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  • Jesaja sagt Jehovas ‘befremdende Tat’ voraus
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen I
    • Jehovas ‘befremdende Tat’

      16. Was ist Jehovas ‘befremdende Tat’, und warum ist dieses Werk ungewöhnlich?

      16 Nun zurück zu Juda. Die Angelegenheit wird letztendlich ganz anders ausgehen, als die geistlichen Führer es sich erhoffen. Jehova wird mit den geistigen Trunkenbolden Judas auf befremdende Weise verfahren. „Jehova wird aufstehen wie am Berg Perazim, er wird erregt sein wie in der Tiefebene bei Gibeon, damit er seine Tat tue — seine Tat ist befremdend — und damit er sein Werk wirke — sein Werk ist ungewöhnlich“ (Jesaja 28:21). In den Tagen des Königs David schenkte Jehova seinem Volk am Berg Perazim und in der Tiefebene Gibeon beachtliche Siege über die Philister (1. Chronika 14:10-16). In den Tagen Josuas ließ er sogar die Sonne über Gibeon stillstehen, damit Israel einen eindeutigen Sieg über die Amoriter erringen konnte (Josua 10:8-14). Das war etwas höchst Ungewöhnliches. Jetzt wird Jehova erneut kämpfen, doch dieses Mal gegen Menschen, die sich als sein Volk bezeichnen. Könnte etwas noch befremdender, noch ungewöhnlicher sein? Nicht wenn man bedenkt, dass Jerusalem das Zentrum der Anbetung Jehovas und die Stadt seines gesalbten Königs ist. Bis jetzt ist das königliche Haus Davids in Jerusalem nie gestürzt worden. Dennoch wird Jehova mit Sicherheit seine ‘befremdende Tat’ ausführen. (Vergleiche Habakuk 1:5-7.)

      17. Welchen Einfluss wird das Spotten auf die Erfüllung der Prophezeiung Jesajas haben?

      17 Warnend sagt daher Jesaja: „Zeigt euch nicht als Spötter, damit eure Bande nicht stark werden, denn es gibt eine Ausrottung, ja etwas Beschlossenes, was ich von dem Souveränen Herrn, Jehova der Heerscharen, für das ganze Land gehört habe“ (Jesaja 28:22). Jesajas Botschaft entspricht der Wahrheit, wenn auch die Führer spotten. Er hat sie von Jehova vernommen, zu dem jene Führer in einem Bundesverhältnis stehen. Heute spotten die geistlichen Führer der Christenheit ebenfalls, wenn sie etwas von Jehovas ‘befremdender Tat’ hören. Sie regen sich sogar darüber auf. Doch die Botschaft, die Jehovas Zeugen verkündigen, entspricht der Wahrheit. Sie ist in der Bibel zu finden, in einem Buch, das diese Führer angeblich vertreten.

  • Jesaja sagt Jehovas ‘befremdende Tat’ voraus
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen I
    • Wehe Jerusalem!

      19. Inwiefern soll Jerusalem ein „Altarherd“ werden, und wann und wie geschieht das?

      19 Wovon spricht Jehova aber jetzt? „Wehe Ariel, Ariel, der Stadt, wo David lagerte! Fügt Jahr zu Jahr; lasst die Feste die Runde machen. Und ich muss Ariel zusetzen, und es soll Trauer und Wehklage geben, und sie soll mir werden wie der Altarherd Gottes“ (Jesaja 29:1, 2). „Ariel“ bedeutet möglicherweise „Altarherd Gottes“ und bezieht sich hier offensichtlich auf Jerusalem. Dort steht der Tempel mit seinem Opferaltar. Die Juden sind es gewohnt, dort Feste zu feiern und Schlachtopfer darzubringen, doch Jehova hat kein Gefallen an ihrer Anbetung (Hosea 6:6). Stattdessen soll nach seinem Beschluss die Stadt selbst ein „Altarherd“ werden, wenn auch in einem anderen Sinne. Wie auf einem Altar wird darin Blut fließen und ein Feuer wüten. Jehova beschreibt sogar, wie dies geschehen wird: „Ich muss mich auf allen Seiten gegen dich lagern, und ich muss dich mit einer Palisade belagern und Belagerungswerke gegen dich aufrichten. Und du sollst erniedrigt werden, sodass du von der Erde selbst her reden wirst, und wie aus dem Staub wird deine Rede gedämpft tönen“ (Jesaja 29:3, 4). Das erfüllt sich im Jahre 607 v. u. Z. an Juda und Jerusalem, als das babylonische Heer die Stadt belagert und zerstört und auch den Tempel niederbrennt. Jerusalem wird bis zum Erdboden „erniedrigt“, auf dem die Stadt erbaut wurde.

      20. Welches Geschick wird letztendlich Gottes Feinde treffen?

      20 Vor dieser verhängnisvollen Zeit hat Juda hin und wieder einen König, der dem Gesetz Jehovas gehorcht. Was geschieht dann? In einem solchen Fall kämpft Jehova für sein Volk. Selbst wenn die Feinde das Land bedecken, werden sie wie „feiner Staub“ und wie „Spreu“. Jehova zerstreut sie zu der von ihm bestimmten Zeit „mit Donner und mit Beben und mit großem Schall, Sturmwind und Orkan und der Flamme eines verzehrenden Feuers“ (Jesaja 29:5, 6).

      21. Erkläre die Veranschaulichung aus Jesaja 29:7, 8.

      21 Feindliche Heere mögen gespannt darauf warten, Jerusalem plündern zu können und sich gierig auf die Kriegsbeute zu stürzen. Doch ihnen steht ein böses Erwachen bevor. Wie ein Hungernder, der vom Schlemmen träumt, dann aber erwacht und feststellt, dass er genauso hungrig ist wie zuvor, so werden die Feinde Judas das von ihnen heiß ersehnte Festessen nicht genießen. (Lies Jesaja 29:7, 8.) Beachten wir, was dem assyrischen Heer unter Sanherib widerfährt, als es in den Tagen des treuen Königs Hiskia Jerusalem bedroht (Jesaja, Kapitel 36 und 37). In einer einzigen Nacht, ohne dass sich eine Menschenhand erhebt, wird die furchteinflößende assyrische Kriegsmaschine zum Rückzug gezwungen: 185 000 ihrer tapferen Krieger finden den Tod! Auch in naher Zukunft, wenn sich die Kriegsmaschine Gogs von Magog gegen Jehovas Volk in Gang setzt, wird die erträumte Eroberung vereitelt werden (Hesekiel 38:10-12; 39:6, 7).

      22. Wie wirkt sich die geistige Trunkenheit auf Juda aus?

      22 Zu der Zeit, als Jesaja diesen Teil seiner Prophezeiung äußert, haben die Führer Judas nicht denselben Glauben wie Hiskia. Sie haben sich durch ihre Bündnisse mit gottlosen Nationen bis zur geistigen Bewusstlosigkeit betrunken. „Stutzt und staunt; blendet euch und erblindet. Sie sind berauscht worden, doch nicht mit Wein; sie haben geschwankt, doch nicht von berauschendem Getränk“ (Jesaja 29:9). Geistig betrunken, sind diese Führer unfähig, die Bedeutung der Vision zu erkennen, die Jehovas treuer Prophet erhalten hat. Jesaja erklärt: „Über euch hat Jehova einen Geist tiefen Schlafes ausgegossen, und er verschließt eure Augen, die Propheten, und er hat sogar eure Häupter, die Visionenseher, verhüllt. Und für euch wird die Vision von allem gleich den Worten des Buches werden, das versiegelt worden ist und das sie jemandem geben, der der Schrift kundig ist, indem sie sprechen: ‚Lies dies bitte laut vor‘, und er muss sagen: ‚Ich kann es nicht, denn es ist versiegelt‘; und das Buch soll jemandem gegeben werden, der der Schrift unkundig ist, indem jemand sagt: ‚Lies dies bitte laut vor‘, und er muss sagen: ‚Ich bin der Schrift völlig unkundig‘ “ (Jesaja 29:10-12).

      23. Warum wird Jehova Juda zur Rechenschaft ziehen, und auf welche Weise?

      23 Judas geistliche Führer geben zwar vor, in geistiger Hinsicht verständig zu sein, haben aber Jehova verlassen. Sie lehren ihre eigenen verdrehten Ansichten über Recht und Unrecht, rechtfertigen ihr treuloses und unmoralisches Treiben und bringen das Volk so weit, dass es von Gott missbilligt wird. Mit „etwas Wunderbarem“ — seiner ‘befremdenden Tat’ — wird Jehova sie für ihre Heuchelei zur Rechenschaft ziehen. Er sagt: „Darum, dass dieses Volk sich mit dem Mund genaht hat und sie mich bloß mit ihren Lippen verherrlicht haben und sie ihr Herz von mir weit entfernt haben und ihre Furcht mir gegenüber Menschengebot wird, das man sie lehrt, deshalb siehe, ich bin es, der mit diesem Volk wieder wunderbar handeln wird, auf wunderbare Weise und mit etwas Wunderbarem; und die Weisheit seiner Weisen soll zugrunde gehen, und sogar der Verstand seiner Verständigen wird sich verbergen“ (Jesaja 29:13, 14). Das, was Juda für Weisheit und Verständnis hält, wird zugrunde gehen, wenn Jehova alles so lenkt, dass die babylonische Weltmacht dem gesamten abtrünnigen Religionssystem Judas ein Ende bereitet. Das Gleiche geschah im 1. Jahrhundert, nachdem die eingebildeten Führer der Juden die Nation in die Irre geführt hatten. Und Ähnliches wird in unseren Tagen mit der Christenheit geschehen (Matthäus 15:8, 9; Römer 11:8).

      24. Wie lassen die Judäer erkennen, dass sie keine Gottesfurcht haben?

      24 Noch glauben Judas prahlerische Führer jedoch, sie seien schlau genug, um trotz ihrer Abkehr von der wahren Anbetung ungestraft davonzukommen. Sind sie es aber wirklich? Jesaja reißt ihnen die Maske vom Gesicht und deckt auf, dass sie keine echte Gottesfurcht und somit keine wahre Weisheit haben: „Wehe denen, die im Verbergen ihres Rates vor Jehova selbst sehr tief gehen und deren Taten an finsterer Stelle geschehen sind, während sie sagen: ‚Wer sieht uns, und wer weiß von uns?‘ O eure Verkehrtheit! Sollte der Töpfer selbst dem Ton gleichgeachtet werden? Denn sollte das Gemachte von dem, der es gemacht hat, sprechen: ‚Er hat mich nicht gemacht‘? Und sagt auch das Gebilde tatsächlich hinsichtlich seines Bildners: ‚Er zeigte keinen Verstand‘?“ (Jesaja 29:15, 16). (Vergleiche Psalm 111:10.) Ungeachtet dessen, für wie gut verborgen sie sich halten, sind sie doch „nackt und bloßgelegt“ vor den Augen Gottes (Hebräer 4:13).

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