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  • Sinn und Zweck des Lebens — etwas Wunderbares
    Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann man ihn herausfinden?
    • Teil 5

      Sinn und Zweck des Lebens — etwas Wunderbares

      1, 2. Wieso wissen wir, daß Gott sich um uns kümmert, und wo finden wir die Antworten auf die Fragen, die wir uns hinsichtlich des Lebens stellen?

      1 Die Erde und das Leben darauf beweist, daß der Schöpfer ein liebevoller Gott ist und sich wirklich um uns kümmert. Auch aus seinem Wort, der Bibel, geht hervor, daß er sich um uns kümmert; sie gibt uns die grundlegenden Antworten auf die Fragen, warum wir hier sind und wohin wir gehen.

      2 Um auf diese Fragen die Antworten zu erhalten, müssen wir in der Bibel danach suchen. Gottes Wort sagt: „Wenn ihr ihn [Gott] sucht, wird er sich von euch finden lassen, doch wenn ihr ihn verlaßt, wird er euch verlassen“ (2. Chronika 15:2). Und was enthüllt uns Gottes Wort über seinen Vorsatz, der den Sinn unseres Lebens bestimmt?

      Warum Gott Menschen erschuf

      3. Warum erschuf Gott die Erde?

      3 Aus der Bibel geht hervor, daß Gott die Erde hauptsächlich deshalb erschuf, damit sie von Menschen bewohnt werde. In Jesaja 45:18 lesen wir, daß er sie „nicht einfach umsonst erschuf“, sondern daß er „sie bildete, damit sie auch bewohnt werde“. Und er stattete die Erde nicht nur mit allem aus, was die Menschen zum Leben benötigten, sondern auch mit vielem, was ihnen Freude machte (1. Mose, Kapitel 1 und 2).

      4. Warum erschuf Gott die ersten Menschen?

      4 In seinem Wort spricht Gott von der Erschaffung der ersten Menschen, Adam und Eva, und enthüllt, was er mit der Menschheit vorhatte. Er sagte: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes sich regende Tier, das sich auf der Erde regt“ (1. Mose 1:26). Die Menschen sollten die Aufsicht über „die ganze Erde“ und die Tierwelt haben.

      5. Wohin wurden die ersten Menschen gebracht?

      5 In einem Gebiet, das Eden genannt wurde und im Nahen Osten lag, schuf Gott einen großen, parkähnlichen Garten. Dann nahm er „den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und ihn pflege“. Dieser Garten war ein Paradies, in dem es alles gab, was die ersten Menschen zum Essen brauchten. Es gab darin „allerlei Bäume ..., begehrenswert für den Anblick und gut zur Speise“, sowie andere Pflanzen und viele interessante Tierarten (1. Mose 2:7-9, 15).

      6. Mit welchen geistigen und physischen Fähigkeiten wurden die Menschen erschaffen?

      6 Die ersten Menschen wurden mit einem vollkommenen Körper erschaffen; sie sollten also nicht krank werden, altern oder sterben. Darüber hinaus wurden sie mit einem freien Willen ausgestattet. Hinsichtlich ihrer Erschaffung wird in 1. Mose 1:27 gesagt: „Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie.“ Da wir im Bilde Gottes erschaffen wurden, sind wir nicht nur mit physischen Fähigkeiten ausgestattet worden, sondern haben auch religiös-sittliche Bedürfnisse, die befriedigt werden müssen, damit wir wirklich glücklich sein können. Gott hat für alles gesorgt, was zur Befriedigung dieser Bedürfnisse nötig ist, ebenso wie er für Nahrung, Wasser und Luft gesorgt hat. Jesus Christus sagte: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jeder Äußerung, die durch den Mund Jehovas ausgeht“ (Matthäus 4:4).

      7. Welchen Auftrag erhielt das erste Menschenpaar?

      7 Darüber hinaus gab Gott dem ersten Menschenpaar, als es in Eden war, einen wunderbaren Auftrag: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Erde“ (1. Mose 1:28). Die Menschen hätten sich also fortpflanzen und vollkommene Kinder hervorbringen können. Während sie sich vermehrten, hätten sie die begeisternde Aufgabe gehabt, die Grenzen des ursprünglichen parkähnlichen Edenparadieses auszudehnen. Schließlich würde die ganze Erde zu einem Paradies gestaltet werden, das von vollkommenen, glücklichen Menschen bewohnt würde, die ewig leben könnten. Nachdem Gott das alles in Gang gesetzt hatte, sah er — wie uns die Bibel berichtet — „alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut“ (1. Mose 1:31; siehe auch Psalm 118:17).

      8. Wie sollten sich die Menschen um die Erde kümmern?

      8 Offensichtlich sollten sich die Menschen die unterworfene Erde nutzbar machen. Es sollte jedoch verantwortungsbewußt getan werden. Der Mensch sollte nicht der Zerstörer der Erde sein, sondern ihr ehrfürchtiger Verwalter. Die Zerstörung der Erde, von der wir heute Zeuge sind, widerspricht dem Willen Gottes, und alle, die sich daran beteiligen, wirken dem Sinn des Lebens auf der Erde entgegen. Sie werden dafür büßen müssen, denn die Bibel sagt, Gott werde die „verderben, die die Erde verderben“ (Offenbarung 11:18).

      Immer noch Gottes Vorsatz

      9. Wieso können wir die Zuversicht haben, daß Gottes Vorsatz verwirklicht wird?

      9 Nach Gottes ursprünglichem Vorsatz sollte also eine vollkommene Menschheitsfamilie für immer in einem Paradies auf der Erde wohnen. An diesem Vorsatz hat sich nichts geändert. Er wird unweigerlich verwirklicht werden. Die Bibel sagt: „Jehova der Heerscharen hat geschworen, indem er sprach: ‚Gewiß, so, wie ich es erdacht habe, so soll es geschehen; und wie ich beschlossen habe, so wird es eintreffen.‘ “ „Ich habe es ja geredet; ich werde es auch herbeiführen. Ich habe es gebildet, ich werde es auch tun“ (Jesaja 14:24; 46:11).

      10, 11. Was sagten Jesus, Petrus und der Psalmist David über das Paradies?

      10 Jesus Christus sprach von Gottes Vorsatz, das Paradies auf der Erde wiederherzustellen, als er zu einem Mann, der sich eine Zukunftshoffnung wünschte, sagte: „Du wirst mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23:43). Auch der Apostel Petrus sprach vom Kommen einer neuen Welt, als er vorhersagte: „Doch gibt es neue Himmel [eine neue Regierung, die vom Himmel aus herrschen wird] und eine neue Erde [eine neue irdische Gesellschaft], die wir gemäß seiner [Gottes] Verheißung erwarten, und in diesen wird Gerechtigkeit wohnen“ (2. Petrus 3:13).

      11 Der Psalmist David schrieb ebenfalls von der kommenden neuen Welt und erwähnte, wie lange sie dauern würde. Er sagte voraus: „Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, und sie werden immerdar darauf wohnen“ (Psalm 37:29). Deshalb äußerte Jesus die verheißungsvollen Worte: „Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden“ (Matthäus 5:5).

      12, 13. Fasse Gottes wunderbaren Vorsatz im Hinblick auf die Menschheit zusammen.

      12 Welch herrliche Aussicht, für immer auf einer paradiesischen Erde zu leben, auf der es weder Bosheit noch Verbrechen, weder Krankheit noch Kummer, noch Schmerz mehr geben wird! Im letzten Buch der Bibel wird diese herrliche Aussicht in prophetischen Worten wie folgt zusammengefaßt: „Er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ Des weiteren wird gesagt: „Und der, der auf dem Thron saß, sprach: ‚Siehe! Ich mache alle Dinge neu.‘ Auch sagt er: ‚Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr‘ “ (Offenbarung 21:4, 5).

      13 Ja, Gottes Vorsatz ist wunderbar! Es handelt sich dabei um eine neue gerechte Welt, ein ewiges Paradies — vorhergesagt von dem, der hält, was er verspricht, und dessen Worte „zuverlässig und wahr“ sind.

      [Bilder auf Seite 20, 21]

      Nach Gottes Vorsatz sollten die Menschen für immer auf einer paradiesischen Erde leben; daran hat sich nichts geändert

      [Bild auf Seite 22]

      Ein Hausbesitzer kann Mieter, die sein Haus zerstören, zur Rechenschaft ziehen

  • Warum so viel Leid und Ungerechtigkeit?
    Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann man ihn herausfinden?
    • Teil 6

      Warum so viel Leid und Ungerechtigkeit?

      1, 2. Welche Fragen erheben sich angesichts der Erfahrungen der Menschheit?

      1 Warum haben wir aber heute kein Paradies, wenn sich doch der Höchste vorgenommen hatte, die Erde mit vollkommenen Menschen zu bevölkern, die für immer unter paradiesischen Verhältnissen leben sollten, und wenn das immer noch sein Vorsatz ist? Warum mußten die Menschen jahrhundertelang Leid und Ungerechtigkeit erdulden?

      2 Niemand wird bestreiten wollen, daß die Geschichte der Menschheit von Leid und Elend geprägt ist, hervorgerufen durch Kriege, imperialistische Eroberungen, Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Armut, Katastrophen, Krankheit und Tod. Warum ist so vielen Unschuldigen so viel Schlimmes widerfahren? Warum hat Gott, wenn er doch allmächtig ist, jahrtausendelang unsagbares Leid geduldet? Warum hat er das Chaos und die Verwüstungen auf der Erde zugelassen, während das Universum doch eine solch gute Planung und Ordnung verrät?

      Ein Beispiel

      3—5. (a) Welche Veranschaulichung könnte uns verstehen helfen, warum ein Gott der Ordnung das Chaos auf der Erde duldete? (b) Welche der verschiedenen Alternativen trifft auf die Situation der Erde zu?

      3 Versuchen wir anhand eines Beispiels zu veranschaulichen, warum ein Gott der Ordnung das Chaos auf der Erde duldete. Stell dir vor, du wanderst durch einen Wald und kommst zu einem Haus. Du siehst es dir genau an und stellst fest, daß das Haus völlig verkommen ist. Die Fensterscheiben sind zerbrochen, das Dach ist undicht, der hölzerne Vorbau hat Löcher, die Tür hängt schief in den Angeln, und die sanitären Anlagen funktionieren nicht.

      4 Würdest du angesichts dieser Mängel folgern, daß das Haus unmöglich einen intelligenten Erbauer gehabt haben kann? Würde dich das Chaos davon überzeugen, daß das Haus durch Zufall entstanden ist? Oder würdest du — wenn du zu dem Schluß gekommen wärst, daß es von jemandem geplant und errichtet wurde — denken, der Betreffende sei nicht mit Geschick und Überlegung vorgegangen?

      5 Wenn du das Haus etwas genauer betrachtetest, so würdest du feststellen, daß es ursprünglich gut und mit viel Überlegung gebaut wurde. Aber jetzt ist es einfach verwahrlost und auf dem besten Weg, völlig zu verfallen. Worauf könnten die Schäden und Mängel hindeuten? 1. Darauf, daß der Besitzer gestorben ist; 2. daß er zwar ein tüchtiger Baufachmann, aber an dem Haus nicht mehr interessiert ist oder 3. daß er sein Haus vorübergehend an undankbare Leute vermietet hat. Das letztere ist ungefähr mit unserer Erde geschehen.

      Was ist passiert?

      6, 7. Was geschah mit Adam und Eva, als sie das Gesetz Gottes übertraten?

      6 Aus den ersten Kapiteln der Bibel geht hervor, daß es nicht Gottes Wille war, daß Menschen leiden oder sterben. Unsere Ureltern, Adam und Eva, starben lediglich, weil sie Gott nicht gehorchten (1. Mose, Kapitel 2 und 3). Als sie ungehorsam wurden, hörten sie auf, Gottes Willen zu tun. Sie zogen sich von Gottes Fürsorge zurück, ja, sie lösten ihre Verbindung zu Gott, dem „Quell des Lebens“ (Psalm 36:9).

      7 Wie eine Maschine immer langsamer läuft und schließlich zum Stillstand kommt, wenn man sie von ihrer Energiequelle trennt, so degenerierten auch Geist und Körper der ersten Menschen; Adam und Eva wurden immer schwächer, alterten und starben schließlich. Was geschah dann? Sie kehrten dahin zurück, woher sie gekommen waren: „Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ Gott hatte sie vor dem Tod als Folge des Ungehorsams gegenüber seinem Gesetz gewarnt: „Du [wirst] ganz bestimmt sterben“ (1. Mose 2:17; 3:19).

      8. Wie wirkte sich die Sünde unserer Ureltern auf die Menschheitsfamilie aus?

      8 Nicht nur unsere Ureltern starben, sondern auch ihre Nachkommen wurden dem Tod unterworfen — das ganze Menschengeschlecht. Warum? Weil die Kinder aufgrund der Vererbungsgesetze die Merkmale ihrer Eltern erben. Und was die Kinder unserer Ureltern erbten, waren Unvollkommenheit und Tod. In Römer 5:12 heißt es: „Darum, so wie durch e i n e n Menschen [Adam, den Stammvater der Menschheit] die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten [zufolge der ererbten Unvollkommenheit, das heißt der sündigen Neigungen] ...“ Da die Menschen nichts anderes kennen als Sünde, Unvollkommenheit und Tod, halten manche diese Dinge für selbstverständlich und unvermeidlich. Doch die ersten Menschen wurden mit der Fähigkeit und dem Wunsch, ewig zu leben, erschaffen. Darum ist für die meisten Menschen der Gedanke, daß der Tod ihrem Leben eines Tages ein Ende macht, frustrierend.

      Warum so lange?

      9. Warum hat Gott Leid und Elend so lange zugelassen?

      9 Warum hat Gott so lange zugelassen, daß die Menschen ihren eigenen Weg gingen? Warum hat er all die Jahrhunderte hindurch Leid und Elend geduldet? Ein wesentlicher Grund besteht darin, daß eine schwerwiegende Streitfrage aufgekommen war, die Frage: Wer hat das Recht zu regieren? Sollten die Menschen von Gott regiert werden, oder können sie sich unabhängig von ihm selbst erfolgreich regieren?

      10. Welche Fähigkeit erhielten die Menschen, und wofür sind sie deshalb verantwortlich?

      10 Die Menschen wurden mit einem freien Willen erschaffen, das heißt mit der Fähigkeit, selbst zu wählen. Sie wurden nicht wie Roboter gemacht oder wie Tiere, die hauptsächlich vom Instinkt geleitet werden. Menschen können wählen, wem sie dienen wollen (5. Mose 30:19; 2. Korinther 3:17). Daher gibt uns Gottes Wort den Rat: „Seid gleich freien Menschen, und behaltet doch eure Freiheit nicht als einen Deckmantel für Schlechtigkeit, sondern als Sklaven Gottes“ (1. Petrus 2:16). Da die Menschen die wunderbare Gabe der Willensfreiheit haben, sind sie auch für die Folgen der von ihnen gewählten Handlungsweise verantwortlich.

      11. Worin bestand die einzige Möglichkeit, herauszufinden, ob ein von Gott unabhängiges Verhalten zu einem glücklichen Leben führen würde?

      11 Unsere Ureltern trafen die falsche Entscheidung. Sie beschlossen, von Gott unabhängig zu sein. Natürlich hätte Gott diese beiden ersten menschlichen Rebellen sogleich töten können, nachdem sie ihre Willensfreiheit mißbraucht hatten. Dann wäre aber die Frage, ob Gott das Recht hat, über die Menschen zu regieren, nicht geklärt worden. Da das erste Menschenpaar von Gott unabhängig sein wollte, mußte die Frage geklärt werden: Würde dieses Verhalten zu einem glücklichen, erfolgreichen Leben führen? Die einzige Möglichkeit, das herauszufinden, bestand darin, unsere Ureltern und ihre Nachkommen ihren eigenen Weg gehen zu lassen, denn sie hatten ja diese Wahl getroffen. Die Zeit würde zeigen, ob die Menschen so erschaffen wurden, daß sie sich unabhängig von ihrem Schöpfer erfolgreich regieren konnten.

      12. Wie schätzte Jeremia die Menschenherrschaft ein, und warum?

      12 Der Bibelschreiber Jeremia wußte, was dabei herauskommen würde. Unter der Leitung des machtvollen heiligen Geistes Gottes oder seiner wirksamen Kraft schrieb er treffend: „Ich weiß wohl, o Jehova, daß nicht beim Erdenmenschen sein Weg steht. Es steht nicht bei dem Mann, der da wandelt, auch nur seinen Schritt zu richten. Bringe mich zurecht, o Jehova“ (Jeremia 10:23, 24). Jeremia wußte, daß sich die Menschen von Gottes himmlischer Weisheit leiten lassen müssen. Warum? Ganz einfach deshalb, weil Gott sie nicht so erschaffen hat, daß sie unabhängig von seiner Leitung Erfolg haben können.

      13. Was haben die Folgen der Jahrtausende der Menschenherrschaft ohne jeden Zweifel gezeigt?

      13 Jahrtausende der Menschenherrschaft haben außer allem Zweifel gezeigt, daß es nicht bei den Menschen steht, sich unabhängig von ihrem Schöpfer zu regieren. Ihre Versuche haben katastrophale Folgen gehabt, an denen sie aber selbst schuld sind. Die Bibel sagt deutlich: „Der FELS [Gott], vollkommen ist sein Tun, denn Gerechtigkeit sind alle seine Wege. Ein Gott der Treue, bei dem es kein Unrecht gibt; gerecht und gerade ist er. Sie haben ihrerseits verderblich gehandelt; sie sind nicht seine Kinder, ihre eigene Fehlerhaftigkeit ist es“ (5. Mose 32:4, 5).

      Gott wird bald eingreifen

      14. Warum wird Gott sein Eingreifen in die Angelegenheiten der Menschen nicht länger hinausschieben?

      14 Nachdem Gott über Jahrhunderte zugelassen hat, daß das Scheitern der Menschenherrschaft deutlich zutage trat, kann er nun in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen und Leid, Kummer, Krankheit und Tod Einhalt gebieten. Nachdem er den Menschen gewährt hat, auf wissenschaftlichem, industriellem und medizinischem Gebiet sowie auf anderen Gebieten Höchstleistungen zu erzielen, braucht er ihnen nicht noch weitere Jahrhunderte einzuräumen, um den Beweis erbringen zu können, daß sie ohne ihn eine friedliche, paradiesische Welt herbeiführen können. Sie haben es bis jetzt nicht geschafft, und sie werden es auch künftig nicht schaffen. Die Unabhängigkeit von Gott hat eine verkommene, haßerfüllte und das Leben bedrohende Welt zur Folge gehabt.

      15. Welchen biblischen Rat sollten wir befolgen?

      15 Es hat zwar aufrichtige Herrscher gegeben, die der Menschheit helfen wollten, aber ihre Bemühungen scheiterten. Heute sieht man überall Anzeichen des Zusammenbruchs der Menschenherrschaft. Darum rät die Bibel: „Setzt euer Vertrauen nicht auf Edle noch auf den Sohn des Erdenmenschen, bei dem es keine Rettung gibt“ (Psalm 146:3).

      [Bild auf Seite 24, 25]

      Selbst aufrichtigen Herrschern ist es nicht gelungen, eine friedliche, paradiesische Welt herbeizuführen

  • Gottes Vorsatz bald verwirklicht
    Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann man ihn herausfinden?
    • Teil 7

      Gottes Vorsatz bald verwirklicht

      1, 2. Wieso können wir sicher sein, daß Gott Bosheit und Leid ein Ende machen wird?

      1 Vom menschlichen Standpunkt aus hat Gott Unvollkommenheit und Leid sehr lange geduldet, aber er wird die schlechten Verhältnisse nicht für immer zulassen. Aus der Bibel erfahren wir, daß Gott diese Verhältnisse nur eine bestimmte Zeit bestehen läßt.

      2 „Für alles gibt es eine bestimmte Zeit“ (Prediger 3:1). Wenn die Zeit, in der Gott Bosheit und Leid zugelassen hat, abgelaufen ist, wird er in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen. Er wird Bosheit und Leid ein Ende machen und seinen ursprünglichen Vorsatz verwirklichen, daß die Erde mit einer vollkommenen, glücklichen Menschheitsfamilie gefüllt wird, die unter paradiesischen Verhältnissen leben und sich absoluten Friedens und wirtschaftlicher Sicherheit erfreuen wird.

      Gottes Gericht

      3, 4. Wie beschreibt das Buch der Sprüche die Auswirkungen des Eingreifens Gottes?

      3 Beachte einige der vielen biblischen Prophezeiungen, die zeigen, welche Auswirkungen das Eingreifen Gottes, das heißt sein Gericht, nun bald für die Menschheitsfamilie haben wird.

      4 „Die Rechtschaffenen sind es, die auf der Erde weilen werden, und die Untadeligen sind es, die darauf übrigbleiben werden. Was die Bösen betrifft, von der Erde werden sie weggetilgt; und die Treulosen, sie werden davon weggerissen“ (Sprüche 2:21, 22).

      5, 6. Was wird gemäß Psalm 37 geschehen, wenn Gott eingreift?

      5 „Die Übeltäter, sie werden weggetilgt, die aber auf Jehova hoffen, sind es, die die Erde besitzen werden. Und nur noch eine kleine Weile, und der Böse wird nicht mehr sein ... Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Psalm 37:9-11).

      6 „Hoffe auf Jehova, und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, die Erde in Besitz zu nehmen. Wenn die Bösen weggetilgt werden, wirst du es sehen. Achte auf den Untadeligen, und behalte den Rechtschaffenen im Auge, denn die Zukunft dieses Mannes wird friedevoll sein. Die Übertreter selbst aber werden bestimmt miteinander vertilgt werden; der Bösen Zukunft wird tatsächlich abgeschnitten“ (Psalm 37:34, 37, 38).

      7. Welchen vernünftigen Rat gibt uns Gottes Wort?

      7 Im Hinblick auf die wunderbare Zukunft, die denen in Aussicht steht, die das Recht des allmächtigen Schöpfers zu regieren anerkennen, ergeht daher die Aufforderung: „Meine Gebote möge dein Herz beobachten, denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden werden dir hinzugefügt werden.“ Ja, sogar ewiges Leben wird denen hinzugefügt werden, die bereit sind, Gottes Willen zu tun. Darum gibt uns Gottes Wort den Rat: „Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand. Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade gerademachen“ (Sprüche 3:1, 2, 5, 6).

      Gottes Regierung vom Himmel

      8, 9. Wodurch wird Gott die Reinigung der Erde vornehmen?

      8 Gott wird die Reinigung der Erde durch die beste Regierung vornehmen, die die Menschheit jemals haben könnte: durch eine Regierung, die himmlische Weisheit widerspiegelt, weil sie vom Himmel aus herrscht und von Gott geleitet wird. Und dieses himmlische Königreich wird jede Form von Menschenherrschaft beseitigen. Menschen werden nie wieder die Möglichkeit haben, unabhängig von Gott zu regieren.

      9 Die Prophezeiung aus Daniel 2:44 sagt hierüber: „Und in den Tagen dieser Könige [der gegenwärtigen Regierungen] wird der Gott des Himmels ein Königreich [im Himmel] aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen [Menschen werden nie mehr unabhängig von Gott regieren dürfen]. Es wird alle diese Königreiche [die jetzt bestehen] zermalmen und ihnen ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen.“ (Siehe auch Offenbarung 19:11-21; 20:4-6.)

      10. Wieso können wir sicher sein, daß es unter Gottes himmlischem Königreich keine korrupten Regierungen mehr geben wird?

      10 Folglich wird die Menschheit nie mehr von korrupten Regierungen beherrscht werden, denn nachdem Gott dem gegenwärtigen System ein Ende gemacht hat, wird nie mehr eine von Gott unabhängige menschliche Regierung aufkommen. Und da das vom Himmel aus regierende Königreich von Gott eingesetzt worden ist und von ihm aufrechterhalten wird, wird es von Korruption frei sein. Es wird seine Herrschaft zum Wohl seiner irdischen Untertanen ausüben. Dann wird Gottes Wille auf der ganzen Erde so geschehen wie im Himmel. Deshalb konnte Jesus seine Jünger beten lehren: „Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf der Erde“ (Matthäus 6:10).

      Wie nahe?

      11. Wo finden wir in der Bibel Prophezeiungen, die uns helfen festzustellen, wie nahe das Ende des gegenwärtigen Systems ist?

      11 Wie nahe ist das Ende dieses unbefriedigenden Systems der Dinge und der Anfang von Gottes neuer Welt? Biblische Prophezeiungen beantworten uns diese Frage klar und deutlich. Jesus sagte zum Beispiel voraus, wonach wir Ausschau halten sollten, wenn wir wissen möchten, wo wir in bezug auf das, was die Bibel „Abschluß des Systems der Dinge“ nennt, stehen. Seine Worte sind in Matthäus, Kapitel 24 und 25, Markus 13 und Lukas 21 aufgezeichnet. Gemäß 2. Timotheus, Kapitel 3 sagte auch der Apostel Paulus eine Zeit — er nannte sie die „letzten Tage“ — voraus, in der vieles geschehen würde, was ebenfalls darauf hinwiese, wo wir uns im Strom der Zeit befänden.

      12, 13. Was sagten Jesus und Paulus über die Zeit des Endes?

      12 Jesus sagte, dieser Zeitabschnitt werde mit folgenden Ereignissen beginnen: „Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheit und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben“ (Matthäus 24:7). Nach seinen Worten in Lukas 21:11 würde es außerdem „an einem Ort nach dem anderen Seuchen“ geben. Auch sprach er warnend von der „zunehmenden Gesetzlosigkeit“ (Matthäus 24:12).

      13 Der Apostel Paulus sagte folgendes voraus: „Dieses aber erkenne, daß in den letzten Tagen kritische Zeiten dasein werden, mit denen man schwer fertig wird. Denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, anmaßend, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, nicht loyal, ohne natürliche Zuneigung, für keine Übereinkunft zugänglich, Verleumder, ohne Selbstbeherrschung, brutal, ohne Liebe zum Guten, Verräter, unbesonnen, aufgeblasen vor Stolz, die Vergnügungen mehr lieben als Gott, die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen ... Böse Menschen aber und Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden“ (2. Timotheus 3:1-5, 13).

      14, 15. Inwiefern bestätigt das, was im 20. Jahrhundert alles geschehen ist, daß wir wirklich in den letzten Tagen leben?

      14 Hat sich das, was Jesus und Paulus vorhersagten, in unserer Zeit bewahrheitet? Ohne Zweifel. Der Erste Weltkrieg war der bis dahin schlimmste aller Kriege. Dieser Krieg war der erste weltumspannende Krieg und bildete den Wendepunkt in der neuzeitlichen Geschichte. Ihm folgten Lebensmittelknappheit, epidemische Krankheiten und Katastrophen. Diese Geschehnisse, die von 1914 an eintraten, waren, wie Jesus sagte, „ein Anfang der Bedrängniswehen“ (Matthäus 24:8). Sie waren der Anfang des vorhergesagten Zeitabschnitts, die „letzten Tage“ genannt, mit anderen Worten: der Beginn der letzten Generation, in der Gott Bosheit und Leid zulassen würde.

      15 Wahrscheinlich ist einem jeden von uns bekannt, was im 20. Jahrhundert alles geschehen ist. Wir sehen das Chaos, das dadurch verursacht worden ist. Etwa 100 Millionen Menschen sind in Kriegen umgekommen. Hunderte von Millionen sind an den Folgen von Hunger und an Krankheiten gestorben. Erdbeben haben unzählige Todesopfer gefordert. Leben und fremdes Eigentum werden immer weniger geachtet. Die Angst vor Verbrechen ist eine alltägliche Erscheinung geworden. Moralische Grundsätze hat man beiseite geschoben. Die Bevölkerungsexplosion schafft unlösbare Probleme. Durch die Umweltverschmutzung wird das Leben beeinträchtigt, ja sogar gefährdet. Wir leben seit 1914 tatsächlich in den letzten Tagen und nähern uns dem Höhepunkt der biblischen Prophezeiungen, die sich auf unsere Zeit beziehen.

      16. Wie lange dauern die letzten Tage?

      16 Wie lange sollen die letzten Tage dauern? Jesus sagte über die Ära, die von 1914 an den „Anfang der Bedrängniswehen“ sah: „Diese Generation [wird] auf keinen Fall vergehen ..., bis alle diese Dinge geschehen“ (Matthäus 24:8, 34-36). Folglich müssen die verschiedenen Merkmale der letzten Tage alle innerhalb der Lebenszeit einer einzigen Generation, der Generation von 1914, auftreten. Das bedeutet, daß einige Personen, die 1914 am Leben waren, noch leben werden, wenn das gegenwärtige System zu Ende geht. Die Angehörigen dieser Generation sind nun an Jahren weit fortgeschritten, was erkennen läßt, daß nicht mehr viel Zeit verbleibt, bis Gott dem gegenwärtigen System ein Ende macht.

      17, 18. Welche Prophezeiung läßt erkennen, daß das Ende dieser Welt sehr nahe ist?

      17 Eine weitere Prophezeiung, die darauf hinweist, daß das Ende des gegenwärtigen Systems sehr nahe ist, äußerte der Apostel Paulus in folgenden Worten: „Jehovas Tag [kommt] genauso ... wie ein Dieb in der Nacht. Wann immer sie sagen: ‚Frieden und Sicherheit!‘, dann wird plötzliche Vernichtung sie überfallen ...; und sie werden keinesfalls entrinnen“ (1. Thessalonicher 5:2, 3; siehe auch Lukas 21:34, 35).

      18 Zur Zeit ist der kalte Krieg vorbei, und die Gefahr, daß ein internationaler Krieg ausbricht, ist vielleicht nicht mehr so groß. Deshalb mögen die Nationen denken, sie seien auf dem besten Weg zu einer neuen Weltordnung. Doch wenn sie meinen, mit ihren Bemühungen Erfolg gehabt zu haben, so wird das genau das Gegenteil von dem bedeuten, was sie erwarten, denn es wird das endgültige Signal sein für die unmittelbar bevorstehende Vernichtung des gegenwärtigen Systems durch Gott. Vergessen wir nicht, daß politische Verhandlungen und Verträge die Menschen nicht von Grund auf ändern können! Sie bewirken nicht, daß die Menschen sich gegenseitig lieben. Auch gelingt es führenden Politikern nicht, dem Verbrechen Einhalt zu gebieten oder Krankheit und Tod auszumerzen. Setzen wir unser Vertrauen daher nicht auf menschliche Bemühungen zur Förderung des Friedens und der Sicherheit, und denken wir nicht, die Welt sei auf dem besten Weg, ihre Probleme zu lösen! (Psalm 146:3). In Wirklichkeit bedeuten die erwähnten Worte, daß es mit der gegenwärtigen Welt sehr bald zu Ende sein wird.

      Gute Botschaft predigen

      19, 20. Welche Prophezeiung in bezug auf das Predigen in den letzten Tagen erfüllt sich vor unseren Augen?

      19 Eine weitere Prophezeiung, die erkennen läßt, daß wir seit 1914 in den letzten Tagen leben, ist der Ausspruch Jesu: „Auch muß unter allen Nationen zuerst die gute Botschaft gepredigt werden“ (Markus 13:10), oder gemäß Matthäus 24:14: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“

      20 Heute wird wie nie zuvor die gute Botschaft vom Ende dieser Welt und von der hereinbrechenden paradiesischen neuen Welt unter Gottes Königreich auf der ganzen Erde gepredigt. Von wem? Von Millionen von Zeugen Jehovas. Sie predigen auf der ganzen Erde, in jedem Land.

      21, 22. Was kennzeichnet Jehovas Zeugen besonders als wahre Christen?

      21 Abgesehen davon, daß Jehovas Zeugen Gottes Königreich predigen, geben sie sich durch ihr Verhalten auch als wahre Nachfolger Christi zu erkennen, denn Jesus sagte: „Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“ Durch das unzerstörbare Band der Liebe bilden Jehovas Zeugen eine weltweite Bruderschaft (Johannes 13:35; siehe auch Jesaja 2:2-4; Kolosser 3:14; Johannes 15:12-14; 1. Johannes 3:10-12; 4:20, 21; Offenbarung 7:9, 10).

      22 Jehovas Zeugen glauben, „daß Gott“, wie die Bibel sagt, „nicht parteiisch ist, sondern daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apostelgeschichte 10:34, 35). Sie betrachten ihre Mitzeugen in allen Ländern als Glaubensbrüder und -schwestern, ohne Rücksicht auf Rasse oder Hautfarbe (Matthäus 23:8). Diese weltweite Bruderschaft ist ein weiterer Beweis dafür, daß Gottes Vorsatz bald verwirklicht wird.

      [Bild auf Seite 26]

      Gottes vollkommenes himmlisches Königreich wird in der neuen Welt die einzige Regierung der Menschheit sein

  • Für immer auf einer paradiesischen Erde leben
    Was ist der Sinn des Lebens? Wie kann man ihn herausfinden?
    • Teil 8

      Für immer auf einer paradiesischen Erde leben

      1, 2. Wie wird das Leben unter der Regierung des Königreiches Gottes sein?

      1 Wie wird das Leben sein, wenn Gott Bosheit und Leid von der Erde vertilgt und seine neue Welt unter der liebevollen Herrschaft seines himmlischen Königreiches herbeigeführt hat? Er hat verheißen, ‘seine Hand zu öffnen und das Begehren alles Lebenden zu sättigen’ (Psalm 145:16).

      2 Was können wir zu Recht begehren? Möchten wir nicht gern glücklich sein, eine lohnende Arbeit haben, materiellen Wohlstand genießen, in einer schönen Umgebung wohnen, ja möchten wir nicht, daß alle Menschen in Frieden leben, daß es weder Ungerechtigkeit noch Krankheit, weder Leid noch den Tod mehr gibt? Und wie verhält es sich mit der freudigen Erwartung in bezug auf geistige Dinge? All das wird unter der Regierung des Königreiches Gottes nun bald Wirklichkeit werden. Die folgenden biblischen Prophezeiungen sprechen von den wunderbaren Segnungen, die uns in dieser neuen Welt bevorstehen.

      Vollkommener Frieden für die ganze Menschheit

      3—6. Welche Zusicherung haben wir dafür, daß die Menschen in der neuen Welt in Frieden leben werden?

      3 „Kriege läßt er [Gott] aufhören bis an das äußerste Ende der Erde. Den Bogen zerbricht er, und den Speer zersplittert er; die Wagen verbrennt er im Feuer“ (Psalm 46:9).

      4 „Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation das Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen“ (Jesaja 2:4).

      5 „Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens“ (Psalm 37:11).

      6 „Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, ist frei geworden von Ruhestörung. Die Menschen sind fröhlich geworden mit Jubelrufen“ (Jesaja 14:7).

      Frieden zwischen Mensch und Tier

      7, 8. Wie wird der Frieden zwischen Mensch und Tier aussehen?

      7 „Der Wolf wird tatsächlich eine Zeitlang bei dem männlichen Lamm weilen, und der Leopard wird bei dem Böckchen lagern, und das Kalb und der mähnige junge Löwe und das wohlgenährte Tier, alle beieinander; und ein noch kleiner Knabe wird sie führen. Und die Kuh und der Bär, sie werden weiden; zusammen werden ihre Jungen lagern. Und selbst der Löwe wird Stroh fressen so wie der Stier. Und der Säugling wird gewiß auf dem Loch der Kobra spielen; und auf die Lichtöffnung einer giftigen Schlange wird ein entwöhntes Kind tatsächlich seine Hand legen. Sie werden keinen Schaden stiften noch irgendwie Verderben anrichten“ (Jesaja 11:6-9).

      8 „Für sie werde ich an jenem Tag gewiß einen Bund schließen in Verbindung mit dem wildlebenden Tier des Feldes und mit dem fliegenden Geschöpf der Himmel und dem Kriechtier des Erdbodens, ... ich will sie in Sicherheit sich niederlegen lassen“ (Hosea 2:18).

      Vollkommene Gesundheit, ewiges Leben

      9—14. Wie wird es in der neuen Welt um die Gesundheit bestellt sein?

      9 „Zu jener Zeit werden die Augen der Blinden geöffnet, und die Ohren der Tauben, sie werden aufgetan. Zu jener Zeit wird der Lahme klettern wie ein Hirsch, und die Zunge des Stummen wird jubeln“ (Jesaja 35:5, 6).

      10 „Er [Gott] wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein“ (Offenbarung 21:4).

      11 „Und kein Bewohner wird sagen: ‚Ich bin krank‘ “ (Jesaja 33:24).

      12 „Sein Fleisch werde frischer als in der Jugend; er kehre zurück zu den Tagen seiner Jugendkraft“ (Hiob 33:25).

      13 „Die Gabe ..., die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn“ (Römer 6:23).

      14 „Jeder, der Glauben an ihn ausübt, ... [wird] ewiges Leben [haben]“ (Johannes 3:16).

      Die Toten werden zum Leben zurückkehren

      15—17. Welche Hoffnung besteht für die bereits Verstorbenen?

      15 „Es [wird] eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben“ (Apostelgeschichte 24:15).

      16 „Die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften [in Gottes Gedächtnis] sind, seine Stimme hören und herauskommen werden“ (Johannes 5:28, 29).

      17 „Das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hades [das Grab] gaben die Toten heraus“ (Offenbarung 20:13).

      Die Erde — ein Paradies, in dem Überfluß herrscht

      18—22. Wozu wird die ganze Erde umgestaltet werden?

      18 „Regengüsse des Segens wird es geben. Und der Baum des Feldes soll seinen Fruchtertrag geben, und das Land selbst wird seinen Ertrag geben, und sie werden sich auf ihrem Boden tatsächlich in Sicherheit befinden“ (Hesekiel 34:26, 27).

      19 „Die Erde selbst wird bestimmt ihren Ertrag geben; Gott, unser Gott, wird uns segnen“ (Psalm 67:6).

      20 „Die Wildnis und die wasserlose Gegend werden frohlocken, und die Wüstenebene wird voller Freude sein und blühen wie der Safran“ (Jesaja 35:1).

      21 „Die Berge und die Hügel, sie werden vor euch fröhlich werden mit Jubelruf, und selbst die Bäume des Feldes werden alle in die Hände klatschen. Statt des Dornendickichts wird der Wacholderbaum aufgehen. Statt der Brennessel wird die Myrte aufgehen“ (Jesaja 55:12, 13).

      22 „Du wirst mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23:43).

      Annehmbare Wohnverhältnisse für alle

      23, 24. Was gibt uns die Gewißheit, daß es dann für alle annehmbare Wohnverhältnisse geben wird?

      23 „Sie werden gewiß Häuser bauen und sie bewohnen ... Sie werden nicht bauen und ein anderer es bewohnen; sie werden nicht pflanzen und ein anderer essen. ... das Werk ihrer eigenen Hände werden meine Auserwählten verbrauchen. Sie werden sich nicht umsonst abmühen, noch werden sie zur Bestürzung gebären“ (Jesaja 65:21-23).

      24 „Sie werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der sie aufschreckt“ (Micha 4:4).

      Du kannst für immer im Paradies leben

      25. Welche herrliche Zukunftserwartung haben wir?

      25 Welch herrliche Zukunftserwartung! Ja, unser Leben kann heute schon einen Sinn bekommen, wenn wir die fest gegründete Hoffnung haben, daß die heutigen Probleme in Gottes neuer Welt für immer der Vergangenheit angehören werden. „Die früheren Dinge werden nicht in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen“ (Jesaja 65:17). Und wie tröstlich zu wissen, daß das Leben niemals enden wird. „Er [Gott] wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen“ (Jesaja 25:8).

      26. Was ist der Schlüssel zum ewigen Leben in Gottes neuer Welt?

      26 Möchtest du für immer in der so kurz bevorstehenden paradiesischen neuen Welt leben? Du fragst dich vielleicht, was du tun müßtest, um am Ende der gegenwärtigen Welt in Gottes Gunst zu stehen und in seine neue Welt hinüberzuleben. Du müßtest so handeln, wie Jesus es in einem Gebet ausdrückte: „Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus“ (Johannes 17:3).

      27. Was muß man tun, wenn man an der Verwirklichung des Vorsatzes Gottes teilhaben möchte?

      27 Besorge dir deshalb eine Bibel, und verschaffe dir Gewißheit über das, was du in dieser Broschüre gelesen hast. Suche nach Personen, die sich diese biblischen Wahrheiten zu eigen gemacht haben und andere darüber belehren. Wende dich von den heuchlerischen Religionsgemeinschaften ab, deren Lehren und deren Handlungsweise der Bibel widersprechen. Lerne, wie du mit den Millionen, die bereits Gottes Willen tun, an der Verwirklichung des Vorsatzes Gottes teilhaben kannst, gemäß dem Menschen für immer auf einer paradiesischen Erde leben werden. Nimm dir auch zu Herzen, was Gottes inspiriertes Wort über die nahe Zukunft sagt: „Die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar“ (1. Johannes 2:17).

      [Bild auf Seite 31]

      Gottes Vorsatz, das Paradies auf der Erde wiederherzustellen, wird bald verwirklicht werden

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