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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
    • MEHR REISENDE AUFSEHER EINGESETZT

      Der ständige Bedarf an befähigten reisenden Aufsehern ist zum Teil dadurch gedeckt worden, daß man Absolventen der Gileadschule in den Kreis- oder Bezirksdienst geschickt hat. Dazu gehörten Norris Peters und Karl Emerson, die 1955 nach Korea kamen. Bis sie fließend Koreanisch sprachen, benötigten sie beim Besuch der verschiedenen Versammlungen zunächst Übersetzer. Bruder Chae Soo-wan, Aufseher der Dienstabteilung und Glied des Zweigkomitees, war Offizier in der koreanischen Armee gewesen, als er angefangen hatte, die Bibel zu studieren. Im Jahre 1957 wurde er zum Kreisaufseher ernannt, und 1962 besuchte er die Gileadschule.

      Gegen Ende des Dienstjahres 1958 gab es eine Höchstzahl von 2 724 Verkündigern, die mit 54 Versammlungen und vielen Verkündigergruppen verbunden waren. Es bestanden fünf Kreise. Aufgrund dieser Mehrung benötigte man weitere befähigte Brüder, die man im Reisedienst einsetzen konnte. Ok Ryei-joon und seine Frau erhielten eine Zuteilung für den Kreisdienst, ebenso Milton und Liz Hamilton — das erste Missionarehepaar, das in Korea im Reisedienst stand.

      Für Hamiltons bedeutete dies, daß sie bei Einheimischen wohnen und sich völlig deren Lebensweise anpassen mußten. Das Leben war nun ganz anders als im Missionarheim. Sie waren es zwar schon gewohnt, bei den Zusammenkünften im Königreichssaal auf dem Boden Platz zu nehmen, aber nun mußten sie es als Ausländer lernen, beim Essen auf dem Boden zu sitzen und auf dem Boden zu schlafen. Damals gab es kaum fließendes Wasser, ganz zu schweigen von Rohrleitungen. Doch all das gehörte zum Missionarleben. Heute dient Bruder Hamilton im Zweigkomitee und als Fabrikaufseher.

      Bruder Park Ii-kyun trat 1956 in den Vollzeitdienst ein und begleitete einen der Missionare im Kreisdienst als Übersetzer. Nach dem Besuch der Gileadschule kehrte er wieder ins Zweigbüro zurück und ist jetzt ein Glied des Zweigkomitees.

      Im Jahre 1966 trafen Jerry und Barbara Tylich in Korea ein. Sie wurden einer Versammlung in Seoul zugeteilt und standen danach im Kreisdienst. Jim Tylich, Merlin Stoin sowie Durand und Rachel Norbom begannen ebenfalls mit dem Reisedienst. Norboms sind heute Glieder der Bethelfamilie in Kongdo. Rachel erinnert sich an einige Fragen, die man ihr während des Kreisdienstes stellte. Sie erzählt:

      „Sogar noch in den 70er Jahren war es eine Sensation, wenn eine Frau aus dem Westen in ländlichen Gegenden auftauchte. Man mußte sich daran gewöhnen, einige sehr persönliche Fragen gestellt zu bekommen: ,Wie alt sind Sie?‘ ,Sind Sie verheiratet?‘ ,Wie viele Kinder haben Sie?‘ Dann kam die Frage: ,Warum haben Sie keine Kinder?‘ An einem Ort ging das Gerücht um, daß ein amerikanisches Ehepaar käme, um einige Kinder zur Adoption in die Vereinigten Staaten mitzunehmen. Also boten uns mehrere Frauen ihre Kinder an, weil sie dachten, diese würden es dort besser haben.“

      Andere, die heute ebenfalls in einigen der 43 Kreise Koreas im Reisedienst stehen, sind Joseph Breitfuss (aus Österreich), Perry und Geline Jumuad (von den Philippinen) und John und Susan Wentworth (aus den Vereinigten Staaten) — sie alle dienen schon 14 bis 17 Jahre als Missionare.

  • Korea
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
    • [Bild auf Seite 181]

      Missionare, die im Reisedienst stehen. Von links nach rechts: Susan und John Wentworth, Geline Jumuad, Josef Breitfuss und Perry Jumuad.

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