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  • 4. Bibelbuch — 4. Mose (Numeri)
    „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
    • 18. Welches Klagen bricht auf dem Weg nach Kadesch-Barnea aus, und wie wird die theokratische Verfahrensweise im Lager von Jehova ausgerichtet?

      18 Es entsteht jedoch Unruhe im Lager. Auf der Wanderung nach Kadesch-Barnea im Norden gibt es bei wenigstens drei Gelegenheiten Klagen. Um den ersten Ausbruch zu ersticken, sendet Jehova ein Feuer, das einige vom Volk verzehrt. Dann veranlaßt „die gemischte Volksmenge“ die Israeliten, darüber zu weinen, daß sie, anders als in Ägypten, keine Fische, Gurken, Wassermelonen, keinen Lauch, keine Zwiebeln und keinen Knoblauch zu essen haben, sondern nur Manna (11:4). Moses ist schließlich so betrübt, daß er Jehova bittet, ihn lieber zu töten, statt ihn als Wärter für dieses ganze Volk bestehen zu lassen. Rücksichtsvoll nimmt Jehova etwas Geist von Moses und legt ihn auf 70 der älteren Männer, die darangehen, Moses als Propheten im Lager zu unterstützen. Dann gibt es Fleisch in Fülle. Wie schon einmal zuvor, treibt Jehova durch einen Wind vom Meer Wachteln heran, und das Volk bemächtigt sich gierig großer Vorräte, die es selbstsüchtig hamstert. Jehovas Zorn entbrennt gegen das Volk, und er streckt viele wegen ihrer selbstsüchtigen Begierde nieder (2. Mo. 16:2, 3, 13).

      19. Wie geht Jehova vor, als Mirjam und Aaron etwas bemängeln?

      19 Die Unruhen dauern an. Mirjam und Aaron betrachten ihren jüngeren Bruder Moses nicht in der rechten Weise als Jehovas Vertreter und bemängeln etwas an ihm wegen seiner Frau, die unlängst ins Lager gekommen ist. Sie verlangen mehr Gewalt, vergleichbar mit derjenigen des Moses, obwohl „der Mann Moses ... bei weitem der sanftmütigste aller Menschen [war], die es auf der Oberfläche des Erdbodens gab“ (4. Mo. 12:3). Jehova bringt die Angelegenheit selbst in Ordnung, indem er sie wissen läßt, daß Moses eine besondere Stellung einnimmt, und indem er Mirjam, die anscheinend zu der Klage angestiftet hat, mit Aussatz schlägt. Nur durch Moses’ Fürsprache wird sie später geheilt.

      20, 21. Welche Ereignisse geben Anlaß zu Jehovas Verordnung, daß Israel 40 Jahre in der Wildnis umherwandern muß?

      20 Als Israel in Kadesch ankommt, lagert es an der Schwelle des Landes der Verheißung. Nun weist Jehova Moses an, Männer auszusenden, die das Land auskundschaften sollen. Sie betreten es von Süden und ziehen nordwärts bis „zum Eingang nach Hamath“, wobei sie in 40 Tagen Hunderte von Kilometern wandern (13:21). Als sie mit Kostproben von dem reichlichen Fruchtertrag Kanaans zurückkehren, behaupten zehn der Kundschafter unaufrichtigerweise, es wäre töricht, gegen ein so starkes Volk und solche großen befestigten Städte hinaufzuziehen. Kaleb versucht, die Versammlung mit einem günstigen Bericht zu beruhigen, aber ohne Erfolg. Die widerspenstigen Kundschafter versetzen die Israeliten in Angst, indem sie behaupten, daß es ein Land sei, das „seine Bewohner frißt“, und sagen: „Alle Leute, die wir in seiner Mitte sahen, sind Menschen von außergewöhnlicher Größe.“ Als ein rebellisches Murren durch das Lager geht, wenden Josua und Kaleb ein: „Jehova ist mit uns. Fürchtet sie nicht!“ (13:32; 14:9). Die Gemeinde beginnt jedoch, davon zu sprechen, Josua und Kaleb mit Steinen zu bewerfen.

      21 Dann greift Jehova unmittelbar ein und sagt zu Moses: „Wie lange wird dieses Volk mir gegenüber respektlos handeln, und wie lange werden sie keinen Glauben in mich setzen bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe?“ (14:11). Moses fleht Jehova an, die Nation nicht zu vernichten, da Jehovas Name und sein Ruf auf dem Spiel stehen. Deshalb verordnet Jehova, daß Israel in der Wildnis umherwandern muß, bis alle Eingeschriebenen unter dem Volk im Alter von 20 Jahren und darüber gestorben sind. Von den männlichen Eingeschriebenen wird nur Kaleb und Josua gestattet werden, das Land der Verheißung zu betreten. Vergeblich versucht das Volk von sich aus hinaufzuziehen; doch sie erleiden eine schreckliche Niederlage, die ihnen die Amalekiter und Kanaaniter beibringen. Welch hohen Preis das Volk doch für seine Respektlosigkeit gegenüber Jehova und seinen loyalen Vertretern bezahlt!

      22. Auf welche Weise wird die Wichtigkeit des Gehorsams betont?

      22 Die Israeliten haben in bezug auf Gehorsam wirklich viel zu lernen. Passenderweise gibt ihnen Jehova zusätzliche Gesetze, die diese Notwendigkeit unterstreichen. Er läßt sie wissen, daß Sühne für Fehler geleistet werden muß, wenn sie in das Land der Verheißung kommen, daß aber die willentlich Ungehorsamen unweigerlich vom Leben abgeschnitten werden müssen. Als daher ein Mann gefunden wird, der in Verletzung des Sabbatgesetzes Holz sammelt, gebietet Jehova: „Der Mann sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden“ (15:35). Jehova weist die Israeliten an, zur Erinnerung an seine Gebote und an die Wichtigkeit, sie zu befolgen, Fransen an den Säumen ihrer Kleider zu tragen.

      23. Womit endet die Auflehnung Korahs, Dathans und Abirams?

      23 Trotzdem kommt es wieder zu Auflehnung. Korah, Dathan, Abiram und 250 führende Männer der Gemeinde sammeln sich gegen Moses’ und Aarons Autorität. Moses legt die Streitfrage Jehova vor, indem er zu den Aufrührern sagt: ‘Nehmt euch Feuerbecken und Räucherwerk, und bringt es vor Jehova dar, und laßt ihn wählen’ (16:6, 7). Nun erscheint Jehovas Herrlichkeit der ganzen Gemeinde. Schnell vollstreckt er das Urteil, indem er verursacht, daß sich die Erde spaltet und die Hausgemeinschaften Korahs, Dathans und Abirams verschlingt, und indem er ein Feuer schickt, das die 250 Männer einschließlich Korah verzehrt, die das Räucherwerk geopfert haben. Gleich am nächsten Tag beginnt das Volk, Moses und Aaron für das zu verurteilen, was Jehova getan hat, und wieder straft er es, indem er 14 700 Murrende ausrottet.

      24. Welches Zeichen vollbringt Jehova, um der Auflehnung ein Ende zu bereiten?

      24 Angesichts dieser Ereignisse gebietet Jehova, daß jeder Stamm einen Stab vor ihn bringt, einschließlich eines Stabes mit Aarons Namen für den Stamm Levi. Am nächsten Tag zeigt es sich, daß Jehovas Wahl bezüglich der Priesterschaft auf Aaron gefallen ist, denn nur sein Stab steht in voller Blüte und trägt reife Mandeln. Er soll in der Lade des Bundes „zu einem Zeichen für die Söhne der Widerspenstigkeit“ aufbewahrt werden (4. Mo. 17:10; Heb. 9:4). Nach weiteren Anweisungen für die Unterstützung der Priesterschaft durch den Zehnten und im Hinblick auf die Verwendung von Reinigungswasser mit der Asche einer roten Kuh bringt uns der Bericht nach Kadesch zurück. Hier stirbt Mirjam und wird begraben.

      25. Wie unterlassen es Moses und Aaron, Jehova zu heiligen, und mit welchem Ergebnis?

      25 Wieder an der Schwelle des Landes der Verheißung, beginnt die Gemeinde wegen Wassermangels mit Moses zu hadern. Jehova betrachtet es so, als haderten sie mit ihm, und erscheint in seiner Herrlichkeit, wobei er Moses gebietet, den Stab zu nehmen und Wasser aus dem Felsen hervorzubringen. Heiligen Moses und Aaron jetzt Jehova? Statt dessen schlägt Moses im Zorn zweimal an den Felsen. Das Volk und sein Vieh erhalten Wasser zu trinken, aber Moses und Aaron unterlassen es, Jehova die Ehre zu geben. Obwohl die leidvolle Wanderung durch die Wildnis fast vorbei ist, ziehen sie sich beide Jehovas Mißfallen zu, und es wird ihnen gesagt, sie würden nicht in das Land der Verheißung hineinkommen. Aaron stirbt auf dem Berg Hor, und sein Sohn Eleasar übernimmt die Pflichten des Hohenpriesters.

      26. Welche Ereignisse kennzeichnen den Umweg um Edom?

      26 Israel wendet sich nach Osten und versucht durch das Land Edom zu ziehen, wird aber zurückgewiesen. Während das Volk einen langen Umweg um Edom macht, bringt es sich wieder in Schwierigkeiten, als es sich über Gott und Moses beklagt. Die Israeliten sind des Mannas überdrüssig, und sie sind durstig. Wegen ihrer aufrührerischen Haltung schickt Jehova ihnen giftige Schlangen, so daß viele sterben. Als Moses endlich Fürsprache einlegt, weist Jehova ihn an, eine feurige Kupferschlange zu machen und sie an einer Signalstange anzubringen. Wer gebissen worden ist, aber die kupferne Schlange anblickt, bleibt am Leben. Als sich die Israeliten nach Norden bewegen, werden sie nacheinander von den kriegslustigen Königen Sihon, dem König der Amoriter, und Og, dem König von Baschan, aufgehalten. Israel schlägt beide Könige in der Schlacht und nimmt deren Gebiete östlich des Jordangrabens in Besitz.

      27. Wie stößt Jehova Balaks Pläne in Verbindung mit Bileam um?

      27 Ereignisse in den Ebenen Moabs (22:1⁠—⁠36:13). In gespannter Erwartung, in das Land Kanaan einzuziehen, versammeln sich die Israeliten nun in den Wüstenebenen Moabs, nördlich des Toten Meeres und östlich des Jordan gegenüber von Jericho. Als die Moabiter das riesige vor ihnen ausgebreitete Lager sehen, bekommen sie eine furchtbare Angst. Balak, ihr König, sendet in Absprache mit den Midianitern zu Bileam, damit dieser Wahrsagerei anwende und Israel verfluche. Obwohl Gott Bileam direkt sagt: „Du sollst nicht mit ihnen gehen“, möchte er mitgehen (22:12). Er möchte die Belohnung haben. Schließlich geht er tatsächlich mit, wird aber von einem Engel aufgehalten, und seine eigene Eselin fängt durch ein Wunder an zu sprechen, um ihn zu tadeln. Als Bileam schließlich doch soweit kommt, Aussprüche über Israel zu machen, drängt Gottes Geist ihn, so daß er durch seine vier Sprüche nur Segnungen für Gottes Nation prophezeit und sogar vorhersagt, daß aus Jakob ein Stern hervortreten und aus Israel ein Zepter erstehen würde, um zu unterwerfen und zu vernichten.

      28. Welche heimtückische Schlinge wird Israel auf Bileams Vorschlag hin gelegt, aber wodurch hört die Plage auf?

      28 Balak ist wutentbrannt, weil es Bileam nicht gelungen ist, Israel zu verfluchen, daher sucht Bileam jetzt die Gunst des Königs zu erhalten, indem er vorschlägt, daß die Moabiter mit ihren Mädchen und Frauen die Männer Israels verlocken, an unzüchtigen Riten der Baalsanbetung teilzunehmen (31:15, 16). Hier, unmittelbar an der Grenze des Landes der Verheißung, begehen die Israeliten schwere Unsittlichkeit und beten falsche Götter an. Da Jehovas Zorn in einer Plage entbrennt, fordert Moses eine drastische Bestrafung der Übeltäter. Als Pinehas, der Sohn des Hohenpriesters, sieht, daß ein Vorsteher eine midianitische Frau in sein Zelt inmitten des Lagers bringt, geht er ihnen nach und tötet sie, wobei er die Frau durch ihr Geschlechtsorgan sticht. Daraufhin hört die Plage auf, aber erst nachdem 24 000 daran gestorben sind.

  • 4. Bibelbuch — 4. Mose (Numeri)
    „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich“
    • 35. (a) Wovor sollten sich Christen — wie von den Israeliten in der Wildnis veranschaulicht — in acht nehmen, und warum? (b) Auf welche Beispiele von Gier und Rebellion beziehen sich Judas und Petrus in ihren Briefen?

      35 Weshalb wurden die Israeliten dazu verurteilt, 40 Jahre in der Wildnis umherzuwandern? Wegen Mangels an Glauben. Der Apostel Paulus gab in diesem Punkt eine eindringliche Ermahnung: „Nehmt euch in acht, Brüder, daß sich nicht in einem von euch jemals ein böses Herz des Unglaubens entwickelt, indem er sich von dem lebendigen Gott zurückzieht; sondern ermahnt einander weiterhin jeden Tag.“ Wegen ihres Ungehorsams und wegen ihres Unglaubens starben jene Israeliten in der Wildnis. „Laßt uns daher unser Äußerstes tun, in ... [Gottes] Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams zu Fall komme“ (Heb. 3:7 bis 4:11; 4. Mo. 13:25 bis 14:38). Judas warnte vor gottlosen Menschen, die von heiligen Dingen lästerlich reden, indem er sich auf Bileams Gier nach einer Belohnung und auf Korahs rebellische Rede gegen Jehovas Diener Moses bezog (Jud. 11; 4. Mo. 22:7, 8, 22; 26:9, 10). Auch Petrus bezog sich auf Bileam als auf einen, „der den Lohn des Unrechttuns liebte“, und der verherrlichte Jesus spricht von ihm in seiner Offenbarung durch Johannes als von einem, der ‘Israel eine Ursache zum Straucheln durch Götzendienst und Hurerei’ gab. Bestimmt sollte die heutige Christenversammlung vor solchen unheiligen Menschen gewarnt werden (2. Pet. 2:12-16; Offb. 2:14).

      36. Vor welchen schädlichen Gewohnheiten warnte Paulus, und wie können wir heute aus seinem Rat Nutzen ziehen?

      36 Als in der Versammlung von Korinth Unsittlichkeit aufkam, schrieb Paulus der Versammlung über das Begehren ‘schädlicher Dinge’ und bezog sich dabei besonders auf das vierte Buch Mose. Er sprach die Ermahnung aus: „Laßt uns auch nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben, so daß an e i n e m Tag ihrer dreiundzwanzigtausend fielen“ (1. Kor. 10:6, 8; 4. Mo. 25:1-9; 31:16).b Wie steht es mit jenem Anlaß, bei dem sich die Israeliten darüber beklagten, es sei für sie beschwerlich, Gottes Geboten zu gehorchen, und die Versorgung mit Manna von Jehova befriedige sie nicht? Diesbezüglich sagt Paulus: „Laßt uns Jehova auch nicht auf die Probe stellen, wie ihn einige von ihnen auf die Probe stellten, so daß sie durch die Schlangen umkamen“ (1. Kor. 10:9; 4. Mo. 21:5, 6). Dann fährt Paulus fort: „Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten, so daß sie durch den Vernichter umkamen.“ Wie bitter waren doch die Erfahrungen Israels zufolge ihres Murrens gegen Jehova sowie gegen dessen Vertreter und dessen Vorkehrungen!

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