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Erlebst du, dass Geben glücklich macht?Der Wachtturm 2004 | 1. November
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Allerdings gibt es viele Länder, in denen die einheimischen Zeugen Jehovas aufgrund der wirtschaftlichen Lage den Bau eines Königreichssaals ohne Starthilfe von außen nicht finanzieren könnten. Deshalb wurde 1999 ein Programm eingerichtet, bei dem Mittel aus wohlhabenderen Ländern dazu genutzt werden, in ärmeren Ländern Königreichssäle zu bauen. Außerdem haben Tausende Freiwillige ihre Zeit und ihre Fähigkeiten dafür eingesetzt und haben oft in entlegenen Gebieten solcher Länder gearbeitet. Den einheimischen Zeugen werden beim Bau die nötigen handwerklichen Fertigkeiten vermittelt, wie man baut und die fertigen Gebäude instand hält. Dank des Königreichssaalbaufonds können die nötigen Werkzeuge und Baustoffe gekauft werden. Die Zeugen, die diese neuen Säle jetzt benutzen, sind sehr dankbar dafür, dass ihre Glaubensbrüder Zeit eingesetzt und Geld gespendet haben. Auch tragen sie mit ihren eigenen monatlichen Spenden dazu bei, den Königreichssaal instand zu halten und die Baukosten zurückzuzahlen, damit woanders weitere Königreichssäle gebaut werden können.
Beim Bau der Königreichssäle werden ortsübliche Methoden und Baustoffe verwendet. Diese Säle sind keine Prachtbauten, aber sie sehen ansprechend aus, man kann sich darin wohl fühlen, und sie erfüllen ihren Zweck. Ins Leben gerufen wurde das Bauprogramm 1999 für rund 40 finanzschwache Länder. Mittlerweile ist es auf 116 solcher Länder ausgedehnt worden und umfasst mehr als die Hälfte aller Versammlungen der Zeugen Jehovas weltweit. In den letzten fünf Jahren sind auf diese Weise über 9 000 Königreichssäle gebaut worden — im Durchschnitt mehr als 5 jeden Tag! Trotzdem werden in diesen 116 Ländern nach wie vor 14 500 neue Königreichssäle benötigt. Wir hoffen, dass die nötigen Mittel dafür mit dem Segen Jehovas und der großzügigen Unterstützung von Zeugen Jehovas in der ganzen Welt aufgebracht werden können (Psalm 127:1).
Königreichssäle fördern das Wachstum
Wie wirken sich diese fleißigen Bemühungen auf die einheimischen Zeugen und das Königreichspredigtwerk aus? Vielerorts nimmt nach dem Bau eines neuen Königreichssaals die Anwesendenzahl bei den Zusammenkünften enorm zu. Ein typisches Beispiel dafür ist folgender Bericht aus Burundi: „Sobald ein neuer Königreichssaal fertig ist, ist er auch schon voll. Zum Beispiel baute eine Versammlung, die im Durchschnitt 100 Anwesende bei den Zusammenkünften hatte, einen neuen Saal, in dem 150 Personen bequem Platz finden. Seit der Saal fertig ist, kommen 250 zu den Zusammenkünften.“
Warum diese Mehrung? Nicht zuletzt deshalb, weil Verkündigergruppen, die keinen offiziellen Versammlungsort haben, sondern sich unter einem Baum oder auf einer Wiese versammeln müssen, manchmal mit Misstrauen betrachtet werden. In einem Land, wo man kleine religiöse Gruppen schnell verdächtigt, Gewalt zwischen Volksgruppen zu schüren, schreibt das Gesetz sogar vor, dass alle religiösen Zusammenkünfte in einem Gotteshaus stattfinden müssen.
Ein eigener Königreichssaal vermittelt Außenstehenden auch den Eindruck, dass Jehovas Zeugen nicht Jünger eines einzelnen Pfarrers sind. Das Zweigbüro der Zeugen Jehovas in Simbabwe schrieb dazu: „Früher kamen die Brüder hier meist in Privatwohnungen zusammen, und die Einheimischen brachten die Versammlung immer mit dem Besitzer des Hauses in Verbindung, wo sie zusammenkamen. Den Brüdern wurde nachgesagt, sie gehörten ‚zur Kirche von Herrn Soundso‘. Das hat sich grundlegend geändert, denn die Leute sehen jetzt die Schilder, die alle Säle als ‚Königreichssaal der Zeugen Jehovas‘ kennzeichnen.“
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Erlebst du, dass Geben glücklich macht?Der Wachtturm 2004 | 1. November
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[Bilder auf Seite 20, 21]
Zusammenkunftsstätten der Zeugen Jehovas früher und heute
Sambia
Zentralafrikanische Republik
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