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Der „König des Nordens“ in der Zeit des EndesDer Wachtturm (Studienausgabe) 2020 | Mai
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2. Was müssen wir mit Blick auf 1. Mose 3:15 sowie Offenbarung 11:7 und 12:17 beim Studium der Prophezeiung Daniels im Sinn behalten?
2 Um die Prophezeiung in Daniel, Kapitel 11 zu verstehen, müssen wir im Sinn behalten, dass sie sich nur auf Herrscher und Regierungen bezieht, die direkten Einfluss auf Gottes Volk hatten oder noch haben. Obwohl Gottes Diener nur einen kleinen Teil der Weltbevölkerung ausmachen, stehen sie oft im Zentrum wichtiger Weltereignisse. Warum? Weil Satan und sein ganzes System ein großes Ziel haben: diejenigen zu besiegen, die Jehova und Jesus dienen. (Lies 1. Mose 3:15; Offenbarung 11:7; 12:17.)
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Der „König des Nordens“ in der Zeit des EndesDer Wachtturm (Studienausgabe) 2020 | Mai
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DEN KÖNIG DES NORDENS UND DEN KÖNIG DES SÜDENS IDENTIFIZIEREN
4. Auf welche drei Merkmale muss man achten, um den Nord- und den Südkönig zu identifizieren?
4 Die Bezeichnungen „König des Nordens“ und „König des Südens“ bezogen sich zunächst auf politische Mächte nördlich und südlich des buchstäblichen Landes Israel. Warum kann man das sagen? Der Engel, der Daniel die Botschaft brachte, erklärte: „Ich bin gekommen, damit du verstehst, wie es deinem Volk am Ende der Tage ergehen wird“ (Dan. 10:14). Bis Pfingsten 33 u. Z. war die Nation Israel Gottes Volk. Von da an machte Jehova aber deutlich, dass er Jesu treue Jünger als sein Volk betrachtete. Ein großer Teil der Prophezeiung in Daniel, Kapitel 11 betrifft daher nicht die buchstäbliche Nation Israel, sondern Christi Nachfolger (Apg. 2:1-4; Röm. 9:6-8; Gal. 6:15, 16). Außerdem änderte sich die Identität des Nord- und des Südkönigs im Lauf der Zeit. Einige Merkmale blieben jedoch gleich: Erstens war Gottes Volk durch das Handeln dieser Könige besonders betroffen. Zweitens bewies ihr Umgang mit Gottes Volk, dass sie den wahren Gott, Jehova, hassten. Und drittens führten sie einen Machtkampf miteinander.
5. Gab es vom 2. Jahrhundert bis ins späte 19. Jahrhundert einen König des Nordens und einen König des Südens? Erkläre es.
5 Irgendwann im 2. Jahrhundert wurde die Christenversammlung immer mehr von falschen Christen durchdrungen, die heidnische Lehren übernommen hatten und die Wahrheiten der Bibel unterdrückten. Von da an gab es bis ins späte 19. Jahrhundert keine organisierte Gemeinschaft von Dienern Gottes auf der Erde. Falsche Christen breiteten sich aus wie Unkraut und echte Christen waren nicht mehr deutlich erkennbar (Mat. 13:36-43). Warum ist das von Bedeutung? Es zeigt, dass sich die Aussagen über den Nord- und den Südkönig nicht auf Herrscher oder Reiche beziehen können, die zwischen Anfang des 2. Jahrhunderts und der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an der Macht waren. Es gab nämlich keine organisierte Gemeinschaft von Dienern Gottes, die sie hätten angreifen können.b Allerdings waren im späten 19. Jahrhundert erneut ein König des Nordens und ein König des Südens erkennbar. Warum kann man das sagen?
6. Wann war Gottes Volk wieder deutlich erkennbar? Erkläre es.
6 Von 1870 an organisierte sich Gottes Volk allmählich wieder als Gemeinschaft. In diesem Jahr bildeten Charles T. Russell und andere, die sich ihm angeschlossen hatten, eine Bibelstudiengruppe. Bruder Russell und diejenigen, die eng mit ihm verbunden waren, erfüllten die Aufgabe des vorausgesagten „Boten“, der vor Aufrichtung des messianischen Königreiches einen Weg bahnen würde (Mal. 3:1). Gottes Volk war wieder deutlich erkennbar. Gab es damals Weltmächte, deren Herrschaft sich massiv auf Gottes Diener auswirkte?
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