezeite „im Schlussteil der Tage“
    Was Gott uns durch Jeremia sagen lässt
    • DIE LETZTEN TAGE EINER DYNASTIE

      20. Warum hatte es Jeremia unter der Herrschaft Zedekias besonders schwer? (Siehe den Kasten auf Seite 29.)

      20 Als Zedekia an der Macht war, durchlebte Jeremia wahrscheinlich seine schwersten Jahre als Prophet. Zedekia tat wie schon viele seiner Vorgänger „fortgesetzt, was böse war in den Augen Jehovas“ (Jer. 52:1, 2). Er war von den Babyloniern abhängig, und Nebukadnezar ließ ihn im Namen Jehovas schwören, dem König von Babylon treu zu bleiben. Trotzdem lehnte sich Zedekia gegen Babylon auf. Und Jeremia wurde von seinen Feinden stark unter Druck gesetzt, die Rebellion zu unterstützen (2. Chr. 36:13; Hes. 17:12, 13).

      21—23. (a) Welche politischen Lager gab es in Juda zur Zeit Zedekias? (b) Wie behandelte man Jeremia wegen seiner konsequenten Haltung, und was hat das mit uns zu tun?

      21 Es war wahrscheinlich zu Beginn der Herrschaft Zedekias, als in Jerusalem Boten der Könige von Edom, Moab, Ammon, Tyrus und Sidon eintrafen. Anscheinend wollten sie Zedekia dazu bringen, sich mit ihnen gegen Nebukadnezar zu verschwören. Jeremia legte Zedekia jedoch dringend ans Herz, nicht gegen Babylon aufzubegehren. Den Boten gab er sogar Jochstangen, um ihnen vor Augen zu führen, dass auch sie sich den Babyloniern unterwerfen sollten (Jer. 27:1-3, 14).c Eine solche Botschaft wurde damals allerdings nicht gern gehört. Und der falsche Prophet Hananja machte es Jeremia auch nicht leichter. Er behauptete öffentlich im Namen Gottes, das babylonische Joch würde zerbrochen werden. Doch Jehova ließ diesem Betrüger durch Jeremia ankündigen, er werde innerhalb eines Jahres sterben, was dann auch geschah (Jer. 28:1-3, 16, 17).

      22 Die Judäer waren jetzt in zwei Lager gespalten. Die einen beugten sich den Babyloniern, die anderen riefen zur Rebellion auf. 609 v. u. Z. bat Zedekia schließlich Ägypten um militärische Hilfe und lehnte sich damit offen gegen Babylon auf. Für Jeremia wurde die Lage immer schwieriger, zumal die Rebellen die patriotische Stimmung im Land aufheizten (Jer. 52:3; Hes. 17:15). Nebukadnezar kehrte daraufhin mit seinen Soldaten nach Juda zurück und schlug die Rebellion nieder. Er eroberte eine judäische Stadt nach der anderen und stand erneut vor den Toren Jerusalems. In dieser kritischen Situation sollte Jeremia Zedekia und seinen Untertanen mitteilen, dass Jerusalem an die Babylonier fallen wird. Wer in der Stadt bleibe, müsse sterben, wer jedoch zu den Chaldäern überlaufe, könne überleben. (Lies Jeremia 21:8-10; 52:4.)

      23 Die Fürsten von Juda behaupteten, Jeremia stecke mit den Babyloniern unter einer Decke. Als er die Sache richtigstellte, schlugen sie ihn und brachten ihn hinter Schloss und Riegel (Jer. 37:13-15). Trotzdem war er nicht bereit, die Botschaft Jehovas abzuschwächen. Daraufhin überredeten die Fürsten den König, Jeremia zu Tode zu bringen. Sie warfen den Propheten in eine leere Zisterne, wo er im tiefen Schlamm sterben sollte. Er wurde aber von Ebed-Melech, einem Äthiopier am Königshof, befreit (Jer. 38:4-13). Auch wir sind heute Gefahren ausgesetzt, weil wir uns auf keinen Fall in politische Auseinandersetzungen hineinziehen lassen. Was Jeremia erlebt hat, kann uns in solchen Situationen Mut machen.

      ZEDEKIA: DER LETZTE IRDISCHE KÖNIG AUS DEM STAMM JUDA

      Bild auf Seite 29

      Zedekia war ein unentschlossener Mann ohne Rückgrat, der sich von seinen Fürsten einschüchtern ließ und seinen eigenen Ängsten ausgeliefert war. Während der letzten Belagerung Jerusalems suchte er durch Jeremia Hilfe von Gott. Doch als der Prophet ihn aufforderte, sich den Babyloniern zu ergeben, wollte er nichts davon wissen. Da ihm Jeremias Botschaft nicht behagte, nahm er ihn in Haft (Jer. 21:1-9; 32:1-5). Trotzdem suchte er Jeremia weiter auf. Allerdings heimlich, weil er sich keinen Ärger mit den judäischen Fürsten einhandeln wollte. Als diese Fürsten Jeremias Hinrichtung forderten, gab der König ängstlich nach und sagte: „Er ist in euren Händen. Denn es gibt überhaupt nichts, worin der König selbst die Oberhand über euch gewinnen kann.“ Doch Jeremia kam mit dem Leben davon. Der König fragte ihn nun erneut um Rat, gab aber zu, er habe Angst, das Volk würde über ihn herfallen, wenn er auf Gott hören würde (Jer. 37:15-17; 38:4, 5, 14-19, 24-26).

      Zedekia „demütigte sich nicht wegen Jeremia . . . Und er fuhr fort, seinen Nacken zu versteifen und sein Herz zu verhärten, sodass er nicht zu Jehova, dem Gott Israels, umkehrte“ (2. Chr. 36:12, 13; Hes. 21:25).

      24. Was geschah 607 v. u. Z.?

      24 Im Jahr 607 v. u. Z. durchbrachen die Babylonier die Mauer Jerusalems und die Stadt fiel in ihre Hände. Nebukadnezars Streitkräfte verbrannten den Tempel Jehovas, rissen die Stadtmauer nieder und massakrierten die Oberschicht Judas. Zedekia wurde auf der Flucht gefasst und vor Nebukadnezar gebracht. Er musste mit ansehen, wie man seine Söhne umbrachte. Danach stach man ihm die Augen aus und führte ihn gebunden nach Babylon (Jer. 39:1-7).

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    Was Gott uns durch Jeremia sagen lässt
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