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  • Die Rolle der Frau in der Bibel
    Der Wachtturm 1991 | 1. Juli
    • Frauen unter dem Judaismus

      18, 19. Welche Stellung hatten die Frauen unter dem Judaismus, und wie kam es dazu?

      18 Wie wir gesehen haben, schützte das mosaische Gesetz die Rechte der Frauen und ermöglichte ihnen, wenn es befolgt wurde, ein zufriedenes Leben. Aber im Laufe der Zeit, insbesondere nach der Zerstörung Jerusalems im Jahre 607 v. u. Z., entwickelte sich der Judaismus, eine Religion, die mehr auf mündlichen Überlieferungen als auf dem geschriebenen Gesetz Jehovas beruhte. Vom 4. Jahrhundert v. u. Z. an übernahm der Judaismus vieles aus der griechischen Philosophie. Im großen und ganzen schenkten die griechischen Philosophen den Rechten der Frau wenig Beachtung, was dazu beitrug, daß ihr Ansehen im Judaismus entsprechend sank. Im 3. Jahrhundert v. u. Z. trennte man in der Synagoge die Frauen von den Männern und hielt sie davon ab, aus der Thora (mosaisches Gesetz) vorzulesen. Die Encyclopaedia Judaica gesteht ein: „Als Folge davon waren wenige Frauen gebildet.“ Die Bildung war grundsätzlich den Knaben vorbehalten.

      19 Joachim Jeremias schreibt in seinem Buch Jerusalem zur Zeit Jesu: „Im ganzen wird die religionsgesetzliche Stellung der Frau am treffendsten ausgedrückt durch die immer wieder begegnende Formel: ‚Frauen, (heidnische) Sklaven und (minderjährige) Kinder‘ ... Nimmt man zu alledem hinzu, daß es an mißachtenden Urteilen und Stimmungen gegenüber der Frau nicht fehlt, ... so hat man den Eindruck, daß auch im Judentum der Zeit Jesu sich die geringe Wertung der Frau auswirkte.“

  • „Frauen, die im Herrn hart arbeiten“
    Der Wachtturm 1991 | 1. Juli
    • 1. In welcher Hinsicht erwies sich Jesu irdischer Dienst als ein Segen für Frauen?

      JESU irdischer Dienst war für jüdische Frauen ein wahrer Segen. Das Werk, das er begann, sollte Frauen aller Rassen Trost und Hoffnung vermitteln und ihnen wieder Würde verleihen. Er setzte sich über die Überlieferungen des Judaismus hinweg, durch die man „das Wort Gottes ... ungültig gemacht“ hatte (Matthäus 15:6). Viele dieser Überlieferungen sprachen den grundlegenden Rechten hohn, die Gott Frauen einräumt.

      Jesu Einstellung zu Frauen

      2. Warum kann gesagt werden, daß Jesu Verhalten gegenüber Frauen zu seiner Zeit revolutionär war?

      2 Welch auffallender Gegensatz doch zwischen Jesu Einstellung zu Frauen und derjenigen der religiösen Führer der Juden bestand! Für die letzteren waren Frauen gemäß der Encyclopaedia Judaica „habsüchtig, Lauscherinnen, faul und eifersüchtig“. Unterhaltungen mit einer Frau erregten Mißfallen, und „es galt als Schimpf für einen Gelehrtenschüler, wenn er mit einer Frau auf der Straße sprach“ (Joachim Jeremias, Jerusalem zur Zeit Jesu; vergleiche Johannes 4:27). Über die verächtliche Haltung führender Persönlichkeiten des Judaismus gegenüber den Frauen könnte noch viel mehr gesagt werden.

  • „Frauen, die im Herrn hart arbeiten“
    Der Wachtturm 1991 | 1. Juli
    • Darüber hinaus zeigt die Begebenheit mit Martha und Maria deutlich, daß Jesus im Gegensatz zu den religiösen Führern der Juden nicht der Meinung war, Frauen hätten nicht das Recht, ihren Herd vorübergehend zu verlassen, um ihre Erkenntnis zu vertiefen.

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