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Jetzt für die kommenden tausend Jahre organisiertDer Wachtturm 1989 | 1. September
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Eine christliche Organisation
8. Welche Organisation wurde in dem Buch Die Neue Schöpfung beschrieben, aber welche organisatorischen Anstrengungen wurden darin nicht berücksichtigt?
8 In Verbindung mit der Verwirklichung des göttlichen Vorsatzes wurde bereits Jahrhunderte vor diesen segensreichen Ereignissen eine neue Organisation ins Leben gerufen. Darüber heißt es in der Bibel: „Wenn ... jemand in Gemeinschaft mit Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung.“ „Weder Beschneidung ist etwas noch Unbeschnittenheit, sondern eine neue Schöpfung [„eine neue Kreatur“, Lutherbibel] ist etwas“ (2. Korinther 5:17; Galater 6:15). Im Jahre 1904 lenkte das Buch Die Neue Schöpfung (deutsch 1906) die Aufmerksamkeit auf diese neue Organisation, die im ersten Jahrhundert u. Z. entstanden war (Schriftstudien, Band 6, Studie 5, betitelt „Die Organisation der Neuen Schöpfung“). Zufolge der damaligen Ansicht über die Bedeutung des Endes der Zeiten der Heiden im Jahre 1914 beschäftigte sich das Buch nicht mit den außergewöhnlichen organisatorischen Anstrengungen, die nach den lähmenden Auswirkungen des ersten Weltkriegs der Menschheitsgeschichte unternommen werden mußten (Lukas 21:24, Lu).
9. Welcher Lage zeigte sich der Überrest der neuen Schöpfung gewachsen?
9 Für den Überrest der geistigen neuen Schöpfung war es eine ziemliche Überraschung, daß er bis zum Ende des Ersten Weltkriegs im Jahre 1918 bewahrt worden war und daß er im Nachkriegsjahr 1919 noch im Fleische war. Aber das Millennium war noch nicht angebrochen. Offensichtlich gab es für den Überrest der neuen Schöpfung auf der Erde ein Werk zu verrichten, bevor seine himmlische Hoffnung in Erfüllung ging, gemeinsam mit Jesus Christus das Millenniumswerk durchzuführen. Es war somit dringend erforderlich, den Überrest wiederzubeleben und zu reorganisieren. Und er zeigte sich aufgrund seines unerschütterlichen Glaubens und seines Eifers für das vor ihm liegende begeisternde Werk der Lage gewachsen.
10. Welche Fragen entstanden in bezug auf die Millionen, die in das neue System der Dinge hinüberleben sollten?
10 Der gesalbte Überrest erwartete, daß einige Menschen das katastrophale Ende des gegenwärtigen bösen Systems überleben würden, um unter der Millenniumsherrschaft Jesu Christi zu leben, vor allem nachdem im Kriegsjahr 1918 in Los Angeles der öffentliche Vortrag „Millionen jetzt Lebender werden nie sterben“ gehalten worden war. Mußten diese Millionen künftiger Harmagedon-Überlebender organisiert werden? (Offenbarung 16:14-16). Würden sie sich, bevor sie in das Millennium eingingen, um ein Teil der „neuen Erde“ zu werden, zusammen mit dem Überrest am Königreichspredigtwerk beteiligen? (2. Petrus 3:13). Die Entwicklung in der Nachkriegszeit sollte diese Fragen beantworten.
11. (a) Was mußte mit den anderen Schafen geschehen, damit sie mit dem Überrest e i n e Herde bilden konnten? (b) Warum ist eine unterschiedliche Hoffnung kein Grund für eine Kluft zwischen dem Überrest und den anderen Schafen?
11 Zur rechten Zeit schenkte man folgenden Worten Jesu Christi, des vortrefflichen Hirten, volle Beachtung: „Ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden auf meine Stimme hören, und sie werden e i n e Herde werden unter e i n e m Hirten“ (Johannes 10:16). Wenn der gesalbte Überrest von 1919 an für die Nachkriegstätigkeit organisiert werden mußte, wie verhielt es sich dann mit den anderen Schafen, die später mit dem in dieser Hürde befindlichen Überrest e i n e Herde bilden sollten? Ganz einfach: Die anderen Schafe mußten in Verbindung mit dem Überrest ebenfalls organisiert werden! Die Tatsache, daß die anderen Schafe nicht dieselbe Hoffnung haben wie der Überrest, sondern Leben in einem irdischen Paradies der Wonne erwarten, ist kein Grund für eine Kluft zwischen ihnen. Alle folgen nur dem e i n e n Hirten, und bis zur Verherrlichung des gesalbten Überrests im Königreich soll es keine Trennung zwischen den beiden Gruppen geben.
12. (a) Was ist von weit größerer Bedeutung als die Rettung der Menschheit? (b) Ab wann mußte der Verkündigung des Königreiches größte Bedeutung beigemessen werden? Warum?
12 Die Errettung von Menschen von Sünde und Tod, das Ende der satanischen Weltherrschaft und die Wiederherstellung der gehorsamen Menschheit auf einer paradiesischen Erde sind herausragende Merkmale des liebevollen Vorsatzes Jehovas. Es gibt jedoch etwas, was für das gesamte Universum von weit größerer Bedeutung ist. Worum handelt es sich? Um die Rechtfertigung der universellen Souveränität Jehovas in Verbindung mit der Heiligung seines erhabenen Namens. Im Jahre 1922 wurde auf dem zweiten Kongreß der Internationalen Bibelforscher in Cedar Point (Ohio) betont, daß es an der Zeit war, das Königreich Jehovas mit Jesus Christus als regierendem König anzukündigen. Da die Zeiten der Heiden 1914 zu Ende gegangen waren, war es nun angebracht, folgende prophetische Worte Jesu auszuführen: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24:14). Das Königreich, das die universelle Souveränität Jehovas rechtfertigen und seinen erhabenen Namen heiligen wird, wurde 1914 im Himmel aufgerichtet, und Jesus Christus regiert seitdem inmitten seiner Feinde. Das war die großartige Botschaft, die mit allen verfügbaren Mitteln gepredigt werden sollte, um den König und sein Königreich anzukündigen.
13. Wofür sorgte Gott in Verbindung mit dem Königreichspredigtwerk, und warum?
13 Jehova ist ein Organisator in universellem Maßstab, denn er ist der Höchste, der Allmächtige. Er sorgte dafür, daß vor dem Ende des gegenwärtigen Systems der Dinge das Werk der Verkündigung seines Königreiches auf der ganzen Erde wirkungsvoll organisiert wurde. Die überlebenden Glieder des Überrests der Gesalbten wurden daher in einer internationalen Organisation vereinigt, die dazu dient, seinen Willen auszuführen. Weil Satan die universelle Souveränität Jehovas herausgefordert hat, müssen sie der Welt verkündigen, daß sowohl die Wahrhaftigkeit als auch die Rechtmäßigkeit dieser Souveränität für alle Zeit gerechtfertigt werden muß.
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Jetzt für die kommenden tausend Jahre organisiertDer Wachtturm 1989 | 1. September
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16. (a) Wen schattete das viele Mischvolk vor? (b) Was muß die große Volksmenge tun, um das Ende des gegenwärtigen Systems zu überleben?
16 Das viele Mischvolk aus dem von Pharao beherrschten Ägypten schattete die große Volksmenge des 20. Jahrhunderts vor. Ihre Glieder sind keine geistigen Israeliten, sondern andere Schafe des vortrefflichen Hirten, Jesus Christus. Gemeinsam mit dem gesalbten Überrest blicken sie der völligen Befreiung aus dem gegenbildlichen Ägypten, dem System der Dinge dieser Welt, entgegen, dessen Gott der größere Pharao, Satan, der Teufel, ist (Johannes 10:16; 2. Korinther 4:4; Offenbarung 7:9). Aber was müssen sie tun, um die Vernichtung der alten satanischen Welt zu überleben und unter Jesus Christus, dem größeren Josua, in die verheißene neue Welt einzugehen? (2. Petrus 3:13). Sie müssen sich an die organisatorischen Vorkehrungen des gesalbten Überrests — des Kerns der sichtbaren Organisation Jehovas — halten.
17. Wie handeln die Glieder der großen Volksmenge in dieser desorganisierten Welt, und was steht ihnen in Aussicht?
17 Besonders seit Mitte der 30er Jahre unseres Jahrhunderts ist die große Volksmenge anderer Schafe in die organisierte e i n e Herde unter dem verherrlichten e i n e n Hirten, dem regierenden König Jesus Christus, gebracht worden. In einer Welt, in der trotz der Organisation der Vereinten Nationen eine ständig zunehmende Desorganisation zu beobachten ist, unterstützen die Glieder der großen Volksmenge ganzherzig den gesalbten Überrest und liefern auf diese Weise den Beweis für die vereinigende Macht des heiligen Geistes Jehovas. Entschlossen bleiben sie weiterhin mit dem Überrest als Organisation vereint, während sie besonderen Aufgaben auf der Erde entgegenblicken, die ihnen im Verlauf der Tausendjahrherrschaft Jesu Christi übertragen werden.
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