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  • „Harrt auf mich“
    Der Wachtturm 1996 | 1. März
    • „Harrt auf mich“

      „‚Darum harrt auf mich‘, ist der Ausspruch Jehovas“ (ZEPHANJA 3:8).

      1. Wovor warnte der Prophet Zephanja, und von welchem Interesse ist das für heute lebende Menschen?

      „DER große Tag Jehovas ist nahe.“ Diesen Warnruf ließ der Prophet Zephanja Mitte des siebten Jahrhunderts v. u. Z. erschallen (Zephanja 1:14). Die Prophezeiung erfüllte sich innerhalb von 40 oder 50 Jahren, als der Tag der Vollstreckung der Strafgerichte Jehovas über Jerusalem kam und über jene Nationen, die durch die schlechte Behandlung seines Volkes der Souveränität Jehovas getrotzt hatten. Warum sollte das für Menschen von Interesse sein, die Ende des 20. Jahrhunderts leben? In der heutigen Zeit rückt der abschließende „große Tag“ Jehovas rasch näher. Wie zur Zeit Zephanjas wird Jehova binnen kurzem das neuzeitliche Gegenstück Jerusalems — die Christenheit — und alle Nationen, die sein Volk schlecht behandeln sowie seiner universellen Souveränität trotzen, durch die ‘Glut seines Zorns’ verzehren (Zephanja 1:4; 2:4, 8, 12, 13; 3:8; 2. Petrus 3:12, 13).

      Zephanja — ein mutiger Zeuge

      2, 3. (a) Was ist über den Propheten Zephanja bekannt, und was zeigt, daß er ein mutiger Zeuge für Jehova war? (b) An Hand welcher Fakten läßt sich ermitteln, wann und wo Zephanja prophezeite?

      2 Über den Propheten Zephanja, dessen Name (hebräisch: Zephanjáh) „Verborgen (Aufbewahrt) hat Jehova“ bedeutet, ist an sich wenig bekannt. Doch im Gegensatz zu anderen Propheten gab Zephanja seine Abstammung an, wobei er vier Generationen zurückging, und zwar bis auf Hiskia (Zephanja 1:1; vergleiche Jesaja 1:1; Jeremia 1:1; Hesekiel 1:3). Da das so ungewöhnlich ist, halten die meisten Kommentatoren den treuen König Hiskia für seinen Ururgroßvater. In diesem Fall wäre Zephanja königlicher Abstammung gewesen, und das hätte nicht nur seiner scharfen Verurteilung der Fürsten Judas zusätzliches Gewicht verliehen, sondern auch gezeigt, daß er ein mutiger Zeuge und Prophet Jehovas war. Seine genauen Kenntnisse der geographischen Gegebenheiten Jerusalems und der Vorgänge am Hof des Königs lassen darauf schließen, daß er die Urteilssprüche möglicherweise direkt in der Hauptstadt verkündigte. (Siehe Zephanja 1:8-11, Fußnoten.)

      3 Es ist bemerkenswert, daß Zephanja zwar göttliche Urteilssprüche gegen die bürgerlichen „Fürsten“ von Juda (Edle oder Stammesvorsteher) und die „Söhne des Königs“ verkündete, in seine Kritik jedoch nie den König einbezog (Zephanja 1:8; 3:3).a Das legt nahe, daß der junge König Josia bereits eine Hinwendung zur wahren Anbetung erkennen ließ, aber angesichts der von Zephanja beklagten Situation offensichtlich noch nicht mit seinen religiösen Reformen begonnen hatte. All das deutet darauf hin, daß Zephanja in Juda prophezeite, und zwar in den ersten Jahren der Regierungszeit Josias, die von 659 bis 629 v. u. Z. dauerte. Das energische Prophezeien Zephanjas machte dem jungen Josia zweifellos noch deutlicher bewußt, daß zu jener Zeit in Juda Götzendienst, Gewalt und Korruption vorherrschten, und es bestärkte ihn in seinem späteren Feldzug gegen den Götzendienst (2. Chronika 34:1-3).

      Gründe für Jehovas glühenden Zorn

      4. Mit welchen Worten brachte Jehova seinen Zorn über Juda und Jerusalem zum Ausdruck?

      4 Jehova hatte allen Grund, auf die Führer und die Einwohner Judas und Jerusalems, dessen Hauptstadt, zornig zu sein. Er erklärte durch seinen Propheten Zephanja: „Ich will meine Hand gegen Juda und gegen alle Bewohner Jerusalems ausstrecken, und ich will von diesem Ort die Übriggebliebenen des Baal wegtilgen, den Namen der Priester fremdländischer Götter samt den Priestern und diejenigen, die sich auf den Dächern vor dem Heer der Himmel niederbeugen, und diejenigen, die sich niederbeugen, wobei sie Jehova Eidschwüre leisten und bei Malkam Eidschwüre leisten“ (Zephanja 1:4, 5).

      5, 6. (a) Welche religiöse Situation herrschte zur Zeit Zephanjas in Juda? (b) Wie verhielten sich die bürgerlichen Führer und ihre Untergebenen?

      5 Juda hatte sich mit den entarteten Fruchtbarkeitsriten der Baalsanbetung besudelt, mit dämonischer Astrologie und mit der Verehrung des heidnischen Gottes Malkam. Falls dieser mit Molech identisch war, wie einige meinen, schloß Judas falsche Anbetung scheußliche Kinderopfer ein. Solche religiösen Praktiken waren abscheulich in den Augen Jehovas (1. Könige 11:5, 7; 14:23, 24; 2. Könige 17:16, 17). Die Götzendiener steigerten Jehovas Zorn sogar noch dadurch, daß sie immer noch in seinem Namen schworen. Er wollte diese religiöse Unreinheit nicht länger dulden und beabsichtigte, heidnische und abtrünnige Priester zu Tode zu bringen.

      6 Auch die bürgerlichen Führer Judas waren verdorben. Die Fürsten glichen raubgierigen ‘brüllenden Löwen’, und die Richter waren mit räuberischen ‘Wölfen’ vergleichbar (Zephanja 3:3). Ihre Untergebenen wurden beschuldigt, „das Haus ihrer Herren mit Gewalttat und Trug [zu] füllen“ (Zephanja 1:9). Der Materialismus war weit verbreitet. Viele nutzten die Situation aus, um Vermögen anzuhäufen (Zephanja 1:13).

      Zweifel am Tag Jehovas

      7. Wie lange vor dem ‘großen Tag Jehovas’ prophezeite Zephanja, und wie war es um den Glauben vieler Juden bestellt?

      7 Wie bereits festgestellt wurde, läßt die katastrophale religiöse Situation in Zephanjas Tagen darauf schließen, daß er sein Werk als Zeuge und Prophet durchführte, bevor König Josia um das Jahr 648 v. u. Z. mit seinem Feldzug gegen den Götzendienst begann (2. Chronika 34:4, 5). Demnach prophezeite Zephanja offenbar, mindestens 40 Jahre bevor der „große Tag Jehovas“ für das Königreich Juda kam. In der Zwischenzeit begannen viele Juden, Zweifel zu hegen, und sie ‘zogen sich davon zurück’, Jehova zu dienen, wurden also gleichgültig. Zephanja sprach von solchen, „die Jehova nicht gesucht haben und ihn nicht befragt haben“ (Zephanja 1:6). Offensichtlich gab es in Juda Personen, die gleichgültig waren und sich über Gott keine Gedanken machen wollten.

      8, 9. (a) Warum wollte Jehova „Männern Aufmerksamkeit schenken, die auf ihren Hefen erstarren“? (b) Auf welche Weise würde Jehova seine Aufmerksamkeit auf die Bewohner Judas sowie auf ihre bürgerlichen und geistlichen Führer richten?

      8 Jehova gab seinen Vorsatz bekannt, diejenigen zu besichtigen, die sich als sein Volk bezeichneten. Aus den Reihen seiner angeblichen Anbeter würde er alle die heraussuchen, die in ihrem Herzen zweifelten, ob er fähig oder willens war, in die Angelegenheiten der Menschen einzugreifen. Er erklärte: „Es soll geschehen zu jener Zeit, daß ich Jerusalem sorgfältig mit Leuchten durchsuchen werde, und ich will den Männern Aufmerksamkeit schenken, die auf ihren Hefen erstarren und die in ihrem Herzen sprechen: ‚Jehova wird nicht Gutes tun, und er wird nicht Böses tun‘“ (Zephanja 1:12). Mit dem Ausdruck ‘Männer, die auf ihren Hefen erstarren’ (eine Bezugnahme auf die Weinherstellung) sind diejenigen gemeint, die sich niedergelassen hatten gleich der Hefe am Boden eines Fasses und die nicht durch die Verkündigung eines bevorstehenden Eingriffs in die Angelegenheiten der Menschen gestört werden wollten.

      9 Jehova würde seine Aufmerksamkeit nicht nur auf die Bewohner Judas und Jerusalems richten, sondern auch auf ihre Priester, die seine Anbetung mit heidnischen Elementen vermischt hatten. Falls sie sich sicher fühlten — gleichsam im Schutz der Nacht innerhalb der Mauern Jerusalems —, würde er sie aufspüren wie mit hellen Lampen, die die geistige Finsternis durchdringen würden, in die sie sich geflüchtet hatten. Er würde sie aus ihrer religiösen Gleichgültigkeit aufrütteln, zunächst durch furchteinflößende Gerichtsbotschaften, dann durch die Vollstreckung der Strafurteile.

      „Der große Tag Jehovas ist nahe“

      10. Wie beschrieb Zephanja den ‘großen Tag Jehovas’?

      10 Jehova inspirierte Zephanja, folgendes zu verkünden: „Der große Tag Jehovas ist nahe. Er ist nahe, und er eilt sehr. Der Schall des Tages Jehovas ist bitter“ (Zephanja 1:14). Tatsächlich standen allen — den Priestern, den Fürsten und dem Volk —, die nicht auf die Warnung hören und zur reinen Anbetung zurückkehren wollten, bittere Tage bevor. Die Prophezeiung lieferte eine nähere Beschreibung von dem Tag des Strafvollzugs: „Jener Tag ist ein Tag des Zornausbruchs, ein Tag der Bedrängnis und Angst, ein Tag des Sturms und der Verödung, ein Tag der Finsternis und der Dunkelheit, ein Tag des Gewölks und dichten Dunkels, ein Tag des Horns und des Alarmsignals gegen die befestigten Städte und gegen die hohen Ecktürme“ (Zephanja 1:15, 16).

      11, 12. (a) Welche Gerichtsbotschaft wurde gegen Jerusalem verkündet? (b) Würde materieller Wohlstand die Juden retten?

      11 In wenigen Jahrzehnten sollten die Heere Babylons in Juda eindringen. Jerusalem würde nicht entrinnen. Die Wohn- und Geschäftsviertel sollten verwüstet werden. „‚Es soll an jenem Tag geschehen‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚daß ein Geschrei vom Fischtor her erschallt und ein Geheul vom zweiten Stadtteil her und ein großes Krachen von den Hügeln her. Heult, ihr Bewohner von Machtesch [ein Teil Jerusalems], denn alles Volk der Händler ist zum Schweigen gebracht worden; alle, die Silber darwiegen, sind weggetilgt worden‘“ (Zephanja 1:10, 11, Fußnote).

      12 Viele Juden, die nicht glauben wollten, daß der Tag Jehovas nahe war, gingen völlig in ihren einträglichen geschäftlichen Unternehmungen auf. Doch Jehova sagte durch seinen treuen Propheten Zephanja voraus: „Ihr Vermögen soll zum Raub werden und ihre Häuser zu einer wüsten Einöde.“ Sie würden den Wein nicht trinken, den sie herstellten, und ‘weder ihr Silber noch ihr Gold würde sie am Tag des Zornausbruchs Jehovas befreien können’ (Zephanja 1:13, 18).

      Andere Nationen gerichtet

      13. Welche Gerichtsbotschaft verkündete Zephanja gegen Moab, Ammon und Assyrien?

      13 Jehova brachte durch den Propheten Zephanja auch seinen Zorn über jene Nationen zum Ausdruck, die sein Volk schlecht behandelt hatten. Er erklärte: „‚Ich habe die Schmähung Moabs und die Schimpfworte der Söhne Ammons gehört, mit denen sie mein Volk geschmäht und ständig großgetan haben gegen sein Gebiet. Darum, so wahr ich lebe‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, des Gottes Israels, ‚wird Moab selbst so wie Sodom werden und die Söhne Ammons wie Gomorra, ein Ort als Besitztum der Nesseln und eine Salzgrube und eine wüste Einöde, ja bis auf unabsehbare Zeit. ... Und er wird seine Hand gegen Norden ausstrecken, und er wird Assyrien vernichten. Und er wird Ninive zu einer wüsten Einöde machen, zu einer wasserlosen Gegend wie die Wildnis“ (Zephanja 2:8, 9, 13).

      14. Welche Beweise gibt es dafür, daß fremde Nationen gegen die Israeliten und ihren Gott, Jehova, ‘großtaten’?

      14 Moab und Ammon waren geschworene Feinde Israels. (Vergleiche Richter 3:12-14.) Die Inschrift auf dem Mesa-Stein im Louvre in Paris enthält eine prahlerische Erklärung des Moabiterkönigs Mesa. Stolz berichtet er über die Einnahme mehrerer israelitischer Städte mit der Hilfe seines Gottes Kamos (2. Könige 1:1). Jeremia, ein Zeitgenosse Zephanjas, sprach davon, daß die Ammoniter im Namen ihres Gottes Malkam das israelitische Gebiet von Gad besetzten (Jeremia 49:1). Was Assyrien betraf, so hatte König Salmanassar V. etwa hundert Jahre vor der Zeit Zephanjas Samaria belagert und eingenommen (2. Könige 17:1-6). Etwas später griff König Sanherib Juda an, nahm viele der befestigten Städte ein und bedrohte sogar Jerusalem (Jesaja 36:1, 2). Der Sprecher des assyrischen Königs tat bestimmt groß gegen Jehova, als er die Kapitulation Jerusalems forderte (Jesaja 36:4-20).

      15. Wie wollte Jehova die Götter der Nationen, die gegen sein Volk großgetan hatten, demütigen?

      15 In Psalm 83 werden einige Nationen erwähnt, darunter Moab, Ammon und Assyrien, die gegen Israel großtaten und prahlerisch erklärten: „Kommt, und laßt uns sie als Nation austilgen, damit des Namens Israel nicht mehr gedacht werde“ (Psalm 83:4). Der Prophet Zephanja kündigte mutig an, daß alle diese hochmütigen Nationen und ihre Götter von Jehova der Heerscharen gedemütigt werden würden: „Dies ist, was sie statt ihres Stolzes haben werden, weil sie geschmäht und ständig großgetan haben gegen das Volk Jehovas der Heerscharen. Furchteinflößend wird Jehova gegen sie sein; denn er wird gewiß alle Götter der Erde hinschwinden lassen, und man wird sich vor ihm niederbeugen, jeder von seiner Stätte her, alle Inseln der Nationen“ (Zephanja 2:10, 11).

      „Harrt auf mich“

      16. (a) Für wen war das Nahen des Tages Jehovas eine Ursache der Freude, und warum? (b) Welches aufrüttelnde Gebot erging an den treuen Überrest?

      16 Unter den Führern und unter vielen Bewohnern Judas und Jerusalems waren zwar religiöse Gleichgültigkeit, Skeptizismus, Götzendienst, Korruption und Materialismus vorherrschend, doch offensichtlich hörten einige treue Juden auf die warnenden Prophezeiungen Zephanjas. Sie beklagten die abscheulichen Handlungen der Fürsten, Richter und Priester Judas. Für die Loyalen waren die Ankündigungen Zephanjas eine Quelle des Trostes. Das Nahen des Tages Jehovas war für sie kein Grund zur Furcht, sondern eine Ursache der Freude, weil er den verabscheuenswerten Handlungen ein Ende machen würde. Dieser treue Überrest gehorchte dem aufrüttelnden Gebot Jehovas: „‚Darum harrt auf mich‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚auf den Tag, an dem ich aufstehe zur Beute, denn meine richterliche Entscheidung ist, Nationen zu sammeln, daß ich Königreiche zusammenbringe, um meine Strafankündigung über sie auszugießen, die ganze Glut meines Zorns‘“ (Zephanja 3:8).

      17. Wann und wie wurde das, was Zephanja in seinen Gerichtsbotschaften gegen die Nationen angekündigt hatte, Wirklichkeit?

      17 Diejenigen, die die Warnung beachteten, wurden nicht überrascht. Viele konnten noch zu ihren Lebzeiten die Erfüllung der Prophezeiung Zephanjas sehen. 632 v. u. Z. wurde Ninive von den verbündeten Streitkräften der Babylonier und Meder sowie den Horden aus dem Norden, wahrscheinlich Skythen, eingenommen und zerstört. Der Historiker Will Durant berichtet: „Eine babylonische Armee unter Nabopolassar [verband sich] mit einem medischen Heer unter Kyaxares und mit einer Horde Skythen aus dem Kaukasus und überwältigte mit erstaunlicher Leichtigkeit und Schnelle die Zitadellen des Nordens. ... Mit einem einzigen Schlage verschwand Assyrien aus der Geschichte.“ Es kam genau so, wie es von Zephanja prophezeit worden war (Zephanja 2:13-15).

      18. (a) Wie wurde das göttliche Strafurteil an Jerusalem vollstreckt, und warum? (b) Wie erfüllte sich das, was Zephanja über Moab und Ammon prophezeit hatte?

      18 Viele Juden, die weiterhin auf Jehova harrten, sahen zu ihren Lebzeiten auch, wie er sein Strafurteil an Juda und Jerusalem vollstreckte. Über Jerusalem hatte Zephanja folgendes prophezeit: „Wehe der rebellierenden und sich verunreinigenden, der bedrückenden Stadt! Sie hörte nicht auf eine Stimme; sie nahm keine Zucht an. Auf Jehova vertraute sie nicht. Ihrem Gott nahte sie nicht“ (Zephanja 3:1, 2). Jerusalem wurde wegen seiner Treulosigkeit zweimal von den Babyloniern belagert und 607 v. u. Z. schließlich eingenommen und zerstört (2. Chronika 36:5, 6, 11-21). Moab und Ammon wurden gemäß dem jüdischen Geschichtsschreiber Josephus im fünften Jahr nach dem Fall Jerusalems in einem Kriegszug, den die Babylonier gegen sie führten, besiegt. Wie prophezeit, hörten sie in der Folge auf, als Völker zu bestehen.

      19, 20. (a) Wie belohnte Jehova diejenigen, die weiterhin auf ihn harrten? (b) Warum sind diese Ereignisse für uns von Interesse, und was wird im folgenden Artikel behandelt?

      19 Die Erfüllung dieser und anderer Einzelheiten der Prophezeiung Zephanjas war eine glaubensstärkende Erfahrung für Juden und Nichtjuden, die weiterhin auf Jehova harrten. Zu denen, die die Vernichtung überlebten, die über Juda und Jerusalem kam, gehörten Jeremia, der Äthiopier Ebed-Melech und das Haus Jonadabs, die Rechabiter (Jeremia 35:18, 19; 39:11, 12, 16-18). Die treuen Juden im Exil und deren Nachkommen, die fortgesetzt auf Jehova warteten, wurden Teil des glücklichen Überrests, der 537 v. u. Z. aus Babylon befreit wurde und nach Juda zurückkehrte, um die reine Anbetung wiederherzustellen (Esra 2:1; Zephanja 3:14, 15, 20).

      20 Was hat all das für unsere Zeit zu bedeuten? In vieler Hinsicht entsprechen die Zustände in den Tagen Zephanjas den gegenwärtigen abscheulichen Geschehnissen in der Christenheit. Außerdem erinnern die unterschiedlichen Auffassungen der Juden in der damaligen Zeit an Auffassungen, die auch heute vertreten werden, manche sogar unter Jehovas Volk. Damit wird sich der folgende Artikel beschäftigen.

  • „Mögen deine Hände nicht erschlaffen“
    Der Wachtturm 1996 | 1. März
    • „Mögen deine Hände nicht erschlaffen“

      „Mögen deine Hände nicht erschlaffen. Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte. Als ein Starker wird er retten“ (ZEPHANJA 3:16, 17).

      1. Was sagte ein Bibelgelehrter über die Prophezeiung Zephanjas?

      DIE Prophezeiung Zephanjas weist weit über die erste Erfüllung im siebten und sechsten Jahrhundert v. u. Z. hinaus. Professor Carl F. Keil schrieb in seinem Kommentar zu Zephanja: „Die Weißagung Zephanja’s ... beginnt nicht nur mit der Ankündigung eines allgemeinen Gerichts über die ganze Welt, aus welchem sich das Gericht heraushebt, welches über Juda um seiner Sünden willen und über die Völkerwelt um ihrer Feindschaft wider das Volk Gottes willen ergehen wird, sondern handelt durchweg von dem großen und furchtbaren Tage Jahve’s“.

      2. Welche Parallelen bestehen zwischen den Verhältnissen in den Tagen Zephanjas und der Situation, die heute in der Christenheit herrscht?

      2 Heute ist es die richterliche Entscheidung Jehovas, die Nationen zu versammeln, um eine weit größere Vernichtung herbeizuführen als in den Tagen Zephanjas (Zephanja 3:8). Besonders tadelnswert sind in Gottes Augen jene Nationen, die christlich zu sein behaupten. Ebenso, wie Jehova Jerusalem einen furchtbaren Preis für die Treulosigkeit ihm gegenüber zahlen ließ, wird er die Christenheit für ihr lasterhaftes Treiben zur Verantwortung ziehen. Die göttlichen Strafurteile, die in den Tagen Zephanjas über Juda und Jerusalem ausgesprochen wurden, gelten mit noch größerem Nachdruck für die Kirchen und Sekten der Christenheit. Sie haben die reine Anbetung ebenfalls durch gottentehrende Lehren besudelt, die häufig heidnischen Ursprungs sind. Millionen ihrer gesunden Söhne haben sie auf dem neuzeitlichen Altar des Krieges geopfert. Außerdem vermischen die Bewohner des gegenbildlichen Jerusalem sogenanntes Christentum mit Astrologie, spiritistischen Bräuchen und entwürdigender Unsittlichkeit, was an die Baalsanbetung erinnert (Zephanja 1:4, 5).

      3. Was kann heute von vielen weltlichen Führern und politischen Regierungen gesagt werden, und was prophezeite Zephanja?

      3 In der Christenheit lassen sich viele Politiker gern in der Kirche sehen. Doch gleich den „Fürsten“ Judas beuten manche von ihnen das Volk wie „brüllende Löwen“ und raubgierige ‘Wölfe’ aus (Zephanja 3:1-3). Die politischen Lakaien der Betreffenden füllen „das Haus ihrer Herren mit Gewalttat und Trug“ (Zephanja 1:9). Bestechung und Korruption findet man überall. Und immer mehr Regierungen innerhalb und außerhalb der Christenheit ‘tun groß’ gegen das Volk Jehovas der Heerscharen — seine Zeugen —, indem sie es als verachtenswerte „Sekte“ behandeln (Zephanja 2:8; Apostelgeschichte 24:5, 14). Zephanja prophezeite über all diese politischen Führer und ihre Anhänger: „Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie am Tag des Zornausbruchs Jehovas befreien können; sondern durch das Feuer seines Eifers wird die ganze Erde verzehrt werden, denn er wird eine Ausrottung aller Bewohner der Erde, ja eine schreckliche, herbeiführen“ (Zephanja 1:18).

      „Am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden“

      4. Was zeigt, daß es am großen Tag Jehovas Überlebende geben wird, doch was müssen sie getan haben?

      4 Im siebten Jahrhundert v. u. Z. wurden nicht alle Bewohner Judas ausgerottet. Auch am großen Tag Jehovas wird es Überlebende geben. Den Betreffenden ließ Jehova durch seinen Propheten Zephanja mitteilen: „Ehe die Satzung irgend etwas gebiert, ehe der Tag wie Spreu vorübergegangen ist, ehe die Zornglut Jehovas über euch kommt, ehe der Tag des Zornes Jehovas über euch kommt, sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die ihr SEINE eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden“ (Zephanja 2:2, 3).

      5. Wer waren die ersten, die in der gegenwärtigen Zeit des Endes die Warnung Zephanjas beachteten, und wie hat Jehova sie gebraucht?

      5 In der Zeit des Endes für die heutige Welt nahmen zunächst die gesalbten Christen — der Überrest der geistigen Israeliten — die prophetische Einladung an (Römer 2:28, 29; 9:6; Galater 6:16). Da sie Gerechtigkeit und Sanftmut gesucht und Respekt gegenüber den richterlichen Entscheidungen Jehovas gezeigt hatten, wurden sie 1919 aus Babylon der Großen, dem Weltreich der falschen Religion, befreit und gelangten wieder in die Gunst Jehovas. Seitdem und besonders seit 1922 verkündet der treue Überrest furchtlos die Urteile, die Jehova über die Kirchen und Sekten der Christenheit und über die Nationen gefällt hat.

      6. (a) Was prophezeite Zephanja über den treuen Überrest? (b) Wie hat sich diese Prophezeiung erfüllt?

      6 Zephanja prophezeite über diesen treuen Überrest: „Ich werde gewiß in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übriglassen, und sie werden wirklich Zuflucht nehmen zum Namen Jehovas. Was die Übriggebliebenen Israels betrifft, sie werden keine Ungerechtigkeit tun noch Lügen reden, noch wird in ihrem Mund eine trügerische Zunge gefunden werden; denn sie selbst werden weiden und tatsächlich lagern, und niemand wird dasein, der sie aufschreckt“ (Zephanja 3:12, 13). Die gesalbten Christen haben den Namen Jehovas zwar stets in den Vordergrund gerückt, doch mit besonderem Nachdruck tun sie das seit 1931, als sie den Namen Jehovas Zeugen annahmen (Jesaja 43:10-12). Sie haben dadurch, daß sie die Streitfrage der Souveränität Jehovas herausgestellt haben, den göttlichen Namen geehrt, der sich für sie als Zuflucht erwiesen hat (Sprüche 18:10). Jehova versorgt sie mit einem Überfluß an geistiger Speise, und sie leben, von Furcht befreit, in einem geistigen Paradies (Zephanja 3:16, 17).

      „Zum Namen und zum Lobpreis ... unter allen Völkern“

      7, 8. (a) Welche weitere Prophezeiung hat sich am Überrest des geistigen Israel erfüllt? (b) Was haben Millionen von Menschen erkannt, und wie denken wir persönlich darüber?

      7 Die Treue und Ergebenheit des Überrests gegenüber dem Namen Jehovas und den gerechten Grundsätzen seines Wortes blieb nicht unbemerkt. Aufrichtige Menschen erkannten den Unterschied zwischen dem Verhalten des Überrests und der Verdorbenheit und Heuchelei der politischen und religiösen Führung der heutigen Welt. Jehova hat „die Übriggebliebenen Israels“, das heißt des geistigen Israel, gesegnet. Er hat sie mit dem Vorrecht geehrt, seinen Namen zu tragen, und er hat dafür gesorgt, daß sie einen vortrefflichen Ruf unter den Völkern der Erde genießen. Das hatte bereits Zephanja prophezeit: „‚Zu jener Zeit werde ich euch herbeiführen, ja zu der Zeit, da ich euch zusammenbringe. Denn ich werde euch zum Namen und zum Lobpreis machen unter allen Völkern der Erde, wenn ich eure Gefangenen vor euren Augen zurückkehren lasse‘, hat Jehova gesprochen“ (Zephanja 3:20).

      8 Seit 1935 haben buchstäblich Millionen von Menschen erkannt, daß Jehovas Segen auf dem Überrest ruht. Gern folgen sie diesen geistigen Juden oder Israeliten und sagen: „Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist“ (Sacharja 8:23). Der gesalbte Überrest wird von den „anderen Schafen“ als der „treue und verständige Sklave“ anerkannt, den Jesus Christus „über seine ganze [irdische] Habe“ gesetzt hat. Dankbar nehmen sie die geistige Speise zu sich, die von der Sklavenklasse „zur rechten Zeit“ zubereitet wird (Johannes 10:16; Matthäus 24:45-47).

      9. Welche „Sprache“ haben Millionen Menschen erlernt, und welches Werk führen die anderen Schafe „Schulter an Schulter“ mit dem Überrest durch?

      9 An der Seite des Überrests lernen diese Millionen anderer Schafe, wie man im Einklang mit der ‘reinen Sprache’ lebt und redet.a Jehova prophezeite durch Zephanja: „Dann werde ich die Sprache der Völker in eine reine Sprache umwandeln, damit sie alle den Namen Jehovas anrufen, um ihm Schulter an Schulter zu dienen“ (Zephanja 3:9). Ja, die anderen Schafe dienen Jehova vereint oder „Schulter an Schulter“ mit den gesalbten Gliedern der „kleinen Herde“ in dem dringenden Werk, „diese gute Botschaft vom Königreich ... allen Nationen zu einem Zeugnis“ zu predigen (Lukas 12:32; Matthäus 24:14).

      „Jehovas Tag wird kommen“

      10. Wovon war der gesalbte Überrest stets überzeugt, und was wird er als Klasse miterleben?

      10 Der gesalbte Überrest hat stets folgende inspirierte Aussage des Apostels Petrus im Sinn behalten: „Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie es einige für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen. Doch Jehovas Tag wird kommen wie ein Dieb“ (2. Petrus 3:9, 10). Die Glieder der treuen Sklavenklasse haben niemals daran gezweifelt, daß der Tag Jehovas in unserer Zeit kommen wird. Zu Beginn dieses großen Tages wird die Vollstreckung des göttlichen Strafurteils an der Christenheit, dem gegenbildlichen Jerusalem, und an dem übrigen Teil Babylons der Großen erfolgen (Zephanja 1:2-4; Offenbarung 17:1, 5; 19:1, 2).

      11, 12. (a) Welcher weitere Bestandteil der Prophezeiung Zephanjas hat sich am Überrest erfüllt? (b) Wie hat der gesalbte Überrest dem Gebot gehorcht: „Mögen deine Hände nicht erschlaffen.“?

      11 Der treue Überrest freut sich, daß er 1919 aus der geistigen Gefangenschaft Babylons der Großen, des Weltreichs der falschen Religion, befreit wurde. Er hat die Erfüllung folgender Prophezeiung Zephanjas erlebt: „Juble, o Tochter Zion! Brich in Freudenrufe aus, o Israel! Freue dich, und frohlocke mit ganzem Herzen, o Tochter Jerusalem! Jehova hat die auf dir lastenden Gerichte entfernt. Er hat deinen Feind weggeschafft. Der König Israels, Jehova, ist in deiner Mitte. Du wirst kein Unglück mehr fürchten. An jenem Tag wird zu Jerusalem gesagt werden: ‚Fürchte dich nicht, o Zion. Mögen deine Hände nicht erschlaffen. Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte. Als ein Starker wird er retten‘“ (Zephanja 3:14-17).

      12 Der gesalbte Überrest ist in der durch zahllose Beweise gestützten Überzeugung, daß Jehova in seiner Mitte ist, bei der Ausführung seines göttlichen Auftrags furchtlos vorangeschritten. Er hat die gute Botschaft vom Königreich gepredigt und die Strafurteile bekanntgemacht, die von Jehova über die Christenheit und den übrigen Teil Babylons der Großen sowie über Satans gesamtes böses System der Dinge gefällt worden sind. Trotz aller Schwierigkeiten hat er in den Jahrzehnten seit 1919 dem göttlichen Gebot gehorcht: „Fürchte dich nicht, o Zion. Mögen deine Hände nicht erschlaffen.“ Bei der Verbreitung von Milliarden Traktaten, Zeitschriften, Büchern und Broschüren, die Jehovas Königreich verkündigen, hat er seine Hände nicht erschlaffen lassen. Den anderen Schafen, die seit 1935 herbeigeströmt sind und sich ihm zur Seite gestellt haben, gibt er ein glaubensstärkendes Beispiel.

      „Mögen deine Hände nicht erschlaffen“

      13, 14. (a) Warum zogen sich einige Juden davon zurück, Jehova zu dienen, und worin zeigte sich das? (b) Was zu tun wäre für uns unweise, und bei welcher Tätigkeit sollten wir unsere Hände nicht erschlaffen lassen?

      13 Inwiefern kann die Prophezeiung Zephanjas für uns von praktischem Nutzen sein, während wir auf den großen Tag Jehovas ‘harren’? Erstens dürfen wir auf keinen Fall wie die Juden der Tage Zephanjas werden, die sich davon zurückzogen, Jehova nachzufolgen, weil sie Zweifel an der Nähe des Tages Jehovas hatten. Diese Juden äußerten nicht unbedingt offen ihre Zweifel, aber ihre Handlungsweise zeigte, daß sie nicht wirklich daran glaubten, daß der große Tag Jehovas nahe war. Sie konzentrierten sich auf die Anhäufung von Vermögen, statt auf Jehova zu harren (Zephanja 1:12, 13; 3:8).

      14 Heute ist nicht die Zeit, in unserem Herzen Zweifel zu nähren. Es wäre äußerst unklug, in unserem Sinn und in unserem Herzen das Kommen des Tages Jehovas hinauszuschieben (2. Petrus 3:1-4, 10). Wir dürfen uns weder davon zurückziehen, Jehova nachzufolgen, noch dürfen wir im Dienst für ihn ‘unsere Hände erschlaffen lassen’. Das schließt auch ein, beim Predigen der „guten Botschaft“ nicht ‘mit lässiger Hand zu arbeiten’ (Sprüche 10:4; Markus 13:10).

      Gegen Gleichgültigkeit kämpfen

      15. Was könnte uns veranlassen, im Dienst für Jehova nachlässig zu werden, und wie wurde dieses Problem in der Prophezeiung Zephanjas vorausgesagt?

      15 Zweitens müssen wir uns vor dem schwächenden Einfluß der Gleichgültigkeit hüten. In vielen westlichen Ländern könnte die Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Dingen manche Verkündiger der guten Botschaft entmutigen. Solche Gleichgültigkeit gab es auch in den Tagen Zephanjas. Jehova erklärte durch seinen Propheten: „Ich will den Männern Aufmerksamkeit schenken, ... die in ihrem Herzen sprechen: ‚Jehova wird nicht Gutes tun, und er wird nicht Böses tun‘“ (Zephanja 1:12). A. B. Davidson schrieb, daß sich diese Passage auf Menschen bezieht, die „zu gefühlloser Gleichgültigkeit oder sogar zu Ungläubigkeit hinsichtlich des Eingreifens einer höheren Macht in die Angelegenheiten der Menschheit herabgesunken sind“ (Cambridge Bible for Schools and Colleges).

      16. Welche Einstellung ist unter vielen Mitgliedern der Kirchen der Christenheit verbreitet, doch welche Ermunterung läßt Jehova uns zuteil werden?

      16 In vielen Teilen der Erde, vor allem in den wohlhabenderen Nationen, ist die Gleichgültigkeit heute allgemein verbreitet. Selbst Mitglieder der Kirchen der Christenheit wollen nicht glauben, daß Jehova in unseren Tagen in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen wird. Sie tun unsere Bemühungen, sie mit der guten Botschaft vom Königreich zu erreichen, entweder mit einem skeptischen Lächeln ab oder mit der Bemerkung: „Ich habe kein Interesse!“ Unter diesen Umständen kann das Ausharren im Zeugniswerk eine echte Herausforderung sein. Unser Ausharren wird dadurch geprüft. Doch Jehova ermuntert sein treues Volk durch die Prophezeiung Zephanjas mit den Worten: „Mögen deine Hände nicht erschlaffen. Jehova, dein Gott, ist in deiner Mitte. Als ein Starker wird er retten. Er wird mit Freuden über dich frohlocken. Er wird schweigen in seiner Liebe. Er wird sich über dich freuen mit Jubelrufen“ (Zephanja 3:16, 17).

      17. Welches vorzügliche Beispiel sollten die Neuen unter den anderen Schafen nachahmen, und wie?

      17 In der neuzeitlichen Geschichte des Volkes Jehovas ist es tatsächlich so gewesen, daß sowohl der Überrest als auch die Älteren unter den anderen Schafen in den gegenwärtigen letzten Tagen ein gewaltiges Einsammlungswerk durchgeführt haben. Schon jahrzehntelang haben diese treuen Christen Ausharren bewiesen. Sie haben sich durch die allgemeine Gleichgültigkeit in der Christenheit nicht entmutigen lassen. Daher sollten sich diejenigen, die erst seit kürzerer Zeit zu den anderen Schafen gehören, nicht durch die Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Dingen entmutigen lassen, die heute in vielen Ländern vorherrscht. Mögen sie ihre „Hände nicht erschlaffen“ oder sinken lassen und jede Gelegenheit nutzen, die Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! oder andere vorzügliche Veröffentlichungen anzubieten, die speziell dafür gedacht sind, schafähnlichen Menschen zu helfen, die Wahrheit über den Tag Jehovas und die darauf folgenden Segnungen zu erfahren.

      Vorwärts in Erwartung des großen Tages!

      18, 19. (a) Wie wird in Matthäus 24:13 und Jesaja 35:3, 4 zum Ausharren ermuntert? (b) Womit werden wir gesegnet werden, wenn wir vereint im Dienst für Jehova vorandrängen?

      18 Jesus erklärte: „[Wer] bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden“ (Matthäus 24:13). Erwarten wir den großen Tag Jehovas also nicht mit ‘schwachen Händen’ oder mit ‘wankenden Knien’ (Jesaja 35:3, 4). Zephanjas Prophezeiung gibt mit Bezug auf Jehova folgende Zusicherung: „Als ein Starker wird er retten“ (Zephanja 3:17). Ja, Jehova wird die „große Volksmenge“ durch die Schlußphase der „großen Drangsal“ hindurch bewahren, wenn er seinem Sohn befiehlt, die Nationen zu zerschmettern, die immer noch gegen sein Volk ‘großtun’ (Offenbarung 7:9, 14; Zephanja 2:10, 11; Psalm 2:7-9).

      19 Während der große Tag Jehovas näher rückt, wollen wir eifrig vorandrängen, indem wir Jehova „Schulter an Schulter“ dienen (Zephanja 3:9). Wenn wir das tun, werden nicht nur wir selbst, sondern auch zahllose weitere zu denen gehören können, die „am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden“ und Zeugen der Heiligung seines erhabenen Namens sind (Zephanja 2:3).

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