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KoreaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
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WIEDER HILFE VON MISSIONAREN
Während der anhaltenden Kriegswirren war es ganz und gar unmöglich, nach Korea einzureisen. Doch nach langem Papierkrieg konnte Don Steele allein zurückkehren. Am 11. November 1951 kam er im Hafen von Pusan an. Das Hauptquartier von MacArthur ließ von jeder Mission nur eine Person ins Land. Frauen wurde die Einreise untersagt. Erst ein Jahr später konnte Dons Frau, Earlene, wieder bei ihm sein.
Am 17. November 1951 erhielt Bruder Steele von der US-Armee die Erlaubnis, Seoul zu besuchen. Er schildert, was er und andere dort sahen:
„An jenem Nachmittag gingen wir durch die Stadt Seoul zum Missionarheim. Fast alle großen Gebäude lagen in Trümmern. In der Stadt war es so ruhig wie auf dem Land. Auf den Straßen fuhren nur ein paar Militärfahrzeuge. Aus der Ferne konnte ich das Missionarheim sehen. Alle Gebäude darum herum waren völlig verwüstet, aber das Missionarheim stand noch. An einer Ecke hatte allerdings eine Granate eingeschlagen, die in der Backsteinmauer ein über 60 Zentimeter großes Loch hinterließ. Alle Fensterscheiben waren herausgeflogen, der Deckenverputz lag auf dem Boden, die meisten Türen waren zertrümmert, und man hatte alle elektrischen Leitungen entfernt.“
Am selben Abend kamen ungefähr 35 Zeugen — fast nur Schwestern — zusammen, um Bruder Steeles Dienstansprache zu hören; außerdem wurden Vorkehrungen für den Predigtdienst an den folgenden Tagen getroffen. Am nächsten Morgen erschienen 18 Personen zum gruppenweisen Zeugnisgeben. Bevor die Besuchswoche zu Ende ging, hatten 24 Verkündiger über ihren Predigtdienst berichtet.
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KoreaJahrbuch der Zeugen Jehovas 1988
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Im Dezember 1951 und im Januar 1952 konnte Bruder Steele alle Orte besuchen, wo Versammlungen und Gruppen gegründet worden waren.
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