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    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
    • In den ersten Kriegstagen war der größte Teil der Bevölkerung Seouls in der Stadt eingeschlossen. Die Brüder wußten, daß man sie zwingen würde, sich der Freiwilligen Volksarmee anzuschließen, wenn es ihnen nicht gelänge, in südliche Gebiete zu fliehen. Bruder Park Chong-il und Ok Ung-suk versteckten sich bis zum 5. Juli in der Stadt und überquerten dann heimlich den Fluß Han, weil sie ein „sicheres“ Gebiet südlich von Seoul erreichen wollten. Auf ihrem Fluchtweg sahen sie zahlreiche Leichen und kamen an zerstörten Panzern sowie verwüsteten Häusern vorbei, doch je mehr sie sich der Front näherten, desto schwerer war es, sich vor nordkoreanischen Soldaten zu verbergen.

      Nach der Landung des amerikanischen Generals MacArthur in Inchon am 15. September 1950 wurde die Stadt Seoul aus den Händen der Nordkoreaner befreit; später aber nahm der Krieg wieder einen anderen Verlauf. Bruder Park kehrte am 1. Oktober nach Seoul zurück und beschloß, von Haus zu Haus zu gehen. Es interessierte ihn, zu erfahren, wie die Menschen reagierten. Sie waren nervös und ängstlich.

  • Korea
    Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
    • Obwohl ihre neutrale christliche Haltung manche Probleme mit sich brachte, erwies sie sich oft als lebensrettend, wie Bruder Park Chong-il bald feststellte. Nachdem die Stadt erneut in die Hände der nordkoreanischen Truppen gefallen war, führten er und Cho Young-ha, ein Methodist und Lehrer an einer weiterführenden Schule, der sich für die Wahrheit interessierte, dreieinhalb Monate lang im Haus einer Schwester ein ruhiges Leben.

      Bruder Park und sein Gefährte befanden sich erst ein paar Tage in ihrem Versteck, als die nordkoreanische Geheimpolizei an die Tür klopfte. Die Polizei verdächtigte sie, entweder Spione oder Soldaten der südkoreanischen Armee zu sein. Ein Ermittlungsbeamter der Polizei untersuchte ihre Hände, um herauszufinden, ob die beiden mit Gewehren umgegangen waren.

      Sie erklärten dem Beamten: „Wir sind Christen, die sich nicht am Krieg beteiligen können. Deshalb war es uns auch nicht möglich, die Stadt zu verlassen, weil uns sonst die andere Seite festgenommen hätte.“ Die Polizei befahl ihnen, das Haus nicht zu verlassen, und drohte ihnen an, am nächsten Tag wiederzukommen. Sobald die Polizei gegangen war, vernichteten Bruder Park und Cho Young-ha schnell alle Namen, Adressen und Bilder von Zeugen, die sie besaßen, und nahmen sich dann vor, der Polizei am folgenden Tag Zeugnis zu geben, obwohl sie wußten, daß sie eingesperrt werden könnten.

      Am nächsten Morgen kam der Polizist mit einem anderen Ermittlungsbeamten zurück. Bruder Park gab ihnen ungefähr eineinhalb Stunden Zeugnis, so als ob er einen öffentlichen Vortrag halten würde. Die Männer hörten zu, ohne ihn zu unterbrechen, und schienen an der Botschaft interessiert zu sein. Nach ein paar Fragen gingen sie plötzlich weg. Zwei Tage später kam einer von ihnen mit noch einem anderen Prüfer zurück, und Bruder Park und sein Freund hatten erneut Gelegenheit, Zeugnis zu geben. Die Polizei tauchte nie mehr auf. Bruder Park und Cho Young-ha achteten jedoch sorgfältig darauf, das Haus nicht zu verlassen. Chos Glaube wurde sehr gestärkt, und er nahm, ohne zu zögern, die Wahrheit an.

      Der Krieg nahm nun einen anderen Verlauf. Am 31. März 1951 hatten die UN-Verbände erneut den 38. Breitengrad erreicht. Wieder befand sich Seoul unter UN-Befehl. Bruder Park Chong-il konnte jetzt das Haus verlassen. Zuerst ging er quer durch die Stadt, um nach dem Missionarheim zu sehen, wurde aber von UN-Soldaten angehalten. Die südkoreanischen Soldaten, die sich bei den UN-Truppen befanden, wurden mißtrauisch. Und kein Wunder! Nach über dreimonatigem Aufenthalt in der Wohnung war Bruder Park blaß und hatte lange Haare. Da er etwas Englisch konnte, erklärte er den amerikanischen Soldaten, er sei ein Zeuge Jehovas und mit amerikanischen Missionaren der Watch Tower Society zusammengewesen, nach deren Haus er jetzt sehen wolle. Die Soldaten glaubten ihm und ließen ihn gehen.

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