Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Der Kampf um die Weltherrschaft — Wer wird ihn gewinnen?
    Der Wachtturm 1986 | 15. Oktober
    • Der Kampf um die Weltherrschaft — Wer wird ihn gewinnen?

      „DEN Sowjets ging es hauptsächlich darum, uns zu zwingen, SDI (Strategic Defense Initiative [„Krieg der Sterne“]) fallenzulassen. Ich glaube, ... Herr Gorbatschow hat begriffen, daß wir keineswegs die Absicht haben, das zu tun.“ So äußerte sich US-Präsident Reagan nach der Genfer Gipfelkonferenz im November 1985.

      Wie jeder weiß, hat sich in dem Jahr, das seitdem vergangen ist, an der Rivalität zwischen den Supermächten nichts geändert. Dadurch, daß viele Staaten mit ihnen verbündet sind oder mit ihnen sympathisieren — man spricht vom Osten (den hauptsächlich kommunistischen Staaten) und vom Westen (den zumeist kapitalistischen Ländern) —, hat der Machtkampf sogar globale Ausmaße. Er wirkt sich auch auf dich aus. Durch den Rüstungswettlauf besteht außerdem die permanente Gefahr eines alles vernichtenden Krieges, der auch deine Zukunft bedroht — selbst wenn du in einem neutralen Land lebst.

      Es sollte dir daher nicht gleichgültig sein, wie dieser Machtkampf ausgehen wird. Wird es eine friedliche Lösung geben? Wenn nicht, wer wird gewinnen? Das zu wissen kann sich auf deine Zukunft auswirken.

      Wie es begann

      In vielen Büchern, die sich mit der jüngsten Geschichte auseinandersetzen, wird die Meinung vertreten, die gegenwärtige Rivalität zwischen Ost und West habe kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges begonnen. Die biblische Geschichte zeigt jedoch, daß es sich dabei lediglich um die Fortsetzung eines Kampfes um die Vorherrschaft in der Welt handelt, der bereits seit 2 300 Jahren im Gange ist.

      Wer die Geschichte des alten Griechenland kennt, weiß, daß diese Nation unter Alexander dem Großen zu einer Weltmacht aufstieg. Das war von Daniel, einem Propheten der Bibel, vorausgesagt worden. Und genau wie von ihm prophezeit, wurde das Reich nach dem Tod des „mächtigen Königs“ im Jahre 323 v. u. Z. „nach den vier Winden ... hin verteilt“, nämlich unter vier seiner Generäle (Daniel 11:2-4). So übernahm Seleukos Nikator die Herrschaft über Syrien und Mesopotamien — Gebiete nördlich und östlich von Juda, dem Heimatland Daniels —, und Ptolemaios Lagi, ein anderer griechischer General, regierte über Ägypten und Palästina. Sein Herrschaftsgebiet lag somit südlich und westlich des Gebiets, das Seleukos I. Nikator beanspruchte. Die geographische Lage ihrer Reiche machte den einen zum „König des Nordens“ und den anderen zum „König des Südens“ (Daniel 11:5, 6).

      „Norden“ und „Süden“ standen symbolisch für mächtige Nationen, die bestimmte prophetische Rollen spielten.a Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Rollen der beiden „Könige“ zwar von verschiedenen Nationen übernommen, doch diese entsprachen immer der Beschreibung der Prophezeiung. So waren sie stets an ihrer Rivalität zu erkennen, und die von ihnen kontrollierten Gebiete lagen zumeist in etwa nördlich und südlich voneinander.

      Die entsprechenden Rollen werden heute zwar mit „Ost“ und „West“ bezeichnet, aber auch das geschieht lediglich symbolhaft, da sich beide Gebiete geographisch nicht so eindeutig abgrenzen lassen. Die in der Bibel verwendeten Himmelsrichtungen „Norden“ und „Süden“ hatten ebenfalls einen passenden Symbolcharakter, obwohl das zuvor Gesagte auch auf diese Gebiete zutraf.

      Der Gott des „Königs des Nordens“

      Wie Daniel in einem Vorausblick auf die „Zeit des Endes“ darlegte, würde der „König des Nordens“ sich „überheben und sich groß machen über jeden Gott“ und „dem Gott seiner Väter ... keine Beachtung schenken“. Statt dessen würde er dem „Gott der Festungen ... Herrlichkeit geben mit Gold und mit Silber und mit kostbarem Stein und mit begehrenswerten Dingen“, bevor er „völlig zu seinem Ende“ käme (Daniel 11:35-39, 45).

      Der heutige überwiegend atheistische „König des Nordens“ verneint die Existenz Gottes, und er ist dafür bekannt, daß er die Religion unterdrückt. Er vertraut mehr auf die Macht seiner Rüstung und den Militarismus als auf andere Möglichkeiten, internationalen Einfluß auszuüben. Daher verwendet er einen großen Teil seiner finanziellen Mittel, um dem „Gott der Festungen“ Herrlichkeit zu geben. Der „König des Südens“ verherrlicht zwar ebenfalls die Rüstung und den Militarismus, er erkennt jedoch andere Götter an, und viele seiner Untertanen sind religiös sehr engagiert.

      Der gegenwärtige Kampf um die Macht

      In einer Prophezeiung, die Ereignisse in unseren Tagen beschreibt, heißt es: „In der Zeit des Endes wird sich der König des Südens mit ihm [dem König des Nordens] auf Zusammenstöße einlassen, und gegen ihn wird der König des Nordens mit [militärischem Gerät] ... anstürmen; und er wird in die Länder gewiß einziehen und sie überfluten und hindurchziehen“ (Daniel 11:40, NW, Stud.).

      Wahrscheinlich ist dir bekannt, daß der „König des Nordens“ seit dem Zweiten Weltkrieg seine Ideologie und seine Herrschaft über weite Gebiete ausdehnen konnte, obwohl Kriege geführt wurden, um es zu verhindern. Inwieweit er noch mit großem Erfolg ‘in die Länder einziehen, sie überfluten und hindurchziehen’ wird, bleibt noch abzuwarten. Der „König des Südens“ versucht jedoch, ihn an seinen Übergriffen auf die sogenannte freie Welt zu hindern. Die feindlichen Machtblöcke lassen sich daher auf „Zusammenstöße“ ein, was inzwischen zu einem beschleunigten Rüstungswettlauf auf der Erde und im Weltraum geführt hat. Währenddessen beschuldigen sie sich gegenseitig, die Weltherrschaft anzustreben.

      Daniel sagte weiter: „Er [der König des Nordens] wird tatsächlich über die verborgenen Schätze ... und über all die begehrenswerten Dinge Ägyptens herrschen. Und die Libyer und die Äthiopier werden seinen Schritten folgen“ (Daniel 11:43). Möglicherweise ist hier von Bodenschätzen die Rede. Der neuzeitliche „König des Nordens“ herrscht tatsächlich über Gebiete mit einem Überfluß an Bodenschätzen, einschließlich Erdöl. Er hat außerdem großen Einfluß in Ländern außerhalb seines Herrschaftsgebiets, die über reiche Bodenschätze verfügen. Wir alle sollten daher mit Interesse verfolgen, ob er seine Kontrolle ausweiten kann und wie weit sein wirtschaftlicher Einfluß letztlich reichen wird.

      Wer wird gewinnen?

      Was hält diese „Könige“ von einem direkten Entscheidungskampf ab? Hauptsächlich ist es die Angst vor der gegenseitigen Vernichtung durch ihre Atomwaffen. Sie ziehen es vor, Verträge auszuhandeln, selbst wenn diese kaum respektiert werden. Es verhält sich genau so, wie Daniel es voraussagte: „Lüge werden sie an e i n e m Tisch ständig reden. Aber nichts wird gelingen, denn das Ende ist noch für die bestimmte Zeit“ (Daniel 11:27).

      Möchtest du gern wissen, was schließlich geschehen wird? Werden die beiden „Könige“ einen dauerhaften Frieden schließen? Oder wird der eine den anderen besiegen? Gemäß den Prophezeiungen aus Gottes Wort muß man beide Fragen mit Nein beantworten. Warum? Weil ein dritter König sie besiegen und die Weltherrschaft übernehmen wird. Es wird nämlich einen Regierungswechsel geben — und zwar schon bald!

      [Fußnote]

      a Beispielsweise bezieht sich der Ausdruck „es wird in seiner Stellung einer aufstehen“ darauf, daß er die Rolle des „Königs des Nordens“ übernimmt (Daniel 11:20, 21).

      [Bild auf Seite 4]

      DIE MILITÄRISCHE STÄRKE DER GROSSEN NATIONEN UND BÜNDNISSE

      Atomwaffen

      50 000

      Soldaten

      11 913 000

      Kriegsschiffe

      1 350

      Bomben- und Kampfflugzeuge

      20 100

      Panzer

      95 800

  • Ein baldiger Regierungswechsel in Sicht!
    Der Wachtturm 1986 | 15. Oktober
    • Ein baldiger Regierungswechsel in Sicht!

      DIE meisten Menschen haben bisher etwas äußerst Wichtiges übersehen: Bei ihrem Kampf um die Weltherrschaft haben die im Streit liegenden Nationen außer acht gelassen, daß es eine über ihnen stehende Macht und Autorität gibt. Sie ignorieren nämlich die Tatsache, daß „der Höchste der Herrscher ist im Königreich der Menschheit und daß er es gibt, wem er will“ (Daniel 4:25). Wen hat der allmächtige Gott denn als Herrscher über die ganze Erde ausersehen? Wann wird er ihm die Weltherrschaft übertragen?

      Ein weiterer König

      Bevor Daniel über den „König des Nordens“ und den „König des Südens“ prophezeite, hatte er folgende prophetische Vision von Gottes auserwähltem König: „Mit den Wolken des Himmels kam gerade einer wie ein Menschensohn; und er erlangte Zutritt zu dem Alten an Tagen [Jehova Gott] ... Und ihm wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ... [wird] nicht vergehen ... und sein Königreich ... nicht zugrunde gerichtet werden“ (Daniel 7:13, 14).

      Im weiteren Verlauf dieser Vision wurden aufeinanderfolgende Weltmächte als wilde Tiere dargestellt. Und der Mensch hat tatsächlich mit bestialischer Grausamkeit „über den Menschen zu seinem Schaden geherrscht“ (Prediger 8:9). Er übt seine Herrschaft unter der grausamen Kontrolle rebellischer Geistfürsten aus, deren Anführer Satan ist (Daniel 7:17; 10:13; vergleiche Offenbarung 12:9; 13:2-4). Im Gegensatz dazu empfängt „einer wie ein Menschensohn“ Herrschergewalt von Jehova Gott. Dieser von Gott ernannte Regent besitzt die Eigenschaften, die erforderlich sind, um über die Menschen zu herrschen, die ursprünglich „im Bilde Gottes“ geschaffen wurden (1. Mose 1:27). Doch um wen handelt es sich?

      Als Jesus vor 1 900 Jahren auf der Erde lebte, wandte er den Ausdruck „Menschensohn“ auf sich selbst an. Durch seine Geburt als Mensch war er buchstäblich ein „Menschensohn“, und er bekundete in vollkommenem Maße so hervorragende Eigenschaften wie Liebe, Mitgefühl und Gerechtigkeit. Er gab auch sein Leben hin, um Menschen zu erlösen, und spielte so die Rolle des engsten Verwandten der Menschheit — ein echter „Menschensohn“ (Matthäus 20:28, NW, Stud.; Hebräer 2:11-17).

      Bezug nehmend auf die Prophezeiung Daniels, sagte Jesus außerdem: „Sie werden den Menschensohn mit Macht und großer Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen.“ In einer anderen Schilderung beschrieb er sich wie folgt: „Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird ..., dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen“ (Matthäus 24:30; 25:31, NW, Stud.). Jesus ist heute weder ein Mensch, noch lebt er auf der Erde. Seit seinem Tod und seiner Auferstehung im Jahre 33 u. Z. ist er ein himmlischer Geist im Bilde Gottes. Im Gegensatz zu allen menschlichen Herrschern ist er der einzige König, der „Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den keiner der Menschen gesehen hat noch sehen kann“ (1. Timotheus 6:16). Seine Königreichsherrschaft wird nicht die bestialischen Eigenschaften der bösen Geister aufweisen, die die menschlichen Regierungen heute beeinflussen.

      Jesus ist somit der einzige König, den Gott als seinen Messias oder Christus ernannt und befugt hat, über die ganze Erde zu herrschen (Daniel 7:14). Alle menschlichen Regierungen, einschließlich des „Königs des Nordens“ und des „Königs des Südens“, werden daher gestürzt werden, und an ihre Stelle wird Gottes messianisches Königreich treten (Daniel 2:44; vergleiche Psalm 2:7, 8, 12).

      Der „große Fürst“ erhält die Macht

      Jesus begann jedoch nicht im Jahre 33 u. Z. über die Menschheit zu regieren. Er mußte noch eine gewisse Zeit warten. Erst später ermächtigte ihn Jehova, ‘zur Unterwerfung inmitten seiner Feinde zu schreiten’ (Psalm 110:1, 2; Apostelgeschichte 2:32-36). Daniel sagte das mit folgenden Worten voraus: „Während jener Zeit wird Michael aufstehen, der große Fürst ... Und es wird gewiß eine Zeit der Bedrängnis eintreten, wie eine solche nicht herbeigeführt worden ist, seitdem eine Nation entstanden ist, bis zu jener Zeit“ (Daniel 12:1).

      Diese Prophezeiung folgt auf den Hinweis Daniels, daß der Kampf zwischen dem „König des Nordens“ und dem „König des Südens“ in der „Zeit des Endes“ seinen Höhepunkt erreicht. Einer dieser „Könige“ würde dann „mit großem Grimm ausziehen“, um viele Menschen zu vernichten (Daniel 11:40, 44, 45). Dann würde Michael, der zugunsten des Volkes Gottes steht, entschieden handeln, damit es entrinnen kann. (Vergleiche Daniel 11:2, 3, 7, 20, 21; 12:1.)

      Doch was hat Jesus Christus mit alldem zu tun? Denke daran, daß er die Prophezeiung Daniels damit in Verbindung brachte, daß er als König handeln würde. Auch sprach er von einer unvergleichlichen „großen Drangsal“ (Matthäus 24:21, 29-31). Er bezog sich dabei eindeutig auf die „Zeit der Bedrängnis“, die Daniel in Verbindung mit Michael erwähnte. (Vergleiche Matthäus 24:15; Daniel 11:31.) Dadurch zeigte Jesus, daß er jener Michael ist, der aufstehen würde, um seine Herrschaft auszuüben.

      Jesus und Daniel beschrieben in ihren Prophezeiungen Ereignisse, die sich während der „Zeit des Endes“ abspielen sollten. Diese Ereignisse sind seit 1914 auf bemerkenswerte Weise eingetroffen. Zu jener Zeit empfing Jesus im Himmel königliche Macht, und er regiert seitdem inmitten seiner Feinde (Matthäus 24:3, 7-12).

      Ein weltweites Paradies — und zwar schon bald

      Es ist ohne weiteres zu sehen, daß die Nationen bisher versäumt haben, das Königtum Christi anzuerkennen. Sie verwerfen die Botschaft von dessen Aufrichtung und bestehen weiterhin auf ihrer eigenen Souveränität. Die Botschaft ist ihnen Torheit. Keiner der „Herrscher dieses Systems der Dinge“ hat kennengelernt, welche Weisheit Gott bekundete, als er Jesus Christus als König auswählte. Geblendet durch ein System, daß von Satan und seinen rebellischen Geistfürsten beherrscht wird, stehen sie dem messianischen Königreich feindlich gegenüber (1. Korinther 2:8; vergleiche Lukas 4:5, 6; 2. Korinther 4:4).

      Wie Jesus voraussagte, werden diejenigen, die sein Königreich ankündigen, verfolgt. Sie müssen sogar mit schweren Angriffen rechnen (Matthäus 24:9, 14; Daniel 11:44, 45; vergleiche Hesekiel 38:14-16). Jesus wird jedoch als „König der Könige und Herr der Herren“ ins Mittel treten, um für sein Volk zu kämpfen. Aus diesem Kampf wird Gottes erwählter König vollständig siegreich hervorgehen. Diejenigen, die sein Volk angreifen, werden ‘völlig zu ihrem Ende kommen, und es wird für sie keinen Helfer geben’. Die „Könige“ werden allesamt vernichtet werden (Offenbarung 11:15, 18; 19:11, 16, 19-21; Psalm 2:1-3, 6-9).

      Die „Zeit des Endes“, die im Jahre 1914 begann, ist nun bereits weit fortgeschritten. Jesus sagte, daß die Generation, die den Beginn jener Zeit sehen würde, auch ihr Ende miterleben würde (Matthäus 24:32-34). Wir nahen uns daher mit Riesenschritten der wunderbaren Zeit, in der Jesus Christus die Herrschaft über alle Angelegenheiten der Erde übernehmen und die gesamte gehorsame Menschheit unter seiner einen Regierung vereinigen wird.

      Ja, es wird bald einen Regierungswechsel geben! Wie wird er dich berühren? Er könnte für dich genauso das Ende bedeuten wie für die menschlichen Regierungen und ihre Unterstützer. Wenn du jedoch entsprechend handelst, kann er dir aber auch ewiges Leben und Sicherheit in einem irdischen Paradies bringen, das unter der Herrschaft des Königreiches Gottes stehen und von ihm bewahrt werden wird. Letzteres wird der Fall sein, wenn du gemeinsam mit den Millionen Zeugen Jehovas auf der ganzen Erde die Herrschaft Christi loyal unterstützt.

Deutsche Publikationen (1950-2025)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2025 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen