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Billigte Gott den Sklavenhandel?Erwachet! 2001 | 8. September
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Das Gesetz Gottes stellte Menschenraub und den Verkauf eines Menschen unter Todesstrafe. Außerdem legte Jehova Richtlinien zum Schutz von Sklaven fest. Verstümmelte beispielsweise ein Herr seinen Sklaven, dann wurde dieser freigelassen. Starb ein Sklave infolge der Schläge seines Besitzers, drohte diesem die Todesstrafe. Weibliche Gefangene durften Sklavinnen oder Frauen ihrer Besitzer werden, aber nicht lediglich zur Befriedigung sexueller Wünsche. Insgesamt muß das Gesetz gerechtgesinnte Israeliten dazu bewogen haben, Sklaven so rücksichtsvoll und anständig zu behandeln, als wären sie Lohnarbeiter (2. Mose 20:10; 21:12, 16, 26, 27; 3. Mose 22:10, 11; 5. Mose 21:10-14).
Einige Juden wurden freiwillig zu Sklaven anderer Juden, um für ihre Schulden aufzukommen. Ein solches Vorgehen verhinderte, daß Menschen Hunger leiden mußten, und viele konnten dadurch sogar ihre Armut überwinden. Überdies mußten Sklaven an festgelegten jüdischen Kalenderdaten freigelassen werden, wenn sie es wünschten (2. Mose 21:2; 3. Mose 25:10; 5. Mose 15:12).a Der jüdische Gelehrte Moses Mielziner kommentierte diese Gesetze über die Sklaverei wie folgt: „[Ein] Sklave blieb immer ein Mensch, er wurde als eine Person mit gewissen natürlichen Menschenrechten angesehen, die selbst sein Herr nicht ungestraft beschränken durfte.“ Welch ein Unterschied zu der ausbeuterischen Sklaverei, die unrühmlich in die Annalen der Geschichte eingegangen ist!
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Billigte Gott den Sklavenhandel?Erwachet! 2001 | 8. September
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a Gemäß dem Gesetz konnten Sklaven freiwillig bei ihrem Herrn bleiben, was deutlich zeigt, daß Sklaven in Israel nicht schlecht behandelt wurden.
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