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KoreaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
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ERSTER GROSSER KONGRESS
Endlich wurde im Herbst 1953 der Ausnahmezustand aufgehoben. So war es nun möglich, in Korea einen Bezirkskongreß abzuhalten — vom 6. bis 8. August 1954. Er fand in der Chae-Dong-Grundschule statt. Zum erstenmal kamen Brüder aus dem ganzen Land zusammen. Man rechnete mit einer Anwesendenzahl von rund 700 Personen, aber schon am ersten Tag besuchten 1 043 den Kongreß, und am Sonntag lauschten 1 245 Anwesende dem öffentlichen Vortrag. Viele, die sich an die schlimme Zeit während des Zweiten Weltkrieges und an die Schrecken des Koreakrieges erinnerten, hatten Freudentränen in den Augen. Sie hatten gedacht, sie würden es niemals erleben, daß sich so viele Menschen auf Jehovas Seite stellen.
Das Außergewöhnliche an diesem Kongreß war die erste große Taufe. Der Mann einer Schwester, der bei der Feuerwehr arbeitete, sorgte dafür, daß man das Schwimmbecken an der Schule mit Wasser füllte, sobald es die Brüder von den Trümmern gereinigt hatten, die noch vom Krieg darin waren. Alle waren freudig überrascht, zu sehen, daß sich an diesem Tag 284 Personen, d. h. 23 Prozent aller Anwesenden, taufen ließen.
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KoreaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
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Bruder Knorrs sechstägiger Besuch war ein Meilenstein in der theokratischen Geschichte Koreas. Bei seiner ersten Ansprache vor den 1 330 Besuchern des Landeskongresses versicherte er ihnen, daß sie wirklich zu Jehovas weltweiter Organisation gehörten. Anläßlich dieses Kongresses ließen sich 303 Personen im kühlen Frühlingswasser des Han taufen. Dem öffentlichen Vortrag „Die ganze Menschheit unter ihrem Schöpfer vereinen“ im Stadion in Seoul wohnten 3 473 Personen bei, was auf künftige Mehrung hinwies.
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