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Wie kam das Universum ins Dasein? — Die StreitfrageGibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist?
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[Kasten auf Seite 22]
„Die besonderen Bedingungen auf der Erde, die sich aus ihrer idealen Größe ergeben, aus der Elementzusammensetzung und aus der fast kreisförmigen Umlaufbahn in einem perfekten Abstand von einem langlebigen Stern, der Sonne, ermöglichten es, daß sich Wasser auf der Erdoberfläche ansammelte“ (Integrated Principles of Zoology, 7. Auflage). Ohne Wasser hätte kein Leben auf der Erde erscheinen können.
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Wie kam das Universum ins Dasein? — Die StreitfrageGibt es einen Schöpfer, der an uns interessiert ist?
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Die idealen Merkmale der Erde
Unsere Existenz setzt auch in anderer Hinsicht Präzision voraus. Betrachten wir die Maße der Erde und ihre Lage im Verhältnis zum übrigen Sonnensystem. Im Bibelbuch Hiob sind die folgenden demütig stimmenden Fragen enthalten: „Wo befandest du dich, als ich die Erde gründete? ... Wer hat ihre Maße festgesetzt, falls du es weißt ...?“ (Hiob 38:4, 5). Diese Fragen verlangen heute mehr als je zuvor nach einer Antwort. Warum? Wegen der erstaunlichen Entdeckungen, die in bezug auf unsere Erde gemacht worden sind, ihre Größe und ihre Lage im Sonnensystem eingeschlossen.
Ein Planet wie die Erde ist nirgendwo anders im Universum entdeckt worden. Zwar weisen einige Wissenschaftler auf indirekte Anzeichen hin, daß gewisse Sterne von Objekten umkreist werden, die Hunderte von Malen größer sind als die Erde. Die Erde hat aber gerade die richtige Größe, die für unsere Existenz erforderlich ist. Inwiefern? Wäre die Erde nur geringfügig größer, dann wäre die Schwerkraft stärker, und der Wasserstoff, ein leichtes Gas, würde sich ansammeln und könnte der Schwerkraft der Erde nicht entkommen. Dadurch wäre die Atmosphäre unwirtlich. Wäre die Erde allerdings geringfügig kleiner, dann entkäme der lebenserhaltende Sauerstoff, und das Oberflächenwasser würde verdunsten. In beiden Fällen könnten wir nicht leben.
Die Erde hat auch einen idealen Abstand von der Sonne, was unerläßlich für das Gedeihen von Leben ist. Der Astronom John Barrow und der Mathematiker Frank Tipler befaßten sich eingehend mit „dem Verhältnis des Erdradius zur Entfernung zur Sonne“ und gelangten zu dem Schluß, daß auf der Erde kein Leben existierte, „wenn dieses Verhältnis geringfügig anders wäre als beobachtet“. Professor David L. Block bemerkt: „Wäre die Entfernung aber um 5 Prozent geringer, dann wäre gemäß Berechnungen vor ungefähr 4 Milliarden Jahren ein übermäßiger Treibhauseffekt aufgetreten. Wäre die Erde andererseits nur ein Prozent weiter von der Sonne entfernt gewesen, dann hätte sie sich vor etwa 2 Milliarden Jahren mit einer Eisschicht überzogen“ (Our Universe: Accident or Design?).
Außer der bereits erwähnten Präzision kann noch angeführt werden, daß sich die Erde einmal am Tag um ihre Achse dreht, was gerade die richtige Geschwindigkeit ist, mäßige Temperaturen zu erzeugen. Die Venus dreht sich in 243 Tagen einmal um ihre Achse. Man denke nur an die Folgen, wenn die Erde so langsam rotieren würde. Die extremen Temperaturen, die sich bei derart langen Tagen und Nächten einstellen, könnten wir nicht ertragen.
Eine weitere wesentliche Einzelheit ist die Form der Bahn, auf der sich die Erde um die Sonne bewegt. Kometen bewegen sich auf langgestreckten elliptischen Bahnen. Erfreulicherweise ist das bei der Erde anders. Ihre Umlaufbahn ist nahezu kreisförmig. Das bewahrt uns wiederum vor todbringenden extremen Temperaturen.
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