Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • w90 15. 9. S. 30-31
  • Warum es auf Réunion so viele Königreichssäle gibt

Kein Video für diese Auswahl verfügbar.

Beim Laden des Videos ist ein Fehler aufgetreten.

  • Warum es auf Réunion so viele Königreichssäle gibt
  • Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1990
  • Zwischentitel
  • Warum so viele Königreichssäle?
  • Hindernisse überwinden
  • Jehova gebührt die Ehre
Der Wachtturm verkündigt Jehovas Königreich 1990
w90 15. 9. S. 30-31

Warum es auf Réunion so viele Königreichssäle gibt

ETWA 650 km östlich von Madagaskar erhebt sich die kleine Insel Réunion unvermittelt aus den Weiten des Indischen Ozeans. Bekannt ist die nur etwa 60 km lange und 50 km breite Insel für ihre kuppelförmigen Vulkane, die von Zeit zu Zeit aktiv werden. Die höchste Erhebung ist mit 3 069 m der erloschene Vulkan Piton des Neiges (Schneegipfel). Im Südosten der Insel befindet sich ein 2 625 m hoher tätiger Vulkan mit dem passenden Namen Piton de la Fournaise (Ofengipfel). Welch ein spektakulärer Anblick sich einem bei einem nächtlichen Ausbruch bietet! Viele gewundene Straßen führen die steilen Hänge hinauf und hinab und ermöglichen atemberaubende Aussichten auf das, was man als Réunions furchterregende Schönheit bezeichnet.

Warum so viele Königreichssäle?

Die wahre Schönheit Réunions hat jedoch damit zu tun, daß viele Inselbewohner positiv auf die „gute Botschaft vom Königreich“ reagieren, die Jehovas Zeugen verkündigen (Matthäus 24:14). Zwei Vollzeitprediger, die 1960 aus Frankreich kamen, begannen dort mit dem Predigtwerk. Heute, 30 Jahre später, verbreiten 1 665 eifrige Zeugen die Königreichsbotschaft unter den 582 000 Einwohnern — auf der Insel kommt somit ein Zeuge auf 350 Personen.

Dieses Wachstum hat den Bau passender Zusammenkunftsstätten notwendig gemacht, in denen die Zeugen ihre Anbetung ausüben und biblische Schulung vermitteln können (Hebräer 10:24, 25). 13 der 19 Versammlungen auf Réunion haben bereits einen eigenen Königreichssaal gebaut. Wegen der häufigen Wirbelstürme in diesem Gebiet handelt es sich um solide Steinbauten, deren Errichtung beträchtliche Zeit — und Geld — gekostet hat. Wie war es überhaupt möglich, solche Säle zu erstellen, da die meisten Zeugen auf der Insel nur einen durchschnittlichen Verdienst haben und für eine große Familie sorgen müssen? Die Antwort lautet, um mit den Worten der Bibel zu sprechen: ‘Die Hand Jehovas ist nicht zu kurz gewesen’ (Jesaja 59:1).

Hindernisse überwinden

Man beachte zum Beispiel, wie Jehova das Herz der Menschen bewegt hat, den Bau des Königreichssaals in der kleinen Stadt Saint-Louis im Südwesten Réunions zu unterstützen. Nachdem die Pläne genehmigt worden waren, erzählte ein junger Zeuge seinem Lehrer, der Maurerlehrlinge unterrichtete, daß der Königreichssaal von freiwilligen Helfern gebaut würde. Der Lehrer stellte daraufhin nicht nur seine eigenen Dienste zur Verfügung, sondern brachte auch seine gesamte Klasse mit zur Baustelle, um beim Ausschachten der Fundamente mitzuhelfen. Später spendete er den Stahl, der für die Fundamente benötigt wurde.

Als an einem gesetzlichen Feiertag über einhundert Freiwillige zusammengekommen waren, um eine Fläche von fast 200 m2 zu betonieren, mußten sie überrascht feststellen, daß die Gemeinde das Wasser abgestellt hatte. Wie sollten sie ohne Wasser den Beton mischen? Einer der Arbeiter kannte den Leiter der Feuerwehr, und er beschloß, diesem freundlichen Mann die mißliche Lage zu erklären. Kurz darauf traf ein Feuerwehrfahrzeug an der Baustelle ein. Der Tank des Fahrzeugs enthielt genügend Wasser für die vorgesehenen Arbeiten, und die Feuerwehr ließ es den ganzen Tag dort. Verständlicherweise fühlten sich alle freiwilligen Helfer veranlaßt, mit ganzer Kraft zu arbeiten.

Die Hilfe Jehovas war auch bei der Überwindung anderer Hindernisse offensichtlich. Als während des Baus beispielsweise die Decke so weit fertig war, daß die 22 Spezialdeckenlampen eingebaut werden konnten, die man acht Monate zuvor bestellt hatte, erhielten die Brüder von der Firma die Benachrichtigung, daß das gewünschte Modell nicht mehr hergestellt werde. Was sollte man tun? Mußte die gesamte Konstruktion und die Decke geändert werden? Nein, denn die Brüder erfuhren rechtzeitig von einem Bauunternehmer am Ort, der ähnliche Lampen auf Lager hatte; diese waren für ein Projekt bestimmt gewesen, das nie verwirklicht worden war.

„Wie viele haben Sie“, fragte man den Unternehmer.

„Etwa 25“, antwortete er.

Ohne lange zu zögern, wurden die Lampen gekauft und installiert.

Ein Mann, der gerade begonnen hatte, mit Zeugen Jehovas die Bibel zu studieren, zeigte sich im weiteren Verlauf des Projekts von dem schönen Gebäude tief beeindruckt.

„Benötigen Sie noch irgend etwas?“ fragte er.

„Ja“, erwiderte ein Bruder. „Uns fehlt noch eine Verstärkeranlage.“

Daraufhin holte der Neuinteressierte sofort sein Scheckheft hervor und spendete so viel, daß es fast für eine neue Anlage reichte. Solche Beiträge sowie ein großzügiges Darlehen vom Hauptbüro der Watch Tower Society in den Vereinigten Staaten halfen der Versammlung, diesen schönen Königreichssaal zu vollenden.

Als Krönung des Ganzen erlebte die Versammlung in Saint-Louis die Freude, daß ihr Saal im Dezember 1988 von Carey W. Barber, einem Glied der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas, der Bestimmung übergeben wurde. Bruder Barber aus dem Hauptbüro der Gesellschaft in Brooklyn (New York) war eigentlich auf die Nachbarinsel Mauritius gekommen, um dort das neue Zweigbüro seiner Bestimmung zu übergeben. Als die Brüder in Saint-Louis davon erfuhren, sammelten sie innerhalb von drei Wochen genügend Geld, um ihm und einem Glied des Zweigkomitees von Mauritius den Flug nach Réunion zu bezahlen. Inzwischen mußte die Versammlung Saint-Louis aufgrund des Wachstums schon geteilt werden. Zwei Versammlungen benutzen jetzt den neuen Königreichssaal.

Jehova gebührt die Ehre

Was ist über die anderen Versammlungen auf Réunion zu sagen? Zufolge der hervorragenden Reaktion auf das Königreichspredigtwerk liegt die Zahl der Anwesenden in den Königreichssälen um 150 bis 200 Prozent über der Zahl der Zeugen auf der Insel. Damit ist klar, warum auf Réunion so viele Königreichssäle gebraucht werden. Nach dem Königreichssaal in Saint-Louis wurden noch drei weitere gebaut, so daß die 19 Versammlungen auf der Insel nun über insgesamt 13 Säle verfügen.

Die Ehre für all dies gebührt Jehova, der verheißen hat: „Der Kleine selbst wird zu einem Tausend werden und der Geringe zu einer mächtigen Nation. Ich selbst, Jehova, werde es beschleunigen zu seiner eigenen Zeit“ (Jesaja 60:22). Diese Prophezeiung hat sich auf der schönen Insel Réunion — wie auch in anderen Teilen der Erde — tatsächlich erfüllt.

    Deutsche Publikationen (1950-2025)
    Abmelden
    Anmelden
    • Deutsch
    • Teilen
    • Einstellungen
    • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
    • Nutzungsbedingungen
    • Datenschutzerklärung
    • Datenschutzeinstellungen
    • JW.ORG
    • Anmelden
    Teilen