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  • Der Tod – eine traurige Realität
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2019 | Nr. 3
    • Fotos von einer Frau: als Kind, beim Klavierunterricht, mit einem Blumenstrauß, bei ihrer Hochzeit, mit ihrem Mann und Sohn, mit ihrem Mann im Alter, beim Klavierspielen und schließlich allein

      Der Tod – eine traurige Realität

      STELLEN Sie sich vor, Sie schauen sich einen Film über eine Berühmtheit an – vielleicht eine Musikerin, die Sie bewundern. Der Film beginnt mit Szenen aus der Kindheit. Man sieht, wie sie Musikunterricht bekommt und unermüdlich übt. Dann gibt sie Konzerte, kommt in der ganzen Welt herum und wird zu einem international gefeierten Star. Doch es dauert nicht lange und man sieht sie im Herbst ihres Lebens und schließlich, am Ende des Films, stirbt sie.

      Ein Mensch, der wirklich gelebt hat, ist plötzlich nur noch Geschichte. Ob Musiker, Wissenschaftler, Sportler oder irgendeine andere bekannte Persönlichkeit – das Muster ist mehr oder weniger dasselbe: Jemand hat viel erreicht, aber man fragt sich, was noch alles möglich gewesen wäre, wenn nicht Alter und Tod allem ein Ende gesetzt hätte.

      Diese traurige Realität trifft uns leider alle (Prediger 9:5). Auch wenn wir noch so viel dagegen tun, wir können dem Altern und Sterben nicht entgehen. Aber nicht nur das, man kann durch einen Unfall oder eine schlimme Krankheit auch ganz plötzlich aus dem Leben gerissen werden. Die Bibel vergleicht unser Leben mit einem Morgennebel, „der für eine kleine Weile sichtbar ist und dann verschwindet“ (Jakobus 4:14).

      Vielen erscheint alles so unsicher und sinnlos, dass sie nach dem Motto leben: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen werden wir sterben“ (1. Korinther 15:32). Damit nehmen sie die traurige Realität des Todes einfach so hin. Doch früher oder später, besonders bei einem schmerzlichen Erlebnis, fragt man sich vielleicht: „War das jetzt alles?“

      Manche suchen in der Wissenschaft nach Antworten. Durch Fortschritte in Wissenschaft und Medizin ist unsere Lebenserwartung gestiegen. Und man arbeitet daran, die Lebensspanne noch weiter zu verlängern. Aber ob das gelingt oder nicht, es bleiben die Fragen: Warum werden wir überhaupt alt und sterben? Besteht die Hoffnung, dass unser Feind, der Tod, einmal besiegt wird? Die nächsten Artikel setzen sich mit dieser Thematik auseinander und gehen der Frage auf den Grund: Ist mit dem jetzigen Leben alles vorbei?

  • Die Suche nach einem langen Leben
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2019 | Nr. 3
    • Wissenschaftler bei der Arbeit in einem Labor

      Ist das Manipulieren von Genen der Schlüssel zu einem langen Leben?

      Die Suche nach einem langen Leben

      „Ich habe die Beschäftigung gesehen, die Gott den Menschen gegeben hat, um sie beschäftigt zu halten. Alles hat er schön gemacht zur passenden Zeit. Er hat ihnen sogar die Ewigkeit ins Herz gelegt“ (Prediger 3:10, 11)

      SO BESCHRIEB der weise König Salomo vor langer Zeit eine Sehnsucht, die tief im Menschen sitzt. Wahrscheinlich weil das Leben so kurz und der Tod unausweichlich ist, wünschen sich die Menschen seit jeher etwas Besseres. Viele Geschichten und Legenden erzählen von der Suche nach dem Geheimnis eines langen Lebens.

      Ein Beispiel dafür ist das Gilgamesch-Epos. Gilgamesch war ein sumerischer König, um den sich viele Legenden ranken. So begab er sich angeblich auf eine gefährliche Reise, um herauszufinden, wie man dem Tod entkommen könnte. Die Suche scheiterte.

      Ein Alchimist im Mittelalter bei der Arbeit in seinem Labor

      Im Mittelalter: ein Alchimist in seinem Labor

      Im 4. Jahrhundert v. u. Z. versuchten Alchimisten in China, das „Lebenselixier“ zu brauen. Heraus kam eine Mixtur, die mit Quecksilber und Arsen versetzt war. Statt das Leben zu verlängern, soll sie mehrere chinesische Kaiser umgebracht haben. Im mittelalterlichen Europa wollten Alchimisten Gold so aufbereiten, dass der menschliche Körper es verwerten kann. Wegen seiner Korrosionsbeständigkeit schrieb man dem Gold lebensverlängernde Eigenschaften zu.

      Heute arbeitet man fieberhaft daran, das Geheimnis des Alterns zu lüften. Das zeigt, wie stark die Menschen immer noch daran interessiert sind, Alter und Tod zu besiegen. Was hat die Forschung ergeben?

      GOTT HAT IHNEN „DIE EWIGKEIT INS HERZ GELEGT“ (PREDIGER 3:10, 11)

      MODERNE URSACHENFORSCHUNG

      Wissenschaftler, die die menschliche Zelle erforschen, haben über 300 Theorien aufgestellt, warum wir alt werden und sterben. Sie konnten Gene und Proteine so manipulieren, dass sich bei Versuchstieren und in menschlichen Zellen der Alterungsprozess verlangsamte. Diese Erfolge haben einige Reiche und Prominente veranlasst, die Forschung rund um „das Problem Tod“ zu finanzieren. In welche Richtung geht diese Forschung?

      Die Altersuhr zurückdrehen. Nach Ansicht von Biologen hängt das Altern mit den Endabschnitten unserer Chromosomen, den Telomeren, zusammen. Sie schützen bei der Zellteilung die genetischen Informationen in unseren Zellen. Doch bei jeder Zellteilung verkürzen sich die Telomere. Irgendwann kann sich die Zelle dann nicht mehr teilen und der Alterungseffekt setzt ein.

      Elizabeth Blackburn, die 2009 den Nobelpreis erhielt, entdeckte mit ihrem Team ein Enzym, das die Verkürzung der Telomere und damit das Altern der Zelle hinauszögert. Doch wie in ihrem Bericht eingeräumt wird, sind Telomere „keine magischen Lebensverlängerer, die die Grenze unserer Lebenserwartung deutlich hinausschieben würden“.

      Die Zellen neu zu programmieren ist ein weiterer Ansatz, den Alterungsprozess aufzuhalten. Wenn unsere Zellen zu alt werden, um sich weiter zu teilen, können sie falsche Signale an benachbarte Immunzellen senden. Das führt zu Entzündungen, chronischen Schmerzen und verschiedenen Krankheiten. In Frankreich hat man älteren Menschen Zellen entnommen und neu programmiert. Die Testpersonen waren zum Teil über 100 Jahre alt. Wie der Forschungsleiter Professor Jean-Marc Lemaître erklärte, demonstrieren die Ergebnisse „die Umkehrbarkeit des Alterns“ in den Zellen.

      KANN DIE WISSENSCHAFT UNSER LEBEN VERLÄNGERN?

      Nicht alle Wissenschaftler sind der Meinung, dass sich die menschliche Lebensspanne weit über das heutige Maß hinaus verlängern lässt. Die Lebenserwartung hat seit dem 19. Jahrhundert zwar stetig zugenommen, aber das liegt hauptsächlich an besserer Hygiene, der Bekämpfung von Infektionskrankheiten und dem Einsatz von Antibiotika und Impfstoffen. Nach Ansicht verschiedener Genetiker hat die Lebensspanne des Menschen mehr oder weniger ihre natürliche Grenze erreicht.

      Vor rund 3 500 Jahren kam der Bibelschreiber Moses zu dem ernüchternden Schluss: „Unser Leben dauert 70 Jahre oder 80 bei besonderer Kraft. Doch sie sind voller Probleme und Kummer. Schnell sind sie vorbei und wir vergehen wie im Flug“ (Psalm 90:10). Diese Beschreibung trifft trotz aller Erfolge der Alternsforschung im Großen und Ganzen immer noch zu.

      Andererseits erreichen Lebewesen wie der Rote Seeigel und eine Spezies der Islandmuschel ein Alter von über 200 Jahren. Und der Riesenmammutbaum kann sogar Tausende von Jahren alt werden. Wenn wir unsere Lebensspanne damit vergleichen, drängt sich die Frage auf: „Ist das jetzige Leben von 70, 80 Jahren wirklich alles?“

  • Für ein langes Leben geschaffen
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2019 | Nr. 3
    • Eine Gruppe genießt bei einem Waldspaziergang die Natur

      Für ein langes Leben geschaffen

      WIR alle wünschen uns ein langes und erfülltes Leben. Aber wie schön wäre es, für immer zu leben – glücklich und gesund! Wir hätten mehr Zeit für die Menschen, die wir lieben, könnten die Welt bereisen, Neues lernen, Erfahrungen sammeln und in Dingen aufgehen, die uns faszinieren.

      Ist das ein unnatürlicher Wunsch? Nein. Aus der Bibel erfahren wir, dass Gott uns diesen Wunsch „ins Herz gelegt“ hat (Prediger 3:11). Und sie sagt: „Gott ist Liebe“ (1. Johannes 4:8). Würde ein liebevoller Gott uns mit dem Wunsch erschaffen, ewig zu leben, und es dann unmöglich machen, diesen Wunsch zu realisieren?

      Der Tod ist kein Freund, so viel steht fest. Im Gegenteil, die Bibel beschreibt ihn als „Feind“ (1. Korinther 15:26). Die einen trifft er früher, die anderen später. Aber er trifft jeden. Der Gedanke an den Tod ist für viele unangenehm oder sogar beängstigend. Kann dieser Feind jemals besiegt werden?

      ES GIBT HOFFNUNG

      Es wird Sie vielleicht überraschen, aber Gott wollte nie, dass die Menschen sterben. Wie 1. Mose zeigt, sollten sie für immer auf der Erde leben. Jehovaa hatte die Erde mit viel Liebe und Sorgfalt so gestaltet, dass Menschen auf ihr leben konnten. Dann gab er Adam den Garten Eden als Heimat – ein Paradies. „Danach sah Gott, dass alles, was er gemacht hatte, sehr gut war“ (1. Mose 1:26, 31).

      Adam war vollkommen, in Gottes Bild gemacht (5. Mose 32:4). Auch Eva war in jeder Hinsicht makellos, sie hatte einen vollkommenen Geist und einen vollkommenen Körper. Jehova sagte: „Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde und nehmt sie in Besitz. Ihr sollt über die Fische des Meeres herrschen, über die fliegenden Tiere des Himmels und über jedes Lebewesen, das sich auf der Erde bewegt“ (1. Mose 1:28).

      Die Erde zu bevölkern würde Zeit brauchen. Eva würde Kinder bekommen, die auch wieder Kinder bekämen, bis die ganze Erde, wie von Gott vorgesehen, bewohnt wäre (Jesaja 45:18). Würde Jehova Adam und Eva einen solchen Auftrag geben, wenn sie gerade einmal so lange leben sollten, dass sie nur ihre Kinder und Enkelkinder aufwachsen sehen?

      Denken wir auch daran, dass Gott den ersten Menschen die Tiere anvertraut hatte. Adam sollte den Tieren Namen geben, und allein das war eine zeitintensive Aufgabe (1. Mose 2:19). Aber sich um die Tiere zu kümmern bedeutete weit mehr: Adam musste viel über sie erfahren und herausfinden, was sie brauchten. Diese Aufgabe hätte deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen.

      Gottes Auftrag, die Erde zu bevölkern und sich um die Tiere zu kümmern, lässt erkennen: Die ersten Menschen waren dafür gemacht, lange zu leben. Und Adam lebte in der Tat sehr lange.

      GOTT WOLLTE, DASS DIE MENSCHEN FÜR IMMER IN EINEM PARADIES AUF DER ERDE LEBEN

      SIE HATTEN EIN SEHR LANGES LEBEN

      Adam

      Adam: 930 Jahre

      Methusalah

      Methusalah: 969 Jahre

      Noah

      Noah: 950 Jahre

      Ein Mann in der heutigen Zeit

      Heute: 70–80 Jahre

      Die Bibel zeigt, dass die Menschen einst viel länger lebten als heute. Sie sagt: „Insgesamt lebte Adam 930 Jahre.“ Dann erwähnt sie sechs weitere Männer, die mehr als 900 (!) Jahre lebten: Seth, Enosch, Kenan, Jared, Methusalah und Noah. Sie lebten alle vor der Sintflut. Noah selbst war 600 Jahre alt, als die Flut kam (1. Mose 5:5-27; 7:6; 9:29). Wie lässt sich diese hohe Lebensspanne erklären?

      Alle diese Männer lebten in einer Zeit, als die Menschen ihrer ursprünglichen Vollkommenheit noch sehr nahe waren. Wahrscheinlich trug das entscheidend dazu bei, dass sie so lange lebten. Aber was hat Vollkommenheit mit einem langen Leben zu tun? Und wie kann der Tod besiegt werden? Zunächst müssen wir verstehen, warum wir altern und sterben.

      a Jehova ist laut der Bibel der Name Gottes.

  • Warum wir altern und sterben
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2019 | Nr. 3
    • Adam isst von der verbotenen Frucht; Adam als alter Mann; Menschen stehen an Adams Grab

      Warum wir altern und sterben

      GOTT wollte nie, dass die Menschen sterben. Unsere Ureltern Adam und Eva wurden mit einem vollkommenen Geist und einem vollkommenen Körper erschaffen. Sie könnten heute noch leben. Das wird an den Worten deutlich, die Jehova über einen speziellen Baum im Garten Eden äußerte.

      „An dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben“, sagte Gott zu Adam (1. Mose 2:17). Diese Warnung hätte keinen Sinn ergeben, wenn Adam ohnehin altern und sterben sollte. Adam wusste: Würde er nicht von dem Baum essen, würde er nicht sterben.

      GOTT WOLLTE NIE, DASS DIE MENSCHEN STERBEN

      Adam und Eva brauchten diesen Baum nicht, um am Leben zu bleiben. Überall im Garten Eden standen Bäume, die Früchte trugen (1. Mose 2:9). Durch den Verzicht, von diesem einen Baum zu essen, hätten sie beweisen können, dass sie ihren Lebengeber respektierten. Sie hätten dadurch auch Gottes Recht anerkannt, Richtlinien für sie aufzustellen.

      WARUM ADAM UND EVA STARBEN

      Warum Adam und Eva starben, geht aus einem folgenschweren Gespräch hervor. Der Teufel benutzte eine Schlange, um eine perfide Lüge in die Welt zu setzen. Im Bibelbericht heißt es: „Die Schlange nun war das vorsichtigste von allen Wildtieren des Landes, die Jehova Gott gemacht hatte. Sie sagte zu der Frau: ‚Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr nicht von jedem Baum im Garten essen dürft?‘ “ (1. Mose 3:1).

      Eva antwortete: „Wir dürfen die Früchte von den Bäumen im Garten essen. Aber über die Früchte an dem Baum in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: ‚Davon dürft ihr nicht essen, nein, ihr dürft sie nicht einmal anfassen, sonst werdet ihr sterben.‘ “ Darauf sagte die Schlange zu ihr: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. Gott weiß, dass euch an dem Tag, an dem ihr davon esst, die Augen geöffnet werden. Ihr werdet wie Gott sein und erkennen, was gut und böse ist.“ Damit stellte der Teufel Gott als einen Lügner hin, der den ersten Menschen etwas Gutes vorenthielt (1. Mose 3:2-5).

      Eva glaubte ihm. Sie betrachtete den Baum – und auf einmal sah er so schön, so verlockend aus. Sie griff nach den Früchten und begann zu essen. Die Bibel berichtet weiter: „Als ihr Mann dann bei ihr war, gab sie auch ihm etwas davon, und er fing ebenfalls an zu essen“ (1. Mose 3:6).

      Gott sagte zu Adam: „An dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben“ (1. MOSE 2:17)

      Wie traurig muss es Jehova gemacht haben, dass sich seine Kinder bewusst gegen ihn stellten! Wie reagierte er? Er teilte Adam mit: „Staub bist du und zum Staub wirst du zurückkehren.“ Adam würde zu dem Erdboden zurückkehren, von dem er genommen wurde (1. Mose 3:17-19). Tatsächlich „lebte Adam 930 Jahre, dann starb er“ (1. Mose 5:5). Adam kam nicht in den Himmel oder in eine andere Art Jenseits. Bevor Jehova ihn aus dem Staub des Erdbodens erschuf, existierte er nicht. Als er starb, wurde er somit genauso leblos wie der Staub, aus dem er gemacht war. Er hörte auf zu existieren. Was für ein tragisches Ende!

      WIR SIND NICHT VOLLKOMMEN

      Durch ihre bewusste Abkehr von Gott verloren Adam und Eva ihre Vollkommenheit und die Aussicht, für immer zu leben. Doch ihre Rebellion hatte nicht nur für sie allein Folgen. Ihr Körper war jetzt dem Verfall unterworfen und sie gaben ihre Unvollkommenheit und Sündhaftigkeit an ihre Nachkommen weiter. Dazu lesen wir in Römer 5:12: „Wie durch einen einzigen Menschen [Adam] die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich der Tod so unter allen Menschen ausgebreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten . . .“

      Die Bibel beschreibt Sünde und Tod als „das Tuch . . ., das alle Völker umhüllt, die gewobene Decke, die über allen Nationen liegt“ (Jesaja 25:7). Wie ein giftiger Nebel legt sich dieses Tuch über die Menschheit und lässt niemanden entkommen. In 1. Korinther 15:22 heißt es treffend, dass „in Adam alle sterben“. Schon der Apostel Paulus fragte: „Wer wird mich von dem Körper befreien, der diesem Tod verfallen ist?“ (Römer 7:24). Ja, wer könnte das?

  • Wie unser Feind, der Tod, besiegt wird
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2019 | Nr. 3
    • Jesus; Jesus am Marterpfahl zwischen den beiden Verbrechern

      Wie unser Feind, der Tod, besiegt wird

      AUCH wenn Adam und Eva durch ihr Fehlverhalten Sünde und Tod in die Welt gebracht haben – an Gottes Vorhaben für die Menschen hat sich nichts geändert. Das bestätigt Gott in der Bibel immer wieder.

      • „Die Gerechten werden die Erde besitzen und für immer auf ihr leben“ (Psalm 37:29)

      • „Er wird den Tod für immer beseitigen, und der Höchste Herr Jehova wird die Tränen von allen Gesichtern abwischen“ (Jesaja 25:8)

      • „Als letzter Feind wird der Tod beseitigt“ (1. Korinther 15:26)

      • „Den Tod wird es nicht mehr geben. Auch wird es weder Trauer noch Aufschrei noch Schmerz mehr geben“ (Offenbarung 21:4)

      Wie wird Gott den Tod beseitigen? Wie oben erwähnt, werden „die Gerechten“ für immer leben. Andererseits sagt die Bibel: „Es gibt keinen gerechten Menschen auf der Erde, der immer nur Gutes tut“ (Prediger 7:20). Wie kann Gott da sein Vorhaben noch umsetzen? Würde er von seinen Standards abrücken? Das würde zu einem „Gott, der nicht lügen kann“, einfach nicht passen (Titus 1:2).

      GOTT „WIRD DEN TOD FÜR IMMER BESEITIGEN“ (JESAJA 25:8)

      SIEG ÜBER DEN TOD DURCH EIN LÖSEGELD

      Aus Liebe hat Gott dafür gesorgt, dass die Menschen vom Tod freigekauft werden. Er hat ein Lösegeld bezahlt. Mit einem Lösegeld wird oft ein Gefangener oder eine Geisel freigekauft. In der Bibel bezeichnet der Begriff „Lösegeld“ etwas Gleichwertiges, etwas, womit ein Schaden gedeckt oder der Gerechtigkeit entsprochen wird. Da alle Menschen der Sünde und dem Tod ausgeliefert sind, kann „keiner von ihnen . . . je einen Bruder erlösen noch Gott ein Lösegeld für ihn geben – der Loskaufspreis für ihr Leben ist so hoch, dass sie ihn niemals aufbringen können“ (Psalm 49:7, 8).

      Wenn ein unvollkommener Mensch stirbt, bezahlt er nur die Strafe für seine eigenen Sünden; er kann weder sich selbst vom Tod freikaufen noch für die Sünden anderer bezahlen (Römer 6:7). Man bräuchte einen vollkommenen, sündenlosen Menschen, der nicht für seine eigenen Sünden bezahlen müsste, sondern für unsere Sünden sterben würde (Hebräer 10:1-4).

      Genau das machte Gott möglich. Sein Sohn Jesus kam vom Himmel auf die Erde, wo er als vollkommener, sündenloser Mensch geboren wurde (1. Petrus 2:22). Er kam, um „sein Leben als Lösegeld für viele zu geben“ (Markus 10:45). Durch seinen Tod sorgte er dafür, dass wir für immer leben können (Johannes 3:16).

      WANN WIRD DER TOD BESIEGT?

      Wir erleben aktuell „kritische Zeiten . . ., mit denen man schwer fertigwird“. Das wurde in der Bibel für die „letzten Tage“ unseres heutigen verdorbenen Weltsystems vorausgesagt (2. Timotheus 3:1). Dieser Zeitabschnitt wird in dem „Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen“ gipfeln (2. Petrus 3:3, 7). Menschen, die Gott lieben, werden überleben und „ewiges Leben“ bekommen (Matthäus 25:46).

      Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft

      Jesus kam, um „sein Leben als Lösegeld für viele zu geben“ (Markus 10:45)

      Millionen weitere werden durch die Auferstehung die Möglichkeit erhalten, ewig zu leben. Jesus gab uns eine Vorstellung davon, wie eine Auferstehung aussieht. Auf dem Weg nach Nain begegnete er einer Witwe, die ihren einzigen Sohn verloren hatte, und aus „tiefem Mitgefühl“ heraus brachte er den jungen Mann wieder zum Leben (Lukas 7:11-15). Und der Apostel Paulus sagte: „Ich setze meine Hoffnung auf Gott . . ., dass es eine Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten geben wird“ (Apostelgeschichte 24:15). Dass Gott uns diese feste Hoffnung gibt, ist ein außergewöhnlicher Beweis für seine Liebe zu uns Menschen.

      Milliarden können sich darauf freuen, ewig zu leben. Die Bibel sagt: „Die Gerechten werden die Erde besitzen und für immer auf ihr leben“ (Psalm 37:29). Dann werden sie in die tröstenden und bewegenden Worte des Apostels Paulus, die er vor rund 2 000 Jahren schrieb, einstimmen können: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“ (1. Korinther 15:55). Unser übermächtiger Feind, der Tod, wird endlich besiegt sein!

  • Der Weg zu einem besseren Leben
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2019 | Nr. 3
    • Ein Wissenschaftler liest in der Bibel

      Der Weg zu einem besseren Leben

      DAS Leben heute ist nicht das, was sich Gott ursprünglich für uns gewünscht hatte. Auf der ganzen Erde sollten Menschen leben, die Gott als den Höchsten anerkennen, seinen Weg gehen und seine liebevolle Persönlichkeit widerspiegeln. Es sollte ein harmonisches Miteinander sein. Sie sollten Familien gründen, Neues entdecken und den ganzen Planeten zu einem Paradies machen.

      GOTT VERSPRICHT UNS EIN LEBEN, WIE ER ES URSPRÜNGLICH WOLLTE

      • „Weltweit macht er dem Krieg ein Ende“ (Psalm 46:9)

      • Es kommt „die festgelegte Zeit, um . . . die zu vernichten, die die Erde zerstören“ (Offenbarung 11:18)

      • „Kein Bewohner wird sagen: ‚Ich bin krank‘ “ (Jesaja 33:24)

      • „Meine Auserwählten werden das, was ihre Hände leisten, in vollen Zügen genießen“ (Jesaja 65:22)

      Wie wird sich das erfüllen? Gott hat seinen Sohn als König einer vollkommenen Regierung eingesetzt. Von seinem Thron im Himmel aus wird Jesus über die ganze Erde regieren. Die Bibel nennt diese Regierung das Königreich Gottes (Daniel 2:44; Lukas 1:32, 33).

      Als Jesus auf der Erde war, wirkte er viele Wunder. Sie geben uns eine Vorstellung davon, wie er durch seine Regierung das Leben zum Besseren verändern wird.

      JESUS ZEIGTE, WAS ER FÜR DIE MENSCHHEIT TUN WIRD

      • Er heilte jede Art von Krankheit und zeigte so, dass er alle gesundheitlichen Probleme aus der Welt schaffen wird (Matthäus 9:35)

      • Er beruhigte Wind und Wellen und zeigte so, dass er die Menschheit vor Naturkatastrophen bewahren wird (Markus 4:36-39)

      • Er gab Tausenden zu essen und zeigte so, dass er die Menschen mit dem Lebensnotwendigen versorgen wird (Markus 6:41-44)

      • Bei einer Hochzeit machte er Wasser zu Wein und zeigte so, dass die Menschen unter seiner Regierung das Leben genießen werden (Johannes 2:7-11)

      Was ist die Voraussetzung, um das erleben zu können? Die Bibel spricht von einem bestimmten Weg, den man gehen muss. Sie beschreibt ihn als „Weg zum Leben“, den allerdings „nur wenige finden“ (Matthäus 7:14).

      DEN WEG ZU EINEM BESSEREN LEBEN FINDEN

      Was ist der Weg zum Leben? Gott sagt: „Ich, Jehova, bin dein Gott, der dich zu deinem Nutzen lehrt, der dich auf den Weg führt, den du gehen sollst“ (Jesaja 48:17). Dieser Weg ist der beste Lebensweg, den man sich vorstellen kann.

      Jesus erklärte: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14:6). Ein besseres Leben und eine Freundschaft zu Gott hängen also auch davon ab, dass wir an das glauben, was Jesus lehrte, und seinem Beispiel folgen.

      Wie kann man den Weg zum Leben finden? Es gibt viele Religionen, aber Jesus sprach die Warnung aus: „Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr!‘, wird in das Königreich des Himmels kommen, sondern nur, wer das tut, was mein Vater im Himmel will“ (Matthäus 7:21). Er gab auch den Hinweis: „Ihr werdet sie an ihren Früchten erkennen“ (Matthäus 7:16). Die Bibel kann uns dabei helfen, den richtigen Weg von dem falschen zu unterscheiden (Johannes 17:17).

      Wie kann man den Weg zum Leben gehen? Dazu muss man den kennenlernen, der uns das Leben geschenkt hat. Wer ist das? Wie heißt er? Wie ist er? Was tut er für uns? Was erwartet er von uns?a

      Es war nicht Gottes Absicht, dass unser Leben nur daraus besteht, zu arbeiten, zu essen, Spaß zu haben und eine Familie zu gründen. Wir können unseren Schöpfer kennenlernen und seine Freunde werden. Wir können ihm unsere Liebe zeigen, indem wir das tun, was er von uns möchte. Jesus sagte: „Das bedeutet ewiges Leben: dich, den allein wahren Gott, kennenzulernen“ (Johannes 17:3).

      WAS GOTT UNS DURCH DIE BIBEL LEHRT, IST ZU UNSEREM NUTZEN (JESAJA 48:17)

      DEN ERSTEN SCHRITT WAGEN

      Wer Gott gefallen möchte, muss dazu vielleicht etwas in seinem Leben ändern. Das könnte einem im ersten Moment wie ein großer Berg vorkommen. Aber in Wirklichkeit ist es ein echter Gewinn, seinen Weg mit Gott zu gehen. Und wie bei jedem anderen Weg muss man einfach den ersten Schritt wagen. Jehovas Zeugen helfen Ihnen gern dabei. Sie bieten einen kostenlosen Bibelkurs an, bei dem Sie Antworten auf Fragen über Gott erhalten. Wann und wo er stattfindet, dürfen Sie entscheiden. Sie können über die Website www.pr418.com Kontakt zu uns aufnehmen.

      a Siehe Wachtturm Nr. 1 2019.

  • Schon heute ein besseres Leben
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2019 | Nr. 3
    • Ein Wissenschaftler kocht gemeinsam mit seiner Frau

      Schon heute ein besseres Leben

      EIN Leben ohne Krankheit, Alter und Tod – was für eine wunderschöne Aussicht! Doch die raue Wirklichkeit von heute sieht ganz anders aus. Was kann unser Leben heute schon besser machen? Die Bibel bietet Anleitung für ein glückliches und zufriedenes Leben – hier und jetzt. Sehen wir uns einmal an, welche Ratschläge sie für verschiedene Lebensbereiche bereithält.

      ZUFRIEDENHEIT LERNEN

      Grundsatz aus der Bibel: „Eure Lebensweise soll von Geldliebe frei sein. Seid mit dem zufrieden, was ihr habt“ (Hebräer 13:5)

      Wir werden heute mit unzähligen Produkten und Dienstleistungen bombardiert, ohne die man angeblich nicht glücklich sein kann. Doch die Bibel rät dazu, mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Wie kann man das schaffen?

      Die „Liebe zum Geld“ bekämpfen. Aus „Liebe zum Geld“ opfern viele ihre Gesundheit, ihre Familie, Freundschaften, ihre Werte und sogar ihre Würde (1. Timotheus 6:10). Was für ein hoher Preis! Doch letzten Endes macht Reichtum nicht zufrieden. Es ist so, wie die Bibel sagt: „Wer Silber liebt, wird nie von Silber satt“ (Prediger 5:10).

      Menschen sind wichtiger als Dinge. Natürlich haben materielle Dinge ihre Berechtigung. Aber Dinge können uns nicht lieben, das können nur Menschen. Einen „guten Freund“ zu haben trägt entscheidend zur Zufriedenheit im Leben bei (Sprüche 17:17).

      DURCH DIE ANLEITUNG DER BIBEL KÖNNEN WIR SCHON HEUTE EIN BESSERES LEBEN FÜHREN

      MIT EINER KRANKHEIT ZURECHTKOMMEN

      Grundsatz aus der Bibel: „Ein freudiges Herz ist eine gute Medizin“ (Sprüche 17:22)

      Freude ist wie „gute Medizin“. Aber wie soll man denn Freude empfinden, wenn man mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat?

      Dankbar sein. Wenn man in einem negativen Gedankenstrudel ist, erscheinen „alle Tage schlecht“ (Sprüche 15:15). „Zeigt, dass ihr dankbar seid“, fordert die Bibel uns auf (Kolosser 3:15). Es gibt so viel Schönes, für das wir dankbar sein können – auch die kleinen Dinge. Allein schon ein Sonnenuntergang, eine sanfte Brise oder das Lächeln von jemandem, den wir lieben, können Glücksmomente auslösen.

      Etwas für andere tun. Auch jemand, der gesundheitliche Probleme hat, kann nach dem Grundsatz handeln: „Geben macht glücklicher als Empfangen“ (Apostelgeschichte 20:35). Man tut etwas für andere, sieht wie sie sich freuen, und schon spürt man eine tiefe Zufriedenheit und die Probleme treten in den Hintergrund. Wer am Glück anderer arbeitet, arbeitet an seinem eigenen Glück.

      DIE EHE STÄRKEN

      Grundsatz aus der Bibel: „Prüft, worauf es wirklich ankommt“ (Philipper 1:10)

      Paare, die wenig Zeit miteinander verbringen, riskieren, sich auseinanderzuleben. Deshalb ist es wichtig, dass Mann und Frau der Ehe einen hohen Stellenwert beimessen.

      Vieles gemeinsam tun. Statt allein etwas zu unternehmen, könnte man Zeit zu zweit bewusst einplanen. „Zwei sind besser als einer allein“, sagt die Bibel (Prediger 4:9). Man kann zusammen etwas kochen, Sport machen, bei einer Tasse Tee oder einem Glas Wein entspannen oder einem gemeinsamen Hobby nachgehen.

      Liebe zeigen. Die Bibel fordert Ehepartner auf, einander zu lieben und zu respektieren (Epheser 5:28, 33). Ein Lächeln, eine liebevolle Umarmung, ein kleines Geschenk – das alles kann eine Ehe enorm stärken. Zärtlichkeiten sollte man natürlich nur füreinander reservieren (Hebräer 13:4).

      „MEIN LEBEN HAT ENDLICH EINEN SINN!“

      Erzählt von Ryoko Miyamoto (Japan)

      Das Leben war hart. Mein Mann hat zu viel getrunken und ständig seine Arbeit verloren. Er hat sich auch nicht um unsere vier Kinder gekümmert. Egal wie sehr ich mich angestrengt habe, da war kein Licht am Ende des Tunnels. Ich hab mich gefragt: „Ist das Schicksal? Oder eine Strafe für irgendetwas, was ich in einem früheren Leben getan habe?“

      Dann stand eines Tages eine Zeugin Jehovas vor der Tür. Lächelnd und voller Begeisterung hat sie mir von Gottes Königreich und dem ewigen Leben erzählt. Dann hat sie mir einen Bibelkurs angeboten. Ich hab erfahren, dass es einen weisen, gerechten, liebevollen Gott gibt. Und ich hab mehr über den Zustand der Toten erfahren und dass meine Schwierigkeiten nichts mit Schicksal zu tun haben.

      Aber vor allem wurde mir klar, dass echte Zufriedenheit auf einer Beziehung zu Gott aufbaut. Die Wahrheiten aus der Bibel haben mir Mut gemacht, mir Freiheit und neuen Auftrieb gegeben. Mein Leben hat endlich einen Sinn!

  • Können Verstorbene wieder leben?
    Der Wachtturm (Öffentlichkeitsausgabe) 2019 | Nr. 3
    • Können Verstorbene wieder leben?

      Ein Wissenschaftler hält ein Foto des Ehepaars aus dem Einführungsartikel in der Hand

      Wir alle werden mit dem Tod konfrontiert. Aber ist mit dem Tod alles vorbei? Sind Verstorbene für immer vergessen? Gibt es eine Hoffnung?

      DAS SAGT DIE BIBEL

      DIE VERSTORBENEN SIND NICHT VERGESSEN

      „Alle, die in den Gräbern sind, [werden] . . . heraus­kommen“ (Johannes 5:28, 29)

      Gott kann Tote in seinem Gedächtnis bewahren und er wird sie wieder zum Leben bringen.

      ES WIRD EINE AUFERSTEHUNG AUF DER ERDE GEBEN

      Es wird „eine Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten geben“ (Apostelgeschichte 24:15)

      Milliarden werden auferweckt mit der Hoffnung, für immer in Frieden zu leben.

      EINE REALISTISCHE HOFFNUNG

      „[Gott] zählt die Sterne. Sie alle ruft er mit Namen“ (Psalm 147:4)

      Wenn Gott jeden Stern mit Namen kennt, kann er sich auch an Menschen erinnern und sie wieder zum Leben bringen.

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